Skoda Kodiaq vs. VW Tayron: Welches SUV bietet mehr?
Als Nachfolger des VW Tiguan Allspace muss sich der VW Tayron nicht nur der wachsenden Konkurrenz stellen, sondern auch im konzerninternen Vergleich mit dem erst 2024 neu aufgelegten Skoda Kodiaq bestehen!
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Skoda Kodiaq und VW Tayron im Vergleich
Gestartet als günstige Alternative zur Kernmarke VW hat sich Skoda in Windeseile zur hausinternen Konkurrenz für Wolfsburg gemausert. Konkurrenz belebt ja bekanntermaßen das Geschäft, doch dabei haben sich die Modelle über die Generationen hinweg stetig angenähert. Und auch die beiden Mittelklasse-SUV Skoda Kodiaq und VW Tayron strotzen vor Gemeinsamkeiten: Beide fußen auf der neuesten Variante des Modularen Querbaukastens (MQB evo), beide kosten deutlich über 40.000 Euro (Kodiaq: 44.190 Euro, Tayron: 46.925 Euro; Stand Februar 2026) und beide sind bis auf einen Zentimeter sogar beinahe identisch lang.
Und auch in puncto Design liegen keine Welten zwischen der seit Anfang 2024 angebotenen zweiten Generation des Skoda Kodiaq und des VW Tayron, der rund ein Jahr später startete. Beide kommen mit deutlich mehr Rundungen als die Vorgänger vorgefahren – fast wirkt es so, als sei der Tscheche die sachliche Basis und der Wolfsburger die dynamisch gezeichnete Sportversion mit aufgerissenem Kühler-Maul.
Nuancen, wie etwa die durchgängige LED-Leiste an der VW-Front oder die schmalere und farblich abgesetzte D-Säule des Skoda, machen die Unterscheidung nach Marke natürlich für das geschulte Auge nach wie vor möglich, dennoch stellt sich die Frage: Ist der Tscheche mittlerweile das wahre VW-Familien-SUV?
Der VW Tayron im Fahrbericht (Video)

Antriebe: Mildhybrid, Diesel oder Plug-in-Hybrid
Die Plattform diktiert auch die Antriebe beider SUV im Vergleich. Und so überrascht es nicht, dass sich Skoda Kodiaq und VW Tayron auch die Motorenpalette teilen. Die Einstiegsversion beider Mittelklässler wird von einem mildhybridisierten 1,5-l-Turbobenziner mit 150 PS (110 kW) befeuert. Darüber rangieren die Selbstzünder. Beide bieten einen 150 PS (110 kW) starken 2.0 TDI samt Frontantrieb als Einstieg an, der von einer 193-PS-Variante (142 kW) mit Allradantrieb flankiert wird.
Der leistungsstärkste Benziner ist hier wie dort die 265 PS (195 kW) starke 2,0-l-Maschine. Während sie beim VW als Motorisierung für die R-Line im Konfigurator steht, vermarktet Skoda das Modell als Kodiaq RS – und das mit 59.000 Euro trotzdem über 6000 Euro günstiger als der gleich starke Wolfsburger (Stand: Februar 2026).
Bei den Verbrauchswerten liegt Skoda knapp vor VW: Der WLTP-Verbrauch jeder Motorisierung liegt knappe 0,1 bis 0,3 l unterhalb des identischen Pendants des Tayron. Ein manuelles Schaltgetriebe sucht man dagegen bei beiden Modellen vergeblich. Sowohl Kodiaq als auch Tayron sind als Verbrenner ausschließlich mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unterwegs.

Beide SUV gibt es aber auch mit einem Plug-in-Hybridantrieb – und dieser ist natürlich wieder identisch. Der Antrieb, bei Skoda 1.5 TSI iV getauft und beim Tayron als 1.5 eHybrid bekannt, verbindet einen 1,5-l-Vierzylinder mit einem im Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integrierten Elektromotor. Das Duo sorgt so für eine Systemleistung von 204 PS (150 kW).
Trumpf für VW: Den Tayron gibt es exklusiv in der R-Line auch mit der leistungsgesteigerten Variante des Hybridantriebs mit insgesamt 272 PS (200 kW) Systemleistung. Die 100-km-Marke erreichen beide SUV dagegen bei vollgeladenem Akku. Die elektrischen Reichweiten des schwächeren VW und des gleichstarken Kodiaq-Hybriden fallen mit maximal 123 respektive 122 km nahezu deckungsgleich aus (Herstellerangabe nach WLTP).
Innenraum: Bis zu sieben Sitzplätze möglich
Die wichtigsten Argumente für Eltern auf der Suche nach einem Familien-SUV sind die inneren Werte. Und auch hier sind die Plattform-Brüder nah beisammen. Das wichtigste zuerst: Beide sind optional auch mit sieben Sitzplätzen verfügbar. Diese Option beschränkt sich aber bei beiden Modellen auf die Verbrenner – die Plug-in-Hybride sind dagegen stets reine Fünfsitzer. Doch nicht jede Familie benötigt die ohnehin eng geschnittene dritte Sitzreihe.
Laderaum bieten beide dagegen im Überfluss. Skoda gibt das Kofferraumvolumen des Kodiaq mit 910 bis 2105 l für den Fünfsitzer an, beim Plug-in-Hybriden sinkt der Wert auf 745 bis 1945 l. Der VW ist etwas enger geschnitten: Der Tayron bietet 850 bis 2090 l Stauraum als fünfsitziger Verbrenner sowie 705 bis 1915 l als eHybrid. Praktisch: Beide SUV verfügen über eine in Längsrichtung verschiebbare Sitzbank in der zweiten Reihe.

Im Cockpit bieten die SUV Konzernware an, jeweils auf dem neuesten Stand der Technik. Sowohl im Kodiaq, als auch im Tayron kommt ein 12,9-Zoll-Touchscreen zum Einsatz – beim Skoda als Option oberhalb des 10,0-Zoll-Basis-Bildschirms, beim VW als Standardequipment. Beim Tayron thront gegen Aufpreis auch ein Touchscreen mit 15 Zoll Diagonale auf dem Armaturenbrett.
Die Funktionsvielfalt ist dabei recht identisch, denn alle angebotenen Systeme beherrschen etwa kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Unterschiede gibt es dagegen in der Anordnung und der Bedienlogik. Denn während sich der Bildschirm beim VW in Richtung des Fahrersitzes neigt, ist das Skoda-Infotainmentsystem nach wie vor rechtwinklig zu den Vordersitzen angeordnet und ganz nach Skoda-Bedienphilosophie für beide Personen zugänglich.

Größere Unterschiede gibt es dagegen bei der Bedienung, obwohl Kodiaq und Tayron beide auf einen Drehsteller setzen. Bei Skoda sitzt dieser mittig zwischen den physischen Tasten der Klimabedienung der Dreizonen-Klimaautomatik – diese erfolgt beim Tayron weiterhin über Wischflächen am unteren Bildschirmrand. Das Entwicklerteam von VW setzt den Regler gut zur Hand in die Mittelkonsole.
Der Regler steuert unter anderem die Lautstärke, den Zoom in der Navigationsansicht, das Ambientelicht oder den Fahrmodus, ein zentraler Bildschirm im Drehregler zeigt parallel an, in welchem Menü man sich befindet. Da ausschließlich Automatikgetriebe angeboten werden, mussten die Designer:innen keine Rücksicht auf einen Wählhebel zwischen den Vordersitzen nehmen. Dieser wandert nun hinter das Lenkrad.
Fazit
Mehr Platz, günstigerer Preis, niedrigere Verbräuche – diesen Vergleich entscheidet der Skoda Kodiaq für sich. Allerdings liegen zwischen den Konzernbrüdern keine Welten, denn auch der VW Tayron bietet modernes Infotainment bei nahezu identischen Maßen. Am Ende könnten für Interessierte kleine Nuancen – etwa Unterschiede in der Bedienlogik oder die Optik – den Ausschlag geben bei der Kauf- oder Leasingentscheidung.





















