Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+: Test

(1/10)
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Mit dem Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ krönt AMG die Mercedes A-Klasse mit einer besonders sportlichen Variante. >> Mehr zum Thema Test

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Der Zweiliter-Benziner mit Twin-Scroll-Turbolader mobilisiert in der S-Version 421 PS, was einer Literleistung von gut 210 PS entspricht.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Damit ist das Aggregat der stärkste in Serie gebaute Vierzylinder der Welt.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Bulliger Auftritt: vierflutige Abgasanlage, breite Heckschürze.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Die Integral-Sportsitze mit ausziehbarer Schenkelauflage geben viel Halt.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Digitaler Sportler: Große Displays treffen auf Sportlenkrad und AMG-spezifische Elemente.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Individuell konfigurierbare Digital-Instrumente.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Fahrmodus-Drehregler am Lenkrad.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Auch dank vollvariablem Allradantrieb stürmt der AMG per Launch-Control in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100.

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Foto: Mercedes

Bei Geschwindigkeiten deutlich jenseits von 150 km/h reißt der 1643 Kilogramm schwere 45er noch kräftig an und wird erst bei Tempo 270 elektronisch abgeregelt.

Der Mercedes-AMG A 45 S ist das stärkste Stück der schwäbischen Kompaktbaureihe im Test: Sein 421 PS kräftiger Zweiliter-Turbobenziner sorgt für atemberaubende Fahrleistungen – und einen Rekord.

PositivEnorme Fahrleistungen, agiles Handling, hochmodernes Multimedia
NegativHoher Grundpreis und kostspielige Extras

Gut ein Jahr nach der Markteinführung der neuen A-Klasse krönt AMG den Einstiegs-Benz mit einer besonders sportlichen Variante, die auf den sperrigen Namen Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ hört und nun zum Test antritt. Und die leistungsstärkste aller A-Klassen beeindruckt bereits auf dem Papier: Der Zweiliter-Benziner mit Twin-Scroll-Turbolader mobilisiert in der S-Version 421 PS, was einer Literleistung von gut 210 PS entspricht. Damit ist das Aggregat der stärkste in Serie gebaute Vierzylinder der Welt und macht die A-Klasse zum derzeit potentesten Kompaktsportler. Zudem bietet AMG eine mit 387 PS etwas zahmere Variante des 45er an und hat mit dem A 35 noch eine 306 PS kräftige Einstiegsversion im Portfolio. Doch zurück zur Speerspitze der Baureihe. Auch dank vollvariablem Allradantrieb stürmt der AMG per Launch-Control in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100 – und löst damit exakt die Zeit ein, die vom Werk angegeben wird. Zum Vergleich: Ein C 63 AMG mit Biturbo-V8 benötigt für diese Übung zwei Zehntelsekunden länger. Bei Geschwindigkeiten deutlich jenseits von 150 km/h reißt der 1643 Kilogramm schwere Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ im Test noch kräftig an und wird erst bei Tempo 270 elektronisch abgeregelt. Mehr zum Thema: Der Mercedes-AMG A 45 S im Fahrbericht

Der Mercedes-AMG A 45 S im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ im Test

Der Turbobenziner des Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ begeistert mit seiner Drehfreude und lässt die Kurbelwelle scheinbar mühelos mit über 7000 Touren rotieren. Ein guter Partner ist das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das in den Sportmodi die Übersetzungen blitzschnell wechselt. Bei zurückhaltender Fahrweise im Komfort-Programm oder nach kurzen Beschleunigungsvorgängen dauert es jedoch, bis das Getriebe wieder hochschaltet. Um im umkämpften Segment der Kompaktsportler ein Ausrufezeichen setzen zu können, muss neben der Längs- aber auch die Querdynamik stimmen. Auf verwinkelten Landstraßen trumpft der AMG groß auf und meistert selbst anspruchsvolle Kurvenkombinationen dank Allrad und 19-Zoll-Sportbereifung mit einem enormen Gripniveau. Antrieb, Fahrwerk und ESP lassen sich mehrstufig und auf jede Fahrsituation einstellen. Das gesamte Dynamik-Potenzial samt Drift-Modus sollte man jedoch nur auf abgesperrter Strecke erfahren. Mit einem Grundpreis von 61.821 Euro ist der Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ nicht nur der stärkste, sondern auch der teuerste Kompaktsportler. Unser Testwagen bringt es auf über 80.000 Euro Listenpreis – das muss man sich leisten können und wollen.

Test: Connectivity-Check im Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+

Das aus zivilen A-Klasse-Modellen bekannte MBUX-Infotainmentsystem ist auch beim getesteten Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ an Bord. Der Sprachassistent erleichtert die Bedienung ungemein, reagiert teilweise aber auf einfache Kommandos nicht. Die Bedienung per Touchflächen und Touchscreen erfordert aufgrund komplexer Menüführung Eingewöhnung.

Messwerte & technische Daten des Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+

AUTO ZEITUNG 24/2019Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4; Turbo
Hubraum1991 cm³
Leistung310 kW/421 PS
Max. Gesamtdrehmoment500 Nm
Getriebe/Antrieb8-Gang, Doppelkupplung/Allrad
Messwerte
Leergewicht/Zuladung1643/457 kg
Beschleunigung (Test) 
0 - 100 km/h3,9 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)270 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
34,5/34,3 m
Verbrauch (Test/WLTP)9,8/8,5 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Werk)189 g/km
Preise
Einstiegsmodell26.555 Euro
Grundpreis61.821 Euro

Fazit

Die stärkste A-Klasse aller Zeiten beeindruckt mit irren Leistungsreserven und Fahrleistungen auf Sportwagen-Niveau. Auch querdynamisch fährt der Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ in seiner Klasse ganz vorn mit – wir freuen uns bereits auf einen Tracktest. 62.000 Euro Grundpreis sind für einen Kompaktsportler aber einfach zu viel.