Ausbeulwerkzeug: Beulen mit diesen Sets selbst entfernen
Dellen im Blech sind ärgerlich. Muss der Wagen für die Reparatur in die Werkstatt? Für kleine Dellen versprechen Ausbeulwerkzeug-Sets schnelle und günstige DIY-Abhilfe. Aber Vorsicht: Nicht jede Delle lässt sich ausbeulen. Beliebte Kits mit Klebetechnik, Hydraulik oder Hebelwirkung in der Übersicht.
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- Die beliebtesten Ausbeulwerkzeuge im Vergleich
- Wie funktionieren Ausbeulwerkzeuge?
- Welche Dellen kann Ausbeulwerkzeug entfernen?
- Tipps zur Vorbereitung der Dellenstelle
- Wie viel kostet Dellen ausbeulen lassen in der Werkstatt?
- Welche Werkzeuge eignen sich für Alu- oder Kunststoffteile?
- Was ist ein Ausbeulspotter?
Dellen gehören zu den größten optischen Ärgernissen am Auto. Sie entstehen schnell – und Reparaturen in der Fachwerkstatt kosten Zeit und Geld. Eine Instandsetzung kann sich dennoch lohnen: Je makelloser das Fahrzeug, desto höher der Restwert. Viele greifen deshalb zu Ausbeulwerkzeugen für die heimische Garage. Mit etwas Geschick lassen sich kleine Dellen selbst entfernen – sofern die Stelle geeignet ist und die eigene Erfahrung ausreicht. Wichtig: Nicht jedes Werkzeug wirkt bei jeder Delle gleich gut.
Die beliebtesten Ausbeulwerkzeuge im Vergleich
Diverse Onlineshops und Plattformen, wie etwa auch Amazon und eBay, bieten eine Vielzahl an Sets, die versprechen, Beulen einfach und ohne (weitere) Lackschäden aus dem Blech drücken oder ziehen zu können. Die beliebtesten Sets im Vergleich:
Manelord Dellenreparatur-Set
Das Manelord Ausbeulwerkzeug ist ein typisches DIY-Reparaturset: Die Delle wird mit Heißkleber aus der Karosserie gezogen. Das Manelord-Set bietet dabei eine riesige Anzahl an Aufsätzen in verschiedenen Formen und Größen für kleinere Dellen auf dünnem Blech. Der Heißkleber wird auf Blech und Ausbeulwerkzeug aufgetragen und die Beule mittels Gewinde ohne viel Kraft herausgezogen. Ist die DIY-Reparatur erfolgreich verlaufen, lässt sich der Klebstoff dank mitgeliefertem Lösemittel vom Auto entfernen.
Flintronic Saugnäpfe
Einfacher in der Handhabung und dazu sehr preiswert sind die Flintronic Saugnäpfe zum Ausbeulen. Das Vorgehen ist simpel: Auch hier wird die Delle durch Ziehen entfernt. Das Ausbeulwerkzeug wird dafür einfach auf die Stelle gedrückt. Zieht man den Saugnapf zu sich, springt das Blech wieder in Form und die Delle ist Geschichte. Das klappt laut Hersteller am besten auf glatten, dünnen Blechstellen.
Mookis Paintless Body Repair Werkzeug
Auch günstig, aber eher für Personen mit Fingerspitzengefühl, ist das Mookis Werkzeugset. Kleinere Dellen können mit den dünnen Haken von der Blechinnenseite herausgedrückt werden. Durch die Hebelwirkung funktioniert das auch recht leicht – die Delle muss nur gefunden werden. Das Set eignet sich laut Hersteller, um etwa einen leichten Hagelschaden zu beheben. Damit dieses Ausbeulset auch an jede Delle kommt, müssen eventuell Karosserieteile, Verkleidungen oder Abdeckungen abgenommen werden.
Guangsheng Dent Puller Kit
Das Dent Puller Kit von Guangsheng funktioniert mit Klebstoff, Platten und einer Metallstange. Die Platten werden mit einem Spezialkleber auf die Beule geklebt, eine Stange durch die Ösen geführt und mit gleichmäßigem Ziehen die Delle entfernt. Der niedrige Preis rechtfertigt zumindest einen Versuch, denn nicht jeder Blechschaden lässt sich mit dem Set auch entfernen.
Quixx Dent Repair Kit
Wer ein besonders günstiges Set sucht, wird beim Quixx Dent Repair Kit fündig. Für bereits 12 Euro ist dieses Set der Kategorie "Dent Puller" erhältlich. Beulen werden dabei von außen mit einem Gewinde und Heißkleber herausgezogen. Das funktioniert nur bei dünnem Blech und am besten bei etwa 18 bis 30 °C Außentemperatur.
BGS hydraulischer Karosserie-Richtsatz
Für technisch begabte kann der BGS hydraulischer Karosserie-Richtsatz eine Lösung für das Dellenproblem darstellen. Das Werkzeug kann bis zu vier Tonnen Druck aufbauen, um so Dellen aus dem betroffenen Karosserieteil zu drücken. Je nach Stelle ist auch hier ein wenig schrauben notwendig, um das Werkzeug unter das Blech zu bekommen.
BGS DIY Karosserie-Ausbeulsatz
Wer auf der Suche nach einem Set für die grobe Kfz-Karosseriereparatur ist, wird beim Karosserie-Ausbeulsatz von BGS fündig. Das siebenteilige Set besteht aus drei Hämmern und einem Ausbeuleisen-Satz von vier Stück.
Wie funktionieren Ausbeulwerkzeuge?
Die meisten Sets funktionieren simpel: Dellen werden entweder von außen mit Sog oder Klebkraft gezogen oder von innen herausgedrückt. Wichtig: Bei größeren Schäden, Kratzern oder Lackschäden empfiehlt sich der Gang zur Fachwerkstatt. Laien stoßen schnell an Grenzen.
Welche Dellen kann Ausbeulwerkzeug entfernen?
Gleichmäßige, runde Dellen auf glatten Flächen lassen sich meist gut behandeln. Schwieriger wird es bei tiefen Dellen, Kanten, Blechfalzen oder fehlendem Lack. Rostgefahr droht bei ungeschütztem Blech. Faustregel: je kleiner die Delle, desto einfacher die Reparatur. Bei unsicherer Lage lohnt ein Blick in die Werkstatt.
Tipps zur Vorbereitung der Dellenstelle
Bevor das Ausbeulwerkzeug angesetzt wird, sollte die betroffene Stelle gründlich gereinigt und entfettet werden – am besten mit einem Silikonentferner oder speziellen Reinigern für Karosseriearbeiten. Das verbessert die Haftung von Saugnäpfen oder Klebeplatten und ermöglicht eine präzisere Anwendung. Staub, Öl oder Wachsrückstände können sonst dazu führen, dass das Werkzeug verrutscht oder die Delle unzureichend gezogen wird. Bei Arbeiten von der Innenseite aus ist es hilfreich, mit einer Taschenlampe oder LED-Leuchte gezielt den Schaden zu lokalisieren. Wer über eine Ausbeullampe oder ein reflektierendes Kontrollpaneel verfügt, kann Dellen zudem deutlich besser sichtbar machen – diese Technik wird auch im professionellen Smart Repair eingesetzt.
Wie viel kostet Dellen ausbeulen lassen in der Werkstatt?
Kleine Dellen entfernen zu lassen, kann ab etwa 35 Euro möglich sein. Größere Schäden kosten je nach Position und Aufwand 50 bis 150 Euro, mit Lackierung deutlich mehr. Ein Kostenvoranschlag vorab ist empfehlenswert.
Welche Werkzeuge eignen sich für Alu- oder Kunststoffteile?
Viele Karosserieteile bestehen heutzutage nicht mehr aus klassischem Stahlblech, sondern aus Aluminium oder gar Kunststoff. Das erschwert das Dellenentfernen erheblich. Aluminium ist steifer und gleichzeitig spröder als Stahl, weshalb beim Ausbeulen besonders präzise und mit geringer Krafteinwirkung gearbeitet werden muss – idealerweise mit einem speziell dafür geeigneten Werkzeugset. Kunststoffteile wie Stoßfänger lassen sich mit den meisten klassischen Dent-Pullern nicht bearbeiten. Stattdessen kommen hier häufig Heißluftföhne und Spezialwerkzeuge zum Einsatz, um das Material in die ursprüngliche Form zurückzudrücken.
Was ist ein Ausbeulspotter?
Ein Ausbeulspotter ist ein Schweißgerät, das Werkzeuge ans Blech punktuell anschweißt, um Dellen zu entfernen. Profi-Geräte wie der CBR-90 ST von Vevor sind teuer und aufwendig in der Anwendung – daher eher für geübte Schrauber:innen oder Werkstätten mit hohem Dellenaufkommen geeignet.















