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Wassertank fürs Wohnmobil: Alles zu Frisch- & Abwassertanks

Dominik Mothes Redakteur

Bett und Campingkocher sind nur die halbe Miete: Wer auch in einem selbst ausgebauten Van Wohnkomfort wünscht, kommt um fließendes Wasser an Bord nicht herum. Wir erklären, was bei Frisch- und Abwassertanks im Wohnmobil zu beachten ist und was es an weiteren Komponenten für ein funktionierendes Wassersystem braucht.

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Inhalt
  1. Wassertank fürs Wohnmobil: Diese Tanktypen gibt es
  2. Wassersystem im Camper aufbauen: Welche Komponenten braucht es?
  3. Worauf muss beim Kauf eines Wohnmobil-Wassertanks geachtet werden?
  4. Kann man das Wasser aus dem Wohnmobil-Frischwassertank trinken?
  5. Wie den Wassertank vor Frost schützen?

Wasser und Wohnmobil – nicht nur eine Symbiose, wenn es um die Wahl nach dem besten Campingplatz (hier die bestbewerteten in Deutschland) geht. Denn auch an Bord soll, wenn möglich, fließend Wasser zur Verfügung stehen. Und zwar nicht nur, um die Außendusche (unsere Tipps und Empfehlungen) zu betreiben, sondern auch, um im Campervan (die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklärt) Geschirr zu spülen, Gemüse zu putzen, Nudelwasser schnell abzuzapfen oder Zähne zu putzen. Dafür benötigen Selbstausbauer:innen Wassertanks für Wohnmobile – denn in der Regel müssen zwei ins Campingfahrzeug, einer für Frisch-, der andere für Abwasser. Worauf bei Wassertanks im Wohnmobil zu achten ist und welche Komponenten für ein funktionsfähiges Wassersystem an Bord benötigt wird, erklären wir im folgenden Ratgeber.
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Wassertank fürs Wohnmobil: Diese Tanktypen gibt es

Wassertanks in Wohnmobilen lassen sich ungeachtet ob Frisch- oder Abwasser aufgefangen wird, in folgende zwei Typen einteilen:

  • Unterflurtanks: Diese Art von Tank wird unterflurig eingebaut. Das bedeutet, dass der Tank am Unterboden des Fahrzeugs sitzt. Bei professionell ausgebauten Wohnmobilen kommt diese Tankart insbesondere für Abwassertanks häufig vor. Die Vorteile: Es wird kein Stauraum im Innenraum eingenommen, zudem können die Tanks deutlich größer ausfallen. Die Nachteile: Isolierung ist kaum oder nur eingeschränkt möglich, weshalb sie nur bedingt für Wintercamping (so das Wohnmobil winterfest machen) taugen. Zudem wird die Bodenfreiheit durch den Tank eingeschränkt.

  • Überflurtanks: Im Gegensatz zu Unterflurtanks werden Überflurtanks im Wohnraum eingebaut. Die Vorteile: Der Einbauort macht sie weniger anfällig für Schäden durch Frost oder Aufsetzen. Die Nachteile: Die Tankgröße fällt oft kleiner aus. Letzteres richtet sich vor allem nach Einbauort und wie viel Stauraum zur Frisch- oder Abwasserspeicherung freigegeben werden soll.

Für Selbstausbauer:innen kommt in den meisten Fällen nur ein Überflurtank in Betracht, da der Einbau im eigens aufgebauten Campervan deutlich einfacher fällt, als der Anschluss inklusive sichere Befestigung am Unterboden. Zudem können Überflurtanks auch mobil ausgeführt werden, da sie nicht zwingend fest im Fahrzeug eingebaut werden müssen. Das erleichter das Befüllen von Frischwasser sowie Entsorgen von Abwasser und mach auch die Reinigung der Wassertanks (hier Anleitung und Tipps) deutlich einfacher. Hier einige empfehlenswerte Überflurtanks für Frisch- und Abwasser in der Übersicht:

 

Wassersystem im Camper aufbauen: Welche Komponenten braucht es?

Damit das im Wassertank gespeicherte Frischwasser an Bord genutzt und anschließend als sogenanntes "Grauwasser" im Abwassertank landet, braucht es natürlich noch einiges an Zusatzkomponenten zu den Tanks selbst. Folgendes Equipment wird benötigt:

Zum Befüllen des Wassertanks ist zudem ein Wasserfilter (hier unsere Tipps und Empfehlungen) sinnvoll. Einige Tauchpumpen sind zwar bereits mit einem eigenen Filter ausgerüstet, doch auch beim Befüllvorgang selbst – etwa mit dem Gartenschlauch – kann ein Filteraufsatz bereits Verschmutzungen herausfiltern. Das erleichtert auch die Reinigung des Frischwassertanks. Doch auch mit vorgefiltertem sauberem Wasser im Frischwassertank kommen Camper:innen um die regelmäßige Wassertank-Reinigung nicht umher. Expert:innen raten zu mindestens zwei Reinigungen pro Jahr, damit Tank und Schläuche hygienisch sauber bleiben.

 

Worauf muss beim Kauf eines Wohnmobil-Wassertanks geachtet werden?

  • Maße und Gewicht: Natürlich muss der Tank am gewünschten Einbauort auch passen – es sei denn, man baut um den Tank herum. Doch auch das Gewicht ist nicht zu vernachlässigen. Zum oft sehr geringen Eigengewicht der Kanister müssen noch Komponenten wie Schläuche, Anschlüsse und Tauchpumpen hinzugezählt werden. Wer den Tank schon vor der Losfahrt befüllen möchte, muss auch die Wassermenge bedenken, denn jeder Liter Wasser entspricht einem Kilogramm Zusatzgewicht an Bord. Wer mit Gepäck & Co. bereits an der Gewichtsgrenze kratzt, sollte im Zweifelsfall mit leerem Tank, aber dafür nicht überladen (hier unsere Kauftipps für Wohnmobilwaagen) losfahren.

  • Lebensmittelechtheit: Soll das Wasser aus dem Tank zum Kochen, Abwaschen oder gar Trinken genutzt werden, muss der Tank zwingend lebensmittelecht sein. Bedeutet: Der Tank ist daraufhin getestet, ob sich Lebensmittel in ihm lagern lassen, ohne Geschmack, Geruch oder gar Partikel aus dem Material aufzunehmen.

  • Verschluss: Der Verschluss ist wichtig, um einen passenden Anschluss für den Tank zu bekommen. Beim Frischwassertank muss schließlich die Frischwasserpumpe aufgeschraubt werden, beim Abwassertank sollte der Abflussschlauch sich möglichst verrutschfrei befestigen lassen. Anhaltspunkt sind hier DIN-Schraubverschlüsse (etwa DIN 61) oder der Durchmesser in Millimetern.

  • Tragegriffe oder andere Transportmöglichkeiten: Beim Selbstausbau kommt selten ein Festtank zum Einsatz. Damit der mobile Frisch- wie Abwassertank fürs Wohnmobil leichter zu transportieren ist, sollten stabile Griffe vorhanden sein. Alternative: Rolltanks, sogenannte "Wassertaxis", lassen sich einfach hinterherziehen.

  • Kennzeichnungsmöglichkeit: Auch wenn der Abwassertank im selbst ausgebauten Camper in der Regel nur Grauwasser aus der Küchenspüle auffängt, sollten die Tanks idealerweise nicht vertauscht werden. Daher sind kleine Labels, andersfarbige Deckel oder Beschriftungen sinnvolle Ergänzungen.

 

Kann man das Wasser aus dem Wohnmobil-Frischwassertank trinken?

Ja, generell kann man auch das Wasser aus dem Frischwassertank im Wohnmobil trinken – selbst bei einem nachgerüsteten Wassersystem im selbst ausgebauten Campervan. Wichtig dafür sind die Voraussetzungen:

  • Wasserqualität: In Deutschland wird Trinkwasser in der Regel sehr streng überprüft. Filter können aber insbesondere auf kleineren, abgelegenen Campingplätzen für sauberes Trinkwasser sorgen. Insbesondere aber im Ausland – hier vor allem Süd- und Südosteuropa – ist jedoch Vorsicht geboten. Hier können spezielle Wasseraufbereiter helfen, Keime und Bakterien im Wasser zu entfernen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf Flaschenwasser aus dem Supermarkt zurückgreifen.

  • Kanister: Wie bereits beschrieben, sollte der Frischwassertank lebensmittelecht sein. So wird sichergestellt, dass das Wasser weder Geschmack, Geruch noch Partikel aus dem Kanister aufnimmt.

  • Regelmäßige Reinigung: Natürlich sollte das Wassersystem im Camper auch regelmäßig gereinigt werden. So vermeidet man, dass sich Algen und Kalkablagerungen in Frischwassertank und Wasserschläuchen ansetzen und die Wasserqualität beeinflussen.

 

Wie den Wassertank vor Frost schützen?

Im Winter müssen Camper:innen besondere Vorkehrungen treffen, wenn es um die Wassertanks im Wohnmobil geht. Insbesondere der Abwassertank ist – zumindest bei einem professionell ausgebauten Wohnmobil – nur äußerst selten frostgeschützt. Damit das Wasser im Inneren auch beim Wintercamping nicht gefriert und so zu teuren Folgeschäden durch platzende Schläuche führt, gibt es einige Lösungen für das eisige Problem:

  • Abwassertank isolieren

  • Abwassertank beheizen

  • Frostschutzmittel in den Abwassertank geben

Der Frischwassertank ist dagegen in den meisten Wohnmobilen im Wohnraum untergebracht und damit per se frostgeschützt, da er mitgeheizt wird. Wer das Wohnmobil allerdings über einen längeren Zeitraum zum Überwintern einmottet, sollte Frisch- und Abwassertank sowie das gesamte Wassersystem an Bord leeren, um Frostschäden an Tanks und Schläuchen zu vermeiden.

Wer ein selbst ausgebautes Wohnmobil im Winter nutzt, hat dagegen weniger zu beachten. Hier befinden sich meist beide Tanks im Innenraum und werden so mit der Gas- oder Dieselheizung (so eine Standheizung nachrüsten) aufgeheizt. Wer den Eigenbau-Camper überwintert, kann die mobilen Tanks auch einfach mit in die Wohnung nehmen. So kommt es erst gar nicht zu Frostschäden – und reinigen lassen sich die Tanks bei der Gelegenheit ebenfalls.

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