Kia EV6: Test

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Kia EV6
Kia EV6 Foto: Kia

Kias jüngstes Elektroauto punktet gleich auf den ersten Blick mit gefälligen Proportionen und einem Hauch Aston Martin im Design.

Kia EV6
Kia EV6 Foto: Kia

Der Crossover fußt auf der E-GMP-Plattform (Electric Global Modular Platform), wie auch der Ioniq 5 von Hyundai. Das bedeutet: Zukunftssichere 800-Volt-Technik ist bereits an Bord.

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Neben viel Platz und moderner Technik besticht der EV6 mit agilem Handling. Der Wagen folgt willig jedem Lenk- und Beschleunigungsimpuls.

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Futuristisches Digital-Cockpit mit einfacher Bedienlogik und klaren Informationen.

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Vorne sitzt es sich gut, die hoch montierten Sitze schränken aber die Kopffreiheit erheblich ein.

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Auf der Rückbank finden auch drei Personen bequem Platz. Der Knieraum ist dank 2,90 Metern Radstand üppig.

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Auch für Gepäck ist ausreichend Platz im Elekto-Kia: 490 bis 1300 Liter fasst der Gepäckraum des EV6.

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Zusätzlich fasst der Frunk 52 Liter bei Standardmodellen mit Hinterradantrieb. Ist der optionale Allradantrieb gewählt, schrumpft der Gepäckraum unter der Haube auf 20 Liter.

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Der Elektro-Crossover punktet im Test mit 800-Volt-Technik als Basis für kurze Ladezeiten. Das Fahrwerk glänzt mit Agilität und Komfort gleichermaßen, das Raumangebot ist gut. Die hohe Sitzposition sowie die lästigen Ausdünstungen und der fehlende Heckscheibenwischer ärgern im Alltag.

Der Kia EV6 kommt mit zukunftssicherer 800-Volt-Technik und mutigem Design. In welchen Bereichen der Elektro-Crossover noch punktet, zeigt der Test des EV6 AWD.

Positiv800-Volt-Technik, agiles Handling, umfangreiche Assistenzsysteme
NegativZu hohe Sitzposition, Kunststoff-Ausdünstungen, recht simple Navi-Grafik

Es hat eine Weile gedauert, bis die E-Mobilität so richtig in Schwung gekommen ist, doch jetzt zeigen Modelle wie der Kia EV6 in unserem Test, wie weit der zukunftsweisende Antrieb in wenigen Jahren gekommen ist. Der koreanische Elektro-Crossover, dessen elegant geschwungenes Design dezent an die Formen eines Aston Martin erinnert kommt als jüngstes Stromer-Angebot Kias in den Handel. Neugierig? Wir auch. Der EV6 baut wie der Konzern-Kollege Hyundai Ioniq 5 auf der neuen E-GMP-Architektur (Electric Global Modular Platform) auf – inklusive der zukunftssicheren 800-Volt-Technik. Weil der geringe Bauraum der Antriebskomponenten konsequent umgesetzt wurde und das Akku-Paket mit 77,4 kWh Energiegehalt platzsparend im Wagenboden unterkommt, offeriert der knapp 4,70 Meter lange Kia ein gutes Raumangebot für Mitfahrende und Gepäck. Jedoch engen die hoch im Auto montierten Sitze die Kopffreiheit von Fahrer:in und Beifahrer:in ein. Im Fond des Kia EV6 gibt es indes genug Platz, um zu dritt nebeneinander sitzen zu können, und dank des Radstands von 2,90 Metern ist auch die Kniefreiheit üppig. Das Gepäck verschwindet im Kofferraum (490 bis 1300 Liter) des Kia EV6, und Kleinteile oder Ladekabel passen in den 20 Liter großen Frunk – den Stauraum unter der vorderen Haube. Bei EV6-Varianten mit reinem Heckantrieb ist der Frunk sogar noch etwas größer (52 Liter). Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Kia EV6 (2021) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Der Kia EV6 im Test

Doch unser Testwagen verfügt über das 7900 Euro teure Antriebs-Upgrade, das ihm neben dem Allrad auch zu 325 PS Systemleistung verhilft. Damit sprintet der Kia EV6 erwartungsgemäß rasant los, lässt auf der Autobahn aber jenseits der Richtgeschwindigkeit auch wieder spürbar nach. Die Spitze wird ohnehin elektronisch auf 185 km/h begrenzt. Dafür brilliert der Kia EV6 im Test mit spontanem Anzug und einem traktionsstarken Allrad, der die Vorderräder erst im Bedarfsfall, dann aber unmerklich und blitzschnell zuschaltet. Je nach Fahrmodus legt der Kia EV6 zudem ein ausgesprochen agiles Handling an den Tag und folgt willig den Lenk- und Beschleunigungsimpulsen – sicher ein Verdienst der feinfühlig abgestimmten Feder-Dämpfer-Einheiten, die ihre Wirkungsrate frequenzselektiv anpassen können: Bei gleichförmiger Anregung, wie sie etwa durch Querkräfte in Kurven entsteht, ist das Fahrwerk präzise und straff, bei schnellen Schwingungsimpulsen wie beim Fahren über Kopfsteinpflaster erfreut das Set-up mit Nachgiebigkeit. Gut auch: Die Bremse arbeitet ohne störenden Übergang von Rekuperation zu hydraulischer Verzögerung und packt stets kraftvoll zu. Mit der zulässigen Anhängelast von bis zu 1,6 Tonnen sollte der EV6 daher keine Mühe haben. Die versprochene Reichweite (484 Kilometer) haben wir bei herbstlicher Witterung in unserem Test zwar nicht erreichen können, doch mit 344 Kilometer bei durchschnittlicher Fahrweise und mehr als 400 Kilometer bei betont ökonomischer Fahrt ist der Kia EV6 gut aufgestellt – zumal er mit bis zu 240 kW (DC) schnell aufladen kann.

Der Kia EV6 im Connectivity-Test

Von Haus aus präsentiert sich der Kia EV6 mit einem zeitgemäßen Infotainment-System samt DAB-Empfang, Bluetooth-Telefonie sowie Apple CarPlay und Android Auto. Auch ein Navi mit Verkehrsinfos in Echtzeit, sieben Jahren Karten-Updates und Assistenz bei der Suche nach verfügbaren Ladestationen sind nicht nur in diesem Test Standard. Optional: kabellose Ladestation fürs Smartphone, Meridian-Soundsystem, Augmented Reality – und Parken per Fernsteuerung.

Messwerte & technische Daten des Kia EV6 AWD

AUTO ZEITUNG 26/2021Kia EV6 AWD
Technik
E-Motor2 permanenterregierte Synchron-Maschinen
Systemleistung239 kW/325 PS
Systemdrehmoment605 Nm
BatterieLithium-Ionen
Spannung/Kapazität netto826 Volt/77,4 kWh
Max. Ladeleistung DC/AC240/10,5 kW
Getriebe/AntriebKonstantübersetzung, Allrad
Messwerte
Leergewicht/Zuladung (Test)2116/414 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)4,9 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)185 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,9/34,1 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)22,5/18,0 kWh
CO2-Ausstoß (WLTP)0 g/km
Reichweite (Test/Test max./WLTP)344/414/484 km
Preise
Grundpreis52.890 €

Fazit

Die gefällige Form des Kia EV6 hinterlässt im Test einen guten ersten Eindruck. Bei näherer Betrachtung punktet der Elektro-Crossover zudem mit 800-Volt-Technik als Basis für kurze Ladezeiten. Das Fahrwerk glänzt mit Agilität und Komfort gleichermaßen, das Raumangebot ist gut. Die hohe Sitzposition sowie die lästigen Ausdünstungen und der fehlende Heckscheibenwischer ärgern im Alltag.