Peugeot Rifter: Test

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Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Die Franzosen erneuern ihren Hochdachkombi und ändern den Namen. Wie sein Vorgänger bietet der Peugeot Rifter Platz statt Prestige. Was kann das Raumwunder noch? >> Mehr zum Thema Tests

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Akzeptable 11,1 Sekunden vergehen bis zum Erreichen der 100-km/h-Marke.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Praktisch: Das Heckfenster lässt sich separat öffnen.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

i-Cockpit: Die Instrumente sind Peugeot-typisch oberhalb des kleinen Lenkrads angeordnet.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Mit Anlauf sind 184 km/h Spitze möglich.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Werksseitig ist der Rifter mit einer Audioanlage bestückt, die AUX- und USB-Eingänge sowie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung umfasst.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Mit dem neuen, 130 PS starken, laufruhigen 1,5-Liter-BlueHDi-Vierzylinder-Turbodiesel ist der Hochdachkombi ordentlich motorisiert.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Die umklappbaren Rücksitze schaffen bis zu 2693 Liter Laderaum.

Peugeot Rifter (2018)
Peugeot Rifter (2018) Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Zahlreiche Ablagen für Kleinkram, unter anderem in der Dachverkleidung.

Mit dem im Test befindlichen Peugeot Rifter erneuern die Franzosen ihr Hochdachkombi und verändern den Namen. Wie sein Vorgänger bietet der Wagen Platz statt Prestige. Was kann das Raumwunder noch?

Der Peugeot Rifter im Test: Der Nachfolger des Partner Tepee hat einen neuen Namen bekommen, ändert sich sonst nichts? Das wäre zu wenig gesagt, denn der französische Kombi-Kasten teilt sich Plattform und Technik zwar nach wie vor mit dem Citroën Berlingo, kommt aber optisch deutlich eigenständiger und gefälliger daher als früher. Außen trägt er nun das von anderen Modellen bekannte Peugeot-Gesicht, die Kunststoffbeplankung verleiht ihm einen Hauch von Offroad-Feeling, und innen gibt es das i-Cockpit mit kleinem Lenkrad und darüber angeordneten Instrumenten. Im Gegensatz zu manch anderen Peugeot Modellen lassen sich die Anzeigen durchgehend gut ablesen. Das Interieur wirkt hochwertiger als bei den Resopal-Charme versprühenden Vorgänger-Versionen. Etwas störend fallen dagegen die breiten B-Säulen auf, die beim Abbiegen und beim Schulterblick die Sicht beeinträchtigen. Die Sitze sind vorn wie hinten dank straffer Polsterung bequem, wenngleich es im Fond etwas mehr Oberschenkelauflage geben dürfte. Praktisch sind die beiden Schiebetüren des Peugeot Rifter, die nicht nur das Beladen mit Sperrgut, sondern auch den Einstieg für die Passagiere in engen Parklücken erleichtern. Mehr zum Thema: Elektro-Studie Peugeot e-Legend

Peugeot Rifter im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Der Peugeot Rifter im Test

Der riesige Gepäckraum fasst bei umgeklappten Sitzen fast 2700 Liter – genug beispielsweise für das eine oder andere Mountainbike. Zahlreiche Ablagen im Boden oder in der Dachverkleidung nehmen Kleinkram auf. Was dem Peugeot Rifter fehlt, ist beim Keyless-Go-System (400 Euro bei Ausstattung Allure) ein Fach für den Zündschlüssel, damit dieser nicht haltlos durch die Ablagen rutscht. Auf mit Bodenwellen gespicktem Asphalt-Flickenteppich zeigt die Federung ein sehr gutes Schluckvermögen, Schlaglöcher bringen sie dagegen gelegentlich aus dem Tritt, dann poltert's im Fahrwerksgebälk. Die Geräuschdämmung geriet ordentlich. Kurven nimmt der Franzose mit reichlich Seitenneigung und der Tendenz zum sanften Untersteuern. Lastwechselreaktionen unterbindet das ESP – so wird der Peugeot Rifter nicht zum Drifter. Mit dem neuen, 130 PS starken, laufruhigen 1,5-Liter-BlueHDi-Vierzylinder-Turbodiesel ist der Hochdachkombi ordentlich motorisiert. Akzeptable 11,1 Sekunden vergehen bis zum Erreichen der 100-km/h-Marke. Mit Anlauf sind 184 km/h Spitze möglich. Die erstmals erhältliche Achtstufen-Automatik von Aisin sorgt für sanfte und meist passende Fahrstufenwechsel. Erfreulich: Mit einem Testverbrauch von nur 6,4 Liter Diesel schont der Rifter BlueHDi 130 das Budget, mit seinem Preis von mindestens 27.290 Euro eher weniger.

Connectivity: Rifter mit DAB+ und Apple CarPlay

Werksseitig ist der Peugeot Rifter mit einer Audioanlage bestückt, die AUX- und USB-Eingänge sowie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung umfasst. Mirror Screen zur Smartphone-Integration sowie ein farbiger Touchscreen kosten 400 Euro. Für weitere 200 Euro gibt es DAB-Empfang. Für ein 3D-Navisystem mit 8,0-Zoll-Touchscreen, Spracherkennung und Verkehrsinformationen in Echtzeit sind 1200 Euro fällig. Mit dabei: Peugeot Connect Box, unter anderem mit Notruf-Funktion.

Technische Daten des Peugeot Rifter

 Peugeot Rifter
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4, Turbodiesel
Hubraum1499 ccm
Leistung130 PS
Max. Gesamtdrehmoment300 Newtonmeter
Getriebe/Antrieb8-Stufen-Automatik/Vorderrad
Beschleunigung 
0 - 100 km/h11,1 s
Höchstgeschwindigkeit184 km/h
L/B/H in mm4403/1921/1879
Leergewicht (Werk)1607 kg
Bremsweg aus 100 km/h warm35,5 m
Verbrauch (Test/EU)6,4/4,4 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/EU)170 g/km
Grundwagenpreis27.290 Euro

Fazit

Der Test zeigt, praktischer geht es nicht: Wer ein Auto ohne Allüren, aber dafür mit hohem Nutzwert und einem Riesen-Kofferraum sucht, kommt am Peugeot Rifter nicht vorbei. Die Preisgestaltung dürfte kostensensible Familien beim Händler allerdings hart verhandeln lassen.