La Strada Avanti L (2024): Preis & Ausstattung des Dauerbrenners

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La Strada Avanti L (2024); stehend, Ansicht von schräg vorne.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Ein wahrer Evergreen: Der Avanti L ist seit den 1990ern ein fester Teil des La Strada-Programms. Das aktuelle Modell bleibt dem Fiat Ducato als Basisfahrzeug treu.

La Strada Avanti L (2024); stehend, Ansicht von schräg hinten.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Er ist ein Vertreter der beliebten Sechs-Meter-Kastenwagen. Und auch die Raumaufteilung bleibt typisch für die Klasse.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Sitzgruppe aus Richtung Decke über der Küche. Die Fahrerhaussitze sind entgegen der Fahrtrichtung gedreht..
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Vorne grüßt eine Halbdinette bestehend aus Drehsesseln, Zweier-Sitzbank und Schwenktisch.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Sitzgruppe aus Richtung Cockpit.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Ablagen finden sich entweder über den Köpfen der Camper:innen – oder unter ihren Füßen. La Strada setzt auf einen Doppelboden, auch im kurzen Avanti.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Sitzgruppe, umgeklappt zum Einzelbett.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Optional lässt sich die Sitzgruppe zum Einzelbett umklappen. Zu zweit wohnt es sich aber deutlich komfortabler.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Küche mit mit geöffneten Schubladen.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Die Küche bietet nach bester La Strada-Manier viel Funktionalität. Dazu zählen die vielen Schubladen, die bündige Erweiterung oder getrennte Glasdeckel für Herd und Spüle.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Kompaktbad mit WC links und Waschbecken rechts.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Gegenüber befindet sich das Kompaktbad mit Keramik-WC, Festwaschbecken und Dusche.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Doppelbett im Heck.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Klassisch Kastenwagen: das Doppelbett im Heck. Die Ducato-Basis bietet dank 2,05 m Breite jedoch genug Platz für 197 x 145 cm Liegefläche – ganz ohne Erker.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Heckgarage.
La Strada Avanti L (2024) Foto: La Strada

Und auch an Stauraum mangelt es dank hochklappbarem Bettteil nicht. Unter der Schalfstätte findet auch die Bordtechnik Platz.

Sechs-Meter-Kastenwagen auf Basis des Fiat Ducato gibt es viele. Mit dem La Strada Avanti L (2024) führt auch die hessische Manufaktur einen klassisch aufgeteilten Campervan für zwei im Programm. Das macht den Kleinserien-Ducato so besonders.

Preis: La Strada Avanti L (2024) ab 75.067 Euro

Auf den ersten Blick ist der La Strada Avanti L (2024) ein einfacher Sechs-Meter-Campervan auf Basis des Fiat Ducato – was er faktisch auch ist. Mit Platz für zwei, einem Doppel-Festbett im Heck und einer Länge von 5,99 m ist er genau das Fahrzeug, dass sich viele Camper:innen unter der idealen motorisierten Reisebegleitung vorstellen. Der Basispreis von 75.067 Euro (Stand: Oktober 2024) dürfte daher im ersten Moment etwas stutzig machen, schließlich steht hier "nur" ein Fiat. Doch wo "La Strada" draufsteht, darf ein besonders hochwertiges Interieur erwartet werden. Nicht ohne Grund beschränkt sich die hessische Camper-Manufaktur auf knapp 300 Wohnmobile pro Jahr, ungeachtet, ob Hubbett-Hochdach-Grundrisse wie der Avanti EBF oder eben ein Modell nach Massengeschmack wie eben der L.

Zudem hat man mit dem Avanti L in Echzell schon einiges an Erfahrung sammeln können. Bereits seit den 1990er-Jahren ist der Kastenwagen – damals noch auf der zweiten Generation des Ducato aufbauend – im Programm der Hess:innen. Der Avanti-Grundriss hatte demnach Zeit zu reifen, welche die Manufaktur natürlich bestmöglich genutzt hat. Der Van soll nun mehr Schlafkomfort und Flexibilität denn je bieten. Eine Konstante bleibt: Individualisierungen bietet man in Echzell in Form von freier Möbeloptik- und Polsterdesignwahl natürlich auch im wohl massentauglichsten Modell.
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Innenraum: Sechs-Meter-Ducato mit Doppelbett

Die Aufteilung des La Strada Avanti L (2024) folgt strickt dem klassischen Sechs-Meter-Grundriss, wie man ihn aus vielen Campervans kennt. Das ist nicht nur bei Kund:innen beliebt, sondern ebenso etabliert wie die Baureihe selbst. Wer Experimente mag, greift eben zum ebenfalls sechs Meter langen Schwestermodell Avanti H mit Heckbad und Hubbett. Der Avanti L belässt es beim festen Heckbett. Natürlich passt bei 5,99 m Länge nur das quer eingebaute Doppelbett in den Transporter, soll noch genug Platz für Bad, Küche und Wohnraum bleiben. Einzelbetten sind meist erst ab 6,40 m drin. Dafür bietet der 2,05 m breite Ducato vor allem eines: Liegefläche ohne Erker! Denn mit 197 cm Länge und 145 cm Breite ist das Bett ordentlich bemessen. Tellerfedern und eine Kaltschaummatratze (unsere Empfehlungen für Auto-Luftmatratzen) sorgen dafür, dass zwei Reisende auch komfortabel bei Nacht ins Land der Träume abschweifen können.

La Strada Avanti L (2024); Innenraum, Ansicht Sitzgruppe aus Richtung Cockpit.
Foto: La Strada

Während der Fahrt klappt das Heckbett teilweise hoch – und lässt so genug Raum für den Transport eines stehenden Fahrrads oder Platz für sperriges Campingzubehör aller Art. Auch die zwei 11-kg-Gasflaschen, die Bordelektronik samt 100-Ah-Gel-Aufbaubatterie oder die Wassertanks (Frischwasser: 100/30 l, Abwassertank: 90 l) finden hier ihren Platz. Nur die Gas-Warmluftheizung (Truma Combi 4) wandert bewusst unter die Sitzbank im Wohnraum und stört so nicht den Schlaf im Heckbett mit sonorem Summen. Apropos: Wer Übernachtungsgäste an Bord empfangen möchte, kann gegen Aufpreis einen Bettenumbau für die Halbdinette hinzubuchen. Diese lässt sich dann bei Nacht zum Notbett (185 x 60 cm) umbauen. Bei Tag bietet sie auf Zweier-Sitzbank und den drehbaren Fahrerhaussitzen vier Personen ausreichend Platz. Genauso viele Sitzplätze sind auch mit einem Dreipunktgurt gesichert. Der Fensterplatz auf der Sitzbank lässt sich zudem auf Wunsch mit Isofix-Haltepunkten für einen Kindersitz ausrüsten.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Die Küche bietet ganz in La Strada-Manier viel Funktionalität auf kleiner Fläche. Darunter zum Beispiel eine getrennte Abdeckung von Spüle und Zweiflammen-Gaskocher, damit – je nachdem, was im Betrieb ist – dennoch Arbeitsfläche bleibt. Eine bündig abschließende Arbeitsflächenerweiterung ist ebenfalls dabei. Da der serienmäßige 80-l-Absorber-Kühlschrank (gegen Aufpreis: 90-l-Kompressor-Kühlschrank) ins benachbarte Schrankmodul wandert, bleiben große Auszüge zum Verstauen von Lebensmitteln, Kochgeschirr & Co. Weitere Verstaumöglichkeiten bietet übrigens auch der Fußboden. La Strada setzt auf einen doppelten Boden, selbst im Sechs-Meter-Ducato. Gegenüber der Küche befindet sich hinter zwei Flügeltüren das Kompaktbad. Dieses erfüllt mit einer Keramik-Kassettentoilette (Dometic CT 3000), einem kleinen Festwaschbecken, etwas Stauraum und einer Duschbrause die Anforderungen der meisten Kastenwagen-Interessent:innen.

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Basisfahrzeug: Fiat Ducato

Tradition verpflichtet, auch beim La Strada Avanti L (2024). Daher kommt auch über drei Jahrzehnte nach Einführung der Baureihe noch immer der Fiat Ducato als Basisfahrzeug zum Einsatz. Dieser bietet nun aber deutlich mehr Komfort als sein Vorfahre in den 1990ern. Der moderne Fiat-Transporter ist mit einem 2,2-l-Turbodiesel ausgestattet, der den Van mit 3500 kg technisch zulässiger Gesamtmasse mit entweder 140 PS (103 kW) oder 180 PS (132 kW) auf Touren bringt. Schaltvorgänge übernimmt der Van dabei selbst, bei La Strada kommt stets die Achtstufen-Wandlerautomatik zum Einsatz.

Gegen Aufpreis passt der Transporter während der Fahrt auf seine Insass:innen auf und greift mit den optionalen Assistenzsystemene, wie Notbrems- und Spurhalteassistent, auch selbstständig ins Geschehen ein. Der serienmäßige Tempomat lässt sich gegen ein System mit aktiver Abstandsregelung eintauschen, genauso die Standard-Klimaanlage gegen eine Fahrerhaus-Klimaautomatik. Ein Infotainmentsystem ist dagegen ohne Aufpreis nicht an Bord, sondern muss stets in Paketen hinzugebucht werden.