Camper mit Elektroantrieb: Diese Wohnmobile fahren elektrisch

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Der Alpincamper ID. Buzz statisch von schräg vorne.
Alpincamper ID. Buzz Foto: Facebook/Alpincamper

Wenn VW nicht liefert, müssen die kleinen Hersteller ran. Alpincamper hat sich den VW ID. Buzz vorgeknöpft und den Wohnraum mit viel Holz zum Wochenend-Camper umgebaut.

Der Innenraum des Alpincamper ID. Buzz.
Alpincamper ID. Buzz Foto: Facebook/Alpincamper

An Bord finden zwei Camper:innen so gut wie alles, was es für die schnelle Alltagsflucht benötigt. Sogar ein kleines Aufstelldach gibt es optional hinzu – jedoch nur für mehr Stehhöhe.

Der eVentje statisch von schräg vorne.
eVentje Foto: Ventje

Und ein weiteres Mal wird VWs Retro-Van zum Camper. Diesmal kommt der Ausbau – samt optionalem Schlafdach – jedoch aus den Niederlanden und hört auf den Namen eVentje.

Der Innenraum des eVentje mit Blickrichtung von der Heckklappe.
eVentje Foto: Ventje

Beim Ausbau setzen die Niederländer:innen zum Großteil auf den Werkstoff Holz. Der Wohnraum klappt bei Bedarf vom Bett zur Lounge, die Außenküche funktioniert genauso gut auch als Innenküche.

Pössl e-Vanster statisch von schräg hinten.
Pössl e-Vanster Foto: Pössl

Elektro-Camper von Großserienherstellern sind aktuell noch eine Seltenheit. In Ainring sind sie bereits in der Gegenwart Realität: Pössl E-Vanster heißt der vollelektrische Campingbus auf Basis des Citroën ë-Spacetourers.

Tonke EQV statisch von schräg vorne.
Tonke EQV Foto: Tonke

Mit dem Tonke EQV starteten die bis dato auf den Umbau von VW T6.1 spezialisierten Niederländer:innen auch den Verkauf von Elektro-Campern. Als Basisfahrzeug dient der Mercedes EQV.

Der Innenraum des Tonke EQV; zu sehen ist eine Sitzgruppe mit Küchenzeile links und einer Person auf den drehbaren Vordersitzen rechts.
Tonke EQV Foto: Tonke

Als Tonke EQV Touring ist der Van ein vollwertiges Elektro-Wohnmobil für vier. Mit dabei ist dann ein komplett gasfreies Schrankmodul auf der linken Fahrzeugseite mit einer schwenkbaren Küche samt Induktionskochfeld.

Der Tonke ID. Buzz mit aufgestelltem Dachzelt von schräg hinten.
Tonke ID. Buzz Foto: Tonke

Auf den EQV folgt der nächste vollelektrische Camper aus Terheijden nördlich von Breda in den Niederlanden. Der Tonke ID. Buzz setzt auf ebendiesen VW-Stromer.

Der Innenraum des Tonke ID. Buzz mit zwei Erwachsenen auf dem unteren Bett und zwei Kindern auf dem oberen Bett im Dachzelt.
Tonke ID. Buzz Foto: Tonke

Mit dem Namenszusatz "Trail" erhalten Camper:innen den fertig ausgebauten Camper geliefert. Dieser bietet dann Schlafplätze für zwei und eine gasfreie In- wie Outdoor-Küche im Heck. Das Aufstelldach ist optional.

Der Vanderer One statisch von schräg vorne.
Vanderer One Foto: Vanderer/Simon Abele

Eine Nummer kleiner als die Campingbusse auf Basis des Citroën ë-Spacetourer, Mercedes EQV oder VW ID. Buzz sind die vollelektrischen Versionen von Vanderer One und Two.

Der Innenraum des Vanderer One.
Vanderer One Foto: Vanderer/Simon Abele

Der Vanderer One kommt serienmäßig mit einem Aufstelldach. Wenn man auf das Schlafdach verzichten kann, kostet der Mini-Camper mit E-Antrieb auch etwas weniger.

Bisher treibt ein Wohnmobil in der Regel der bewährte Dieselmotor an. Einige Hersteller setzen jedoch bereits auf Elektro-Camper – oder führen diese als Alternative zum Verbrenner. Unsere Übersicht zeigt elektrische Modelle, die schon jetzt zum Kauf stehen.

Studien machen regelmäßig auf das Thema aufmerksam: Wie kann Campen in Zukunft umweltfreundlicher sein? Ob Studentenprojekte wie der Solar-Camper Stella Vita oder Konzeptautos wie der Alkoven Dethleffs e.home: Die Marschrichtung heißt vollelektrisch. Doch bisher tut sich auf dem Campermarkt recht wenig. Auch wenn beliebte Basisfahrzeuge, allen voran Fiat Ducato, Ford Transit oder Mercedes Sprinter, mittlerweile auch mit batterieelektrischen Antrieben verfügbar sind, greifen Camper:innen – und damit auch die Branche – weiterhin zum klassischen Diesel. Ein Grund dürfte wohl die Reichweite von oft weit unter 500 km sein, was vor allem bei großen Campervans und Teilintegrierten (die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklärt) den Aktionsradius stark einschränkt.

Doch es gibt sie, die Ausnahmen, die jetzt bereits vollelektrisch unterwegs sind. Wir haben sechs Camper-Modelle zusammengestellt, die bereits im Verkauf sind. Spoiler: Es sind allesamt kompakte Campingbusse.
Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Zehn Tipps zum Wohnmobilkauf im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Alpincamper ID. Buzz

Wenn VW nicht liefert, müssen die kleinen Hersteller ran. Alpincamper hat sich den VW ID. Buzz vorgeknöpft und den Wohnraum mit viel Holz zum Wochenend-Camper umgebaut. An Bord finden zwei Camper:innen so gut wie alles, was es für die schnelle Alltagsflucht benötigt. Sogar ein kleines Aufstelldach gibt es optional hinzu – jedoch nur für mehr Stehhöhe.

Der Alpincamper ID. Buzz statisch von schräg vorne.
Foto: Facebook/Alpincamper

  • Basisfahrzeug: VW ID. Buzz
  • Preis: ca. 80.000 Euro
  • Reichweite: ca. 424 km

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

eVentje

Und ein weiteres Mal wird VWs Retro-Van zum Camper. Diesmal kommt der Ausbau – samt optionalem Schlafdach – jedoch aus den Niederlanden und hört auf den Namen eVentje. Der Hersteller hat bereits mit Diesel-T6.1 Erfahrungen im Ausbau von Vans gesammelt und verwandelt so mit Routine den ID. Buzz in einen Camper für bis zu vier Personen.

Der eVentje statisch von schräg vorne.
Foto: Ventje

Beim Ausbau setzen die Niederländer:innen ebenfalls zum Großteil auf den Werkstoff Holz. Dieses wird sogar aus nachhaltiger Forstwirtschaft bezogen. Ventje legt neben Nachhaltigkeit mindestens ebenso großen Wert auf Flexibilität. Daher klappt der Wohnraum vom Bett zur Lounge und wird bei Bedarf auch zur Innenküche. Ein optionales kleines Camping-WC versteckt sich zudem unter der Sitzbank. Außenmöbel sind ebenfalls bereits inklusive.

  • Basisfahrzeug: VW ID. Buzz
  • Preis: ab 95.000 Euro
  • Reichweite: ca. 424 km

Pössl E-Vanster

Elektro-Camper von Großserienherstellern sind aktuell noch eine Seltenheit. Bisher hatte es meist nur zu einer Studie gereicht – also einen Ausblick auf die elektrifizierte Freizeitmobil-Zukunft. In Ainring ist dieses bereits in der Gegenwart Realität: Pössl E-Vanster heißt der vollelektrische Campingbus auf Basis des Citroën ë-Spacetourers. Mit dem 75 kWh fassenden Akkupaket im Unterboden sind zwar Langstrecken ohne häufige Ladepausen mit maximal 298 km Reichweite nicht möglich, dem entschleunigenden Wochenendtrip steht aber nichts im Weg.

Pössl e-Vanster statisch von schräg hinten.
Foto: Pössl

Das E-Modell wird jedoch nur als Pössl Vanster mit Campingbox im Heck angeboten. Der vollausgebaute Pössl Campster lässt sich aktuell ausschließlich mit Dieselmotor unter der Haube ordern. Immerhin: Das Schlafdach ist auch beim E-Vanster inklusive.

  • Basisfahrzeug: Citroën ë-Spacetourer
  • Preis: ab 49.999 Euro
  • Reichweite: ca. 298 km

Tonke EQV Touring

Mit dem Tonke EQV starteten die bis dato auf den Umbau von VW T6.1 spezialisierten Niederländer:innen den Verkauf von Elektro-Campern. Als Basisfahrzeug dient der von der Mercedes V-Klasse abgeleitete vollelektrische Van Mercedes EQV. Dieser kommt mit einem 100-kWh-Akkupaket und kommt je nach Fahrsituation vollgeladen zwischen 300 und 400 km weit. Am Schnellader ist die Batterie im Tonke in knapp 45 min wieder zu 80 Prozent geladen.

Tonke EQV statisch von schräg vorne.
Foto: Tonke

Den Tonke EQV gibt es in drei Ausstattungsvarianten: Adventure (74.401 Euro), Nomad (79.102 Euro) und Touring (100.165 Euro; alle Preise: Stand Dezember 2024). Während die ersten beiden Modelle eher die alltagstauglichen Campingbusse für den spontanen Wochenendausflug mit herausnehmbaren Modulen und bis zu sechs Sitzplätzen mimen, ist der Tonke EQV Touring das vollwertige Elektro-Wohnmobil für vier mit Vollausbau. Dazu zählt das komplett gasfreie Schrankmodul auf der linken Fahrzeugseite mit einer schwenkbaren Küche samt Induktionskochfeld (Campingkocher im Test) an der linken Schiebetüre. Das Aufstelldach für zwei Zusatzschlafplätze und mehr Stehhöhe ist stets optional.

  • Basisfahrzeug: Mercedes EQV
  • Preis: ab 100.165 Euro
  • Reichweite: ca. 400 km

Tonke ID. Buzz Trail

Auf den EQV folgt der nächste vollelektrische Camper aus Terheijden nördlich von Breda in den Niederlanden. Der Tonke ID. Buzz setzt auf ebendiesen VW-Stromer. Mit dem Namenszusatz "Trail" erhalten Camper:innen den fertig ausgebauten Camper geliefert. Dieser bietet dann Schlafplätze für zwei und eine gasfreie In- wie Outdoor-Küche im Heck. Gegen Aufpreis gibt es auch ein Aufstelldach. Die 86-kWh-Batterie soll vollgeladen bis zu 425 km Reichweite ermöglichen.

Der Tonke ID. Buzz mit aufgestelltem Dachzelt von schräg hinten.
Foto: Tonke

  • Basisfahrzeug: VW ID. Buzz
  • Preis: ab 57.500 Euro
  • Reichweite: ca. 425 km

Vanderer One/Two

Eine Nummer kleiner als die Campingbusse auf Basis des Citroën ë-Spacetourer, Mercedes EQV oder VW ID. Buzz sind die vollelektrischen Versionen von Vanderer One und Two. Diese setzen nämlich auf die Hochdachkombi-Zwillinge Citroën ë-Berlingo und Peugeot e-Rifter.

Der Vanderer One statisch von schräg vorne.
Foto: Vanderer/Simon Abele

Der Allgäuer Hersteller bietet beide Modelle auch mit E-Antrieb an. Der Vanderer One, das erste Modell der Marke, kommt serienmäßig mit einem Aufstelldach und kostet daher vollelektrisch auch mindestens 51.998 Euro. Günstiger geht es, wenn man auf das Schlafdach verzichten kann. Als Vanderer Two kostet der Elektro-Camper nur noch 45.998 Euro (Alle Preise: Stand Dezember 2024). Das 50-kWh-Akkupaket von Berlingo und Rifter genügt für maximal 330 km Reichweite und eignet sich daher eher für Kurztrips.

  • Basisfahrzeug: Citroën ë-Berlingo/Peugeot e-Rifter
  • Preis: ab 45.998 Euro
  • Reichweite: ca. 330 km