Dethleffs E.Home (2017): Elektrische Alkoven-Studie mit Solarfolie

Mit dem Dethleffs E.Home (2017) versuchte sich der Wohnmobilhersteller am Thema Elektroantrieb. Auf Basis des Iveco Daily zeigte Dethleffs auf dem Caravan Salon 2017, was die Zukunft des Reisemobils verspricht: Solarzellen, Infrarotheizung und zentrale Steuerung per App.

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Dethleffs E.Home (2017) steht vor einem Geschäftsgebäude, die Seiten des Wohnmobils sind flächendeckend mit Solarfolie beklebt, Ansicht von vorne rechts.
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

Basis des umweltfreundlichen und zugleich intelligenten Wohnmobils ist der Iveco Daily, der von einem Elektromotor mit 80 kW (109 PS) angetrieben wird.

Dethleffs E.Home (2017) steht vor einem Geschäftsgebäude, die Seiten des Wohnmobils sind flächendeckend mit Solarfolie beklebt, Ansicht von der rechten Seite.
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

In 24 Stunden ist der komplett recyclebare Akku an der haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen, nach zwei Stunden am Schnelllader zeigt der Batteriestand 80 Prozent an.

Die Sitzecke im Heck des Dethleffs E.Home (2017).
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

Strom kommt aus einer Solarzellen-Folie an den Außenwänden, der alle Funktionen im Wohnbereich versorgt.

Blick von der Sitzecke im Heck über den Tisch in den Wohnraum des Dethleffs E.Home (2017).
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

Etwa die Infrarotheizung, die den Innenraum per Wärmewellen über die Objekte aufwärmt.

Die Betten im Alkoven des Dethleffs E.Home (2017).
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

Ein weiterer Clou zur Innenraumtemperierung sind sogenannte Latent-Wärmespeicher-Platten, die bei Temperaturen über 26 °C Energie aufnehmen und am Abend wieder abgeben.

Dethleffs E.Home (2017) als Grundrissansicht in der Steuerungsapp mit verschiedenen Werten und Einstellungen eingeblendet.
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

Eine einheitliche Bedienung für Heizung, Licht und Strom bis hin zur Zentralverriegelung erfolgt über eine auf einem Tablet installierte App (CampConnect System).

Dethleffs E.Home (2017) vor schwarzem Hintergrund, schwach beleuchtet, Ansicht von hinten links.
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

Ein Sicherheitssystem namens "Mobileye" rundet das Technikfeuerwerk ab.

Dethleffs E.Home (2017) vor schwarzem Hintergrund, schwach beleuchtet, Ansicht von vorne links.
Dethleffs E.Home (2017) Foto: Dethleffs

"Mobileye" soll dabei potenzielle Gefahrensituationen analysieren und die Person am Steuer des Wohnmobils durch akustische und optische Signale warnen können.

2017 stellte Dethleffs mit dem E.Home eine seriennahe Studie für ein vollelektrisch betriebenes Wohnmobil vor. Ziel war es, die technische Umsetzbarkeit alternativer Antriebskonzepte im Caravaning-Bereich zu erproben und den Energiebedarf konsequent strombasiert zu decken. Eine Serienfertigung war zum Zeitpunkt der Vorstellung nicht vorgesehen, die Studie diente als Technologieträger. Seine Premiere feierte der Dethleffs E.Home auf dem Caravan Salon 2017.
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Dethleffs E.Home (2017): Alkoven mit Solarzellen-Folie

Beim ersten Blick auf den Dethleffs E.Home (2017) fällt seine Außenverkleidung mit Solarzellen-Folie auf. Auf rund 30 m² sollen die aufgeklebten Solarzellen eine elektrische Leistung von etwa 3000  W bereitstellen und so für erhöhte Autarkie sorgen. Sämtliche Wohnfunktionen wie Heizung, Kocher, Warmwasser oder Kühlung werden rein elektrisch betrieben und machen den Camper gasfrei. Wie man am eigenen Camper Solarzellen nachrüstet, erklären wir hier.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Die Heizung arbeitete mit Infrarotstrahlung über im Innenraum installierte Flächenheizelemente. Diese erwärmen gezielt Objekte, wodurch die Raumlufttemperatur um zwei bis drei Grad niedriger gehalten werden kann. Ergänzend wurden PCM-basierte Latentwärmespeicher-Platten eingesetzt, die ab 26  °C überschüssige Wärme aufnehmen und später, beispielsweise in den kühleren Abendstunden, wieder abgeben.

Blick von der Sitzecke im Heck über den Tisch in den Wohnraum des Dethleffs E.Home (2017).
Foto: Dethleffs

Zur Ausstattung gehören unter anderem induktive Ladeflächen für Mobilgeräte, ein elektrisches Ceran-Kochfeld, ein Kompressor-Kühlschrank sowie ein elektrisch betriebener Boiler zur Warmwasserbereitung. Im Wohnraum kommt zudem eine Folie zum Einsatz, die in ausgeschaltetem Zustand als Spiegelfläche dient und bei Aktivierung als Lichtquelle funktioniert. Fensterflächen können elektrisch und stufenlos abgedunkelt werden. Die Steuerung zentraler Funktionen wie Licht, Heizung, Stromversorgung und Verriegelung erfolgt über das sogenannte CampConnect-System, eine App-basierte Benutzeroberfläche auf dem Tablet. Ergänzt wird die Fahrzeugtechnik durch das Fahrerassistenzsystem "Mobileye", das potenzielle Gefahrensituationen mittels akustischer und optischer Signale meldete.

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Elektrostudie mit rund 200 km Reichweite

Der Dethleffs E.Home (2017) basiert auf dem elektrisch angetriebenen Iveco Daily mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 5,6 t. Der E-Motor leistete 80 kW (109 PS), die Energieversorgung erfolgt über drei Natrium-Nickelchlorid-Batterien mit insgesamt rund 90 kWh Kapazität. Diese wurden von Dethleffs als vollständig recyclebar deklariert und machen das Fahrzeug rund 300 kg schwerer als vergleichbare Dieselmodelle. Die Reichweite soll bei etwa 200 km liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 80 km/h. Der Akku lässt sich an einer Haushaltssteckdose innerhalb von 24 Stunden vollständig laden. An einer Schnellladestation soll er in zwei Stunden 80 Prozent erreichen. Die Lebensdauer der Batterien reiche laut Dethleffs für 1500 Ladezyklen und entspräche einer Gesamtfahrleistung von etwa 250.000 km.