Ölfilter wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung & Kosten
Eine der gängigsten Arbeiten an einem Fahrzeug mit Verbrennermotor ist der Ölwechsel. Nicht zu vergessen: Auch der Ölfilter muss gewechselt werden! Wie das auch selbst geht und mit welchen Kosten zu rechnen ist, verraten wir hier.
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- Warum muss der Ölfilter regelmäßig gewechselt werden?
- Welche Ölfilter-Arten gibt es?
- So wird der Ölfilter gewechselt: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Welches Werkzeug wird benötigt?
- Wann sollte der Ölfilter gewechselt werden?
- Was kostet der Ölfilterwechsel?
- Unsachgemäße Ölfilter-Entsorgung: Diese Bußgelder drohen
Ein regelmäßiger Ölwechsel gehört zu den wichtigsten Wartungsarbeiten am Auto. Dabei schnell übersehen: der Wechsel des Ölfilters. Dieses kleine, aber essenzielle Bauteil sorgt dafür, dass das Motoröl frei von Schmutzpartikeln, Metallabrieb und Rückständen bleibt. Nur so kann das Öl seine Schmierwirkung voll entfalten und den Motor langfristig schützen.
Wer den Ölfilter selbst wechseln möchte, spart nicht nur Werkstattkosten, sondern lernt auch mehr über die Technik des eigenen Autos. Wie der Ölwechsel in zehn Schritten selber gemacht wird, erklären wir hier im Detail. Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Werkzeug gelingt der Austausch in kurzer Zeit. In diesem Ratgeber wird erklärt, warum und wann der Ölfilter gewechselt werden sollte, welche Arten von Filtern es gibt und wie der Wechsel Schritt für Schritt inklusive Tipps zur umweltgerechten Entsorgung von Altöl funktioniert.
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Warum muss der Ölfilter regelmäßig gewechselt werden?
Der Ölfilter entfernt feinste Partikel, Metallabrieb und Rückstände aus dem Motoröl. Dadurch bleibt das Schmiermittel sauber und schützt bewegliche Teile vor Verschleiß. Mit zunehmender Laufleistung setzen sich jedoch die Poren des Filters zu. Das Öl kann dann nicht mehr richtig zirkulieren, was im schlimmsten Fall zu Motorschäden führen kann. Ein regelmäßiger Austausch des Ölfilters verhindert teure Folgeschäden und sorgt für konstante Schmierleistung im Motor.
Welche Ölfilter-Arten gibt es?
Grundsätzlich werden zwei Typen unterschieden:
- Filtereinsätze (Wechselelemente): Nur das Filterelement wird getauscht, das Gehäuse bleibt bestehen. Diese Variante ist günstiger und umweltfreundlicher, da weniger Abfall entsteht.
- Anschraubbare Ölfilter (Spin-on-Filter): Hier wird der komplette Filter inklusive Gehäuse ersetzt. Das erleichtert den Wechsel, verursacht aber etwas mehr Abfall.
Welcher Typ benötigt wird, hängt vom Motor und Baujahr des Fahrzeugs ab. Angaben dazu lassen sich der Betriebsanleitung des Autos oder einem Ersatzteilkatalog entnehmen. Hochwertige Ersatzfilter gibt es von verschiedenen Herstellern. Wichtiger als die Marke ist die Passgenauigkeit. Diese kann über die Schlüsselnummer (HSN/TSN) oder die OEM-Nummer im Fahrzeughandbuch ermittelt werden. Filtereinsätze oder komplette Schraubfilter sind im Zubehörhandel oder online erhältlich. Empfehlenswert ist, stets Filter mit passendem Dichtring zu wählen, um Undichtigkeiten zu vermeiden.
Unsere Kaufempfehlungen für Filtereinsätze:
Unsere Kaufempfehlungen für Spin-on-Filter:
So wird der Ölfilter gewechselt: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Ölfilterwechsel ist in der Regel stets mit einem Ölwechsel verbunden. Folgende Schritte sind dabei zu beachten:
- Vorbereitung: Alles Notwendige bereitlegen. Dazu zählt das Werkzeug (passende Ratschen und Stecknüsse), ein passender Ölfilter mit Dichtung, eine neue Ablassschraube mit Dichtring, ein Trichter, eine Ölablasswanne und ausreichend neues Motoröl. Auch sinnvoll: Handschuhe, Tücher und Bremsenreiniger zum Entfernen von Ölspritzern und -resten.
- Altöl ablassen: Hierzu erst den Ölmessstab herausziehen und den Öldeckel abnehmen – so läuft das Öl schneller ab. Der Ölfilterdeckel wird ebenfalls gelöst, aber nicht abgenommen. Anschließend kann das Auto aufgebockt werden. Ideal ist eine Hebebühne, Wagenheber sind nur bedingt empfehlenswert, hier das Auto unbedingt gegen das Wegrollen sichern. Steht die Ablasswanne bereit, kann man die Ölablassschraube öffnen. Nach dem Ablaufen das Gewinde reinigen und neue Schraube samt Dichtung montieren.
- Ölfilter wechseln: Ist das gesamte Öl abgelassen und die neue Ölablassschraube eingesetzt, kann das Fahrzeug heruntergelassen werden. Nun kann man den Filter ohne viel Sauerei lösen. Dichtflächen reinigen, neuen Dichtring leicht einölen und den neuen Filter handfest montieren.
- Motoröl einfüllen: Sitzt der neue Filter fest im Gehäuse, kann frisches Motoröl eingefüllt werden. Zunächst etwas weniger als im Handbuch angegeben. Motor starten und kurz laufen lassen, damit sich das Öl verteilen kann. Danach Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen.
- Ölstand korrigieren: Ist der Motor wenige Minuten im Stand gelaufen, kann der Ölstand erneut gemessen werden. Wenn nötig, mehr Motoröl nachgießen.
- Altöl und Filter entsorgen: Altöl und gebrauchte Filter dürfen nicht in den Hausmüll oder Abfluss gelangen. Eine fachgerechte Entsorgung ist in Werkstätten, Baumärkten (wenn dort zuvor frisches Öl gekauft wurde) oder auf Wertstoffhöfen möglich.
Welches Werkzeug wird benötigt?
In den meisten Fällen reicht Standardwerkzeug wie Maul- oder Steckschlüssel. Bei schwer zugänglichen Filtern kann ein spezieller Ölfilterschlüssel hilfreich sein. Solche Werkzeuge sind günstig erhältlich und erleichtern die Arbeit erheblich.
Wann sollte der Ölfilter gewechselt werden?
In der Regel wird der Ölfilter beim Ölwechsel mit getauscht. Das empfohlene Intervall liegt je nach Fahrzeug und Motorisierung bei zwischen 10.000 und 15.000 km, seltener auch mal bis zu 30.000 km. Empfohlen wird der Wechsel einmal jährlich. Grundsätzlich gilt: Besser zu früh als zu spät wechseln. Wer häufig Kurzstrecken fährt oder sein Auto stark beansprucht, sollte den Filter lieber häufiger erneuern.
Was kostet der Ölfilterwechsel?
In der Werkstatt ist der Filterwechsel normalerweise Teil des Ölwechsels und kein gesonderter Arbeitsschritt. Die Kosten beginnen in der Regel bei knapp 100 Euro, können aber auch je nach Werkstatttyp (Kette, freie Werkstatt, Vertragswerkstatt) und Wohnort variieren. In Ballungszentren sind die Stundensätze in Werkstätten im Schnitt höher als in ländlichen Gebieten oder Kleinstädten. Auch Ölsorte und Arbeitsaufwand können den Preis nach oben schnellen lassen. Wer den Wechsel selbst durchführt, spart die Arbeitskosten – ein Ölfilter kostet meist zwischen fünf und 20 Euro, Schrauben und Dichtungen sowie Motoröl zwischen 40 und 70 Euro pro Wechsel. So kostet der Eigenregie-Ölfilterwechsel zwischen knapp 50 und 90 Euro.
Unsachgemäße Ölfilter-Entsorgung: Diese Bußgelder drohen
Motoröl zählt zu den gefährlichsten Schadstoffen im Haushalt. Bereits ein Liter kann bis zu einer Million Liter Trinkwasser verunreinigen. Händler, die Motoröl verkaufen, sind gesetzlich verpflichtet, die gleiche Menge Altöl kostenlos zurückzunehmen. Wer das Öl zum Beispiel online bestellt hat, kann alternativ Wertstoffhöfe ansteuern. Sie nehmen Altöl und Filter meist gegen eine geringe Gebühr entgegen. Auch eine Kfz-Werkstatt kann gegen Gebühr oder etwas Trinkgeld Altöl entgegennehmen. Eine unsachgemäße Entsorgung – dazu zählen das Einleiten in Gewässer ebenso wie das Verbrennen, Wegwerfen oder Vergraben – von Altöl kann bereits bei vergleichsweise geringen Mengen von fünf Litern mit hohen Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro (Stand: Oktober 2025) geahndet werden. Die genaue Summe richtet sich an Menge und Verschmutzungsgrad und wird von den Bundesländern festgelegt.

















