CO2-Steuer: So viel teurer werden Benzin & Diesel ab 2026
Seit Januar 2026 greift die nächste CO2-Steuererhöhung – statt 55 fallen künftig bis zu 65 Euro pro Tonne an. Das bedeutet der gestiegene CO2-Preis für den Benzin- und Dieselpreis!
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CO2-Steuer steigt: Wie viel teurer wird Benzin und Diesel ab Januar 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt die nächste Stufe der CO2-Abgabe. Damit steigt der Preis von 55 Euro auf bis zu 65 Euro pro Tonne CO2. Umgelegt auf die Spritpreise bedeutet es, dass sich sowohl für Benzin als auch für Diesel zum Jahreswechsel der Anteil der CO2-Abgabe um maximal drei Cent je Liter erhöhen kann. Damit machen die CO2-Kosten ab 2026 insgesamt rund 17 Cent pro Liter Benzin und rund 19 Cent pro Liter Diesel aus.
2027 bringt eine kurze Atempause: Die Bundesregierung will den CO2-Preis nicht weiter erhöhen, womit er auf dem Niveau von 2026 verbleibt. Erst ab 2028 sind dann wieder deutliche Anhebungen zu erwarten.
Wie sieht die CO2-Preisentwicklung seit Einführung 2021 bis 2026 aus?
Seit 2021 gibt es den CO2-Aufschlag auf Benzin und Diesel, jährlich bis 2026 soll der CO2-Preis gestaffelt ansteigen. Betrug er im ersten Jahr 25 Euro je Tonne, was den Liter Benzin um etwa sieben Cent und den Liter Diesel um etwa acht Cent verteuerte, waren es 2022 30 Euro pro Tonne CO2. Der Benzinpreis erhöhte sich um rund 8,4 Cent und der Dieselpreis um rund 9,5 Cent. Nach dem Rekordjahr 2022 mit noch nie zuvor dagewesenen Spritpreisen und aufgrund des sprunghaften Preisanstiegs von Gas und Strom Ende 2022 hatte die Bundesregierung beschlossen, die CO2-Preiserhöhung für 2023 auszusetzen. 2024 aber stieg der CO2-Preis pro Tonne erneut – dieses Mal auf 45 Euro. Benzin und Diesel verteuerten sich um gut drei Cent pro Liter. 2025 sind es 55 Euro, 2026 werden die Abgaben bei bis zu 65 Euro pro Tonne CO2 liegen.
Warum gibt es die CO2-Steuer?
Aus Befunden des Weltklimarats IPCC geht hervor, dass sich die Erde heutzutage gegenüber der vorindustriellen Zeit um etwa ein Grad Celsius erwärmt hat. Nach Analysen der Weltwetterorganisation waren die Jahr 2015 bis 2018 die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Wenn es so weiter ginge, wäre die Welt Ende dieses Jahrhunderts wohl gut drei Grad wärmer. Die Folgen: Je nach Region schmelzen Gletscher, es gibt mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser. Um die Erderwärmung zu stoppen, muss der Ausstoß von CO2 etwa aus der Verbrennung von Kohle und Öl sowie aus der Tierhaltung stark reduziert werden.
Eine CO2-Steuer, die unter anderem die Preise für Brennstoffe wie Sprit, Erdgas und Heizöl erhöhen würde, soll dazu beitragen, dass mehr Menschen auf den Klimaschutz achten, gewissenhafter heizen oder tanken und etwa sparsame Autos und klimafreundliche Technologien gefördert werden. 2030 soll das Klimaschutz-Ziel erreicht werden, bis dahin 55 Prozent weniger Kohlendioxid als noch 1990 auszustoßen.
Kann ein CO2-Preis wirklich die Pkw-Emissionen reduzieren?
Die zum Jahresbeginn 2021 eingeführte CO2-Steuer kann nach Berechnungen des Essener Wirtschaftsforschungsinstituts RWI den Kohlendioxidausstoß von Autos in Deutschland um mindestens 740.000 t reduzieren. Zum Vergleich: Die gleiche Schadstoffminderung würde durch die Stilllegung von etwa 360.000 Fahrzeugen erreicht. Insgesamt entspreche der Wert etwa 0,8 Prozent aller CO2-Emissionen, die durch Pkw verursacht werden. Die Forscher:innen hatten für ihre Berechnungen Mobilitätsdaten über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgewertet. Dabei fanden sie heraus, dass gefahrene Kilometer und Gesamtverbrauch sinken, wenn Kraftstoff teurer wird. Allerdings gelte das nur für Benzinautos.
Bei Dieselfahrzeugen verändere sich der Verbrauch infolge von Preisschwankungen dagegen nicht. Ein Grund könnte nach Einschätzung der Expert:innen sein, dass Dieselautos häufig von Menschen genutzt werden, die aus beruflichen oder familiären Gründen viel fahren müssen und deshalb nicht auf höhere Kraftstoffpreise reagieren könnten.
Quellen
DPA
RWI
ADAC














