Vorstellung

Fiat Grande Panda: Preise, Bilder & alle Infos

Klassiker neu entwickelt: Der Fiat Grande Panda fährt wahlweise rein elektrisch, mit einem Verbrenner oder mit einem mildhybridisierten Verbrenner vor. Die Preise starten bei 18.990 Euro​. Das hat der Citroën C3-Bruder zu bieten!

(1/11)
Der Fiat Grande Panda stehend von schräg hinten fotografiert, eingeklinkt die 4x4-Studie von schräg hinten.
Fiat Grande Panda (4x4) Foto: Fiat/Collage: AUTO ZEITUNG

Als Fiat Grande Panda kehrt der Kleinwagen optisch wieder zu seinen Wurzeln zurück. Die 4x4-Studie (siehe weitere Bildergalerie) gibt den Ausblick auf eine mögliche Allradvariante.

Der Fiat Grande Panda (2025) statisch von schräg hinten.
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Technisch ist dafür dank neuer Plattform alles neu, inklusive E-, Mildhybrid- und Verbrennerantrieb.

Das Cockpit des Fiat Grande Panda (2025).
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Auffällig ist die Ähnlichkeit zum Cockpit des Citroën ë-C3. Die Aufteilung mit aufrechten Lüftungssausströmern links und rechts sowie den tief sitzenden mittigen Pendants übernimmt der Fiat ebenso wie den 10,25 Zoll großen Touchscreen auf Höhe des Lenkrads.

Die Vordersitze des Fiat Grande Panda (2025).
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Im Gegensatz zum Franzosen aber wirkt das Armaturenbrett des Italieners peppiger – das kommt augenscheinlich nicht nur durch die farbenfrohe Materialauswahl, sondern auch durch verspielte Details wie dem kleinen Ur-Panda in der Bildschirmeinfassung, die rund ausfällt.

Die Rücksitzbank des Fiat Grande Panda (2025).
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Auch Dekoreinlagen, die an Holz erinnern sollen, lassen den Fiat Grande Panda alles andere als billig wirken.

Der Kofferraum des Fiat Grande Panda (2025).
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

361 l Kofferraumvolumen bietet der Stromer, im Hybrid sind es 412 l.

Der Fiat Grande Panda (2025) fahrend von schräg vorne.
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Wie der Citroën ë-C3 baut der Fiat Grande Panda auf der Smart-Car-Plattform von Stellantis auf, die Elektro-, Hybrid- und Verbrenner-Antriebe ermöglicht.

Der Fiat Grande Panda (2025) fahrend von der Seite.
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Und wie der ë-C3 leistet auch die E-Maschine im Italiener 83 kW (113 PS). Als Energiespeicher dient eine 44-kWh-Batterie, die für Reichweiten von bis zu 326 km sorgt.

Der Fiat Grande Panda (2025) fahrend von schräg hinten.
Fiat Grande Panda (2025) Foto: Fiat

Ebenfalls erhälltich ist eine Variante mit einem 1,2-l-Mildhybrid und 101 PS (74 kW) sowie einem reinen 1,2-l-Verbrenner mit 100 PS (74 kW).

Der Fiat Grande Panda 4x4 stehend von schräg vorne fotografiert.
Fiat Grande Panda 4x4 Foto: Fiat

Mit dem Konzeptfahrzeug Grande Panda 4x4 interpretiert Fiat den legendären Panda 4x4 aus den 1980er-Jahren neu.

Der Fiat Grande Panda 4x4 stehend von schräg hinten fotografiert.
Fiat Grande Panda 4x4 Foto: Fiat

Der moderne Allradler kombiniert einen Verbrennungsmotor an der Vorderachse mit einem Elektromotor an der Hinterachse. Genauere Daten vermeldet Fiat nicht. 

Preis: Fiat Grande Panda ab 18.990 Euro

Die Neuauflage des sympathischen Kleinwagen-Klassikers – sie firmiert zur Unterscheidung vom als Pandina weiterlaufenden Fiat Panda unter dem Namen Fiat Grande Panda – ist eng verwandt mit dem ebenfalls dem Stellantis-Konzern angehörenden Citroën C3 beziehungsweise ë-C3. Wie der französische Bruder ist auch der Italiener als Elektroauto sowie Mildhybrid und Verbrenner erhältlich (siehe nächsten Absatz). Für den rein elektrischen Grande Panda verlangt Fiat 24.990 Euro, während der Mildhybrid und der Verbrenner mit mindestens 18.990 zu Buche schlagen (alle Preise Stand: September 2025). Eine Serienadaption der 4x4-Studie (siehe unten) ist denkbar, aber seitens Fiat noch nicht bestätigt.
Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Fiat Grande Panda (2025) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: Rein elektrisch, als Mildhybrid und als Verbrenner

Wie der Citroën ë-C3 baut der Fiat Grande Panda auf der Smart-Car-Plattform von Stellantis auf und bietet die Wahl zwischen einem Elektro-, einem Mildhybrid- und einem Verbrennerantrieb. Eine Abarth-Variante des Fiat Grande Panda ist vorerst nicht geplant.

Der Fiat Grande Panda Elektro leistet 83 kW (113 PS). Den Sprint auf 100 km/h gibt Fiat mit elf Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit mit 132 km/h. Als Energiespeicher dient eine 44-kWh-Batterie (Aktueller Forschungsstand bei der Feststoffbatterie), die für Reichweiten von bis zu 326 km sorgt. An einer 100-kW-Schnellladesäule lassen sich die Akkus in 27 min von 20 auf 80 Prozent laden. Über das optional in einem Fach in der Kühlermaske integrierte Ladekabel – nur erhältlich in Verbindung mit dem 7-kW-Onboard-Charger – benötigt der Grande Panda für die 20-80-Prozent-Disziplin vier Stunden und 20 min. Serienmäßig ist ein Ladekabel für Wechselstrom mit einer Leistung von bis zu elf kW (2 Stunden und 50 min) an Bord. Laut Fiat sollen für den Stromer mittelfristig größere und kleinere Akkupakete erhältlich sein.

Die Mildhybrid-Variante bringt es mit einem 1,2-l-Dreizylinder samt 48-V-System auf 101 PS (74 kW) Systemleistung. Serienmäßig an Bord ist hier ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen, in das auch der E-Motor mit 21 kW (29 PS) integriert ist. Während der Stromer bei 132 km/h abgeregelt ist, schafft der Verbrenner immerhin 160 km/h Spitze. Auch in Sachen Beschleunigung ist man mit dem Dreizylinder flotter unterwegs: Von null auf 100 km/h dauert es im Stromer glatte elf Sekunden – eine Sekunde länger als im Mildhybrid.

Seit September 2025 befindet sich auch eine Verbrennervariante im Angebot des italienischen Herstellers. Der 1,2-l-Dreizylinder leistet 100 PS (74 kW) und hat ein maximales Drehmoment von 205 Nm. Den Kraftstoffverbrauch gibt Fiat mit 5,7 l auf 100 km an.

Die Konkurrenten:

Exterieur: Grande Panda deutlich länger

Zwar fährt Fiat auch mit dem Grande Panda weiter fleißig auf der erfolgreichen Retro-Schiene, dessen Weichen der 500 im Jahr 2007 gestellt hat. Eine simple Kopie des wuseligen Würfels von 1980 – hier unsere Abenteuerreise im alten Fiat Panda nachlesen – stellt der neue aber nicht dar. Stattdessen sind es viele feine Details, die an den seligen Ahnen erinnern. Da wäre zum Beispiel der geschlossene, asymmetrische Kühlergrill mit dem Markenschriftzug auf der linken Seite. Oder die kleinen, aufrecht stehenden Rückleuchten.

Mit seinem hochbeinigen Auftritt und den Kunststoff-Radhäusern manövriert er sich wiederum ins angesagte City-SUV-Segment. Und auch der Beiname Grande kommt nicht von ungefähr: Mit einer Länge von 3,99 m wächst der Panda im Vergleich zum Pandina um weit mehr als 20 cm. Seine Breite beträgt 1763 und seine Höhe 1586 mm. Sieben kräftige Farbtöne stehen zur Auswahl: Limone Gelb, Luna Bronze, Acqua Grün, Lago Blau, Passione Rot, Cinema Schwarz, Gelato Weiß.

Übrigens sollen in den kommenden Jahren noch weitere Karosserieformen folgen. Dazu gehört unter anderem ein Pick-up, der gerade für den südamerikanischen und afrikanischen Markt interessant ist.

Interieur: minimalistischer Stil

Das Cockpit des Fiat Grande Panda (2025).
Foto: Fiat

Obwohl sich der Fiat Grande Panda auch im Cockpit einige Bauteile mit dem Citroën ë-C3 teilt, entfaltet das Ambiente doch seinen ganz eigenen Charme. So stammen die aufrechten Lüftungssausströmern links und rechts sowie die tief sitzenden mittigen Pendants ebenso aus dem kleinen Franzosen wie der 10,3 Zoll große Touchscreen (Darum ist der Touchscreen-Trend so gefährlich) auf Höhe des Lenkrads.

Trotzdem wirkt das Armaturenbrett des Italieners peppiger – das kommt augenscheinlich nicht nur durch die farbenfrohe Materialauswahl, sondern auch durch verspielte Details wie dem kleinen Ur-Panda in der Bildschirmeinfassung, die rund ausfällt. Auch Dekoreinlagen, die an Holz erinnern sollen, lassen den Grande Panda alles andere als billig wirken. Das Kofferraumvolumen reicht im Stromer von 361 bis 1315 l und mit Mildhybrid-Antrieb von 412 bis 1366 l.

Assistenzsysteme: Ein Sprung nach vorne

Der Fiat Grande Panda wartet mit Assistenzsystemen wie einem Tempomaten, einem aktiven Spurhalte- und Notbremsassistenten sowie einer Geschwindigkeitsüberwachung auf, die die Person am Steuer im Falle des Falles mit einem Piepen informiert. Auch ein Aufmerksamkeitssensor ist mit von der Partie.

Allrad-Studie Fiat Grande Panda 4x4

Der Fiat Grande Panda 4x4 stehend von schräg vorne fotografiert.
Foto: Fiat

Mit dem Konzeptfahrzeug Grande Panda 4x4 interpretiert Fiat den legendären Panda 4x4 aus den 1980er Jahren neu. Der moderne Allradler (alle Infos zum Allradantrieb) kombiniert einen Verbrennungsmotor an der Vorderachse mit einem Elektromotor an der Hinterachse. Genauere Daten vermeldet Fiat nicht. Die Karosseriefarbe Bordeaux und beigefarbene Designelemente zitieren bewusst das historische Vorbild. Zusätzlich sorgen Offroad-Komponenten wie Dachträger-Zusatzscheinwerfer für funktionale Robustheit. Ein Serienstart ist bislang nicht bestätigt.

Fahreindruck: Verspielt und doch erwachsen

Der Fiat Grande Panda gibt sich von außen und vor allem von innen charmant bis verspielt, fährt sich aber trotz dessen grundsolide. Obwohl der Vollelektriker in der Stadt zu Hause ist, gibt das City-SUV auch auf Überlandfahrten eine gute Figur ab – solange die überschaubare Reichweite nicht aufgebraucht ist.  Von Tim Neumann