Reboarder ohne Isofix: Die besten Produkte & Tipps
Längst nicht alle Autos haben Isofix-Halterungen für Kindersitze an Bord. Wir geben einen Überblick über empfehlenswerte Reboarder für Kleinkinder, die auch ohne Isofix sicher genutzt werden können.
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- Reboarder ohne Isofix: Produkte im Vergleich
- Kindersitz ohne Isofix: Darauf ist zu achten
- Gibt es eine Isofix-Pflicht?
- Kindersitzgruppen: Welche Norm passt?
- Darf ein Reboarder auf dem Beifahrersitz befestigt werden?
- Wie befestigt man einen Kindersitz im Auto ohne Isofix?
- Wie sicher ist ein Kindersitz ohne Isofix?
Kinder sind das wichtigste Transportgut im Auto – entsprechend hoch sind die Anforderungen an Kindersitze. Für Babys und Kleinkinder gelten strenge gesetzliche Vorgaben: Laut UN ECE Reg. 44 dürfen Kinder bis zu einem Körpergewicht von neun Kilogramm ausschließlich rückwärtsgerichtet im Auto mitfahren. Die neuere I-Size-Norm (UN ECE Reg. 129) schreibt eine Rückwärtsbeförderung bis zum Alter von 15 Monaten vor. Der ADAC empfiehlt sogar, Kinder bis mindestens zwei Jahre in einem Reboarder rückwärts fahren zu lassen.
Reboarder sind Kindersitze, die entgegen der Fahrtrichtung montiert werden. In der Regel erfolgt die Befestigung über Isofix im Auto, was eine besonders sichere Verbindung zwischen Fahrzeug und Sitz ermöglicht und zudem die Gefahr von Montagefehlern reduziert. Bekannte Hersteller wie Britax Römer, Avova oder Maxi-Cosi setzen überwiegend auf dieses System. Doch auch für Fahrzeuge ohne Isofix gibt es Lösungen: Einige Modelle lassen sich alternativ mit dem Sicherheitsgurt befestigen.
Reboarder ohne Isofix: Produkte im Vergleich
Die Auswahl an Reboardern ohne Isofix ist mittlerweile begrenzt. Dennoch gibt es einige Modelle, die sowohl mit Isofix als auch mit dem Gurt genutzt werden können – oder ausschließlich gurtbasiert funktionieren. Automobilclubs wie der ADAC oder die Stiftung Warentest testen regelmäßig neue Modelle. Die Testsieger aus den Kindersitz- und Reboarder-Tests setzen alle auf die feste Verbindung mit dem Auto. Wichtig: Beim Kindersitz-Kauf – hier unsere Tipps – nicht nur auf Testergebnisse, sondern auch die Platzverhältnisse im eigenen Wagen achten. Besonders praktisch im Alltag sind solche Sitze, die drehbar sind, damit die Kinder leicht an- und abgeschnallt werden können. Wichtig bei allen Sitzen: ECE-R-Norm, I-Size-Norm, Gruppe, verstellbare Kopfstütze und eine gute Sicherheitsausstattung.
Booboo Safety London Reboarder ohne Isofix
Im Booboo Safety London können Kinder ab der Geburt gegen die Fahrtrichtung in fast liegender Position reisen. Ab 100 cm Körpergröße empfiehlt der Hersteller, den Sitz in Fahrtrichtung zu drehen. Geeignet ist er für Kinder bis zu 150 cm.
Graco Extend Reboarder ohne Isofix
Beim Graco Extend Reboarder handelt es sich um einen Kindersitz der Gruppe 0+/1, der ab der Geburt bis zu einem Alter von etwa vier Jahren (bis 18 kg) geeignet ist. Neben dem rückwärtsgerichteten Einsatz eignet sich der Sitz auch im Gurtmodus in Fahrtrichtung bei Kindern zwischen neun und 18 kg. Dafür stehen vier Neigungspositionen zur Wahl.
Osann Swift360 S i-Size Reboarder ohne Isofix
Der Clou des Osann Swift360 S i-Size liegt darin, dass er sich um 360 Grad verstellen lässt und damit vollständig drehbar ist – ideal zum An- und Abschnallen. Der drehbare Reboarder ohne Isofix-System ist für Kinder ab rund 76 cm Körpergröße und bis zu vier Jahren geeignet.
Kindersitz ohne Isofix: Darauf ist zu achten
Zwar bietet Isofix eine besonders einfache und sichere Befestigung, dennoch können Kindersitze auch ohne das System sicher verwendet werden – vorausgesetzt, sie sind korrekt mit dem Dreipunktgurt fixiert. Vor dem Kauf ist zu prüfen, ob das gewünschte Modell überhaupt für die gurtbasierte Befestigung zugelassen ist. Zudem sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Kompatibilität mit Alter, Größe und Gewicht des Kindes
- I-Size-Zulassung und ECE-Norm
- Drehfunktion für leichteres Anschnallen
- Verstellbare Kopfstütze
- Optional: Stützfuß oder zusätzliche Befestigungshaken für mehr Stabilität
Gibt es eine Isofix-Pflicht?
Eine generelle Pflicht zur Nutzung von Isofix besteht nicht. Allerdings müssen alle seit 2014 neu zugelassenen Fahrzeuge in der EU serienmäßig über Isofix-Halterungen verfügen. Auch bestimmte Sitzkategorien müssen seit 2013 durch ECE R 129 mit einer Isofix-Befestigung ausgestattet sein. Das System wurde bereits in den 1990er-Jahren von Britax Römer in Zusammenarbeit mit Volkswagen entwickelt. Das erste Serienfahrzeug mit Isofix-Haltern war 1997 der VW Golf 4.
Kindersitzgruppen: Welche Norm passt?
Kindersitze werden entweder nach Gewicht (ECE R 44) oder Größe (UN ECE R 129, I-Size) kategorisiert:
- Gruppe 0+: Bis 13 kg (ca. 15 Monate)
- Gruppe 1: Neun bis 18 kg (ca. ein bis vier Jahre)
- Gruppe 2/3: 15–36 kg (ca. vier bis zwölf Jahre)
- I-Size Phase 1: Bis 105 cm (ca. vier Jahre)
- I-Size Phase 2: Bis 150 cm (ca. zwölf Jahre)
>> Hier erklären wir die Normen und Gruppen von Kindersitzen im Detail.
>> Hier erklären wir welcher Kindersitz in welchem Alter passt.
Darf ein Reboarder auf dem Beifahrersitz befestigt werden?
Reboarder dürfen auf dem Beifahrersitz montiert werden – jedoch nur bei deaktiviertem Beifahrerairbag. Ist dies technisch nicht möglich, darf der Sitz vorne nicht verwendet werden. Der Airbag würde im Fall eines Unfalls mit großer Wucht auf den Sitz prallen und das Kind schwer verletzen. Das gilt im Übrigen auch für drehbare Kindersitze, Isofix-Stationen und Auto-Babywannen.
Wie befestigt man einen Kindersitz im Auto ohne Isofix?
Kindersitze ohne Isofix-Basis werden mit dem Dreipunktgurt des Fahrzeugs befestigt. Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen Stützfuß oder Befestigungshaken, um die Stabilität zu erhöhen. Wichtig ist eine exakte Montage gemäß Anleitung – falsch befestigte Sitze bergen erhebliche Sicherheitsrisiken.
Wie sicher ist ein Kindersitz ohne Isofix?
Richtig befestigt sind Kindersitze ohne Isofix sicher. Anders als bei der festen Verbindung zum Fahrzeug ist jedoch besondere Sorgfalt bei der Gurtführung und dem korrekten Einbau erforderlich.










