Akku-Poliermaschinen im Test: Sieben Maschinen für neuen Glanz
Die Lackpolitur sorgt beim Auto nicht nur für Glanz und schönen Schein, sondern auch für Werterhalt: Im Test der AUTO ZEITUNG müssen sich sieben Poliermaschinen mit Akku und Exzenter beweisen. Welche dabei besonders gut abschneiden, verraten wir hier.
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- Die getesteten Akku-Poliermaschinen mit Exzenter fürs Auto in der Übersicht
- Testsieger: Xiazir Akku-Poliermaschine
- Sehr empfehlenswert: Einhell Akku-Poliermaschine CE-CB 18/254 Li Power X-Change
- Preis-Leistungs-Sieger: Gearlasso Akku-Poliermaschine
- Ergebnisse der Top-3-Geräte (Tabelle)
- Platzierungen weiterer Akku-Poliermaschinen im Test
- So haben wir getestet und bepunktet
- Welche Akku-Poliermaschine ist (für wen) die beste?
- Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Akku-Poliermaschinen
- Sechs wichtige Tipps zum Polieren mit der Exzenter-Poliermaschine (Schritt-für-Schritt-Anleitung)
- Fazit
Die getesteten Akku-Poliermaschinen mit Exzenter fürs Auto in der Übersicht
Während verwitterte Lacke Schmutz, Vogelkot und aggressive Chemie aus Luft und Umgebung binden, lässt eine gepflegte und wachsgeschützte Oberfläche Dreck und Wasser einfach abperlen. Der beste Weg dahin: Polieren. Das geht zwar auch von Hand, doch schneller und weniger anstrengend ist das Polieren mit der Maschine. Besonders für Anfänger:innen geeignet sind Exzenter-Poliermaschinen, die elliptische Bahnen auf dem Autolack ziehen.
Einfache Akku-Geräte für den Hausgebrauch sind schon für teils deutlich unter 100 Euro zu haben. Aber stimmt nach dem Polieren auch das Ergebnis? In unserem Test treten sieben Exzenter-Polierer mit Wechselakku gegeneinander an. Hier sind unsere Ergebnisse.
Testsieger: Xiazir Akku-Poliermaschine

Eine in nahezu all unseren Test-Disziplinen blitzsaubere Polier-Leistung liefert die Akku-Poliermaschine von Xiazir ab. Sie erhält dafür die Note „Gut“ und sichert sich den Testsieg. Mit ihrem 150-mm-Polierteller, auf den auch mitgeliefertes Schleifpapier aufgezogen werden kann, poliert sie in überschaubarer Zeit ordentlich was weg. Mit dem seitlich eingebauten Rändelrad, das sich noch etwas stärker arretieren lassen dürfte, kann man die Drehzahl in sechs Stufen verstellen.
Der Wechselakku, der auf dem Papier lediglich 2000 mAh Kapazität mitbringt, hält am Testblech fast die volle Distanz von drei Polier-Runden à fünf Minuten durch, eher er gegen den mitgelieferten Zweit-Akku getauscht werden muss. Zum Lieferumfang gehören außerdem zwei verschieden große Polierteller, vier kleine Textilhauben, ein Poliertuch und eine Polierhaube aus Synthetik-Material. Vom schonenden Wachsen und Polieren bis hin zum Entfernen mitteltiefer Kratzer und Hochglanz-Finish ist damit so ziemlich alles möglich, was im Zuge der Lackpflege am Auto so anfällt. Sogar eine Schürze als Spritzschutz ist Teil des 13-teiligen Sets.
Sehr empfehlenswert: Einhell Akku-Poliermaschine CE-CB 18/254 Li Power X-Change
Die komplett symmetrisch aufgebaute und daher problemlos von Links- wie Rechtshänder:innen zu bedienende Akku-Poliermaschine CE-CP 18/254 Li Power X-Change von Einhell ist so etwas wie der Dauerläufer in unserem Testfeld. Kein anderes Gerät hält unter Last länger durch. Selbst nach drei Polier-Durchgängen an unserem Testblech mit ein- und demselben Akku ist noch lange nicht Schluss. Das schafft sonst keine andere Exzenter-Akku-Poliermaschine im Test. Die Drehzahl ist bei relativ niedrigen 2500 U/min fixiert, dafür wird diese auch bei Druck aufs Blech in jedem Durchlauf und in jeder Betriebssituation konstant gehalten. Der große Polierteller prädestiniert sie zum flotten Polieren großer, im besten Fall planer Flächen.
Wer bereits Ladegerät und Wechselakku aus der Power X-Change Produktfamilie von Einhell besitzt, kann die Einhell-Poliermaschine auch separat kaufen. Da Einhell-Akkus im Rahmen einer herstellerübergreifenden Akku-Allianz kompatibel sind, können dazu auch Akkus anderer Marken herhalten. In unserem Testfeld trifft dies auf fünf der insgesamt sieben Maschinen zu. Alle anderen müssen zum relativ teuren Bundle greifen oder ins Einhell-Starter-Kit investieren. Dafür ist die LED-Ladestandanzeige selbsterklärend. Insgesamt ein einfach zu bedienendes, solides Gerät. Daher die Note „Gut“ und das Siegel „Sehr empfehlenswert“. Mit einem Gewicht von 2560 g (mit Akku und Polierschwamm) wiegt die Einhell-Poliermaschine allerdings rund doppelt so viel wie die meisten anderen im Test und vibriert dabei kräftig, was auf Dauer ordentlich in die Arme geht.
Preis-Leistungs-Sieger: Gearlasso Akku-Poliermaschine
Viel Polierkraft in einem breiten Drehzahlbereich von 2800 bis 6000 U/min zu einem vergleichsweise günstigen Preis: Das bietet die Auto-Poliermaschine von Gearlasso. Ihrem Akku geht in unserem Dreifach-Testlauf erst zehn Sekunden vor Schluss die Puste aus. Dank großer und ergonomisch geformter Griffe liegt die Akku-Poliermaschine gut in der Hand.
Allerdings dürfte die Maschine, deren Gehäuse in angriffslustigem Knallorange daherkommt, etwas robuster sein: Als sie uns beim Akkuwechseln aus der Hand rutscht und aus etwa zehn Zentimetern Höhe auf den Tisch fällt, trägt ihr Kunststoffgehäuse eine weithin sichtbare „Narbe“ davon, was die Funktion zum Glück nicht weiter beeinträchtigt. Zum Nachladen braucht der komplett entleerte Akku 175 min, also knapp drei Stunden, und damit deutlich mehr als die meisten anderen Geräte im Test. Gut, dass ein zweiter Wechselakku Teil des Lieferumfangs ist.
Ergebnisse der Top-3-Geräte (Tabelle)
Xiazir Akku-Poliermaschine | Einhell Akku-Poliermaschine CE-CB 18/254 Li Power X-Change | Gearlasso Akku-Poliermaschine | |
|---|---|---|---|
Funktionalität (50) | 36 | 35 | 32 |
Qualität (20) | 17 | 15 | 16 |
Sicherheit (20) | 17 | 18 | 15 |
Nachhaltigkeit (10) | 9 | 9 | 9 |
Gesamtpunkte (100) | 79 | 77 | 72 |
Bewertung | Gut | Gut | Befriedigend |
Prädikat | Testsieger | Sehr empfehlenswert | Preis-Leistungs-Sieger |
Platzierungen weiterer Akku-Poliermaschinen im Test
Protmex Akku-Poliermaschine

Die Protmex-Poliermaschine, die beim Kauf über Amazon aktuell aus Großbritannien beschafft werden muss und damit nicht den üblichen EU-Regularien zu Umtausch und Gewährleistung unterliegt, ähnelt in Optik und Aufbau stark dem eben beschriebenen Preis-Leistungs-Sieger von Gearlasso. Allerdings kann sie trotz des üppigen Lieferumfangs in Sachen Handhabung, Verarbeitung und Akku-Leistung mit dieser nicht Schritt halten.
Den beiden mitgelieferten, Einhell-kompatiblen 1500 mAh-Akkus fehlt es an Power. Sobald man nur ein wenig Druck aufs Material ausübt, wird der Motor sehr warm. Zudem geht die Drehzahl in den Keller, sodass der dritte Polierdurchgang fast ein wenig überflüssig wirkt. Auch liegt sie wegen der kleineren Griffe bei Weitem nicht so gut in der Hand wie die Konkurrenz von Gearlasso. Dazu gibt es viele Spritzguss-Plastikteile, die nicht ordentlich entgratet sind und teilweise den Blick ins Gehäuse samt Elektronik freigeben. Nicht sehr vertrauenerweckend und am Ende gerade noch genug für die Note „Befriedigend“.
Soarfly Akku-Poliermaschine

Die Poliermaschine von Soarfly kommt ebenfalls mit Energiespeichern, die mit dem Wechselakku-System von Einhell kompatibel sind. Das ist auch schon fast das Beste, was man über sie sagen kann. Ansonsten tut die Akku-Poliermaschine, was sie soll, aber ohne dabei zu glänzen. Sie wirkt auf den ersten Blick zwar handlich, liegt aber nicht gut in der Hand. Der Akkuwechsel ist hakelig und geht nur widerwillig vonstatten. Der Akku selbst hat keine Ladeanzeige und ist auch nicht sehr ausdauernd: Im dritten Polierdurchgang geht er schon nach zwei Minuten in die Knie.
Ergebnisse der Plätze 4 und 5 (Tabelle)
Protmex Akku-Poliermaschine | Soarfly Akku-Poliermaschine | |
|---|---|---|
Funktionalität (50) | 34 | 28 |
Qualität (20) | 16 | 12 |
Sicherheit (20) | 7 | 14 |
Nachhaltigkeit (10) | 8 | 10 |
Gesamtpunkte (100) | 65 | 64 |
Bewertung | Befriedigend | Befriedigend |
Batoca S2 Akku-Poliermaschine

Mit optischen Vorschusslorbeeren in Gestalt eines giftig dreinblickenden Leguans auf dem Gehäuse kommt die Batoca S2 Akku-Poliermaschine aus dem Karton. Leider kann die reine Polierleistung mit so viel zur Schau getragener Angriffslust nicht Schritt halten. Der mit 5000 mAh Nominalkapazität aufwartende Akku ist schon 1:11 min vor Ablauf des dritten und letzten Test-Durchgangs leer.
Auch der E-Motor weiß uns nicht zu überzeugen. Die in der Produktbeschreibung versprochene Drehzahl-Stabilisierung funktioniert zwar halbwegs. Allerdings nur, so lange der Druck aufs Blech nicht zu groß wird. Schon bei schwachen bis mittleren Aufdrücken pendelt sich die Rotation laut der Digitalanzeige auf dem Display auf der höchsten von sechs, per Einhandschalter wählbaren Leistungsstufen bei 4500 U/min ein. Das unangenehme Geräusch, das dabei entsteht, hat uns spontan an ein Kleinflugzeug mit akuten Motorproblemen erinnert. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, die Maschine habe einen Lagerschaden. Der unnötig lange Handgriff und die unausgewogene Gewichtsverteilung machen es zusätzlich schwer, sie sinnvoll zum Polieren einzusetzen. Am Ende ein „Ausreichend“.
Cartrend Akku-Poliermaschine

Insgesamt nicht überzeugt hat uns in unserem Test die Akku-Poliermaschine von Cartrend. Dies gilt vor allem für die Handhabung: Der Griff, in den der exotisch geformte Akku gesteckt wird, der mit keinem uns bekannten System kompatibel ist, ist sehr klein. Das macht die Mini-Poliermaschine sehr schwer zu fassen, sowohl für die rechte als auch für die linke Hand. Klein fällt auch das Fassungsvermögen des 2000-mAh-Einzelakku aus.
Ist er leergelaufen, hat das eine rund einstündige Arbeitsunterbrechung zur Folge, wenn man den Energiespeicher voll aufladen will. Einen zusätzlichen Wechselakku gibt es zwar, allerdings muss dieser separat erworben werden. Beim Polieren selbst macht die Maschine von Cartrend von Anfang an ein metallisches Geräusch, als wenn in ihrem Inneren etwas locker wäre. Statt dem Finish den „letzten Schliff“ zu geben, schleift die dafür vorgesehene Mikrofaserhaube nach dem Aufziehen am Saum so stark, dass die Maschine teilweise mehr oder weniger zum Stillstand kommt. Besser: Finger weg, das können andere besser!
Ergebnisse der Plätze 6 und 7 (Tabelle)
Batoca S2 Akku-Poliermaschine | Cartrend Akku-Poliermaschine | |
|---|---|---|
Funktionalität (50) | 29 | 30 |
Qualität (20) | 13 | 10 |
Sicherheit (20) | 10 | 12 |
Nachhaltigkeit (10) | 7 | 6 |
Gesamtpunkte (100) | 59 | 58 |
Bewertung | Ausreichend | Ausreichend |
So haben wir getestet und bepunktet
Die Akku-Poliermaschinen mit Exzenter wurden von uns unter praxisnahen Bedingungen am Auto und an standardisierten Testblechen getestet, die zuvor in verschiedene Segmente eingeteilt wurden. Die lackierten Testbleche wurden dazu vor den Polierdurchgängen gezielt mit Schleifpapier angeraut, um einen stumpfen Lack mit leichten Kratzern zu simulieren. Als Politur kam der Sieger unseres Autopolituren-Test, der Shine Speed Polish von Koch Chemie, zum Einsatz. Die genutzten Polierschwämme und -aufsätze stammten aus dem Lieferumfang der jeweiligen Poliermaschine.
Im Prinzip kann man mit jeder Poliermaschine und entsprechendem Zeitaufwand gute Ergebnisse erzielen. Im Test der Funktionalität ging es daher vor allem um die Handhabung der Maschine am Auto und das Polierergebnis am Testblech nach drei, jeweils fünf Minuten langen Durchgängen. Auch die Ausdauer und die Ladedauer der Wechselakkus wurden im Kapitel Funktionalität bepunktet.

Neben der Materialgüte und -verarbeitung zählten beim Thema Qualität auch die Lesbarkeit des Displays (falls vorhanden), die Garantiebedingungen und die Bedienungsanleitung zu den wichtigsten Testkriterien. Auch die Geräuschentwicklung wurde hier bewertet, während bei der Sicherheit nur schnell abschaltbare Geräte voll punkten konnten. Bei der Nachhaltigkeit führten neben Verschleißerscheinungen auch Defekte zur Abwertung. Punkten konnten die Poliermaschinen hier mit Wechselakkus, die auch mit anderen Produktfamilien kompatibel sind.
Punkte | Sterne | Note |
|---|---|---|
100 | 5 | Sehr gut |
90 – 99 | 4 – 4,9 | Sehr gut |
75 - 89 | 3 – 3,9 | Gut |
61 - 74 | 2 – 2,9 | Befriedigend |
51 - 60 | 1,1 – 1,9 | Ausreichend |
0 – 50 | 1 | Mangelhaft |
Welche Akku-Poliermaschine ist (für wen) die beste?
Für Anspruchsvolle:
Als klarer Sieger aus unserem Test geht die Xiazir Akku-Poliermaschine hervor. Sie erledigt den Polierjob am Auto mit Bravour und in vertretbarer Zeit. Und zwar bei der reinen Blechbearbeitung wie beim Akku-Laden. Auch fürs perfekte Finish liefert sie das nötige Zubehör gleich mit.
Für Preisbewusste:
Für das etwas kleinere Budget empfehlen wir die Akku-Poliermaschine von Gearlasso, mit der man für etwas über 50 Euro bereits passable Ergebnisse erzielt. Sie zeigt beispielhaft, dass neuer Glanz für den Fahrzeug-Lack nicht teuer sein muss. Wenn man das ganze Auto überpolieren möchte, muss man allerdings Geduld mitbringen (oder in weitere Wechselakkus investieren), denn die Ladezeiten sind lang.
Für Polier-Neulinge:
Wer beim Autoaufbereiten nichts dem Zufall überlässt, die perfekte Drehzahl für die jeweilige Polier-Aufgabe am liebsten individuell von Hand einstellt und bei der Werkzeugwahl gerne aus dem Vollen schöpft, ist bei der Einhell-Poliermaschine definitiv an der falschen Adresse. Für alle anderen, speziell für Anfänger:innen, ist sie eine gute Wahl, weil sie ohne viel Schnickschnack auskommt, lange durchhält und in kurzer Zeit ordentlich Blech-Fläche schafft. Wenn zudem bereits Wechselakkus von Einhell im Haushalt vorhanden sind, bleibt das Ganze auch kostenseitig im Rahmen.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Akku-Poliermaschinen
Was ist besser: Poliermaschine mit oder ohne Exzenter?
Besonders für Anfänger:innen eignen sich Exzenter-Poliermaschinen besser, da sie einfacher anzuwenden sind. Die elliptische Bewegung des Poliertellers erzeugt weniger Hitze und mindert das Risiko, ungewollt Hologramme in den Lack zu wienern. Rotationsmaschinen ohne Exzenterbewegung sind meist leistungsstärker und eignen sich besonders, um tiefere Kratzer zu entfernen, erfordern aber Erfahrung, um bleibende Lackschäden zu vermeiden.
Wozu gibt es unterschiedliche Polierschwämme?
Unterschiedliche Polierschwämme und -pads gibt es, um Lackoberflächen gezielt von Kratzern zu befreien, um Polituren einzuarbeiten oder Hochglanz zu erzeugen. Die Polierpads sind individuell abgestimmt auf den Härtegrad des Lacks und die Tiefe der Defekte. Sie variieren in Härte, Struktur und Material (im Regelfall Schaumstoff, Fell oder Mikrofaser), wobei härtere Polierpads mehr Material von der Oberfläche abtragen und weichere für das Finish zuständig sind. Manche Polierschwämme sind zudem gewellt, um vor Überhitzung des Blechs zu schützen. Mit verschiedenen Größen kann man sich auch an die zu polierende Fläche anpassen. Polierschwämme mit kleinem Durchmesser erleichtern den Zugang zu Ecken und Kanten, während große sich mehr für Flächen wie die Motorhaube oder das Dach eignen.
Eine Poliermaschine besser mit Akku oder Kabel kaufen?
Die Entscheidung zwischen einer Akku- und einer kabelgebundenen Poliermaschine hängt vor allem davon ab, wo man arbeitet und wie das Gerät vorrangig genutzt wird. Kabelgebundene Poliermaschinen erfordern einen Zugang zu einer Steckdose und erschweren die Arbeit, da das Kabel beim Polieren stören kann. Sie haben allerdings Vorteile für preisbewusste Käufer:innen. Und dank ihrer unbegrenzten elektrischen Ausdauer kann man damit ein komplettes Auto in einem Durchgang polieren.
Akku-Poliermaschinen bieten dagegen mehr Bewegungsfreiheit. Sie eignen sich gut fürs Arbeiten im Freien ohne Stromzugang oder für gezielte Ausbesserungen an einzelnen Stellen. Ohne Zweit-Akku, so auch eine Erkenntnis unseres Tests, kann man im Regelfall aber nicht das gesamte Auto auf Hochglanz polieren.
Sechs wichtige Tipps zum Polieren mit der Exzenter-Poliermaschine (Schritt-für-Schritt-Anleitung)
Vorwäsche: Vor dem Polieren das Auto gründlich und sorgfältig waschen und möglichst noch mit Reinigungsknete (Tipps zu Kauf und Anwendung) abziehen. Danach mit einem Mikrofasertuch trocknen.
Richtiges Poliermittel nehmen: Polieren mit der Maschine verlangt nach einer passenden Autopolitur – hier die besten im Test. Sie muss zwingend für den Gebrauch mit der Maschine vorgesehen sein.
Wärmeentwicklung vermeiden: Während der Politur ist darauf zu achten, dass keine hohe Reibungswärme entsteht. Anderenfalls kann der Lack beschädigt werden. Besondere Vorsicht bei Rotationsmaschinen, damit keine Hologrammbildung auf der Lackoberfläche entsteht. Doch auch Exzentermaschinen sollten stets gefühlvoll und mit nur wenig Druck bedient werden.
Richtige Drehzahl finden: Mit langsamer Drehzahl die Politur auftragen. Zum Auspolieren wird die Geschwindigkeit dann leicht erhöht. Die Maschine führt man am besten im sogenannten Kreuzgang über das Karosserieblech.
Richtigen Aufsatz und die richtigen Polierpads nutzen: Zum Politurauftragen Schwamm- oder Frotteescheibe, zum Auspolieren Lammfell oder Mikrofaserüberzug wählen. Nur für die Glaspolitur eine Filzscheibe einsetzen.
Vorsicht an Sicken und Kanten: An Sicken und Karosseriekanten nur kurz und mit wenig Druck polieren, weil die Gefahr eines Lackabschliffs hier besonders groß ist. Für schwer zugängliche Oberflächen kommt ein kleiner Polierteller, eine kompakte Maschine oder Handarbeit zum Einsatz.
Fazit
Die ernüchternde Nachricht vorweg. So gut wie keine der günstigen Poliermaschinen aus unserem Test schafft wirklich drei Polier-Gänge mit einer Akkuladung. Um ein Auto in einem Rutsch auf Hochglanz zu polieren, ist das (viel) zu wenig. Da müssen die Hersteller nachbessern! Aber es gibt auch Lichtblicke. Dazu zählt der Testsieger von Xiazir. Immerhin: Viel kaputt machen kann man mit keinem der getesteten Geräte. Die Exzenterfunktion tut bei allen, was sie soll, und schützt den Lack vor irreparablen Schäden, etwa wenn mit zu viel Drehzahl zu lange an einer Stelle herumpoliert wird.

































