Alpine A290 (2024): Preis & Reichweite des Sport-Stromers

Die erste elektrische Alpine ist im Grunde die wilde Version des neuen Renault 5 E-Tech. Im kriegerischen Outfit mit dicken Backen und bis zu 160 kW (220 PS) auf der Vorderachse geht die Alpine A290 Ende 2024 auf die Piste. Das wissen wir zu Preis und Reichweite.

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Die Alpine A290 (2024) stehend von schräg vorne und oben fotografiert.
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Die erste vollelektrische Alpine basiert auf dem Renault 5 E-Tech – leistet aber bis zu 160 kW (220 PS).

Die Alpine A290 (2024) stehend von der Seite fotografiert.
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Der knapp vier Meter kurze Winzling führt ein eigenes wildes Leben mit dickbackigem Design und einer mit Zusatzscheinwerfern im Rallye-Stil garnierten Front.

Die Alpine A290 (2024) stehend von schräg hinten fotografiert.
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Ansonsten wird vieles vom Serien-R5 übernommen – ganz wie beim historischen Vorbild aus den 1970er Jahren.

Das Cockpit der Alpine A290 (2024).
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Im Cockpit der Alpine A290 mit zwei großen Displays stecken weitere Besonderheiten: ein OV-Button für Boost und einstellbare Rekuperationsstufen per Drehknopf.

Die Vordersitze in der Alpine A290 (2024).
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Auch für die Alltagstauglichkeit ist dank fünf Sitzplätzen und einem immerhin 326 l großen Kofferraum gesorgt.

Die Alpine A290 (2024) fahrend von schräg vorne fotografiert.
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Dank 52-kWh-Batterie sollen bis zu 380 km WLTP-Reichweite möglich sein. Mit 100 kW Ladeleistung ist Nachladen in 30 min möglich.

Die Alpine A290 (2024) stehend von schräg hinten und oben fotografiert.
Alpine A290 (2024) Foto: Alpine

Der Preis der französischen Rennsemmel startet bei 38.700 Euro (Stand: August 2024).

Preis: Alpine A290 (2024) ab 38.700 Euro

Rennsemmeln wie Clio R.S., Clio Williams oder der selige R5 Alpine von 1977 sind bei Renault inzwischen gänzlich verschwunden. Aber Stopp! Alpine? Die Sportmarke der Renault Group will bis 2030 ihre sogenannte "Dream Garage" ausschließlich mit rein elektrischen Autos füllen, unter anderem mit dem Crossover A390 und dem elektrischen A110. Den Anfang machte die Alpine A290, die Ende 2024 in den Handel kam. Ab 38.700 Euro beginnt der Spaß (Stand: August 2025).
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Der Alpine A290 (2024) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: bis zu 160 kW (220 PS) & 380 km Reichweite

Während der Renault 5 E-Tech Electric bei maximal 110 kW (150 PS) die Segel streicht, trumpft der böse Zwilling Alpine A290 (2024), der auf derselben AmpR Small-Elektroplattform basiert wie der R5, mit mindestens 130 kW (180 PS) in der Basis sowie GT Premium-Ausstattung oder gar mit 160 kW (220 PS) als GT Performance und GTS auf.

Nützliches Zubehör rund ums Elektroauto:

Damit die Vorderachse des knapp vier Meter kurzen Winzlings mit dem Drehmoment von maximal 300 Nm nicht überfordert wird, erhält die A290 nicht nur eine um 60 mm breitere Spur als der R5, sondern auch ein elektronisches Torque-Management, um die Kraft über die 19-Zoll-Räder mit für Alpine entwickelten Michelin-Reifen effektiv in Tempo umzusetzen. So sollen in nur 6,4 s 100 km/h erreicht sein (GTS), die Standardversion absolviert den Sprint in 7,4 s. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Alpine mit 170 km/h an. Dank einer 52-kWh-Batterie, die sich mit 100 kW in 30 min von 15 auf 80 Prozent nachladen lässt (AC-Laden: 11 kW), ist man auch schnell wieder auf Kurs. Apropos Kurs: Bis zu 380 km WLTP-Reichweite gibt Alpine für die stromernde Rennsemmel an.

Übrigens, wer es noch schärfer mag: Renault hat für 2027 das Comeback des R5 Turbo angekündigt – das ist der Renault 5 Turbo 3E.

Die Konkurrenten:

Exterieur: R5 im Rallye-Dress

Ihre Herkunft kann die Alpine A290 (2024) nicht leugnen. Und will sie auch nicht. Ganz traditionell gibt sie den Sportableger des Serien-R5, führt aber ihr eigenes wildes Leben mit dickbackigem Design und einer mit Zusatzscheinwerfern im Rallye-Stil garnierten Front. Weitere Power-Insignien der Alpine sind verbreiterte Seitenschweller, Heckdiffusor und die Brembo-Anlage mit ihren Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln vorn in Racing Rot oder Alpine Blau.

Die bewusst auf den Retro-Zeitgeist abzielenden Designoden an das Original aus den 1970er Jahren dürfen auch am R5 im Sportdress existieren. Die Rückleuchten werden übernommen, die Scheinwerfer um eine neue Leuchtgrafik ergänzt und selbst der angedeutete Lufteinlass auf der Motorhaube wird vom Renault 5 E-Tech geerbt. Das gilt auch für die Maße: Der Alpine A290 (2024) wächst zwar um sieben Zentimeter gegenüber dem R5, bleibt mit 3,99 m Länge aber kürzer als der Clio.

Interieur: Boost mit dem Overtake-Button

Das Cockpit der Alpine A290 (2024).
Foto: Alpine

Im Cockpit der Alpine A290 (2024) mit zwei großen Displays und onlinevernetztem, Google-basiertem Infotainment-System stecken weitere Besonderheiten. Während das Design weitestgehend identisch zum Renault 5 ist, lassen Details wie der OV-Button (Overtake) im Lenkrad für eine Boost-Funktion beim Überholen auf die Potenz des Zwergs rückschließen. Über den RCH-Drehknopf (Recharge) wählt man die passende Rekuperationsstufe. Mit der Alpine Telemetrics-App auf dem Smartphone gelingt überdies eine umfassende Datenaufzeichnung, etwa von Rundenzeiten auf der Rennstrecke.

Neben einer vierfachen Fahrmodus-Auswahl hat die 1479 kg leichte A290 zudem eine Launch Control für den optimalen Race-Start aus dem Stand. Auch für die Alltagstauglichkeit ist gesorgt – dank fünf Sitzplätzen und einem immerhin 326 l großen Kofferraum. Bis zu 26 Assistenzsysteme sind ebenfalls mit an Bord.

Fahreindruck: Das Mehr an Leistung kostet keine Alltagstauglichkeit

Der neue R5 ist eine vorzügliche Ausgangsbasis. Alpine verfeinert den Kleinen zum A290 und versieht ihn mit deutlich mehr Leistung, ohne dass damit Nachteile bei Komfort oder Alltagstauglichkeit erkauft werden. Außer im Preis, natürlich. Dennoch: So viel Nutzwert und Fahrspaß zugleich bieten nur wenige Citystromer.
Von Guntram Fiala