Neuer MG3 Hybrid+ (2024): Testfahrt im Polo-Gegner

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MG3 Hybrid+ (2024); fahrend, schräg vorne
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Keine andere Firma aus dem Reich der Mitte verkauft in Deutschland so viele Autos wie MG.

MG3 Hybrid+ (2024), fahrend, von der Seite
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Mit dem MG3 bringt die Marke jetzt einen echten Volkswagen an den Start.

MG3 Hybrid+ (2024), fahrend, schräg hinten
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Schließlich ist der Fünftürer mit 4,11 m auch im Familieneinsatz voll alltagstauglich und mit einem Grundpreis von 19.990 Euro (Stand: Juni 2024) obendrein bezahlbar.

MG3 Hybrid+ (2024), Blick auf den Fahrersitz
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Der Auftritt des Fünftürers ist erstaunlich sportlich, das Ambiente bei allem Kostendruck ganz ansehnlich.

MG3 Hybrid+ (2024), Blick auf die Rückbank
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Die Ausstattung ist im Basismodell angemessen und in den gehobenen Varianten üppig.

MG3 Hybrid+ (2024), Kofferraum
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Am Platzangebot gibt es bei 2,57 m Radstand und 293 l Kofferraum nichts zu meckern.

MG3 Hybrid+ (2024), stehend, von schräg vorne
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Zum Start gibt es den MG3 erst mal nur als Hybrid+ – und diesen Namen trägt der MG zurecht.

MG3 Hybrid+ (2024), stehend, Seitenansicht
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Mit einer Einstiegsmotorisierung sollte der Preis im Herbst 2024 auf etwa 17.000 Euro sinken.

MG3 Hybrid+ (2024) stehend, schräg hinten
MG3 Hybrid+ (2024) Foto: MG

Spätestens dann hat MG einen ausgewachsenen Kleinwagen zum Preis eines Cityflohs in petto – und unterbietet die Konkurrenz um eine Klasse.

MG erweitert seine Produktpalette um den "3er". Doch wie gut ist der Hybrid-Kleinwagen? Das soll die erste Testfahrt mit dem neuen MG3 Hybrid+ (2024) beantworten.

Von wegen Nio, BYD oder gar Xiaomi - zwar machen die vermeintlich technophilen Elektromarken aus China gerade mächtig Wind, doch keine andere Firma aus dem Reich der Mitte verkauft in Deutschland so viele Autos wie MG. Und dabei setzt die SAIC-Tochter beileibe nicht nur auf zukunftsweisende Stromer, sondern will VW & Co. nun mit ihren eigenen Waffen schlagen. Während sich insbesondere europäische Marken zusehends aus dem Geschäft mit konventionellen Kleinwagen zurückziehen, bringt MG mit dem neuen MG3 (2024) einen wahren Volkswagen an den Start. Der Fünftürer mit 4,11 m Länge ist auch im Familieneinsatz voll alltagstauglich und mit einem Grundpreis von 19.990 Euro (Stand: Juni 2024) obendrein bezahlbar. Soweit die theoretischen Fakten, nun muss er sich bei der ersten Testfahrt beweisen.
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Leslie & Cars zeigt den MG3 (2024) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Testfahrt: Der neue MG3 Hybrid+ (2024) ist klein, aber oho

Dabei ist der Chinese alles andere als ein Sparbrötchen, das lustlose Zweckmobilität bieten will. Der Auftritt des Fünftürers ist erstaunlich sportlich, das Ambiente bei allem Kostendruck ganz ansehnlich, die Ausstattung im Basismodell angemessen und in den gehobenen Varianten üppig. Bei 2,57 m Radstand und 293 l Kofferraum gibt es obendrein auch nichts am Platzangebot zu meckern. Vor allem aber wird beim Antrieb nicht gekleckert, sondern geklotzt. Zum Start gibt es den neuen MG3 (2024) erst mal nur als Hybrid+ und diesen Namen trägt der MG zurecht. Zwar setzen der Autobauer auf einen eher schmächtigen Vierzylinder mit 1,5 l Hubraum und 75 kW (102 PS), koppeln den Benziner dafür aber mit einer E-Maschine von stolzen 100 kW (136 PS) und bauen einen Pufferakku von in dieser Klasse ungewöhnlich großen 1,8 kWh ein. Renault Clio und Toyota Yaris, die beiden einzigen anderen Kleinwagen mit Doppelherz, sind da lange nicht so gut bestückt.

Konkurrenten:

Sparsam, bezahlbar, spaßig

Dieses Doppel drückt nicht nur den Realverbrauch nahe an den Normwert von 4,4 l. Vor allem macht der neue MG3 Hybrid+ (2024) bei der ersten Testfahrt einen munteren Eindruck. Schließlich kommen die beiden Motoren im Team auf eine Systemleistung von 194 PS (143 kW), werfen 128 und 250 Nm in die Waagschale und haben so einen Antritt wie einst die GTI-Fraktion. Von 0 auf 100 km/h geht es in 8,0 s und dass schon bei 170 km/h wieder Schluss ist, liegt wohl eher an der ungewöhnlichen, aber effizienten und vor allem bezahlbaren Dreigang-Automatik als am Elan. Und zumindest bis kurz vor der Höchstgeschwindigkeit fühlt sich der MG3 dabei angenehm engagiert an und macht die Landstraße zur Lustmeile. Klar gibt es Kleinwagen mit einem knackigeren Fahrwerk und einer schärferen Lenkung, dafür hat der MG mächtig Biss, hängt gierig am Gas und macht auf der Landstraße auch das Überholen nicht zur Mutprobe.

Auch MG weiß, dass die Zukunft dem Elektroantrieb gehört. Nicht umsonst steht die Marke vor allem für den ID.3-Gegner MG4. Doch wie mittlerweile fast alle Chinesen legt die SAIC-Tochter dabei weniger Dogmatismus an den Tag und versucht sich stattdessen im Pragmatismus: "Wir bauen, was die Kund:innen kaufen", lautet das Motto und damit füllen sie ein Vakuum, das bei VW & Co. immer größer wird. Denn je mehr sich europäische Marken aufs Elektroauto fokussieren, desto knapper wird die Auswahl an konventionellen Kleinwagen zu volkstümlichen Preisen. Deshalb legt MG sogar nochmal nach und klemmt im Herbst 2024 zur Preiskorrektur auch noch den Hybrid ab.

Technische Daten

AUTO ZEITUNG 12/2024MG3 Hybrid+
Technische Daten
Motoren4-Zylinder, 4-Ventiler, 1490 cm³ + E-Motor     
Antrieb3-Stufen-Automatik; Vorderrad
Systemleistung143 kW/194 PS
Max. Drehmoment128 + 250 Nm
Batteriekapazität1,8 kWh (netto)
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4113/1797/1502 mm
Leergewicht/Zuladung1285/448 kg
Kofferraumvolumen293-983 l
Fahrleistungen
Beschleunigung (0-100 km/h)8,0 s
Höchstgeschwindigkeit170 km/h
Verbrauch auf 100 km4,4 l S
Elektrische Reichweitek.A.
Kaufinformationen
Grundpreis19.900 €
MarktstartSommer 2024
Alle Daten Werksangaben

Fazit

Der MG3 Hybrid+ überzeugt und ist bezahlbar. Damit ist das untere Ende der Fahnenstange aber noch nicht einmal erreicht. Mit einer Einstiegsmotorisierung sollte der Preis im Herbst 2024 auf etwa 17.000 Euro sinken. Spätestens dann bietet MG einen ausgewachsenen Kleinwagen zum Preis eines Cityflohs – und unterbietet die Konkurrenz um eine Klasse.