Vergleich

BMW 525, Citroën CX, Granada & R30: Die vergessenen Luxus-Liner

Citroën CX 2400 Pallas i.e., BMW 525, Ford Granada 2.8 GLS und Renault 30 TRX setzten dank souveräner Motorisierung seinerzeit Maßstäbe auf der Langstrecke. Heute ist dieses Quartett aus der oberen Mittelklasse rar geworden.

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Citroën CX 2400 Pallas i.e./Ford Granada 2.8 GLS/BMW 525/Renault 30 TX fahrend von vorne fotografiert.
Vor drei Jahrzehnten hätte man diese Kandidaten auch auf einem beliebigen Supermarkt-Parkplatz antreffen können – heute ist das ausgeschlossen. Foto: Willy Bister
BMW 525 fahrend von schräg vorne fotografiert.
Der drahtig anmutende 525 fühlt sich auf zügig gefahrenen Landstraßen richtig wohl. Trotz sportlicher Ader bietet er aber auch viel Fahrkomfort. Foto: Willy Bister
BMW 525 fahrend von schräg hinten fotografiert.
Die Dreistufen-Automatik verhindert eine noch bessere Fahrdynamik. Foto: Willy Bister
Das Cockpit des BMW 525.
Der BMW 525 bietet ein aufgeräumtes Cockpit und nahezu perfekt ablesbare Instrumente. Foto: Willy Bister
Der Motor des BMW 525
Der Vergaser-Reihensechser läuft seidig und zeichnet sich durch eine gute Leistungsentfaltung aus. Er treibt den Fünfer angemessen voran. Foto: Willy Bister
Citroën CX 2400 Pallas i.e. fahrend von schräg vorne fotografiert.
Citroën CX 2400 Pallas i.e. mit 130 PS (95 kW), R4-Zylinder, Einspritzanlage; Vorderradantrieb; 0-100 km/h in 11,0 s; 190 km/h Spitze, 26.290 Mark (1979). Foto: Willy Bister
Citroën CX 2400 Pallas i.e. fahrend von schräg hinten fotografiert.
Der hydropneumatisch gefederte CX geht sich bei schneller Kurvenfahrt mächtig in Schräglage. Er rollt dafür aber äußerst sanft ab. Foto: Willy Bister
Das Cockpit des Citroën CX 2400 Pallas i.e.
Der CX macht Technikfans glücklich mit Knopf statt Blinkerhebel und zahlreichen Kontrolllampen. Unser Fotoauto hat eine Automatik. Foto: Willy Bister

Der CX macht Technikfans glücklich mit Knopf statt Blinkerhebel und zahlreichen Kontrolllampen. Unser Fotoauto hat eine Automatik

Der Motor des Citroën CX 2400 Pallas i.e.
Der Citroën CX bietet zwar zwei Zylinder weniger als die drei Mitbewerber – dennoch erweist sich sein Triebwerk als ausreichend laufruhig. Foto: Willy Bister
Ford Granada 2.8 GLS fahrend von schräg vorne fotografiert.
Ein bisschen brav vielleicht, aber schnörkellos gezeichnet wetzt der beliebte Granada um die Ecke. Foto: Willy Bister
Ford Granada 2.8 GLS fahrend von schräg hinten fotografiert.
Mit dem 2,8-l-Vergasermotor ist der Granada selten. Erkennbar ist der V6 nur am Schriftzug. Foto: Willy Bister
Das Cockpit des Ford Granada 2.8 GLS.
Gut ablesbare Instrumente und eine klare Innenarchitektur kennzeichnen den Ford Granada. Foto: Willy Bister
Der Motor des Ford Granada 2.8 GLS.
Sechs Zylinder haben bei Ford eine lange Tradition. Der 135 PS (99 kW) starke Vergasermotor klingt sonor und passt gut zu der Kölner Limousine. Foto: Willy Bister
Renault 30 TX fahrend von schräg vorne fotografiert.
Renault 30 TX mit143 PS (105 kW); V6-Zylinder, Einspritzanlage; Vorderradantrieb; 0-100 km/h in 10,4 s; 186 km/h Spitze, 25.250 Mark (1979). Foto: Willy Bister
Renault 30 TX fahrend von schräg hinten fotografiert.
Schmale 175er-Pneus, fehlender rechter Außenspiegel und der zeitgenössische Braunton sind typisch für die Siebziger. Foto: Willy Bister

Schmale 175er-Pneus, fehlender rechter Außenspiegel und der zeitgenössische Braunton sind typisch für die Siebziger

Das Cockpit des Renault 30 TX
Auch beim aufgeräumt gestalteten Renault 30 reicht der Tacho bis 220 km/h. Foto: Willy Bister
Der Motor des Renault 30 TX
Der wegen seines 90-Grad-Bankwinkels kernig klingende V6 packt kraftvoll zu und verhilft der variablen Fließhecklimousine zu guten Fahrleistungen. Foto: Willy Bister
Citroën CX 2400 Pallas i.e./Ford Granada 2.8 GLS/BMW 525/Renault 30 TX statisch von schräg hinten fotografiert.
Seltene Parade: In freier Wildbahn dürfte diese Kombination gehobener Mittelklasse-Autos nicht mehr zu finden sein. Foto: Willy Bister

Einen R30 zu sichten ist wie sechs Richtige

Es ist schon ein besonderer Anblick: Ford Granada II, BMW Fünfer E12, Citroën CX und Renault 30 stehen akkurat aufgereiht zum Fotoshooting bereit. Vor drei Jahrzehnten hätte man diese Kandidaten auch auf einem beliebigen Supermarkt-Parkplatz antreffen können – heute ist das ausgeschlossen. Am ehesten noch findet sich der CX im aktuellen Straßenbild, der als riesiger Kombi ja immerhin bis 1991 vom Band lief. Einem R30 zu begegnen dagegen gleicht einem Sechser im Lotto – in Deutschland sind nur noch rund sieben dieser Fronttriebler mit dem berühmten PRV-V6 für die Straßen zugelassen.

Eigentlich sollte der charmant grummelnde 2,7-l-V6 mal ein Achtzylinder werden: Peugeot und Renault (später kam auch Volvo dazu) hatten Mitte der Sechziger ein Konsortium gegründet zur Entwicklung eines Triebwerks für gehobene Ansprüche. Als die Ölkrise dazwischen kam, musste eine Zylindereinheit weichen. Geblieben sind der 90-Grad-Winkel und eine V6-untypische Zündfolge. Dem Erfolg dieses Aggregats hat die Planänderung offenbar nicht geschadet, denn es wurde in modifizierter Form noch bis Anfang unseres Jahrtausends in diversen Citroën (da später zur Peugeot-Gruppe gehörig), Peugeot und Renault eingesetzt. Doch als die ersten Citroën CX die Werkstore verließen, war die Marke noch eigenständig, und der Maserati-V6, den das Citroën-Coupé SM trug, wäre für die Reiselimousine doch eine Spur zu exklusiv gewesen.

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Video: AUTO ZEITUNG

Kultivierter Vierzylinder im Citroën CX 2400 Pallas i.e.

Also musste sich die Kundschaft wie auch schon beim Vorgänger DS mit profanen Vierzylindern begnügen, was aber keineswegs zu Leistungsmangel führte. Zwar trennen den für diesen Vergleich auserkorenen CX 2400 gleich 20 PS vom stärksten hier teilnehmenden Vertreter BMW 525 (130 zu 150 PS), aber er hat keine Probleme, sich zu behaupten, zumal der 2,4 l große Einspritzer trotz nur vier Töpfen kultiviert zu Werke geht und der Erwartung an den Antriebskomfort gerecht wird.

Klar, der legendäre BMW-Reihensechszylinder läuft ruhiger als alle anderen Motoren hier im Vergleich. Alleine die Tatsache, dass das Benzin-Luft-Gemisch per Vergaser aufbereitet wird, ist ein kleiner Schönheitsfehler und stiehlt der Laufkultur das Tüpfelchen auf dem i – aber als 528i mit 184 PS (135 kW) wäre die Limousine einfach zu potent und der Vergleich damit unfair gewesen.

Der Granada 2.8 S ist überraschend sportlich

Auch der Ford Granada 2.8 verfügt über einen (Zweifach-) Vergaser und eine ausgesprochen gute Laufkultur. Sonor tönt es aus dem einsamen Auspuffrohr, wenn sich der Granada sämig in Bewegung setzt. Dabei hätte dem Topmodell ein Doppelauspuff hervorragend gestanden. Vor allem ist der Ford überraschenderweise der giftigste Vertreter im Quartett – der Fünfer wird von seinem Automatikgetriebe gezähmt. In einem Dauertest der AUTO ZEITUNG aus dem Jahr 1979 schnellte der Granada aus dem Stand binnen 9,8 s auf 100 km/h – damit spielte er in der Golf GTI-Liga. Der Wandlerschlupf und die nur drei Übersetzungsstufen des BMW-Getriebes verhindern eine bessere Performance des 5ers.

So ermittelten die damaligen Kolleg:innen bei einem 525 mit Automatik (AUTO ZEITUNG 9/77) lediglich 11,8 s für den Standardsprint. Das entspricht in etwa dem Wert des CX – der aber mit einer manuellen Fünfgang-Schaltung daherkommt. Somit ist der BMW zwar der langsamste in diesem Umfeld, überzeugt aber mit seiner für das Alter immer noch weich schaltenden Automatik. Mit nominell 10,4 s liegt der Renault zwar nur knapp hinter dem Ford Granada, fühlt sich aber weniger sportlich an. Der uns zur Verfügung gestellte Granada (mit S-Paket) übertrifft in puncto Fahrdynamik die angesichts seiner biederen Erscheinung eher tief angesiedelten Erwartungen.

Ford Granada 2.8 GLS fahrend von vorne
Foto: Willy Bister

Hakelige Schaltung im Granada

Kurven durcheilt er nämlich mit deutlich weniger Seitenneigung als die beiden Franzosen, was eigentlich eine zügige Gangart unterstützt – wenn da nicht die hakelige Schaltung und die schwachen Bremsen wären. Außerdem sollten Oldtimerfans an die in Verbindung mit dem Sporttrimm obligatorischen Michelin TRX-Reifen denken, die je Stück 250 Euro und mehr kosten. Bei der Schaltung gibt der große Renault ein ähnliches Bild ab wie der Ford – bremsen hingegen kann er besser. So packen seine Beläge subjektiv sogar beherzter zu als die des BMW, bei dem ein kräftiger Tritt auf das Pedal nötig ist.

CX-fahren benötigt Eingewöhnung

Vorsicht ist beim Citroën CX angebracht: Wer sich und seine potenziellen Mitfahrenden vor einem unangenehmen Kontakt mit den Anschnallgurten bewahren will, betätige das Bremspedal bitte sehr behutsam. Denn die an der Zentralhydraulik angeschlossene Bremsanlage lässt sich leider schlecht dosieren. Nach etwas Eingewöhnung klappt die Bedienung aber ganz gut. Ähnlich verhält es sich mit dem Lenken: Den großen Kranz beispielsweise während eines Abbiegevorgangs loszulassen, sorgt für ein äußerst rasches Zurückstellen. Außerdem produzieren CX-ungeübte Fahrer:innen anfangs ungewollt Schlangenlinien – sie gehen auf das Konto der direkten Abstimmung der Lenkung in Verbindung mit hoher Servounterstützung.

Beim Citroën ist diese Art der Lenkhilfe bei weitem nicht das einzige unkonventionelle Merkmal. Der gesamte Innenraum ist von Andersartigkeit geprägt, wobei es den Konstrukteur:innen offensichtlich keineswegs immer um den praktischen Nutzen ging. Blinkerbetätigung per Tastendruck mag ja eine interessante Lösung sein – aber ausgeschaltet werden muss der Fahrtrichtungsanzeiger manuell, während die klassischen Lenksäulenhebel in der Regel automatisch zurückspringen. Auch bei der Instrumentierung ging Citroën andere Wege: Drehzahl wie Tempo zeigt der CX mittels zweier Walzen an, deren aufgedruckte Zahlen durch eine Lupe vergrößert werden.

Citroën CX 2400 Pallas i.e. fahrend von schräg vorne.
Foto: Willy Bister

525 und Granada sind sachlicher gestaltet

Erst mit der zweiten Serie (seit 1985) wichen die bei Fans so begehrten Rollen konventionellen Rundskalen – die GTI-Version erhielt sie bereits in der ersten Serie. BMW, Ford und Renault unterscheiden sich nur marginal in der Art und Weise, dem:der Fahrer:in wichtige Bordinformationen zu liefern. Besonders sachlich (und entsprechend gut ablesbar) muten die Skalen von Ford und BMW an; der Granada-Drehzahlmesser verzichtet gar auf einen roten Bereich.

Einfache Bedienung und noch wenig Hightech à la Reiserechner & Co. erleichtern die Bedienung der Autos aus den Siebzigern. Der BMW macht immerhin mit einer Digitaluhr auf sich aufmerksam – die Zeit leuchtet in roten LED-Ziffern. Eine gerade im Sommer sinnvolles Extra bringt der CX 2400 mit: Er besitzt als einziger der Testkandidaten eine Klimaanlage – diese damals keineswegs selbstverständliche Option war auch für die Mitbewerber zu haben, allerdings gegen einen hohen Aufpreis von um die 2000 Mark.

CX mit einzigartiger Hydropneumatik

Außerdem verfügt der CX über eine hydropneumatische Federung. Die gab es beim Rest des Feldes weder gegen Geld noch gute Worte. Tatsächlich bietet der Citroën damit einen außerordentlich guten Federungskomfort. Abstriche müssen dafür in Sachen Fahrdynamik gemacht werden. BMW und Renault federn ähnlich angenehm, wobei der Münchener eine Note straffer abrollt. Anders der Granada: Er pariert Bodenwellen eher steif. Zudem erfordert der Ford auch wegen seines hohen Drehzahlniveaus und dem damit verbundenen Geräuschpegel stärkere Nerven auf längeren Autobahn-Abschnitten. Ihm fehlt einfach ein fünfter Gang.

Renault 30: außen kompakt und innen groß

Der Kölner verwöhnt dafür mit einem großzügigen Raumangebot. Dagegen fühlt sich der BMW eher nach Maßanzug an, ohne seine Passagier:innen jedoch einzuengen. Der R30 erstaunt mit seinem ausgewogenen Verhältnis zwischen Platzangebot und Abmessungen: Mit einer Länge von 4,52 m unterbietet er seine Konkurrenten um mindestens zehn Zentimeter, was im Stadtverkehr durchaus vorteilhaft ist.

Angenehm sind auch die plüschigen Polster – hier kann sogar der CX nicht mithalten, obwohl die französischen Oldies ja bekannt sind für ihr weiches (aber auch nachgiebiges) Mobiliar. Auch wenn modernes Gestühl unter orthopädischen Aspekten den Rücken der Fahrgäste vermutlich besser bekommt, bereiten Reisen im R30 Spaß. Auch die Ford-Sitze überzeugen, während die Polster im BMW schlichtweg unterdimensioniert sind.

Renault 30 TX fahrend von schräg vorne
Foto: Willy Bister

CX, 525, Granada und R30 mit unterschiedlichen Stärken

In Bezug auf seine Ausstattung kann der noble Viertürer ebenfalls wenig ausrichten gegen die französischen Konkurrenten – und auch gegen den Granada nicht. Ausstattungsdetails wie elektrische Fensterheber oder selbst Kleinigkeiten wie ein symbolträchtiger Zigarettenanzünder im Fond beweisen, dass man mehr bieten wollte als der edle Hersteller BMW, der schon in den Siebzigern eine Premiummarke war.

Der BMW 525 war dafür ein Ingenieurs-Auto durch und durch mit ausgewogenem Fahrwerk und sahnig laufendem Reihensechser. Der biedere, nüchtern gezeichnete Ford war die Hausmannskost unter den großen Limousinen: Es musste vor allem günstig sein, und die Technik war angejahrt. Das kann man vom avantgardistischen Citroën CX kaum behaupten und ebensowenig vom variablen Renault 30 mit seiner modernen Einspritzanlage und den Scheibenbremsen ringsum.

Von Patrick Broich

BMW 525 fahrend von vorne
Foto: Willy Bister

Technische Daten von Citroën CX 2400 Pallas i.e., BMW 525, Ford Granada 2.8 GLS, Renault 30 TX

Classic Cars 10/2013

Citroën CX 2400 Pallas i.e.

BMW 525

Ford Granada 2.8 GLS

Renault 30 TX

Zylinder / Ventile pro Zylin.

4 / 2

6 / 2

6 / 2

6 / 2

Hubraum

2331 cm³

2494 cm³

2792 cm³

2664 cm³

Leistung

96 kW/130 PS bei 4800 U/min

110 kW/150 PS bei 5800 U/min

99 kW/135 PS bei 5200 U/min

105 kW/143 PS bei 5500 U/min

Max. Gesamtdrehmoment bei

197 Nm bei 3600 U/min

208 Nm bei 4000 U/min

216 Nm bei 3000 U/min

219 Nm bei 3000 U/min

Getriebe / Antrieb

5-Gang-Getriebe / Vorderrad

3-Stufen-Automatik / Hinterrad

4-Gang-Getriebe / Hinterrad

5-Gang-Getriebe / Vorderrad

L / B / H

4660 / 1730 / 1360 mm

4620 / 1690 / 1425 mm

4633 / 1791 / 1416 mm

4520 / 1732 / 1431 mm

Leergewicht

1325 kg

1350 kg

1360 kg

1300 kg

Bauzeit

1974 – 1991

1972 – 1981

1977 – 1985

1975 – 1980

Stückzahl

1.170.645

722.435

1.619.000

141.299

Beschleunigung null auf 100 km/h

11,0 s (AZ 3/1978)

11,8 s (AZ 9/1977)

9,8 s (AZ 17/1979)

10,4 s (AZ 11/1979)

Höchstgeschwindigkeit

190 km/h (AZ 3/1978)

193 km/h (AZ 9/1977)

191 km/h (AZ 17/1979)

186 km/h (AZ 11/1979)

Verbrauch auf 100 km

14,1 l S (AZ 3/1978)

13,9 l S (AZ 9/1977)

14,3 l S (AZ 17/1979)

13,8 l S (AZ 11/1979)

Fazit

Sportlichkeit und Langstreckenkomfort zugleich, welcher obere Mittelklässler kann das bieten? Na klar, der BMW 525. Mit 150 PS führt er das Quartett leistungsmäßig an und liegt in der Beschleunigung nur deshalb hinter den Konkurrenten, weil er hier mit kraftraubender Automatik antritt. Straff, aber nicht unkomfortabel rollt der Bayer über schlechte Straßen – souverän umrundet er Kurven. Das gelingt dem Citroën nicht so locker. Dafür gleitet der CX aber dank Hydropneumatik sanft über Bodenwellen und ist mit seinen unkonventionellen Bedienelementen sowie dem ausgefallenen Design ein echter Charaktertyp, auch wenn ihn die teils umständliche Bedienung sowie der hohe Wartungsaufwand zurückwerfen. Der Ford Granada könnte weiter vorn landen, aber seine veraltete Technik samt Trommelbremsen hinten verhindern ein besseres Ergebnis. Für eine Überraschung sorgt der innovative, variable Renault 30, der zwar hierzulande kaum Fans hat, aber ein rundum gelungenes Auto ohne echte Schwächen ist.