Vignette Österreich: Alles zu Maut, Kosten und Bezahlarten
In Österreich gibt es eine Kfz-Maut: Wer für 2026 eine Jahres-Vignette für Pkw kauft, zahlt einen Preis von 106,80 Euro. Der Preis der Tagesvignette ist auf 9,60 Euro gestiegen. 2026 gibt es zum letzten Mal die Klebevignette. Ab 2027 ist nur noch die digitale Vignette möglich.
- Wo und wann gilt die Vignette in Österreich?
- Ausnahmen: Diese Strecken sind mautfrei
- "Streckenmaut" ist nicht von Vignette abgedeckt
- Wer muss in Österreich Maut bezahlen?
- Preis: Was kostet die Vignette in Österreich 2026?
- Wo am besten eine Vignette für Österreich kaufen?
- Wie funktioniert die digitale Vignette?
- Pkw und Motorrad: Wo die Klebevignette anbringen?
- Anleitung zum Vignette entfernen im Video
- Was passiert, wenn man ohne Vignette erwischt wird?
Wo und wann gilt die Vignette in Österreich?
Die Vignettenpflicht in Österreich gilt seit 1997 für alle Autobahnen und Schnellstraßen direkt ab der Staatsgrenze. An den Grenzübergängen machen blaue Schilder auf die Mautpflicht aufmerksam. Die Gültigkeit der neuen Maut-Vignette 2026 beginnt am 1. Dezember 2025 und endet am 31. Januar 2027 – sie gilt demnach wie gewohnt 14 Monate. Wie jedes Jahr wechselt auch die Farbe der Autobahnvignette: 2026 heißt der Farbton "Feuerrot". Die Vignette 2025 in „Seegrün“ gilt noch bis 31. Januar 2026.
Informationen zu Mautregeln in anderen Ländern gibt es hier:
Ausnahmen: Diese Strecken sind mautfrei
Für die Maut-Pflicht gibt es auch lokale Ausnahmen, die das österreichische Parlament Mitte November 2019 beschlossen hat: Einige Autobahnabschnitte in Grenznähe zu Deutschland wurden von der Maut befreit. Ziel der Maßnahme ist es, den Ausweichverkehr von deutschen Autofahrer:innen über Landstraßen einzudämmen.
Diese Strecken sind in Österreich von der Vignettenpflicht befreit:
A1 West Autobahn zwischen der Staatsgrenze am Walserberg und der Anschlussstelle Salzburg Nord
A12 Inntal Autobahn zwischen der Staatsgrenze bei Kufstein und der Anschlussstelle Kufstein-Süd
A14 Rheintal/Walgau Autobahn zwischen der Staatsgrenze bei Hörbranz und der Anschlussstelle Hohenems
A26 Linzer Autobahn (Information der ASFINAG: „Derzeit noch im Bau, unterliegt der Vignettenpflicht erst mit Ablauf jenes Tages, an dem ihr Anschluss an die A7 Mühlkreis Autobahn über den Knoten Linz-Hummelhof für den Verkehr freigegeben wurde.“)
"Streckenmaut" ist nicht von Vignette abgedeckt
Neben den Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich mit Vignettenpflicht, gibt es auch Autobahnabschnitte, für die eine gesonderte Streckenmaut gilt – eine Vignette wird hier nicht benötigt. Es handelt sich laut ASFINAG um „kostenintensive Tunnel- und Brückenbauten“, wie beispielsweise die Brennerautobahn mit der Europabrücke und dem Tunnel.
A9 Pyhrn Autobahn (Bosruck, Gleinalm, Bosruck)
A10 Tauernautobahn & Katschbergtunnel
A11 Karawankenautobahn
A13 Brennerautobahn
S16 Arlberg Schnellstraße
Wie die „Brenner-Maut“ können auch alle anderen Streckenmaut-Gebühren direkt beim Auffahren auf die kostenpflichtige Straße Ort über einen Automaten bezahlt werden. Die Automaten akzeptieren Bargeld (Scheine bis 50 €), Kreditkarten, Tankkarten und EC-Karten und drucken auf Wunsch eine Quittung. Zusätzlich gibt es an einigen Standorten Kreditkarten-Automaten, die kein Bargeld akzeptieren. Außerdem gibt es die selben Bezahlwege, wie bei der digitalen Vignette (Webshop, App, Automaten auf Rastanlagen).
Wer muss in Österreich Maut bezahlen?
Unter die Vignettenpflicht in Österreich fallen alle Pkw, Motorräder und Wohnmobile bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht. Dabei ist es nicht erheblich, wo das Fahrzeug gemeldet ist. Bei allen Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t wird die Mautgebühr nach Achszahl, Emissionsklasse und CO₂-Klasse über eine sogenannte Go-Box erhoben.
Preis: Was kostet die Vignette in Österreich 2026?
Wer mit Auto, Wohnmobil oder Motorrad auf Autobahnen oder Schnellstraßen in Österreich fährt, muss fast jedes Jahr mehr zahlen. Weiterhin wird zwischen vier Maut-Tarifen unterschieden:
Tarif 2026 | Kfz bis 3,5 t | Einspurige Kfz |
|---|---|---|
Jahres-Vignette | 106,80 € | 42,70 € |
2-Monats-Vignette | 32,00 € | 12,80 € |
10-Tages-Vignette | 12,80 € | 5,10 € |
1-Tages-Vignette | 9,60 € | 3,80 € |
Wo am besten eine Vignette für Österreich kaufen?
Reisende können die österreichische Maut-Vignette 2026 noch bei rund 6000 Verkaufsstellen erwerben. Ab 2027 ist die Vignette für Österreich nur noch digital über diverse Onlineportale erhältlich. Hierzu zählen beispielsweise der Webshop der ASFINAG oder die entsprechende App der österreichischen Infrastrukturgesellschaft. Außerdem ist die digitale Vignette auch bei Verkehrsclubs wie ÖAMTC, ARBÖ und ADAC sowie an ausgewählten Trafiken (Kiosk) und an Tankstellen erhältlich. Zu erkennen sind entsprechende Geschäfte am Vignettensymbol.
Achtung bei Klebevignetten: 2-Monats- und 10-Tages-Vignetten werden beim Kauf von der Vertriebsstelle gelocht. Ungelochte Klebevignetten sind nicht gültig.
Wie funktioniert die digitale Vignette?
Die digitale Vignette gilt pro registriertem Kennzeichen. Das bietet insbesondere Vorteile für Autofahrer:innen mit Wechselkennzeichen: Sie müssen dann nur noch eine Vignette kaufen. Zuvor war die Mautgebühr an das Fahrzeug gebunden. Ab 2027 ersetzt die digitale Vignette die Klebevignette komplett.
Es ist auch möglich, während der Gültigkeit der Vignette, Änderungen beispielsweise beim Kennzeichen vorzunehmen. In den meisten Fällen sind Änderungen zudem kostenlos.
Was wird beim Kauf der Vignette benötigt?
Beim Bestellvorgang wird das Kfz-Kennzeichen, der Zulassungsstaat und die E-Mail-Adresse abgefragt und man wählt den Start der Gültigkeit. An die hinterlegte E-Mail-Adresse schickt der Shop anschließend die Zahlungsbestätigung. Bezahlen lässt sich die digitale Vignette mit Kreditkarte, Amazon Pay, eps, PayPal oder SEPA-Lastschrift.
Die digitale Jahres-Vignette und die 2-Monats-Vignette sind aufgrund des gesetzlich vorgeschriebenen Rückgaberechts beim Onlinekauf erst ab dem achtzehnten Tag nach der Bestellung gültig. 1-Tages-Vignette und 10-Tages-Vignette gelten auch digital sofort ab Kauf.
Pkw und Motorrad: Wo die Klebevignette anbringen?
Die Maut-Vignette für Österreich muss von innen auf die Windschutzscheibe geklebt werden. Vor dem Aufkleben sollte die Oberfläche gut gereinigt und getrocknet werden. Als Position eignet sich der linke Teil der Frontscheibe. Wie man die Windschutzscheibe am besten reinigt, erklären wir hier. Auch unterhalb des Rückspiegels kann die Vignette angebracht werden. Wichtig ist, dass sie gut sichtbar positioniert ist, aber nicht das Sichtfeld beim Autofahren stört. Die darf auch nicht im Tönungsstreifen der Windschutzscheibe kleben. Es ist verboten, die Vignette auf Folien oder ähnlichen Klebestreifen zu fixieren. Bei Motorrädern muss sie an einem gut sichtbaren Bauteil angebracht sein, das nur schwer entfernbar und leicht zugänglich ist.
Anleitung zum Vignette entfernen im Video

Was passiert, wenn man ohne Vignette erwischt wird?
Wer ohne gültige oder mit falsch angebrachter Vignette auf Österreichs Schnellstraßen oder Autobahnen unterwegs ist und dabei erwischt wird, muss eine sogenannte Ersatzmaut zahlen. Diese beträgt mindestens 120 Euro bei Pkw und 65 Euro bei Motorrädern. Bei Nichtzahlung der Ersatzmaut droht eine Geldstrafe von 300 bis 3000 Euro. Wer die Vignette manipuliert, muss mit einer Strafe von 240 Euro bei Pkw und Wohnmobil oder 130 Euro bei Motorrädern rechnen (Stand: Dezember 2025).
Beim Kauf werden die Vignetten zudem gelocht: Wenn das Loch fehlt, sind sie ebenfalls ungültig. Auch bei Tippfehlern im Kennzeichen oder Problemen mit der Mehrfahrtenkarte kann es zu einer Forderung kommen. Überprüft wird die Vignette durch bestimmte Aufsichtsorganisationen (ASFINAG), den Zoll und die Polizei. Außerdem kontrollieren in Österreich Kameras die Einhaltung der Vignettenpflicht.









