Vixen TD 21: Nicht nur dank Doppelniere ein BMW-Camper
Hinter diesem Tuning-Gag steckt mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit: Dank einer nachgerüsteten BMW-Doppelniere darf der Campervan Vixen TD 21 endlich stolz zeigen, was schon seit mehr als 30 Jahren in ihm steckt: ein waschechter BMW-Sechszylinder!
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Diese Geschichte fängt von hinten an: Denn im Heck des Vixen TD 21 steckt serienmäßig ein BMW Reihensechser-Turbodiesel (Das ist die Geschichte des Dieselmotors). Moment mal ... Vixen was? Der Name bezieht sich keineswegs auf die abgehalfterten Camper, die einsam am Rand von rege frequentierten Industriestraßen mit pink leuchtenden Schriftzügen um Kundschaft buhlen. Das englische Wort für Füchsin passt vor allem, weil der 6,4 m lange Reisevan eine Handvoll ausgefuchster Konstruktionsdetails an Bord hat, die man einem US-Mobil der 80er-Jahre eigentlich nicht zutrauen würde – inklusive des eingangs erwähnten BMW-Selbstzünders.
Entwickelt hatte den von 1986 bis 1989 gebauten Van niemand geringeres als Bill Collins. Der Mann war bis 1979 Chefingenieur bei DeLorean (Kaufberatung zum DeLorean DMC-12) – also noch bevor alles den Bach runterging – und hatte dort bereits seine progressive wie umweltverträgliche Herangehensweise unter Beweis gestellt. Während also sein ehemaliger Chef John Z. DeLorean nach einem dubiosen Drogendeal in Untersuchungshaft saß (Das war die Achterbahn-Karriere von John Z. DeLorean), kam Collins die Idee eines Campers, der cleverer, kompakter und effizienter sein sollte als die großen Motor-Homes der Amis.
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Der Mercedes 560 SEC von Bruno Sacco im Fahrbericht (Video):

Serienmäßig mit BMW-Reihensechser, jetzt auch noch mit Doppelniere: US-Camper Vixen TD 21
Auf ein Stahl-Chassis platzierte er eine aerodynamisch geformte GfK-Karosserie, deren cW-Wert von 0,30 Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 160 km/h erlauben sollte. Gleichzeitig geriet der Aufbau mit 1,93 m niedrig genug, dass der Vixen TD 21 sogar in die US-amerikanische Norm-Garage passte. Der 116 PS (85 kW) starke Motor aus dem BMW 524td (E28) trieb über ein Renault-Fünfganggetriebe die Hinterräder an. Sachte unter dem hinteren Doppelbett nagelnd und pfeifend, nötigte er den Camper nur alle knapp 1000 km zum Tankstopp, bei Verbräuchen von acht Litern auf 100 km.
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Doch selbst nach zwei Ölkrisen konnte das Spritsparpotenzial nur einen minimalen Kundenkreis in den USA überzeugen, zumal der Ruf von Dieselmotoren dank des berüchtigten Oldsmobile-Selbstzünders auf Ottomotor-Basis gerade frisch ruiniert war. Nur 587 Exemplare des Vixen entstanden, von denen einer nun seine BMW-Gene ganz offen zur Schau stellt. Dafür hat sein Besitzer scheinbar die Doppelniere eines E34er BMW-5ers (Kaufberatung zum BMW 5er E34) zwischen die Scheinwerfer gesteckt und darüber gleich noch den blau-weißen Propeller platziert. Auch am Heck deutet ein BMW-Logo darauf hin, was im Camper für Vortrieb sorgt. Wie viel Bimmer-Flair im Innenraum herrscht, offenbart sich leider nicht. Dafür haben wir einen originalen Vixen TD 21 in der Bildergalerie angehängt, der den Charme dieses Ausnahme-Mobils untermauert.













