Mercedes A-Klasse/Seat Leon: Vergleich

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Mercedes A-Klasse/Seat Leon: Vergleich
Mercedes A-Klasse/Seat Leon Foto: Frank Ratering

Mit gutem Platzangebot, modernem Antrieb und auf den ersten Eindruck knackigem Handling können beide Konzernkompakte dienen. Aber wer hat im ersten Vergleich die Nase vorn? >> Mehr zum Thema Vergleichstest

Mercedes A 200
Mercedes A 200 Foto: Frank Ratering

Die Mercedes A-Klasse soll in 8,2 Sekunden auf 100 km/h und maximal 225 km/h rennen und ist damit einen Hauch schneller als der Spanier, was im Alltag aber ohne Belang sein dürfte.

Mercedes A 200
Mercedes A 200 Foto: Zbigniew Mazar

Das große Display dominiert das A-Klasse-Armaturenbrett und gefällt mit hoher Auflösung. Navi auf Wunsch mit Augmented Reality-Funktion.

Mercedes A 200
Mercedes A 200 Foto: Frank Ratering

Griffgünstig: Tasten für die elektrische Sitzeinstellung in der Türinnenverkleidung.

Mercedes A 200
Mercedes A 200 Foto: Frank Ratering

Die Vordersitze mit Lordosenstütze in der A-Klasse kosten 184 Euro extra.

Mercedes A 200
Mercedes A 200 Foto: Frank Ratering

Hinten mit mehr Platz als im Vorgänger, aber subjektiv weniger Kopfraum als im Seat.

Seat Leon 1.5 eTSI ACT
Seat Leon 1.5 eTSI ACT Foto: Frank Ratering

Die ersten Kilometer zeigen, dass der neue Seat Leon antriebsseitig für Normalfahrer keine Wünsche offen lässt, zumal er nach dem relativ realitätsnahen WLTP-Zyklus lediglich 5,8 Liter Super auf 100 Kilometern konsumieren soll.

Seat Leon 1.5 eTSI ACT
Seat Leon 1.5 eTSI ACT Foto: Frank Ratering

Topmodernes Leon-Interieur: digitales Cockpit, weniger Tasten, großer Touchscreen und kleiner Wählhebel für das Doppelkupplungsgetriebe.

Seat Leon 1.5 eTSI ACT
Seat Leon 1.5 eTSI ACT Foto: Frank Ratering

Diverse Fahrzeugfunktionen lassen sich nun über den großen Touchscreen steuern.

Seat Leon 1.5 eTSI ACT
Seat Leon 1.5 eTSI ACT Foto: Frank Ratering

Die bequemen Sportsitze vorn gehören in der FR-Ausstattung des Leon zum Serienumfang dazu

Seat Leon 1.5 eTSI ACT
Seat Leon 1.5 eTSI ACT Foto: Frank Ratering

Vergleichsweise großzügiges Raumangebot im Fond des Leon.

Mercedes A-Klasse/Seat Leon
Mercedes A-Klasse/Seat Leon Foto: Frank Ratering

Wer verreisen möchte, findet im Spanier ein Gepäckraumvolumen von 380 bis 1301 Liter vor, während der Mercedes 355 bis 1195 Liter bietet.

Mit ihrem dynamischen Auftritt wollen der Seat Leon und die Mercedes A-Klasse vor allem auch junge Käufer für sich gewinnen. AUTO ZEITUNG macht den Vergleich!

Mit dem Seat Leon wollen die Spanier ihre Marke weiter jung und dynamisch wirken lassen – ganz so wie die aktuelle Mercedes A-Klasse die Käuferschicht der Stuttgarter verjüngen soll. Ein erster Vergleich soll zeigen, welcher der beiden Kompakten eher zum Imagepfleger taugt. Denn wer ein Auto für alle bauen möchte, gerät bald in eine Zwickmühle, denn ein klassenloses Auto wird schnell zum Allerweltsmobil. Möglicherweise dachten in der Vergangenheit viele Leon-Käufer so und entschieden sich statt für das Wolfsburger Original für den insbesondere in der letzten Generation auffällig markant gestylten Ibero-Golf, dessen ein wenig coupéhaft anmutendes Blechkleid ebenfalls die Technik des Millionensellers vom Mittellandkanal nutzt. Die A-Klasse, der erste Kompakte der Sternmarke, geht in der aktuellen vierten Generation optisch eher den dynamischen Weg, soll ebenfalls imagepflegend wirken, obendrein helfen, die Marke zu verjüngen und juvenile, kaufkräftige Kunden möglichst zahlreich hinter das Lenkrad zu locken. Wie der Leon der nunmehr vierten Generation wirkt auch die Mercedes A-Klasse geräumiger, als es die Optik vermuten lässt. Subjektiv sind allerdings Kopf- und Knieraum im Fond des Seat Leon größer. 

Der Seat Leon (2020) im Video:

Video Platzhalter
Video: Seat

Mercedes A-Klasse & Seat Leon im Vergleich

Wer verreisen möchte, findet im Seat Leon ein Gepäckraumvolumen von 380 bis 1301 Liter vor, während die Mercedes A-Klasse in diesem Vergleich 355 bis 1195 Liter bietet. Das ist hier wie dort gewohntes Kompaktklasse-Niveau und ordentlich bemessen. Somit überzeugen im Auto-Alltag bei beiden nicht nur die optischen Reize, sondern auch die Funktionalitäten. Apropos Funktion: Im Seat verläuft die Bedienung – ähnlich wie im Technikspender Golf – inzwischen hauptsächlich über den mittigen Touchscreen, optional in 10-Zoll-Größe. Da steht der Mercedes nicht hintenan: Er kontert mit dem MBUX-System (Mercedes Benz User Experience), einem ebenfalls per Touchscreen gesteuerten Infotainmentsystem, das aber auch den Zugriff auf zahlreiche Fahrzeugfunktionen bietet und gegen Aufpreis eine leistungs- und lernfähige Sprachsteuerung beinhaltet. In beiden Kompakten verlangen die Systeme aber etwas Eingewöhnung. Aufgerüstet hat Seat bei den Assistenzsystemen: Spurhalteassistent und Frontassist sorgen ebenso für Sicherheit wie die optionale Verkehrszeichenerkennung oder der Fernlichtassistent. Die Smartphone-Integration kostet bei Mercedes 357, bei Seat nur 195 Euro.

Moderne Antriebspalette beim Seat Leon

Antriebsseitig ist der Seat Leon sehr modern aufgestellt. Der gefahrene 1,5 Liter eTSI ACT verfügt über ein Mild-Hybrid-System in Gestalt eines 48-Volt-Riemen-Starter-Generators, der ebenso beim Spritsparen helfen soll wie die Zylinderabschaltung, die den Spanier in bestimmten Teillastbereichen als Zweizylinder laufen lässt. Den Wechsel vom Vier- in den Zweizylinder-Modus merkt man beim Fahren so gut wie gar nicht, die Extraportion Schub des Generators sowie die Rekuperation im Schiebebetrieb dagegen schon. Tempo 100 soll der Seat nach 8,4 Sekunden erreichen und laut Werksangabe bis zu 221 km/h schnell sein. Die Kraftübertragung übernimmt ein gut abgestimmtes Siebengang- Doppelkupplungsgetriebe. Die ersten Kilometer zeigen, dass der neue Seat Leon antriebsseitig für Normalfahrer keine Wünsche offen lässt, zumal er nach dem relativ realitätsnahen WLTP-Zyklus lediglich 5,8 Liter Super auf 100 Kilometern konsumieren soll. Obendrein animiert seine spritzige Art zu flotter Fortbewegung.
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Mercedes A-Klasse mit laufruhigem Vierzylinder

Für den Vergleich kommt bei der Mercedes A-Klasse der 1,3-Liter-Vierzylinder mit 163 PS in Frage, ebenfalls mit Zylinderabschaltung bestückt. Auf Wunsch übernimmt auch hier ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (2094 Euro) die Schaltarbeit. Dieses Aggregat glänzt mit hoher Laufruhe und generiert die geringfügig besseren Fahrleistungen: Die A-Klasse soll in 8,2 Sekunden auf 100 km/h und maximal 225 km/h rennen und ist damit einen Hauch schneller, was im Alltag aber ohne Belang sein dürfte. Auch der Mercedes-Motor geht entsprechend lebhaft zu Werke und kennt keine Scheu vor Drehzahlen. Der WLTP-Verbrauch der Mercedes A-Klasse weicht mit 5,9 Liter Super pro 100 Kilometer nur geringfügig vom Wert des Seat Leon ab. Auf den ersten Testkilometern stellt sich schnell heraus, dass die zwei Rivalen den Spagat aus ordentlichem Komfort und angeschärfter Gangart gut beherrschen. Sensibles Anfedern auf Asphaltreliefs, knackiges Einlenken und mit wenig Seitenneigung flott durch Kurvenradien aller Art zirkeln? Aber gern. Letztendlich kann aber erst ein ausführlicher Test zu einem qualifizierten Urteil kommen. Nach dem ersten Vergleich dagegen ist schon klar, dass diese Kompaktdynamiker alles andere als ein billiges Vergnügen sind: Der Seat Leon kostet 29.050 Euro, Mercedes verlangt für den A 200 mit Doppelkupplungsgetriebe 32.850 Euro. 

Technische Daten Mercedes A-Klasse & Seat Leon

AUTO ZEITUNG 11/2020Mercedes A 200Seat Leon 1.5 eTSI ACT
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.R4/4; TurboR4/4; Turbo
Hubraum1332 cm³1498 cm³
Leistung120 kW/163 PS110 kW/150 PS
Max. Gesamtdrehmoment250 Nm250 Nm
Getriebe/Antrieb7-Gang, Doppelkupplung; Vorderrad7-Gang, Doppelkupplung; Vorderrad
Leergewicht1300 kg1361 kg
0 - 100 km/h8,2 s8,4 s
Höchstgeschwindigkeit225 km/h221 km/h
Verbrauch (WLTP)5,9 l S/100 km5,8 l S/100 km
CO2-Ausstoß (EU)135 g/km132 g/km
Preise
Grundpreis32.850 €29.050 €

Fazit

Auch der neue Seat Leon übernimmt wie schon sein Vorgänger die Rolle des Dynamikers unter den Konzernkompakten – mit gutem Platzangebot, modernem Antrieb und auf den ersten Eindruck knackigem Handling. Eigenschaften, die in diesem Vergleich auch auf die Mercedes A-Klasse zutreffen. Näheres klärt ein Test, als Imagepfleger taugen beide.