Lotus Emeya (2024): Alle Infos, Preis & Bilder

(1/8)
Lotus Emeya (2024); stehend, schräg vorne
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Die britische Marke kehrt dem Purismus endgültig den Rücken und zaubert mit dem Lotus Emeya eine Elektro-Limousine im Stile eines Porsche Taycan aufs Parkett.

Lotus Emeya (2024); stehend, schräg hinten
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Auf der gleichen Bodengruppe wie beim Eletre hat Lotus eine rund fünf Meter lange Flunder gezeichnet, die hinten weit ausgestellte, vom Radkasten aus durchströmte Kotflügel hat.

Lotus Emeya (2024); Cockpit
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Innen gibt es gemessen etwa am viersitzigen Evora aus der alten Zeit fast schon verschwenderische Platzverhältnisse sowie dank der vier rahmenlosen Türen obendrein einen menschenwürdigen Zustieg.

Lotus Emeya (2024); Cockpit und Vordersitze
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Digitales Cockpit mit einem beweglichen Tablet in der Mitte und einem eigenen Display vor dem Beifahrersitz.

Lotus Emeya (2024); Carbon-Blende der Vordersitze
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Wo früher bei Lotus selbst Straßenautos so spartanisch waren wie Rennwagen, schwelgen die Insass:innen nun in Lack und Leder.

Lotus Emeya (2024); hintere Einzelsitze
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Die Technik übernimmt der Emeya von seinem hochbeinigen Bruder Eletre.

Lotus Emeya (2024); stehend, schräg vorne
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Es gibt ihn deshalb mit bis zu 675 kW (918 PS) und knapp 1000 Nm, mit denen er im besten Fall in weniger als drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und mehr als 250 km/h erreicht.

Lotus Emeya (2024); stehend, Heck
Lotus Emeya (2024) Foto: Lotus

Wenn nach etwa 600 km Ebbe ist im 102 kWh großen Akku, fließt der Strom bei einer Ladeleistung von 350 kW so schnell, dass schon fünf Minuten für nächsten 150 km reichen und der Sprung von zehn auf 80 Prozent im Idealfall in 15 min gelingt.

Die britische Marke kehrt dem Purismus endgültig den Rücken und zaubert mit dem Lotus Emeya (2024) eine Elektro-Limousine im Stile eines Taycan aufs Parkett. Der Preis ist angesichts von Leistungswerten von bis zu 675 kW (918 PS) und 610 km Reichweite natürlich kein Schnäppchen.

Preis: Lotus Emeya (2024) kostet ab 106.400 Euro

Lotus Emeya (2024) – so heißt die erste Lotus-Limousine. Zu Zeiten von Elise & Co. noch immer mehrheitlich auf der Rundstrecke verhaftet, wandelt sich der einstmals dauerkranke Patient aus England mit der Milliarden-Medizin des chinesischen Geely-Konzerns zunehmend zu einer Marke, die mindestens genauso sehr auf Luxus setzt wie auf Leistung. Und der Wandel zum Akkuantrieb beschleunigt diese Strategie noch. Weil sich das von Firmengründer Collin Chapman gepredigte Mantra vom kompromisslosen Leichtbau mit dem elektrischen Zeitgeist und seinen zentnerschweren Batterien ohnehin nicht vereinen lässt, hat die Marke die Flucht nach vorne angetreten. Der 2023 vorgestellte Gran Turismo, der seit Sommer 2024 zu Preisen ab 106.400 Euro (Stand: August 2024) ausgeliefert wird, tritt vor allem gegen den Taycan an und soll entsprechenden Entwürfen von Aston MartinBentley oder Lamborghini zuvorkommen.
Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Leslie & Cars zeigt den Lotus Eletre (2022) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: Elektro-Limousine mit Eletre-Technik

Die Technik übernimmt der Lotus Emeya (2024) von seinem hochbeinigen Bruder Eletre. Es gibt ihn in drei Varianten: Emeya, S und R. Das "Basismodell" fährt wie der besser ausgestattete S mit einem 450 kW (612 PS) starken Antriebsstrang und 710 Nm maximalem Drehmoment vor. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Lotus mit 250 km/h an, die Beschleunigung auf Tempo 100 mit 4,15 s. Die 102-kWh-Batterie soll für eine Reichweite von 610 km nach WLTP stehen. Ist der Akku leer, kann er dank 705-V-System mit bis zu 350 kW geladen werden. Schon nach fünf Minuten soll der frisch gezapfte Strom für die nächsten 150 km reichen und der Sprung von zehn auf 80 Prozent soll im Idealfall in 15 min gelingen. Die Reichweite des S (126.950 €) reduziert sich wohl aufgrund des höheren Gewichts auf 555 km.

Nützliches Zubehör rund ums Elektroauto:

Der Lotus Emeya R (150.990 €) macht leistungstechnisch einen gewaltigen Sprung, weist laut Datenblatt 675 kW (918 PS) und 985 Nm maximales Drehmoment aus und sprintet in nur 2,78 s auf Tempo 100. Die Vmax beträgt laut Herstellerangabe 256 km/h. Aufgrund der unverändert 102 kWh fassenden Batterie schrumpft die Reichweite auf 435 km nach WLTP. Serienmäßig verfügt der R über eine Allradlenkung und eine intelligente Wankstabilisierung.

Die Konkurrenten:

Ex- & Interieur: Sportlich-elegant mit Platz für Vier

Auf der gleichen Bodengruppe wie beim Eletre hat Lotus eine rund fünf Meter lange Flunder gezeichnet, die sich vorne flach und spitz auf die Straße duckt. Hinten zeigen weit ausgestellte, vom Radkasten aus durchströmte Kotflügel der Konkurrenz eine in fließenden Linien sanft auslaufende Kehrseite. Der tiefe Einschnitt zwischen den Frontscheinwerfern und die separat darüber sitzenden Tagfahrlichter inklusive dynamischer Blinker greifen das Design des Eletre auf und verfeinern es. Die Überhänge sind kurz, die Dachlinie klassisch tief und am Heck des Lotus Emeya (2024) erkennen wir erneut die Eletre-Ähnlichkeiten in Gestalt einer durchgängigen Leuchtleiste.

Innen gibt es gemessen etwa am viersitzigen Evora aus der alten Zeit fast schon verschwenderische Platzverhältnisse sowie dank der vier rahmenlosen Türen obendrein einen menschenwürdigen Zustieg. Und wo früher bei Lotus selbst Straßenautos so spartanisch waren wie Rennwagen, schwelgen die Insass:innen im Lotus Emeya (2024) in Lack und Leder und schauen auf ein digitales Cockpit mit einem beweglichen Tablet in der Mitte und einem eigenen Display vor dem Beifahrersitz.

Fahreindruck: Wach, aber schwer

Solange die Strecke gut gebügelt ist und die Kurven mit moderaten Radien aufwarten, wirkt der Lotus Emeya (2024) ausgesprochen wach. Er federt ausgewogen komponiert, straff und trotzdem komfortabel, bleibt aber auch auf schlechteren Straßen gut kontrollierbar. Sobald es dann aber beispielsweise in die wilden Wechselkurven des Hochtannberg-Passes im Bregenzer Wald geht, bringt ein hohes Fahrzeuggewicht spürbare Behäbigkeit in die gewünschten knackigen Richtungswechsel.

Fazit

Auch Lotus muss auf der Elektrowelle reiten und die Modelle müssen sich rechnen. Die Konsequenz: erst ein SUV und nun eine sportliche Limousine. Beides entspricht nicht der Tradition der britischen Marke, vom Lotus Cortina mal abgesehen. Trotzdem weckt der Gran Turismo mehr Emotionen als es Lotus' erstes Elektroauto, der Eletre, wohl jemals schaffen wird.