Feuchtigkeit im Auto: Mit Produkttipps & Hausmitteln loswerden
Klamme Sitze, beschlagene Scheiben, muffiger Geruch: Feuchtigkeit im Auto macht sich auf verschiedenste Weisen bemerkbar. Wir verraten, wie man das Auto wieder trocken bekommt. Unsere Tipps und Hausmittel!
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Es riecht muffig, die Polster sind klamm und die Scheiben beschlagen ständig. Wenn sich das Fahrzeuginnere selbst bei trockenem Wetter wie ein Feuchtbiotop anfühlt, sammelt sich wohl Feuchtigkeit im Auto. Dann heißt es schnell handeln. Denn Feuchtigkeit im Innenraum des Fahrzeugs ist nicht nur unangenehm, sie schadet auch der Technik und der Gesundheit. Schrauben, Kanten oder Schweißnähte können rosten, bei der Elektrik kann die Feuchtigkeit zu einem Kurzschluss führen und zudem ist ein klammer Innenraum Nährboden für Schimmel und Bakterien.
Mit ein paar Tipps, Tricks und den richtigen Produkten lässt sich die Feuchtigkeit aus dem Fahrzeug bekommen. Ganz wichtig: Zuerst die Ursache finden, warum sich das Auto feucht anfühlt (siehe nächster Absatz). Ist der Grund gefunden, geht es ans Trockenlegen. Damit die Luft wieder trocken wird, hilft etwa ein elektrischer Entfeuchter.
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Unser Testsieger gegen Feuchtigkeit im Auto
Das Gerät von ConopuPlus hat in unserem Luftentfeuchter-Test – hier unsere Ergebnisse im Detail – am besten abgeschnitten – benötigt zum Betrieb jedoch eine 230-V-Steckdose in der Nähe. Das Gerät arbeitet mit der Doppelhalbleiter-Kühltechnologie ähnlich wie in Absorber-Kühlboxen – und das im Test richtig wirkungsvoll. Ein Gebläse leitet die Raumluft am Kühlkörper vorbei, dabei kondensiert die Luftfeuchtigkeit und wird im 2,3-l-Behälter aufgefangen. Ein Feuchtigkeitssensor sorgt für automatisches Ein- und Abschalten. Via Zeitschaltuhr kann man zudem acht bis 48 h vorwählen. Die Digitalanzeige zeigt die momentane Luftfeuchtigkeit und das farblich wechselnde LED-Licht den Füllstand des Wassertanks.

Wie kommt Feuchtigkeit ins Auto?
Feuchtigkeit gelangt insbesondere im Winter aus verschiedenen Gründen ins Fahrzeug:
- Nasse Schuhe und Kleidung: Hierbei handelt es sich jedoch meist um kleine Mengen, die durch offene Fenster oder richtiges Einstellen der Klimaanlage wieder entweichen.
- Feuchtigkeit in der Atemluft: Auch diese entweicht in der Regel noch während der Fahrt aus dem Innenraum.
- Verstopfte Wasserabläufe: Etwa unter der Windschutzscheibe im Motorraum kann sich Wasser sammeln und ins Auto gelangt.
- Poröse Dichtungen: Bei älteren Autos oder Unfallwagen können auch alte Dichtungen Ursache für das Eindringen von Feuchtigkeit ins Innere sein.
- Undichte Karosserieteile: Auch undichte Karosseriestellen, ob durch Haarrisse oder Roststellen verursacht, lassen Feuchtigkeit ins Innere. Im schlimmsten Fall kann das zu (weiterer) Korrosion an Blechteilen unter dem Teppich oder in der Kofferraumwanne führen.
Tipps für sicheres Autofahren im Winter (Video):

Wie bemerkt man einen feuchten Innenraum?
Feuchtigkeit im Fahrzeug lässt sich zuerst über beschlagene Scheiben erkennen. Wie man beschlagene Scheiben schnell wieder freibekommt, erklären wir hier. Je nachdem, wo sich mehr Wasser sammelt, ist wahrscheinlich auch die Eintrittsstelle. Eine beschlagene Windschutzscheibe kann etwa auf eine schlecht gewartete Klimaanlage hinweisen, eine feuchte Heckscheibe auf Wassereinbruch im Bereich des Kofferraums und Seitenscheiben mit Kondenswasser auf poröse Gummidichtungen. Hier unsere Tipps zur richtigen Einstellung und Wartung einer Klimaanlage.
Wenn die Sicht stark behindert wird, ist es allerhöchste Zeit, etwas gegen die Feuchtigkeit zu unternehmen. Aber auch klamme Sitze und ein leicht muffiger Geruch geben Hinweise auf eine undichte Stelle am Fahrzeug. Eine häufige Ursache kann auch viel Laub und Schmutz in den Entlüftungsschlitzen und Zwischenräumen zwischen Fahrgastzelle und Motorraum sein. Sind die verstopft, sucht sich der Regen einen anderen Weg – meist ins Innere des Fahrzeugs. Bei sehr kalter Luft wie im Winter kann dann unter Umständen auch die Klimaanlage nicht mehr dagegen ankämpfen und den Innenraum trocknen.
Wie kann man Feuchtigkeit im Auto loswerden?
Nach kalten oder regnerischen Tagen hilft es häufig, das Auto über längere Zeit aufzuheizen und somit die Feuchtigkeit loszuwerden. Sobald der Motor warm ist, verhindert die warme Luft des Gebläses das Beschlagen der Scheiben. Daher: Lüftung auf die höchste Stufe stellen. Besitzer:innen von Fahrzeugen mit einer Klimaanlage sollten diese auch im Winter nutzen, denn die Anlage zieht Feuchtigkeit aus der Innenraumluft. Bei gutem Wetter im Frühling, Sommer oder Herbst hilft es auch, das Auto wenn möglich am Tag gut durchzulüften. Wer einen sicheren Stellplatz oder eine Garage zur Verfügung hat, kann die Seitenscheiben einen Spalt öffnen, um die Luft besser zirkulieren zu lassen.
Bei älteren Fahrzeugen hilft es, nach einer Regenfahrt ein Blick unter die Fußmatten und in den Kofferraum zu werfen. Sammelt sich dort Wasser, ist das Auto irgendwo undicht, oft sind es poröse Scheiben- oder Türdichtungen. Hier hilft regelmäßige Gummipflege oder der Austausch der Dichtungen, Alterungserscheinungen und Verschleiß vorzubeugen. Hier geben wir Tipps und Produktempfehlungen zur Gummipflege am Auto. Aber auch verstopfte Regenabläufe unter der Motorhaube etwa durch Laub oder Schmutz, sowie Rostlöcher können Wasser ins Auto leiten.
Feuchtigkeit im Auto loswerden: Die besten Produkte
Neben einigen Hausmitteln helfen auch spezielle Luftentfeuchter gegen nasse Innenräume. Diese Helfer haben in unserem Test für Produkte gegen beschlagene Autoscheiben gut abgeschnitten:
Pattex Aero 360°-Luftentfeuchter (Sehr empfehlenswert)
Der "Aero 360°"-Raumluftentfeuchter von Pattex zieht durch große, vertikal angeordnete Luftschlitze effizient Feuchtigkeit aus dem Auto. Auch er arbeitet rein chemisch mit einem hygroskopischen (wasseraufnehmenden) Salzblock, der zudem mit Geruchsstoffen unterschiedlicher Note versetzt ist. Das funktioniert im Auto gut, auch der Duft – wir wählten Vanille – ist im Test angenehm und wenig aufdringlich. Die Nachfüll-Tabs (zu 450 g) sind mit jeweils etwa zwölf Euro aber teuer.

Macari-Kissen (Sehr empfehlenswert)
Das Kissen von Macari mit 1000-g-Luftentfeuchter-Füllung (Tonerde-Granulat) überzeugt mit schneller Wasseraufnahme aus der Umgebungsluft. Der feuchte Beutel lässt sich dann durch Aufheizen in der Mikrowelle regenerieren und so immer wiederverwenden. Auf natürliche Weise verdunstet das Wasser auch, wenn das feuchte Kissen für etwa zwei Tage auf dem Heizkörper trocknet. Bei unserem Test funktionierte die Auto-Entfeuchtung gut.

Wenko-Raumentfeuchter
Der chemische Entfeuchter von Wenko arbeitet ohne Stromanschluss, ohne Batterien und im Test geräuschfrei. Hygroskopisches Salz (Kalziumchlorid) entnimmt der Luft Feuchtigkeit, diese tropft dann in den Auffangbehälter. Das funktioniert vor allem bei einem für längere Zeit abgestellten Auto gut. Allerdings sollte der Behälter dann auch regelmäßig per Schauglas am Gehäuse kontrolliert und gegebenenfalls geleert werden. Eine Salzfüllung hält – je nach Feuchtegehalt der Luft – durchschnittlich zwei bis drei Monate.

Welche Hausmittel gegen Feuchtigkeit gibt es?
Mit ein paar Hausmitteln lässt sich die Feuchtigkeit aus dem Auto ziehen:
- Eine Schale Reis, Salz oder Kaffeepulver im Fußraum stellen. Regelmäßig auswechseln!
- Alte Zeitungen unter die Fußmatten legen.
- Eine alte Socke mit Katzenstreu (saugend, nicht klumpend!) füllen und ins Auto legen.
- Während der Fahrt die Heizung oder Klimaanlage auf hoher Stufe laufen lassen.
- Auto bei gutem Wetter auslüften lassen.
Ist Feuchtigkeit im Auto gefährlich?
Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Auto kann die Elektrik angreifen und so unter Umständen einen Kurzschluss verursachen. Das passiert allerdings sehr selten. Problematisch wird es, wenn die Feuchtigkeit Schimmel und andere Pilze wachsen lässt. Schimmel im Auto – hier unsere Tipps zum Entfernen – ist besonders gesundheitsschädlich und sollte daher möglichst schnell fachgerecht bekämpft werden. Ein einfaches Wegwischen der sichtbaren Sporen genügt bei starkem Befall nicht.
Auch beschlagene Scheiben können gefährlich werden. Sie verhindern eine klare Sicht nach außen. Im Winter droht zudem, dass die Scheiben auch von Innen gefrieren können – das sorgt für zusätzliche Arbeit am Morgen.







