Elektro-Kombis: Das sind alle neuen Modelle bis 2026!

Wenn es um E-Autos als Kombi geht, wächst die Auswahl langsam, aber stetig. Welche Modelle es gibt und warum die Hersteller mit Elektro-Kombis geizen, verrät die AUTO ZEITUNG hier!

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Eine Collage zeigt die Elektro-Kombis Audi A6 Avant e-tron, Peugeot e-308 SW und Porsche Taycan Sport Turismo.
Elektro-Kombis in der Galerie Foto: Audi, Peugeot, Porsche / Collage: AUTO ZEITUNG

Unsere Übersichtsgalerie zeigt alle elektrischen Kombis auf dem deutschen Markt.

Das A4-Emblem vom Heck eines Audi A4 in der Detailaufnahme.
Audi A4 Avant e-tron (Symbolbild) Foto: Audi

Audis Vorstoß in die elektrische Mittelklasse – namentlich Audi A4 e-tron – dürfte noch 2025 vorgestellt werden. Der Wagen wird auf der neuen Elektroplattform PPE stehen und mit 800-V-Ladetechnik aufwarten. Auch ein Avant wirkt naheliegend.

Eine Collage zeigt den Audi A6 Avant e-tron und das Schwestermodell S6 Avant e-tron.
Audi A6/S6 Avant e-tron Foto: Audi / Collage: AUTO ZEITUNG

Der Audi A6 Avant e-tron (großes Foto) feierte im Sommer 2024 Premiere. Dank PPE-Basis soll er mit 270 kW Ladeleistung punkten, dazu kommen bis zu 750 km Reichweite. Als dynamischerer S6 Avant e-tron (kleines Foto) leistet er 370 kW (503 PS), die im Launch Control Modus auf 405 kW (551 PS) erhöht werden. Null auf 100 km/h: 3,9 s. Ein noch schärferer RS 6 könnte 2025 enthüllt werden.

BMW i5 Touring
BMW i5 Touring Foto: BMW

Mit dem BMW i5 Touring hat die Marke aus München erstmals auch einen elektrischen Lademeister im Programm, der bei 72.200 Euro (Stand: August 2025) startet. Als Einstiegsmotorisierung dient der eDrive40 mit 250 kW (340 PS), darüber rangiert der M60 mit 442 kW (601 PS). Abhängig von den Motoren pendelt die Reichweite des 81,2-kWh-Akkus zwischen 445 und 560 km. Die Ladeleistung beträgt 205 kW.

Der Denza Z9 GT steht in Studioumgebung, von vorne rechts fotografiert.
Denza Z9 GT Foto: Denza

Mit dem Denza Z9 GT will BYDs Premium-Tochter noch 2025 auf dem europäischen Markt durchstarten. Der dynamisch gezeichnete Shooting Brake könnte Assoziationen zum Porsche Taycan Sport Turismo hervorrufen, fällt mit 5,18 m jedoch erheblich länger aus. Finale technische Daten für das Europa-Modell stehen noch aus, die Leistung soll sich jedoch im astronomischen Bereich um die 710 kW (965 PS) bewegen und die Batterie 100 kWh Strom fassen. Der Preis ist ebenfalls noch offen.

Der Mercedes CLA Shooting Brake EQ steht in Studioumgebung, obersichtig von vorne links fotografiert.
Mercedes CLA Shooting Brake EQ Foto: Mercedes

Der neue Mercedes CLA bestimmt die Marschrichtung für Mercedes – mit gleichem Design und Modellnamen als E-Auto und Verbrenner. Das jedoch ändert sich nicht: Wie bereits beim Vorgänger gesellt sich zur coupéhaften Limousine auch ein Shooting Brake. Der elektrische CLA leistet wahlweise 200 kW (272 PS) oder 260 kW (354 PS) im Falle des Allradmodells. Zu den 405 l Ladevolumen der Limousine addiert der Shooting Brake 50 zusätzliche Liter, zudem fällt der Fond spürbar luftiger aus. Im Frunk fassen beide Versionen 101 l. Die elektrische Limousine startet preislich bei 55.859 Euro, wovon der ab 2026 erhältliche Kombi nicht allzu stark abweichen dürfte (Stand: August 2025).

Nio ET5 Touring (2023)
Nio ET5 Touring Foto: Nio

Mit dem Nio ET5 Touring stehen dank Bimotor-Bauweise ein Allradantrieb mit 360 kW (489 PS) zur Verfügung. Die Kundschaft hat die Wahl zwischen 75 und 100 kWh großen Akkupaketen, die maximale Reichweite beläuft sich auf 435 oder 560 km. Der Preis startet bei 47.500 Euro. Darauf summiert sich noch das Abonnement der Batterie, die alternativ für weitere 12.000 Euro (75 kWh) oder 21.000 Euro (100 kW) dazu gekauft werden kann (alle Preise: Stand August 2025).

Opel Astra Sports Tourer Electric (2023)
Opel Astra Sports Tourer Electric Foto: Opel

Seit Herbst 2023 ist der Opel Astra Sports Tourer Electric konfigurierbar. Er fasst 516 bis 1553 l Ladevolumen und zieht Strom aus einem 54-kWh-Akku. Die Reichweite soll laut Opel bis zu 416 km betragen, die Leistung des Elektromotors an der Vorderachse liegt bei 115 kW (156 PS). Bei 100 kW ist die maximale Ladeleistung erreicht. Sein Preis: ab 39.490 Euro (Stand: August 2025).

Peugeot e-308 SW (2023)
Peugeot e-308 SW Foto: Peugeot

Der französische Bruder des Astra, der Peugeot e-308 SW, kostet mit 45.415 Euro (Stand: August 2025) mehr als der Rüsselsheimer. Die Leistung gibt der Hersteller mit 115 kW (156 PS) an und die Batteriegröße beträgt 51 kWh. Diese kann mit maximal 100 kW nachgeladen werden, was rund alle 410 km nötig ist.

Das Porsche Taycan Turbo S Sport Turismo Facelift (2024) fährt über eine Landstraße, von schräg hinten fotografiert.
Porsche Taycan Sport Turismo Foto: Porsche

Wer mindestens 103.500 Euro locker machen kann, bekommt mit dem Porsche Taycan Sport Turismo einen Stromer mit bis zu 1212 l Stauraum im Kofferraum plus 84 l im Frunk. Die Reichweite beträgt laut Hersteller bis zu 566 km, gegen Aufpreis mit Performance-Batterie Plus sogar bis zu 652 km. Dann steigt auch die Leistung von 300 kW (408 PS) auf 320 kW (435 PS), was den Verbrauch wiederum von 17,5 bis 19,9 kWh auf 17,8 bis 20,2 kWh pro 100 km leicht steigert. Geladen wird mit bis zu 320 kW. Wer es etwas geländetauglicher mag, kann auch zum 114.200 Euro teuren Taycan Cross Turismo greifen, der mit vergleichbaren Werten glänzt (Alle Preise: Stand August 2025).

Der Subaru E-Outback fährt auf einem unbefestigen Weg, von vorne links fotografiert.
Subaru E-Outback Foto: Subaru

Im Zuge eine Elektro-Offensive kündigte Subaru im Sommer 2025 auch einen ersten elektrischen Kombi an, der im Frühjahr 2026 starten soll. Ähnlich proportioniert wie der verbrennende Outback, fährt der Elektriker mit 280 kW (381 PS) vor. So soll der E-Outback in 4,4 s von null auf 60 mph (97 km/h) sprinten. Als Energiespeicher dient die 74,7 kWh großen Batterie und die Reichweite gibt Subaru mit bis zu 450 km an.

Eine Collage zeigt VW ID.7 Tourer und ID.7 GTX Tourer.
VW ID.7 (GTX) Tourer

Bei den Antrieben und Ausstattungsdetails orientiert sich der VW ID.7 Tourer an der Limousine. Bedeutet: 210 kW (286 PS) und ein maximales Drehmoment von 545 Nm. Dazu bestückt VW den ID.7 entweder mit einem 77-kWh- oder einem 86-kWh-Akku (netto). Der größere Akku schafft eine maximale Ladeleistung von 200 kW und eine WLTP-Reichweite von 606 km. Preislich startet der ID.7 Tourer bei 54.905 Euro. Wie bei den GTX-Versionen des ID.4 und ID.5 geht es auch beim VW ID.7 GTX Tourer sportlich zur Sache: Zwei Aggregate bringen es auf eine Systemleistung von 250 kW (340 PS). Allerdings ist die Höchstgeschwindigkeit Elektroauto-typisch bereits bei 180 km/h abgeregelt. Fahrwerk und Lenkung hat VW zudem GTX-spezifisch angepasst. Die Preise starten bei 64.065 Euro (alle Preise: Stand August 2025).

Der Toyota bZ4X Touring steht vor einem Waldpanorama, von hinten rechts fotografiert.
Toyota bZ4X Touring Foto: Toyota

Im Zuge des ersten Facelifts des Toyota bZ4X zog der japanische Hersteller überraschend auch das Tuch von der kombiartigen Touring-Variante, die vorher nicht im Portfolio enthalten war. Diese greift ausschließlich auf die beiden stärksten Antriebe mit 165 kW (224 PS) und 280 kW (380 PS) zurück. Maximale Reichweiten und einen Preis nennt der Hersteller bei dieser Karosserievariante noch nicht (Stand: August 2025).

Zeekr 001
Zeekr 001 Foto: Zeekr

Geely kam mit dem Shooting Brake Zeekr 001 in der zweiten Jahreshälfte 2024 nach Europa und nahm bereits Vorbestellungen an. Die verfügbare Leistung beträgt mit Single Motor 200 kW (272 PS), während die Performance-Variante mit Dual-Motor-Allrad bis zu 400 kW (544 PS) mobilisiert. Die Akkugröße von 100 kWh soll für eine Reichweite von 585 bis 620 km sorgen. Der Preis beträgt mindestens 59.990 Euro (Stand: August 2025).

Der Markt für Elektroautos wächst und wächst. Doch hauptsächlich besteht das Angebot der Hersteller aus SUV und Limousinen. Was ist aber aus den guten alten Kombis geworden? Warum fällt ihnen der Sprung in die Elektromobilität so schwer? Stand August 2025 sind gerade einmal 13 Elektro-Kombis enthüllt und für den hiesigen Markt bestätigt oder bereits (vor)bestellbar. Ein Grund für die wenigen Kombi-E-Autos auf dem Markt ist der generelle Rückgang der Nachfrage nach den praktischen Lademeistern. Zudem haben Kombis außerhalb Europas kaum einen Markt. Darum ist es für Hersteller attraktiver, Modelle zu entwickeln, die weltweit gefragt sind – das sind aktuell zweifelsohne SUV. Und diese verdrängen auch in Europa schon seit vielen Jahren die Kombis. Die Kundschaft genießt zum großen Stauraum eine erhöhte Sitzposition und oft sogar noch eine gewisse Tauglichkeit für unbefestigte Straßen. Kombis werden immer mehr zum Nischenprodukt.
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Der Audi A6 e-tron (2024) im Video:

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Video: AUTOZEITUNG

Nur wenige Elektro-Kombis auf dem Markt

Doch bestimmt auch die Nachfrage den Markt. Aus diesem Grund ziehen immer mehr Autobauer bei ihrer Elektroauto-Flotte nach. Jedoch nicht in erster Linie bei den Kombis, sondern vor allem bei den Kleinwagen. Damit der Mobilitätswandel glückt, braucht es schließlich bezahlbare Autos. Zudem wird es in Europa bald fast keine Alternativen zu E-Autos mehr geben. Somit müssen sich künftig auch weniger wohlhabende Menschen ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug leisten können. Und gerade Elektro-Kombis sind im Vergleich zu SUV effizienter, weil windschnittiger unterwegs, während sie trotzdem viel Stauraum bieten. So wie es derzeit aussieht, füttern Autobauer den Markt mit Kombi-Modellen nach und nach an – gute Nachrichten also für die Kombi-Nation schlechthin: Deutschland.

Nützliches Zubehör rund ums Elektroauto:

Die Bildergalerie zeigt die Elektro-Kombis von AudiBMW, DenzaMercedesNioOpel, Peugeot, Porsche, Subaru, ToyotaVW und Zeekr und liefert zu jedem Modell spannende Informationen.