Womondo Pegasus (2025): Preis & Ausstattung des Campervans
Preis: Womondo Pegasus (2025) ab 97.790 Euro
Womondo noch nie gehört? Kein Wunder, denn die Marke startete erst so richtig mit ihrer Präsentation auf der CMT 2025 in Stuttgart durch. Hinter dem neuen Campervan-Hersteller mit Lifestyle-Anspruch steckt die slowenische Manufaktur Robeta – ebenfalls hierzulande weitestgehend unbekannt. Wie auch Robeta setzt die junge Tochtermarke ausschließlich auf Campervans (die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklärt) und ebenfalls auf grob zwei Basisfahrzeuge: die weitestgehend baugleichen Stellantis-Vans Citroën Jumper, Fiat Ducato und Opel Movano sowie den Mercedes Sprinter. Im Angebot sind vier Modelle, wobei drei davon – Siren, Sphinx und Lifestyle – auf den Stellantis-Vans aufbauen, während der vierte im Bunde, der Pegasus, exklusiv auf den Mercedes-Transporter setzt.
Wer in der Schule aufgepasst hat, merkt eine übergreifende Thematik in der Modellbenennung: mit Ausnahme des Lifestyles nämlich die Mythologie. Beim Womondo Pegasus (2025) verschlägt es in die griechische Antike, denn der Campervan ist vom gleichnamigen geflügelten Pferd – verdeutlicht durch die Flügel-Dekorfolie auf den Seiten – inspiriert. Der Kastenwagen soll "Freiheit und den Wunsch, neue Höhen zu erreichen" verkörpern. Diese Freiheit muss man sich aber erst einmal leisten können: Der Einstieg in den Höhenflugs-Kastenwagen gelingt ab mindestens 97.790 Euro (Stand: April 2025). Dafür profitiert der Van von der routinierten Fertigung auf Manufakturstandard im Nordslowenischen Šentjanž pri Dravogradu unweit der österreichischen Grenze.
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Innenraum: Keine Grundriss-Überraschungen
Beim Blick in den Innenraum des Womondo Pegasus (2025) kommt zunächst etwas Ernüchterung auf. Denn auch dem Götterpferd sind aufgrund der engen Sprinter-Karosserie Grenzen gesetzt, weshalb der Van in vielen Punkten kaum vom Status-Quo der Klasse abweicht. Insbesondere die Grundrissaufteilung orientiert sich am Standard und nicht an pompösen Palästen, wie sie den auf dem Olymp sesshaften Gottheiten würdig wären. Und auch griechischen Kitsch muss man nicht befürchten. Möbel und Polster sind schlicht und modern gehalten.
So finden die Slowen:innen in der Front Platz für eine Vierer-Sitzgruppe mit Drehsesseln im Fahrerhaus und einer Zweiersitzbank in Reihe zwei. Dazwischen steht ein Einhängetisch mit Erweiterung. Nicht außergewöhnlich, aber insbesondere mit dem optionalen "Air"-Möbelbau (Aufpreis: 2999 Euro) besonders leicht und auch weitestgehend knarzfrei, so lautet das Versprechen. Möbelfronten sind entweder in Holzoptik oder in schlichtem Weiß gehalten, die Polster modern Grau. Die indirekte LED-Beleuchtung (so LED-Lichtleisten im Camper nachrüsten) ist zum Teil in gebürsteten Aluminiumteilen untergebracht. Das wirkt zumindest optisch sehr hochwertig.

Genauso hochwertig geht es im Wohnraum des Womondo Pegasus (2025) mit der kompakten Seitenküche im Bereich der Schiebetüre – übrigens bereits ab Werk mit Fliegengitter ausgerüstet – weiter. Mit Zweiflammen-Gaskocher (die besten Campingkocher im Test), getrennt abdeckbarem Spülbecken und beidseitig zu öffnendem 70-l-Kühlschrank (die besten Kühlboxen im Test) ist die Zeile nicht überragend gut ausgestattet, passt aber zum gerade einmal 5,93 m langen Mercedes Sprinter. Arbeitsfläche gibt es neben Herd und Spüle aber dennoch viel.
Ähnlich sieht es auch im Bad aus. Es ist verhältnismäßig klein, bringt aber alles unter, was im Campingurlaub wichtig ist. Es bleibt aber serienmäßig bei der klassenüblichen Kassettentoilette (unsere Tipps und Empfehlungen zu Campingtoiletten), eine Trenntoilette gibt es nur gegen Aufpreis. Dafür ist der Abwassertank (100 l) sogar serienmäßig isoliert und mit einem elektrischen Ventil versehen. Der Frischwassertank (so reinigen und desinfizieren) misst sogar 112 l. Optional versorgt dieser auch eine Außendusche – der Anschluss kostet 249 Euro.
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Hinten bringen die Slowen:innen ein Doppelbett unter – für mehr bietet der kurze Mercedes Sprinter, auf dem der Womondo Pegasus (2025) basiert, keinen Platz. Die schmale Karosserie sorgt auch beim Heckbett für Enge, weshalb es gegen 3990 Euro Aufpreis Seitenerweiterungen gibt, die ein paar mehr Zentimeter Luft schaffen sollen. Mit diesem Problem hat jedoch jeder Campervan auf Basis des Mercedes-Transporters zu Kämpfen. Sollten zwei Schlafplätze nicht genügen, bietet die Robeta-Tochtermarke ein Aufstelldach für den Campervan (15 kurze Campervans mit Aufstelldach in der Übersicht) mit einer Liegefläche von 120 x 200 cm an. Ein weiterer Schlafplatz lässt sich optional aus der Sitzgruppe formen, womit insgesamt bis zu fünf Personen im Pegasus schlafen, allerdings nur vier reisen können.
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Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter
Der Womondo Pegasus (2025) setzt auf den Mercedes Sprinter 315 CDI als technische Basis. Bedeutet: 3500 kg technisch zulässige Gesamtmasse, 150 PS (110 kW) und Sechsgang-Schaltgetriebe sind serienmäßig. Darüber hinaus lässt sich das Basisfahrzeug auch mit einem 190 PS (140 kW) starken Turbodiesel (hier die Geschichte des Dieselmotors) ausrüsten, das Schaltgetriebe weicht gegen 2999 Euro Aufpreis einem Neunstufen-Automatikgetriebe (Arten, Aufbau und Funktion erklärt).
Wer sowohl den leistungsstärksten Selbstzünder als auch die Automatik wählt, kann den Sprinter auch mit Allradantrieb ordern. Damit die Optik zum Vierradantrieb passt, bietet Womondo auch ein 8999 Euro teures Offroad-Paket an. Dieses beinhaltet unter anderem einen Ersatzradhalter am Heck, Sandbretter an der Seite, einen Dachständer, einen Frontbügel und Zusatzscheinwerfer (Infos zu Nachrüstung, Eintragung und Kosten). Höherlegung und Offroad-Bereifung finden sich ebenfalls in der Aufpreisliste. Wer mag, kann auch das Luftfahrwerk (hier verschiedene Fahrwerkstypen erklärt) von Mercedes hinzubuchen.
Serienmäßig ist – wie bei allen Sprinter-Campervans – die halbautomatische Klimaanlage mit an Bord. Das MBUX-Infotainmentsystem samt 10,25-Zoll-Touchscreen gibt es dagegen erst mit der "Pro"-Ausstattung, die immerhin mit 15.490 Euro Aufpreis (Stand: April 2025) zu Buche schlägt. Dafür umfasst das Paket Voll-LED-Scheinwerfer (so nachrüsten), den auf 93 l vergrößerten Dieseltank (Serie: 71 l), eine 360-Grad-Rückfahrkamera, ein Lederlenkrad sowie der aktive Tempomat oder Totwinkel- und Spurhalte-Assistent.