Ski-Transport im Auto: Tipps für Dachbox, Autodach & Innenraum
Wer mit dem Auto in den Winterurlaub fahren möchte, sollte sich vorher Gedanken über den sicheren Transport von Skiern, Snowboards und Co. machen. Die AUTO ZEITUNG verrät, welche Regeln es zu beachten gilt und gibt hilfreiche Tipps für den Transport in Dachbox, auf Dachträgern oder im Innenraum!
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Auch wenn das Platzangebot in Kombis, Vans und SUV häufig verlockend erscheint, sollte man bei der Autofahrt in den Winterurlaub möglichst darauf verzichten, Ski oder Snowboards im Auto zu transportieren. Denn bei einer Vollbremsung besteht die Gefahr, dass die Sportgeräte zu gefährlichen Geschossen werden. Selbst Sitzlehnen stellen dann keine wirksame Barriere für die scharfkantigen Bretter dar. Und auch wenn Ski immer kürzer werden, passen sie – wenn überhaupt – meist nur bei umgeklappter Rückbank ins Auto.
Beim Packen des Autos mit Wintersportausrüstung und Urlaubsgepäck rät der ADAC: schwere Dinge ganz nach unten und Teile mit einem Gewicht über 25 kg nicht hinter besetzte Sitzplätze packen. Der beste Platz für schwere Skistiefel ist nach Ansicht des ADAC und ACE übrigens der Fußraum hinter den Vordersitzen – natürlich nur, wenn er nicht durch Mitfahrende genutzt wird. Leere Sitze bieten Platz für Rucksäcke, die man mit dem Sicherheitsgurt fixieren sollte. Aber auch wenn die Sitze ganz leer bleiben, schließt man die Gurte - denn das kann die Stabilität der Lehnen erhöhen, so der ADAC.
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Ski transportieren: Dachbox am sichersten
Die sicherste Art des Ski-Transports mit dem Auto ist die Dachbox, auch wenn nicht jeder Dachkoffer für jede Art von Skiern oder Snowboards gleich gut geeignet ist, wie unser großer Dachboxen-Vergleichstest gezeigt hat. Die meisten Dachboxen bietet jedoch nicht nur Platz für die Wintersportausrüstung, sondern auch für weitere leichte Gepäckstücke – so bleibt im Innenraum auch mehr Platz für eine entspannte Fahrt. Beim Kauf sollte man sich beraten lassen und den Wagen am besten zur "Anprobe" mitnehmen. Denn: Nicht jede Dachbox passt auch auf jedes Auto. Zunächst werden die für das Automodell passenden Grundträger/Dachträger benötigt. Im Zubehörhandel sind verschiedene Systeme erhältlich, die sich an Dachreling, Regenrinne oder über in den Türöffnungen eingehakte Klemmen befestigen lassen.
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Der TÜV Süd macht darauf aufmerksam, dass die Dachträger nur an den dafür vorgesehenen Punkten montiert werden dürfen, sonst ist ein fester Sitz nicht gewährleistet und es kann zu Schäden im Lack und Blech kommen. Bei der Montage sollte in jedem Fall die Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers ganz genau berücksichtigt werden. Zudem sollte man sämtliche Verschraubungen regelmäßig – vor dem Beladen, nach dem Beladen, und dann nochmals nach 20 km Fahrt – auf ihren festen Sitz prüfen und gegebenenfalls nachziehen.
Dachbox richtig packen: Gewicht und Maße
Auch beim Beladen der Auto-Dachbox mit Ski oder anderer Wintersportausrüstung sollte man einige Dinge beachten. So muss etwa auch hierbei der Inhalt während der Fahrt zusätzlich durch Gurte vor dem Verrutschen gesichert sein. Was bei der Ladungssicherung (mit Spanngurten) zu beachten ist, erklären wir hier im Detail. So packt man die Dachbox richtig:
- Ganz unten: Skier und Snowboards werden gut gesichert am Boden der Dachbox verstaut.
- Darüber und vorne: Winterjacken und -hosen können als Puffer über, zwischen und vor den Brettern verstaut werden, da sie zwar Volumen, aber nicht so viel Gewicht haben. So werden schwerere Teile, die unter Umständen von hinten nach vorne rutschen können, abgefedert.
- Ganz oben: Leichte Taschen (z. B. Rucksäcke) können auf der Skikleidung eingeladen werden. So verladen, dass die Taschen nicht lose in der Box umherfliegen oder verrutschen können.
- In den Kofferraum: Schweres Gepäck gehört jedoch eher in den Kofferraum, da ein hoher Schwerpunkt das Fahrverhalten des Autos negativ beeinflussen kann.
Wichtig für die Sicherheit ist darüber hinaus das Beachten von zulässigen Gewichten und Maßen. So darf die zulässige Zuladung der Dachbox, die Dachlast (meist zwischen 50 und 100 kg), sowie das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten werden. Informationen zur zulässigen Dachlast finden Autofahrer:innen übrigens nicht in den Fahrzeugpapieren, sondern in der Bedienungsanleitung. Dabei ist das Gewicht von Dachträgern, -box und dem darin verstauten Gepäck zusammenzurechnen.
Ski-Transport: Tipps zum Fahren mit der Dachbox
Autofahrende, die eine Dachbox für den Ski-Transport verwenden, sollten bei der Fahrt in den Winterurlaub einige Regeln und Tipps beachten. Denn durch die Beladung auf dem Dach wird das Fahrverhalten durch den höheren Schwerpunkt, dem höheren Gewicht und dem größeren Luftwiderstand erheblich beeinflusst. Ein längerer Bremsweg und ein schlechteres Kurvenverhalten sind die Folge. Außerdem ist das Fahrzeug durch die größere Seitenfläche empfindlicher für Seitenwind. Daher sollte die Fahrweise so angepasst werden:
- Auf Seitenwind achten: Insbesondere nach Waldstücken, beim Überholen von Lkw sowie auf Brücken ist mit einer Dachbox auf dem Auto Vorsicht geboten.
- Vorausschauend Fahren: Generell sollten Autofahrende beim Ski-Transport mit der Dachbox den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern und langsamer in Kurven fahren.
- Geschwindigkeit anpassen: Auch wenn es keine gesetzliche Regelung für die Höchstgeschwindigkeit beim Fahren mit der Dachbox gibt, da es als Ladung gilt und man lediglich "angemessen" fahren muss, empfehlen Hersteller und Automobilclubs in der Regel, nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Dieser Empfehlung zu folgen ist allein schon aus Haftungsgründen sinnvoll. Bei 130 km/h steigt der Kraftstoffverbrauch übrigens um rund 18 Prozent oder rund einen Liter pro 100 km, informiert der ADAC.
- Auf Höhenbeschränkungen achten: Darüber hinaus gilt besondere Vorsicht beim Einfahren in Parkhäuser oder Tiefgaragen. Die Grenzmarke ist mit der Dachbox auf dem Auto schnell überschritten. Damit Autofahrer:innen die Ladung auf dem Dach nicht vergessen, können sie eine entsprechende Notiz im Cockpit anbringen.
Ski-Transport im Innenraum: Darauf achten
Eine sichere Transportmöglichkeit für Skier ist auch ein Skisack, wenn er in der Rückbank fixiert ist. Zahlreiche Autos haben diese robusten Kunststoffbeutel an Bord oder können entsprechend mit einem Skisack aus dem Fachhandel nachgerüstet werden. Alternativ ist auch ein Skisack aus dem Sportfachgeschäft bei guter Sicherung zum Transport im Innenraum geeignet. Wenn das Fahrzeug über eine schmale Durchladeöffnung mit Skisack zum Kofferraum verfügt, lassen sich auch längere Ski in der Regel gut verstauen. Der Vorteil ist, dass kein Mehrverbrauch durch eine Dachbox entsteht. Der Nachteil ist der geringere Platz im Innenraum.
Wird die Wintersportausrüstung im Innenraum transportiert, sollte sie mit Spanngurten fixiert, festgezurrt und zusätzlich auf Anti-Rutsch-Matten gelagert werden, damit nichts verrutschen kann. Idealerweise schützt man die Rückenlehnen der Autositze mit einem Holzbrett. Das verhindert, dass die Lehnen im Fall eines heftigen Crashs von den nach vorne schnellenden Skiern durchbohrt werden. Auf keinen Fall sollte man die Skier von hinten zwischen die Vordersitze ragen lassen. Das schränkt die Bewegungsfreiheit beim Fahren ein und erhöht die Unfallgefahr.
Ski-Dachträger: Auch ohne Dachbox sicher fahren
Auch ohne Dachbox lassen sich Skier und Snowboards auf dem Autodach transportieren. Spezielle Skiträger auf dem Autodach, wie dieses Ski- & Snowboard-Dachsystem von Menabo, bieten Platz für bis zu sechs Paar Ski und sparen Platz im Inneren des Fahrzeugs. Wichtig ist hier natürlich der feste Sitz der Bretter auf den Haltern sowie der Halter auf dem Autodach. Ein Nachteil dieser Lösung: Ohne Schutzfolie sind die Skier auf der Fahrt Witterung, Fahrtwind und Steinschlägen ausgesetzt. Dennoch beeinflusst diese Lösung weder den Verbrauch des Autos noch das Fahrverhalten so stark, wie eine herkömmliche Dachbox, da Skier und Träger deutlich weniger wiegen und baulich deutlich flacher auf dem Autodach liegen, als die Hartschalen-Dachkoffer.















