Rückfahrkamera fürs Wohnmobil: Rangieren leicht gemacht
Rangieren mit dem Wohnmobil? Selten ein Vergnügen. Eine Womo-Rückfahrkamera erleichtert Camper:innen jedoch das Manövrieren. Wir zeigen Rückfahrkameras fürs Wohnmobil und den Wohnwagen!
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Sie sind groß, unübersichtlich und bieten oft nur über die Außenspiegel Sicht nach hinten. Die Rede ist natürlich von Wohnmobilen. Stadttrips, Parkplätze oder auch enge Campingplätze verlangen den Fahrer:innen jedoch oft genaues Rangieren ab. Bei vielen Fahrzeugen bleibt da ohne Technik nur Verlass auf die Rückspiegel, bei Caravans gar nur über die kleinen Zusatzspiegel (dann sind Wohnwagenspiegel Pflicht) – oder hilfsbereite Mitreisende. Eine Womo-Rückfahrkamera ist da die beste Möglichkeit, das teure Reisemobil zu manövrieren. Die gute Nachricht: Die Auswahl an Kameras zum nachträglichen Einbau an Campingfahrzeugen wächst stetig. Preislich werden die Sets dagegen immer erschwinglicher. Sicherheit beim Einparken ist daher für Reisemobil- und Wohnwagen-Besitzer:innen so einfach und günstig wie noch nie.
Rückfahrkameras für Wohnmobile im Vergleich
Der Fachhandel, Online-Shops und ab und an auch Discounter bieten Rückfahrkameras für verschiedenste Fahrzeuge an. Einige Systeme – insbesondere Funkkameras – bieten sich für den universellen Einbau in Auto, Lkw oder auch Wohnmobile an. Unsere Favoriten:
Auto-Vox Solar-Rückfahrkamera
Die Rückfahrkamera von Auto-Vox kommt ohne Kabel aus. Stattdessen wird die Funkkamera von einem Solarpanel, das in einer Kennzeichenhalterung untergebracht ist, mit Strom versorgt. Der 5,0-Zoll-Monitor lässt sich per Halterung auf dem Armaturenbrett befestigen. Die Kamera bezieht den Strom über ein Solarpanel und soll bei vollgeladenem Akku (5000 mAh) auch bis zu 150 Tage im Stand-by auskommen. Wer häufig in Tiefgaragen parkt, kann das Kameramodul auch per USB-C-Kabel laden. Zwischen Kamera und Monitor dürfen laut Hersteller bis zu 15 m liegen, damit eignet sich das Set auch für den Wohnwagen.
VSG24 Premium Pro Digital HD-Funkset
Das Set von VSG24 verspricht eine ebenso einfache Montage von Kamera und Bildschirm. Die Kamera wird einfach hinter dem Kennzeichen an der Halterung befestigt und mit einem Stromgeber (idealerweise Rückfahrscheinwerfer) verbunden. Der Monitor benötigt nur Strom über den Zigarettenanzünder und wird entweder am Armaturenbrett oder der Windschutzscheibe befestigt. Das Set bietet eine Funk-Reichweite von bis zu 15 m und eignet sich neben Autos auch für Transporter, Wohnmobile oder kurze Wohnwagen.
VSG24 Element HD XL-Funkset magnetisch
Die Kamera ist nur vorübergehend benötigt? VSG24 bietet hierfür magnetische Rückfahrkameras an, die sich einfach an einer beliebigen Stelle am Fahrzeug anbringen und per Monitor steuern lassen. Das Signal wird per Funk übertragen (max. 21 m), die Kamera verfügt über einen Akku, der sich per USB-Ladekabel aufladen lässt.
Empfehlenswerte Rückfahrkameras im Test



Hier gehts zum Test:
Was ist bei Wohnmobil-Rückfahrkameras zu beachten?
Im Vergleich zu nachrüstbaren Pkw-Rückfahrsystemen unterscheiden sich spezielle Sets für Wohnmobile in kleinen Details. Bei kabelgebundenen Systemen muss selbstverständlich das Kabel als Verbindung zwischen Monitor und Kamera länger sein. Hier sind oft zehn bis 15 m die Regel. Bei Funkkameras muss dagegen ausreichend Signalreichweite geboten sein – insbesondere, wenn die Kamera am Wohnwagen befestigt werden soll. Oft unterscheiden sich die Rückfahrkamera-Sets für Campingmobile auch in der Größe des Monitors. Das hilft besonders dann, wenn der Bildschirm weiter vom Fahrersitz entfernt montiert werden soll. Es lassen sich jedoch auch viele Auto-Kamerasysteme in Wohnmobilen installieren. Ihr Vorteil ist oft der günstigere Preis.
Wie wird eine Wohnmobil-Rückfahrkamera nachgerüstet?
Eine funktionierende Rückfahrkamera benötigt mindestens zwei Komponenten: Einen Monitor am Armaturenbrett und die Kamera am Fahrzeugheck. Den wenigsten Einbauaufwand haben Wohnmobil-Besitzer:innen mit Funk-Rückfahrkameras samt Solarpanel für die Kamera. Hier genügt es, den Bildschirm per Zigarettenanzünder mit Strom zu versorgen, die Kamera lädt ihre Batterie selbstständig mit Sonnenstrom. Das macht den Einbau auch ohne Erfahrung selbst möglich. Aufwändiger wird es, wenn die Funkkamera kein Solarpanel hat, sondern mit einer Energiequelle (Rückfahrlicht) verbunden werden muss. Doch auch hier hält sich der Aufwand in Grenzen.
Wer jedoch weder auf hochauflösende Bilder noch professionelle Optik der Kamera verzichten möchte, kann ein kabelgebundenes System ins Fahrzeug implementieren lassen. Einige lassen sich mit einem (vorhandenen) Navi- oder Infotainmentsystem verbinden und auch einige Kameras sind für spezielle Fahrzeugtypen gedacht und passen sich nahtlos ins Design ein. Hier erhöht sich durch das Verlegen von Kabeln auch der Aufwand – und damit natürlich auch die Kosten.
Wo wird eine Rückfahrkamera am Wohnmobil befestigt?
Für die Befestigung einer Rückfahrkamera am Heck eines Wohnmobils bieten sich verschiedene Stellen an:
- Kennzeichenhalterung: Einige Kameras sind entweder zum Anbringen an der Kennzeichenhalterung gedacht oder gar in ihr integriert. Hier gilt zu beachten, dass die Kamera das Kennzeichen nicht bedeckt. Vorteil: Der Einbau ist so besonders einfach, das Nummernschild wird nicht verdeckt. Nachteil: Je nach Heckaufbauten (Fahrradträger für die Rückwand) kann die Kamera verdeckt werden oder das überstehende Zubehör nicht anzeigen.
- Dachkante: Bei großen Wohnmobilen – vor allem Voll- und Teilintegrierten – bietet sich auch ein Einbau an der Dachkante an. Vorteil: Der gesamte Heckbereich ist aus der Vogelperspektive zu sehen. Nachteil: Der Einbau ist schwerer, Fachwissen für den Einbau oft vorausgesetzt.
- Dritte Bremsleuchte: Einige Hersteller bieten auch Nachrüstungen in Form einer austauschbaren Einheit aus Kamera und dritter Bremsleuchte an. Das ist meist jedoch nur für gängige Kastenwagen-Modelle, wie etwa den Fiat Ducato und die baugleichen Modelle Citroën Jumper, Peugeot Boxer, Opel Movano (seit 2021), Mercedes Sprinter, VW Crafter oder auch Renault Master (inkl. Baugleiche Opel Movano und Nissan NV 400). Vorteil: Integrierte Kamera stört die Optik nicht. Nachteil: Zum Teil teurer, Einbau eventuell aufwändig.
- Griffmulden: Einige Kameras lassen sich auch leicht neben dem Griff für die Heckklappenöffnung oder auch der Leiste für die Kennzeichenbeleuchtung platzieren – vorausgesetzt, das Fahrzeug bietet hier Platz. Vorteil: Die Kamera ist versteckt, was sowohl für eine bessere Optik sorgt als auch Verschmutzung der Linse verhindert. Nachteil: Oft nur an Vans mit nach oben öffnender Heckklappe (etwa VW T5/T6, Citroën Spacetourer, Renault Trafic) möglich.
- Rückwand: Einige Modelle lassen sich insbesondere bei Teil- oder Vollintegrierten auch an der Heckwand befestigen. Vorteil: Individuelle Höhe und Position leicht anpassbar. Nachteil: Benötigt viel Bohren und genaues Verlegen der Kabel.
Was kostet die Nachrüstung einer Rückfahrkamera fürs Wohnmobil?
Günstige Kameras gibt es bereits ab etwa 50 Euro. Je nach Zubehör und Funktionen, wie etwa kabellose Systeme mit Solarpanel, besonders hohe Auflösung oder schönerer Optik können aber schnell auch 150 bis 200 Euro sein. Je nach Nachrüstlösung fallen dazu Einbaukosten an. Während viele Funk- und Solarkameras auch ohne große Fachkenntnisse selbst eingebaut werden können, empfehlen wir, für eine komplett verkabelte und im Infotainment eingebaute Nachrüstung eine Fachwerkstatt aufzusuchen. Je nach Aufwand kann hier ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Eurobetrag anfallen.











