Gummipflege fürs Auto: Schritt-für-Schritt-Anleitung & Tipps
Bei der Autopflege sollten auch Dichtungen nicht vernachlässigt werden. Spezielle Auto-Gummipflege reinigt die empfindlichen Gummis, bewahren sie vor dem Austrocknen und halten sie so über lange Zeit geschmeidig. Wir geben Produktempfehlungen sowie Tipps zur Anwendung.
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Zur Reinigungs- und Pflegeroutine am Autos gehört auch, regelmäßig nach den Gummidichtungen zu sehen. Werden sie vernachlässigt, können die Gummis spröde und somit durchlässig werden. Feuchtigkeit im Auto – hier die besten Tipps und Hausmittel dagegen – und vermeidbare Reparaturen sind dann die Folge. Im Winter verhindern gut gepflegte und eingefettete Gummis zudem, dass Türen und Kofferraumklappen an der Karosserie festfriert. Für die Auto-Gummipflege gibt es eine Vielzahl an Produkten auf unterschiedlichster Basis, aber ähnlicher Anwendung. Wir erklären, wie sie angewandt werden.
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Produkte für die Auto-Gummipflege: Unsere Empfehlungen
Sonax GummiPfleger mit Schwammapplikator
Der Gummipfleger von Sonax glänzt mit sehr einfacher Handhabung: Mithilfe des Schwammapplikators wird das Mittel sparsam direkt auf eine saubere Dichtung gegeben. Nach fünf Minuten Einwirkzeit genügt kurzes Nachwischen mit einem sauberen Tuch. Der Gummipfleger entfernt kleine Verschmutzungen und pflegt die Dichtgummis sowohl im Sommer als auch im Winter. Zusätzlich soll das Sonax-Mittel die Farbe auffrischen.
Liqui Moly Gummipflege
Ein weiteres Produkt mit integriertem Schwamm ist Liqui Molys Gummipflege. Auch hier soll die Anwendung so einfach wie möglich sein. In einem Arbeitsgang sollen so die zuvor von grobem Schmutz befreiten Dichtungen gereinigt und gepflegt werden. Dazu soll das Mittel auch die Farbe der Gummidichtungen auffrischen. Einziges Manko: Die Flasche bietet mit 75 ml etwas wenig Inhalt, ist dafür aber auch etwas günstiger als das Sonax-Pendant.
Nigrin Gummipflege-Spray
Auch das Gummipflege-Spray von Nirgin verspricht, der vorzeitigen Alterung der Dichtungen vorzubeugen. Dank einfacher, flächiger Anwendung des Sprays geht das sogar schneller als mit einem Schwamm oder Stift. Die Farbe der Dichtung soll ebenfalls aufgefrischt werden, verspricht Nigrin. Selbst im Motorraum soll sich das Spray zum Pflegen und Reinigen von Gummischläuchen (etwa Kühlschläuchen) eignen.
Sesam Glycerinstift mit Silikon
Der Glycerinstift mit Silikon von Sesam ist ebenfalls mit einem Schwammapplikator ausgerüstet und dadurch in puncto Handhabung so simpel, wie die Pflegemittel von Sonax und Liqui Moly. Pro Flasche enthält der Gylcerinstift zwar nur 50 ml Pflegemittel, wird dafür aber im Dreier-Pack verkauft.
Sonax Gummipflegestift mit Hirschtalg
Mit dem Gummipflegestift bietet Sonax eine Alternative zum synthetischen Gummipfleger aus natürlichem Hirschtalg und Vaseline. Auch hier ist die Anwendung weitestgehend selbsterklärend: Dichtung von grobem Schmutz befreien, das Mittel mit dem Stift in kreisenden Bewegungen auftragen, einwirken lassen und nach kurzer Einwirkzeit abwischen. Sonax empfiehlt, den Gummipflegestift bei Raumtemperatur zu lagern und regelmäßig anzuwenden, sowohl im Sommer gegen das Austrocknen der Gummis, als auch im Winter, damit die Tür nicht festfriert.
WD-40 Specialist Silikonspray
Das WD-40 Specialist Silikonspray ist eine wahre Allzweck-Lösung zum Pflegen, Reinigen, Schützen und Schmieren von Gummi, Metall, Kunststoff und Holz. Damit ist es nicht nur im Auto anwendbar, sondern findet auch in Haushalt, Werkstatt oder Garten Einsatz. Der "Smart Straw"-Aufsatz soll das Spray zielgerichtet über den schmalen Rüssel verteilen lassen. Laut WD-40 darf das Spray auf Oberflächen mit Temperaturen von -35 bis +200 °C angewandt werden.
Anwendung von Gummipflege am Auto: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Türen und Kofferraum öffnen, um alle Gummis gut zugänglich zu machen.
- Gummidichtungen gründlich reinigen. Staub, Wasser, Schmutz und Fett mit einem milden Reinigungsmittel oder einem feuchten Mikrofasertuch entfernen.
- Dichtungen vollständig trocknen lassen, bevor das Pflegemittel aufgetragen wird.
- Bei Stiften oder Schwammapplikatoren: Pflegemittel direkt und gleichmäßig auf die Gummis auftragen.
- Bei Sprays: Mittel zuerst auf ein Mikrofasertuch sprühen, dann gleichmäßig auf die Dichtungen verteilen, um eine gleichmäßige Schicht zu erzielen.
- Herstellerempfohlene Einwirkzeit einhalten, währenddessen Türen oder Klappen geöffnet lassen.
- Nach der Einwirkzeit überschüssiges Pflegemittel mit einem sauberen, trockenen Tuch abwischen.
- Gummipflege regelmäßig wiederholen, insbesondere vor und nach dem Winter, um Austrocknung und Rissbildung vorzubeugen.
Wo wird Gummipflege am Auto aufgetragen?
Wo sich Karosserieteile am Auto bewegen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Dichtung aus Gummi zu finden. An folgenden Stellen sollte Gummipflege aufgetragen werden:
- Türdichtungen: Sowohl Dichtungen an der Türe als auch der Karosserie
- Kofferraum: Dichtungen an Heckklappe oder Kofferraumdeckel, sowie (wenn vorhanden) an einer separat öffnenden Heckscheibe
- Dichtungen von Fenstern (Scheibengummis), auch bei Ausstellfenstern
- Dichtungen vom Schiebedach
- Bei Cabrios: Alle Dichtungen, die Kontakt mit Scheiben oder Blechen haben. Bei Metallklappdächern auch die Dichtungen zwischen den Segmenten (wenn erreichbar)
- Motorhauben-Dichtung
Achtung: Gummipflege ist in den meisten Fällen nicht zur Reinigung und Pflege von Reifen gedacht! Sie erhalten oft Öle oder Silikone und vermindern so die Haftung, wenn sie auf die Lauffläche geraten. Hier empfehlen sich spezielle Reifen-Pflegemittel wie das Sonax Reifen-Glanzgel. Es sorgt für mehr Farbtiefe und Wet-Look. Jedoch gilt auch hier: Es dürfen nur die Flanken und nie die Lauffläche mit dem Mittel eingerieben werden.
Welche Auto-Gummipflege gibt es?
Gummipfleger kommen in drei Formen: als Stift, Spray oder Flüssigkeit mit Applikator. Alle drei funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, haben aber oft unterschiedliche Inhaltsstoffe. Diese sind dabei die gängigsten:
- Silikon: Viele Sprays setzen auf Silikon oder Silikonöl. Die Flüssigkeit setzt sich dabei als dünner, wasserabweisender Film auf die Dichtung des Autos, hilft dabei, das Material zu schützen und hält es so länger neuwertig.
- Glycerin: Ein weiterer synthetischer Stoff, der in vielen Gummipflegern Anwendung findet, ist Glycerin. Der Alkohol schützt das Mittel vorm Austrocknen der Gummis und spendet Feuchtigkeit für Elastizität.
- Hirschtalg: Das natürliche Fett kommt vor allem in Pflegestiften zum Einsatz. Das Naturprodukt zieht jedoch nicht komplett ins Gummi ein. Nachwischen ist notwendig. Zudem ist das Auftragen nicht bei niedrigen Temperaturen möglich, da das Fett sonst zu schnell verhärtet.
Einige Universal-Autoreiniger enthalten dazu ebenfalls Inhaltsstoffe, die Gummidichtungen pflegen. Hier sollte sich aber vor dem Kauf vergewissert werden, ob das Produkt nur mit Materialverträglichkeit oder mit Pflegeeigenschaften punkten kann.
Gummipflege mit Hausmitteln: Darum nicht immer geeignet
Wenn es darum geht, Geld zu sparen und Neuanschaffungen von Spezialprodukten zu vermeiden, stehen Hausmittel hoch im Kurs. Doch insbesondere bei den empfindlichen Dichtungsgummis sollte man mit Hausmitteln vorsichtig sein. Denn im Gegensatz zu den explizit für die Anwendung am Auto ausgezeichneten Pflegemitteln können vermeintliche Helfer, wie etwa Weichspüler oder Speiseöle, die Gummis eher beschädigen, als sie zu pflegen. Unbedenkliche Hausmittel sind dagegen Vaseline oder Lippenbalsam. Hier bleibt, wie etwa bei Hirschtalg, eine Fettschicht auf den Dichtungen zurück.
Wie oft muss Gummipflege aufgetragen werden?
Mindestens ein- bis zweimal pro Jahr sollten alle Gummis am Auto mit Pflegemitteln behandelt werden. Idealer Zeitpunkt: im Spätherbst. Bevor das erste Mal Minustemperaturen erreicht werden, verhindert eine Behandlung mit Auto-Gummipflege, dass Türen oder der Kofferraum festfrieren. Tipp: Bei manchem Mitteln lohnt sich ein erneutes Auftragen nach jeder gründlichen Fahrzeugwäsche, da Reinigungsmittel und Wasser die Schutzschicht nach und nach entfernen.














