H-Saisonkennzeichen: Voraussetzungen, Vorteile und Beantragung
Seit dem 1. Oktober 2017 dürfen Oldtimer ihr H-Kennzeichen dank einer Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung auch als Saisonkennzeichen nutzen – das spart deutlich bei Steuer und Versicherung!
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Das H-Kennzeichen für Oldtimer ist ein begehrtes Nummernschild für Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und sich in gutem Originalzustand befinden. Seit dem 1. Oktober 2017 lässt sich dieses H-Kennzeichen mit einem Saisonkennzeichen kombinieren – ideal für Oldtimer, die nur saisonal genutzt werden. So können Besitzer:innen ihre Fahrzeuge in bestimmten Monaten zulassen und profitieren von steuerlichen und versicherungstechnischen Vorteilen.
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Was ist ein H-Saisonkennzeichen?
Ein H-Saisonkennzeichen kombiniert die Vorteile eines H-Kennzeichens mit denen eines Saisonkennzeichens. Das Fahrzeug wird dabei nur für einen festgelegten Zeitraum im Jahr zugelassen – mindestens zwei und höchstens elf Monate. Steuer und Versicherung fallen nur für die Monate an, in denen das Fahrzeug tatsächlich zugelassen ist.
Voraussetzungen für das H-Saisonkennzeichen
Um ein H-Saisonkennzeichen zu erhalten, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Mindestalter: Das Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt sein.
- Originalzustand: Das Auto sollte sich weitgehend im Originalzustand befinden.
- Gutachten: Ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO ist erforderlich.
- Hauptuntersuchung: Eine gültige Hauptuntersuchung (HU) muss vorliegen.
- Versicherung: Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist notwendig, die auch saisonale Zulassungen abdeckt.
- Zulassungszeitraum: Der Zeitraum der Zulassung muss mindestens zwei und höchstens elf Monate betragen.
Steuerliche Vorteile des Saisonkennzeichens für Oldtimer
Mit einem H-Saisonkennzeichen profitieren Oldtimer-Besitzer:innen von reduzierten Kfz-Steuerkosten. Die pauschale Kfz-Steuer für Oldtimer beträgt jährlich 191,73 Euro. Bei einer saisonalen Zulassung wird dieser Betrag anteilig berechnet – abhängig von der Dauer der Zulassung.
Beispiel:
Bei einer Zulassung für sechs Monate beträgt die Kfz-Steuer rund 95,87 Euro. Gleiches Prinzip gilt für die Versicherung: Sie wird nur für den gewählten Zulassungszeitraum fällig.
Für welche Fahrzeuge lohnt sich das saisonale H-Kennzeichen?
Ein H-Saisonkennzeichen eignet sich besonders für Oldtimer, die nicht ganzjährig gefahren werden – etwa Cabrios, Motorräder oder Sportwagen. Wer seinen Oldtimer nur in den Sommermonaten nutzt, kann durch die Kombination von H- und Saisonkennzeichen deutlich sparen.
Für Oldtimer, die das ganze Jahr über bewegt werden, lohnt sich hingegen ein reguläres H-Kennzeichen meist mehr.
Beantragung des H-Saisonkennzeichens
Nach Erfüllung aller Voraussetzungen erfolgt die Beantragung bei der zuständigen Zulassungsstelle. Dafür sind das Oldtimer-Gutachten, der Nachweis der gültigen HU und die Versicherungsbestätigung vorzulegen.
Bei der Antragstellung wird der gewünschte Zeitraum der Saisonzulassung festgelegt. Die Zulassungsstelle vergibt anschließend das H-Saisonkennzeichen, und die Kfz-Steuer sowie die Versicherungskosten werden anteilig für diesen Zeitraum berechnet.







