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Campervans mit Aufstelldach: Unsere Top-10 in der Übersicht

Das Wohnmobil soll möglichst wendig sein, aber dennoch familientauglich? Diesen Kompromiss schafft ein Campervan mit Aufstelldach. Wir zeigen unsere Top-10-Modelle, die sich mit einem Schlafdach aufwerten lassen.

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Die Collage zeigt vier Campervans mit geöffnetem Aufstelldach.
Top-10 Campervans mit „Oberstübchen“: Wer Wert auf Wendigkeit legt, aber dennoch Schlafplätze für vier sucht, kommt um den Schlafdach-Kastenwagen kaum herum. Die Option bietet mittlerweile jeder Volumenhersteller. Foto: Hersteller/Zbigniew Mazar/Collage: AUTO ZEITUNG
Der Adria Twin Sports stehend von schräg hinten links mit geöffnetem Aufstelldach.
Der Adria Twin Sports rollt bereits serienmäßig mit einem Aufstelldach ausgerüstet vor. Den Familienfreund des slowenischen Premium-Herstellers gibt es in vier Grundrissen, vom kurzen 5,4-m-Kastenwagen bis zum extralangen 640 SLB (im Bild) mit komfortablen Einzelbetten im Heck. Preislich startet der Twin Sports bei 69.390 Euro. Foto: Adria
Der Clever Vans Aventuro 600 statisch von schräg hinten rechts.
Die Pössl-Tochter bietet ihr Aufstelldach natürlich auch für günstigere Baureihen an, aber besonders eindrucksvoll macht es sich auf dem Allradler Clever Vans Aventuro 600. So wird selbst der Mercedes-Sprinter-Campervan zum Vierbett-Freizeitfahrzeug. Das ist aber ein teurer Spaß: Zum Basispreis von 98.999 Euro gesellen sich 7199 Euro Aufpreis für das Schlafdach. Foto: Clever Vans
Der Corigon CV 60 D statisch von schräg vorne rechts mit geöffnetem Aufstelldach.
Die Campervan-Baureihe der Hymer-Tochter Corigon, darunter auch der Corigon CV 60 D als klassischer Sechs-Meter-Doppelbett-Grundriss (im Bild), lässt sich auf Wunsch mit einem Aufstelldach ausstatten. 5999 Euro Aufpreis kostet die Option mit zwei Schlafplätzen. Hinzu kommt der Basispreis des Kastenwagens, der je nach Grundriss zwischen 55.499 (CV 55 D) und 58.499 Euro (CV 65 S) beträgt. Foto: Zbigniew Mazar
Der Eriba Car 602 mit geöffnetem Aufstelldach von schräg vorne links vor weißem Hintergrund.
Mit Retro-Design und exklusiv auf Basis des VW Crafter rollt das „Eriba Car“ in den zwei Grundrissen 600 und 602 vor. Beide sind sechs Meter lang, unterscheiden sich aber bei der Wohnraum-Aufteilung: Der 600 bietet Halbdinette und Doppelbett im Heck, der nur als Zweisitzer konfigurierbare 602 setzt auf eine ausgefallene Face-to-Face-Sitzgruppe im Heck. Das Aufstelldach gibt es für beide, der 600er wird so familienfreundlich, beim 602 wird das Schlafdach einfach zum Festbett-Ersatz, damit die Sitzgruppe nicht umgebaut werden muss. Das Schlafdach kostet mindestens 6900 Euro Aufpreis zum Basispreis von je 78.900 Euro für das Eriba Car. Foto: Eriba
Der Hobby Ontour Van statisch von schräg vorne rechts mit geöffnetem Aufstelldach am Strand.
Auf der CMT im Januar 2026 präsentiert der norddeutsche Campinghersteller seinen Hobby Ontour Van mit Aufstelldach. Das Dach liefert die Manufaktur Rocket Camper – später im Ranking genauer vorgestellt –, das zu den leichtesten auf dem Markt zählt. Die Option für den Grundriss 600 FT kostet 6666 Euro Aufpreis, womit der familienfreundliche Campervan insgesamt auf 73.891 Euro Neupreis kommt. Foto: Hobby
Der Karmann Davis 595 Trendstyle statisch von schräg vorne rechts mit geöffnetem Aufstelldach.
Der Karmann Davis 595 Trendstyle ist wie der Adria Twin Sports bereits serienmäßig mit einem Aufstelldach ausgerüstet. Hier ist die besondere Wohnraum-Aufteilung der Grund: Die Sitzgruppe mit bis zu fünf Sitzplätzen ist L-förmig aufgebaut, ein Raumbad mit separater Duschkabine ist ebenfalls an Bord – und das auf sechs Metern Länge. Große Heckbetten haben daher keinen Platz. Im Heck sind daher zwei Etagenbetten quer eingebaut. Das Aufstelldach ist hier also ausnahmsweise einmal der Eltern-Schlafbereich. Mit 61.440 Euro Basispreis inklusive Schlafdach zählt er zu den günstigsten Angeboten. Foto: Karmann Mobil
Der Knaus Boxtime statisch von schräg vorne rechts.
Wie Eriba und Hobby hat auch Knaus erst seit der CMT 2026 ein optionales Aufstelldach für ihren Campervan Boxtime im Programm. Der innovative Van setzt auf Möbel aus geschäumtem Kunststoff, um Gewicht zu sparen. Vier Grundrisse bietet der Traditionshersteller an, diese reichen vom kurzen 5,4-m-Van 540 MQ bis zum 6,4-m-langen Hubbett-Kastenwagen 630 MX. Ab 6090 Euro Aufpreis gibt es das Aufstelldach mit zwei Schlafplätzen für den mindestens 67.330 Euro teuren Boxtime. Foto: Knaus
Der Kompanja Zwei mit geöffnetem Aufstelldach von schräg vorne rechts.
Und auch von Manufakturen gibt es Campervans mit Aufstelldach. Ein Beispiel ist der Kompanja Zwei, der für 6600 Euro Aufpreis mit zwei weiteren Schlafplätzen ausgerüstet werden kann. Serienmäßig ist der Manufaktur-Kastenwagen aus dem rheinländischen Brühl zwar mit 66.300 Euro kein Schnäppchen, setzt dafür auf einen höchst modularen Ausbau aus Handarbeit und mit viel Echtholz-Einsatz. Wie sich der Kompanja Zwei fährt, haben wir hier auf einer Testfahrt herausgefunden. Foto: Kompanja
Der Rocket Base statisch von schräg vorne links mit geöffnetem Aufstelldach.
Und nochmal gehts in die Manufaktur: Diesmal nach Remshalden bei Stuttgart, wo der Rocket Base entsteht. Auch hier steht Modularität im Vordergrund, der Wohnraum unterscheidet sich etwa durch das bewusste Weglassen eines Badezimmers von der Konkurrenz. Der Base beginnt bei 68.000 Euro, das Aufstelldach gibt es ab 5990 Euro Aufpreis. Wie bereits beim Hobby Ontour Van erwähnt, ist das Aufstelldach eine Eigenentwicklung und eigener Aussage der Manufaktur nach mit 90 kg Eigengewicht die leichteste Option auf dem Markt. Foto: Rocket Camper
Der Van Tourer 540 D statisch von vorne rechts, das Dach ist aufgestellt.
Den 5,4 m kurzen Van Tourer 540 D gibt es gegen 6490 Euro Aufpreis im „Dach-Paket“ dank Aufstelldach auch mit vier Schlafplätzen. Mit mindestens 59.690 Euro Basispreis ist der kurze Grundriss aber sogar etwas teurer als sein Sechs-Meter-Schwestergrundriss 600 D. Dafür ist beim kurzen Campervan der 140-PS-Diesel (103 kW) bereits inklusive. Foto: Van Tourer

Unsere Top-10 Campervans mit Aufstelldach: Kastenwagen für vier

Nicht immer ist der auswuchernde Alkoven oder der Teilintegrierte mit typischerweise langen Überhängen die ideale Reisebegleitung. Vor allem, wenn der Camper gelegentlich über enge Bergpässe, kurvige Landstraßen oder auch mal durch verstopfte Innenstädte chauffiert werden soll, führt kaum ein Weg am deutlich wendigeren Campervan vorbei. Die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklären wir hier im Detail

Viele Kastenwagen-Modelle haben aber ein entscheidendes Problem für Familien: Meistens gibt es nur zwei Schlafplätze ab Werk. Die Lösung des Problems ist das Aufstelldach. Mittlerweile bietet fast jeder Hersteller mit Campervan im Portfolio eines an, die Aufpreise sind mit knapp 5000 bis 7000 Euro sogar recht vertretbar. Seltener ist das Schlafdach sogar serienmäßig dabei, hier ist dann in der Regel aber der Grundpreis auch etwas höher als bei Basis-Campervans. In unserer Bildergalerie haben wir daher zehn spannende Kastenwagen-Modelle zusammengestellt, die mit Aufstelldach erhältlich sind.

Tipps zum Wohnmobilkauf im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Vor- und Nachteile von Aufstelldächern: Darum kann ein Alkoven doch die bessere Wahl sein

Das Schlafdach auf dem Campervan kann eine gute Option sein. Diese Gründe sprechen dafür:

  • Wendigkeit des Campervans bleibt erhalten: Ein Schlafdach ändert nichts an Länge und Breite des Fahrzeugs. Lediglich in der Höhe kommen knapp 20 cm hinzu.

  • Wenig Auswirkung auf das Gewicht: Je nach Modell wiegen die Schlafdächer inklusive Matratze und Mechanik knapp 90 bis 110 kg. Diese werden natürlich von der Zuladung abgezogen, dennoch genügen in der Regel 3500 kg Gesamtmasse weiterhin aus. Auflastungen sind erst nötig, wenn viel Gepäck mitgenommen werden soll.

  • Zwei bequeme Zusatzbetten: Die Betten im Aufstelldach sind in der Regel wie das Heckbett mit hochwertigen Matratzen ausgestattet und bieten recht viel Liegefläche. Manchmal fällt das Bett auf dem Kastenwagen-Dach sogar größer als das Festbett unten im Wohnraum aus.

  • Kein Wohnraum-Umbau nötig: Anders als bei vielen Hubbetten oder Sitzgruppen-Umbauten ist kein Umräumen, Verstauen und Umklappen nötig. Ein Aufstelldach wird einfach geöffnet, per Aluminium-Leiter geht es dann zu den Schlafplätzen.

Einige Nachteile sind aber auch zu beachten:

  • Nur bedingt wintertauglich: Der Zeltbalg ist zwar wetterfest, bildet aber eine Kältebrücke. Insbesondere beim Wintercamping kann so der Wohnraum schneller abkühlen. Wer daher ganzjährig unterwegs sein möchte, sollte eher auf einen Alkoven, Teil- oder sogar Vollintegrierten zurückgreifen. Hier ist die Isolierung in der Regel besser.

  • Einstieg ins Aufstelldach nur für Schwindelfreie: Auch wenn ein Campervan mit knapp 1,90 m Innenhöhe nicht riesig erscheint, kann sich die Perspektive schnell ändern. Wer einmal das Vergnügen hatte, die wackelige Leiter emporzusteigen, um ins Schlafdach zu gelangen, weiß, dass sich auch zwei Meter für Menschen mit Höhenangst schnell nach mehr anfühlen. Zudem gehört etwas Gelenkigkeit ebenfalls dazu, um sich von der Leiter ins Bett zu hieven.

  • Oft mit Aufpreis verbunden: Ein Aufstelldach kostet in der Regel zwischen 5000 und 7000 Euro Aufpreis. Sollen noch Zusatzoptionen wie eine andere Farbe oder eine zusätzliche Dachluke mit hinzukommen, steigt er weiter. So kostet ein Campervan schnell ähnlich viel wie ein günstiger Vierbett-Teilintegrierter mit Hubbett über der Sitzgruppe.

  • Einige Optionen sind nicht mehr wählbar: Wer sich für das Aufstelldach entscheidet, schließt einige Optionen kategorisch aus. Bei vielen Herstellern sind dann Dachklimaanlagen oder leistungsstarke Solarpaneele nicht mehr möglich. Nachrüstoptionen gibt es aber auch, etwas kompaktere Klimageräte oder flexible Solarpaneele speziell für Aufstelldächer. Wovon man sich in der Regel aber immer verabschieden muss: Panorama-Dachhauben. Diese lassen sich mit Aufstelldach auch nicht nachrüsten.