Fendt Diamant (2024): Preise und Grundrisse des Caravan-Flaggschiffs

Feinschliff am Flaggschiff: Zum Modelljahr 2025 präsentiert sich der Fendt Diamant (2024) leicht überarbeitet. Das sind Preis und Ausstattung der drei Grundrisse.

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Das Bild zeigt den Fendt Diamant (2024) an einem Auto angehängt und fahrend von schäg hinten rechts fotografiert.
Fendt Diamant (2024) Foto: Fendt-Caravan

Mit 7,71 bis 8,6 m Außenlänge ist der Diamant auch schon optisch das Flaggschiff der Marke, die Ausstattung tut ihr Übriges.

Das Bild zeigt den Wohnraum Fendt Diamant (2024) im Grundriss 560 SGW.
Fendt Diamant (2024) Foto: Fendt-Caravan

Am Innenraum – im Bild ist der 560 SGW zu sehen – wurde mit der Modellpflege recht wenig verändert. Eine neue Aufbautüre, neue Möbeldesigns und andere Polsterwelten genügen.

Das Bild zeigt den Wohnraum Fendt Diamant (2024) im Grundriss 560 DW.
Fendt Diamant (2024) Foto: Fendt-Caravan

Der 560 DW fällt mit Heckbad und französischem Bett etwas heraus. Aber es bleibt dennoch bei einer gewohnten Aufteilung für einen Caravan.

Das Bild zeigt die Grundrisszeichnung des Fendt Diamant (2024) im Grundriss 560 SGW.
Fendt Diamant (2024) Foto: Fendt-Caravan

Große Experimente am Grundriss gibt es auch im Modelljahr 2025 nicht. Es bleibt bei den Einzelbett-Modellen 560 SGW (im Bild) und 650 GDW sowie dem 560 DW mit französischem Bett.

Preis: Fendt Diamant (2024) ab 50.550 Euro

Was im schwäbischen Mertingen als "Diamant" die Fabrikhallen verlässt, steht für erhabensten Wohnkomfort. Und das nicht erst seit kurzer Zeit, das Flaggschiff hat bei Fendt-Caravan Tradition. Diese muss natürlich gepflegt werden, weshalb der Fendt Diamant (2024) immer wieder im Detail verbessert, verschönert und verfeinert wird. Zuletzt gab es zum Modelljahr 2025 einige Detailanpassungen im Interieur der drei Grundrisse 560 DW, 560 SGW und 650 DGW – darunter neue Möbel- und Polsterdesigns oder eine neu konzipierte Aufbautüre.

Preislich bleibt der Fendt Diamant (2024) natürlich im oberen Segment angesiedelt. Los geht es mit dem 7,71 m langen Einzelbett-Grundriss Diamant 560 SGW für 50.550 Euro, der identisch lange 560 DW kostet mit 50.990 Euro nur etwas mehr. Das Spitzenmodell 650 GDW mit Tandemachse und 8,6 m Gesamtlänge beginnt bei mindestens 56.330 Euro (Alle Preise: Stand März 2025). Zwar bieten alle drei Grundrisse serienmäßig vier Schlafplätze, ein klassischer "Familiengrundriss" mit Etagenbetten ist jedoch nicht Teil der Baureihe. Mehr Schlafplätze übrigens ebenfalls nicht, es bleibt bei zwei Festbetten sowie dem Sitzgruppenumbau.
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Innenraum: Schick und modern

Für den gehobenen Preis bringt der Fendt Diamant (2024) allerdings auch die umfangreichste Serienausstattung im Portfolio der bayerischen Schwäb:innen mit. So sind die Flaggschiff-Caravans etwa ab Werk mit der Panoramadachhaube "Skylight" ausgestattet, und auch die AL-DE Warmwasserheizung samt Fußbodenerwärmung ist serienmäßig an Bord. Beim Aufbau unterscheiden sich die drei Grundrisse im Detail.

Das Bild zeigt den Wohnraum Fendt Diamant (2024) im Grundriss 560 SGW.
Foto: Fendt-Caravan

Das günstigste Modell 560 SGW des Fendt Diamant (2024) verfügt etwa über Einzelbetten (200 x 90 cm) im Bug und einer Rundsitzgruppe im Heck. In der Mitte bleibt Platz für die Küchenzeile sowie das Kompaktbad mit integrierter Dusche. Die langen Betten im "kurzen" Wohnwagen sorgen dafür, dass der 560 SGW nur Platz für einen Kompressor-Kühlschrank (die besten Kühlboxen im Test) mit 154 l Stauvolumen hat, die anderen beiden Modelle bringen einen Kühlschrank mit 200 l neben der Küchenzeile unter. Identisch ist dagegen die übrige Arbeitsflächen-Ausstattung mit Dreiflammen-Gaskocher (die besten Campingkocher im Test) sowie die separierte Spüle mit eigener Abdeckung. Gegen Aufpreis lässt sich der einfache Kocher im Tausch gegen etwas Stauraum durch einen Gasofen samt Dreiflammen-Herd ersetzen.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Das Topmodell 650 GDW setzt ebenfalls auf Einzelbetten (205 x 90 cm), diese jedoch im Heck platziert. Auf 8,6 m Außenlänge bringt der Tandemachser jedoch ein deutlich größeres Raumbad mit separierter Duschkabine unter. Teppich im Waschraum gibt es hier serienmäßig hinzu, die Dusche kommt zudem ohne Vorhang wie im 560 SGW – und hier auch nur optional – aus. Ansonsten ist die Ausstattung mit Kassettentoilette (hier Tipps und Empfehlungen zu Campingtoiletten) und Festwaschbecken samt Spiegelschrank komplett. Die Sitzgruppe im Bug lässt sich bei Nacht zum 182-156 x 224 cm großen Doppelbett umbauen – dem größten Maß der Baureihe.

Der 560 DW fällt ein wenig aus der Reihe. Hier haben die Entwickler:innen ein französisches Bett (195 x 155 cm) im Heck platziert – jedoch nicht direkt an der Rückwand. Zwischen Bett und Abschlussblech quetscht sich das schmale Heckbad hinein. Dieses ist ähnlich ausgestattet, wie das Raumbad des 650 DGW und kommt wie dessen Nasszelle mit einer separierten Duschkabine sowie Teppichen serienmäßig. Ebenfalls ähnlich des Topmodells ist beim 560 DW die Sitzgruppe im Bug untergebracht. Der Bettumbau misst hier 144-116 x 224 cm und ist damit im Trio am kürzesten geschnitten. Der 560 SGW bietet etwa eine zum 144-142 cm langen Doppelbett umbaubare Sitzecke.

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Wohneindruck: Überzeugendes Raumgefühl

Es beginnt schon bei der Sitzgruppe, die im Heck des 560 SGW steht: Sieben bis acht Erwachsene kommen hier locker unter, obwohl die Diamant-Modelle auf vier Bewohner:innen ausgelegt sind. Dazu passt der 90 mal 90 cm große Tisch, der sich nachts als Unterbau des Heckbetts nützlich macht. Wohnmobilist:innen erleben so viel Bewegungsfreiheit nur in Vollintegrierten der gehobenen Klasse – und die kosten mindestens doppelt so viel wie ein Diamant. Auch 1,98 m Stehhöhe sind kein kleines Argument für den großen Fendt.

Und natürlich fehlt es ihm nicht an Stauraum: Er hat nicht weniger als 13 Dachstauschränke dabei, dazu noch einen geräumigen Kleiderschrank und drei keineswegs zierliche Schubladen in der Küche. Es sind die kleinen Dinge, die einen Luxus-Caravan groß machen – das erste Probewohnen im 2025er-Diamant zeigt es eindrucksvoll. Umso schöner, dass er es beim Gepäck nicht so eng sieht.
Von Christian Steiger