Starthilfespray: So funktioniert die schnelle Starthilfe

Wenn der Motor nicht anspringen will, weil ihm Kälte oder eine schwache Batterie zusetzen, kann Starthilfespray helfen. Die AUTO ZEITUNG erklärt, was es mit dem Spray auf sich hat und stellt empfehlenswerte Produkte vor.

Starthilfespray
Möchte das Auto nicht so recht anspringen, kann Starthilfespray unkompliziert Abhilfe schaffen. Foto: iStock/Aleksandr Kondratov
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Was bringt ein Starthilfespray?

Wenn der Motor beim Drehen des Zündschlüssels nicht anspringen will – etwa bei starker Kälte, längerer Standzeit oder schwacher Batterie –, kann ein Starthilfespray helfen. Es enthält leicht entzündliche Bestandteile wie Ether, die über den Ansaugtrakt in den Brennraum gelangen und dort ein besonders zündfreudiges Luft-Kraftstoff-Gemisch bilden. So kann der Motor leichter starten, ohne dass die Batterie übermäßig beansprucht wird oder ein Pannendienst gerufen werden muss.

Empfehlenswerte Starthilfesprays im Vergleich

Nigrin Starthilfespray

Der Hersteller Nigrin bietet mit seinem Starthilfespray (200 ml) eine zuverlässige Hilfe für Kaltstarts. Die Rezeptur ergänzt das vorhandene Luft-Kraftstoff-Gemisch um hochzündende Bestandteile. Nutzer:innen loben die einfache Anwendung und gute Wirkung – auch bei niedrigen Temperaturen.

Weicon Starter-Spray

Das Weicon Starthilfespray (400 ml) eignet sich laut Hersteller sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren – vom Auto über Rasenmäher bis zur Kettensäge. Die spezielle Wirkstoffkombination erleichtert das Anlassen bei Kälte oder längerer Standzeit.

Liqui Moly Start Fix

Auch Liqui Moly Start Fix (200 ml) soll das Gemisch entzündlicher machen. Das Spray ist geeignet für Zwei- und Viertaktmotoren sowie Dieselaggregate. Besonders bei älteren Motoren oder nach langen Standzeiten berichten Käufer:innen von guter Wirkung.

Starthilfespray richtig anwenden

Die Anwendung von Starthilfestpray ist unkompliziert:

  • Motorhaube öffnen und Ansaugstutzen vor dem Luftfilter lokalisieren (Luftfilterkasten)
  • Spray für wenige Sekunden gezielt in den Ansaugstutzen sprühen
  • Optional: Luftfiltereinsatz aus dem Kasten entnehmen und direkt in die Ansaugung sprühen
  • Startversuch durchführen
  • Mit Unterstützung, wenn der Motor immer noch nicht will: Eine Person sprüht, die andere startet zeitgleich

Bei Benzinmotoren hilft leichtes Gasgeben, während Dieselmotoren ohne Vorglühen mit Vollgas gestartet werden sollten.

Sicherheitshinweise zum Einsatz von Starterspray

  • Bei Diesel nie sprühen, solange die Vorglühanlage aktiv ist. Durch das Zusammenspiel aus heißem Glühstift und leicht entzündlichem Spray kann es zu Vorentflammung oder Rückschlag kommen, was Kolben, Ventile oder Ansaugkanäle beschädigen kann.
  • Nur kurz dosieren (ein bis zwei Sekunden) und nicht hinter Luftmassenmesser oder Heizelement sprühen. Das Spray gehört ausschließlich in den Ansaugtrakt.
  • Nicht regelmäßig verwenden. Starthilfespray ist kein Ersatz für eine Reparatur – häufige Nutzung kann zu Schmierfilmabriss, Kolbenschäden und übermäßigem Verschleiß führen.

Bremsenreiniger als Ersatz?

In Notfällen kann Bremsenreiniger verwendet werden. Seine Eigenschaften ähneln denen von Starthilfesprays, jedoch fehlen oft korrosionshemmende Zusätze, welche Motorbauteile bei regelmäßigem Einsatz besser schützen können.

Was tun, wenn das Starthilfespray nicht hilft?

Springt der Motor trotz Einsatz des Starthilfesprays nicht an, können folgende Ursachen vorliegen:

  • Zündanlage: verschmutzte oder defekte Zündkerzen, Zündkabel, Verteiler etc.
  • Kraftstoffzufuhr: defekte Benzinpumpe, Kraftstoffschläuche, Kraftstofffilter
  • Batterie: entladen, schwach oder defekt

In diesen Fällen kann ein Batterieladegerät mit Starthilfe oder ein Booster weiterhelfen. Der Noco Boost Sport GB20 eignet sich für Motoren bis 4,0 l Hubraum und bietet bis zu 20 Starthilfeversuche pro Ladung. Hier geht es zu unserem Ratgeber zum Thema "Motor springt nicht an".

Autarke Batteriehilfe – wenn keine Steckdose in der Nähe ist

Das Cetek CS Free ist ein tragbares Ladegerät, das Batterien auch ohne Netzanschluss wiederbeleben kann. Innerhalb von 15 min lässt sich laut Hersteller ausreichend Energie für einen Startversuch bereitstellen. Ist die Batterie irreparabel geschädigt, bleibt nur der Austausch. Sollte auch das keine Abhilfe schaffen, empfiehlt sich der Weg in die Fachwerkstatt oder der Anruf beim Pannendienst.