Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid: Test

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Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid
Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid Foto: Toyota

Drei Motoren mit insgesamt 306 PS treiben den Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid mit Macht in Richtung Zukunft und heben das Kompakt-SUV auf ein neues Dynamik-Niveau. >> Mehr zum Thema Test

Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid
Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid Foto: Toyota

Weniger überzeugend ist das giftige und gefühllose Bremspedal, das beim Einparken einen sensiblen Fuß erfordert.

Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid
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Wenn der Kofferraum nicht genügt: Die Anhängelast beträgt bis zu 1,5 Tonnen.

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Angenehm hohe Sitzposition, kurze Beinaufage, optional belüftet.

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Solide Verarbeitung und ergonomische Cockpit-Gestaltung.

Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid
Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid Foto: Toyota

Komfort: Akustikverglasung und zusätzliches Dämmmaterial reduzieren den Lärm wirksam.

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Maximale Effizienz: Der RAV4 läuft so oft es geht im elektrischen EV-Modus.

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Trotz des 306 PS starken Antriebs will der RAV4 Plug-in-Hybrid kein verkappter Racer sein.

Mit einem Verbrenner und zwei Elektromotoren stellt sich das Topmodell des Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid unserem Test.

Positiv

Kraftvoller Antrieb, Geräuschkomfort, Verarbeitungsqualität, Sparpotenzial

Negativ

Bremse schlecht dosierbar, hohe Aufpreise (Technik-Paket: 7311 Euro)

Mit dem Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid rollt das RAV4-Topmodell, der kraftvollste Hybrid im Toyota-Programm und nach dem Supra GR mit Dreiliter-Turbo aktuell der zweitstärkste Serien-Toyota überhaupt zum Test. Dennoch soll die Plug-in-Hybrid-Variante kein Sport-SUV sein, sondern mit hohem Komfort und maximaler Sparsamkeit glänzen. Der 2,5 Liter große VVT-i-Motor entspricht im Wesentlichen jenem aus dem RAV4 Hybrid ohne Stecker, hat aber sieben PS mehr und dreht etwas höher (300 Umdrehungen). Der hochverdichtende (14:1) Benziner arbeitet nach dem Atkinson-Verfahren mit kombinierter Saugrohr-/Direkteinspritzung und erhält Unterstützung von zwei E-Maschinen: Ein E-Motor mit 182 PS wirkt gemeinsam mit dem Verbrenner auf die Vorderräder, an der Hinterachse arbeitet ein weiteres E-Aggregat mit immerhin 54 PS und ermöglicht so auch ohne mechanische Verbindung der Achsen einen bedarfsgerechten Allradantrieb. Der ist gefordert, wenn der Fahrer "Volle Fahrt voraus" befiehlt und Verbrenner (227 Newtonmeter) samt E-Motor (270 Newtonmeter) an den Vorderrädern zerren. Dank der üppigen Systemleistung von 306 PS sprintet das kompakte SUV in glatt sechs Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Die Spitze kappt Toyota bei 180 km/h, rein elektrisch rennt der RAV4 immerhin 135 km/h. Und das sogar recht weit: Im Test waren es fast 50 Kilometer im gemischten Verkehr, laut WLTP sollen bei Stadtfahrten sogar bis zu 98 Kilometer möglich sein.

Der Toyota RAV4 (2019) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Der Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid im Test

Damit genügt der Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid allemal den Anforderungen an förderfähige Plug-in-Hybrid-Autos und wird mit 6750 Euro Innovationsprämie belohnt. Dadurch rutscht der Grundpreis unter die magischen 40.000 auf 39.543 Euro (Stand: Dezember 2020). Außerdem spart der Plug-in-Hybrid je nach Fahrstil sowie Streckenlänge und -profil enorm beim Verbrauch: Im Test messen wir zwischen 3,9 und 6,7 Liter, je nachdem wie groß der Anteil des EV-Modus ist. Pendler mit 50 bis 75 Kilometer täglicher Strecke etwa fahren (bei entsprechender Lademöglichkeit) größtenteils rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei sowie günstig. Doch auch bei flotterer Fahrweise gefällt das Hybrid-System mit wenigen Geräuschen und spontan sattem Anzug. Akustikverglasung und zusätzliches Dämmmaterial reduzieren den Lärm wirksam. Dass der Laderaumboden wegen des 18,1 kWh großen Akkus 35 Millimeter höher baut, macht sich kaum bemerkbar. Mindestens 490 Liter Stauraum sind verfügbar, weitere 30 Liter unter der Abdeckung. Weniger überzeugend ist das giftige und gefühllose Bremspedal, das beim Einparken einen sensiblen Fuß erfordert. Davon abgesehen gelingt die Bedienung aber mühelos. Das komfortable Fahrwerk gefällt mit hoher Spurstabilität und agilem Einlenken – ein bisschen Sportlichkeit schadet ja nicht.

Connectivity-Check beim Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid

Auch die Konnektivität wird im Test geprüft: Serienmäßig verfügt der Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid über einen neun Zoll großen Touchscreen, bietet USB, Bluetooth, DAB und Smartphone-Integration (Apple Car-Play, Android Auto). Mittels MyT-App lässt sich zudem der Ladevorgang über das Smartphone steuern und überwachen. Auch Heizung oder Klimatisierung kann die App aktivieren sowie den Standort des Autos zeigen. Navi samt WLAN, induktives Laden und ein JBL-Soundsystem kosten aber extra.

Messwerte & technische Daten Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid

AUTO ZEITUNG 27/2020Toyota RAV4
Plug-in-Hybrid
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4;
Hubraum2487 cm³
Gesamtleistung306 PS
Leistung Verbrenner136 kW/185 PS
227 Nm bei 3200 - 3700 /min
Leistung E-Motorvorne: 134 kW/182 PS / 270 Nm
hinten: 40 kW/54 PS / 121 Nm
BatterieLithium-Ionen
Spannung/Kapazität355,2 V/18,1 kWh
Getriebe/AntriebStufenlose Automatik
Planetengetriebe
Messwerte
Leergewicht (Werk)1930 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)6,0 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)180 km/h
(elektrisch: 135 km/h)
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
37,0/36,7 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)5,3 l S + 9,1 kWh/
1,0 l S + 19,9 kWh
CO2-Ausstoß (WLTP)22 g/km
Preise
Grundpreis46.293 €

Fazit

Trotz des 306 PS starken Antriebs will der Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid kein verkappter Racer sein, sondern schärft sein Profil als lässiger Reisebegleiter und offenbart enormes Sparpotenzial: Das Zusammenspiel von Benziner und E-Motoren überzeugt im Test vollauf.