Kia EV4 (GT) (2025): Preise & Infos zu Limousine & Hatchback

Im vierten Quartal 2025 kommt mit dem Kia EV4 ein neues Elektroauto auf den Markt – und zwar sowohl als limousinenähnlicher Crossover als auch als vergleichsweise klassischer Hatchback. Deren technischen Daten und Reichweiten nennen wir ebenso wie den Preis. Außerdem zeigt Kia im Oktober 2025 eine folierte GT-Variante!

(1/12)
Eine Collage zeigt den Kia EV4 als getarnten GT, Limousine und Hatchback.
Kia EV4 (GT) (2025) Foto: Kia / Collage: AUTO ZEITUNG

Der EV4 kommt in zwei Karosserievarianten: als Schrägheck-Limousine (oben rechts) sowie als Hatchback (unten rechts). Darüber hinaus kündigt sich letzterer als sportlicher GT an (links)!

Der Kia EV4 (2025) in Studioumgebung, von vorne links fotografiert.
Kia EV4 (2025) Foto: Kia

Die bereits vorgestellten Versionen teilen sich den Radstand von 2,82 m sowie die Breite von 1,86 m. Auch die Höhe ist mit rund 1,48 m fast identisch.

Der Kia EV4 (2025) in Studioumgebung, von links fotografiert.
Kia EV4 (2025) Foto: Kia

Dafür unterscheidet sich die Außenlänge stärker als man zunächst annehmen könnte: Während der Hatchback mit 4,43 m schon den ein oder anderen Kompakten überragt, reckt sich die Limousine mit 4,73 m in die Mittelklasse.

Der Kia EV4 (2025) in Studioumgebung, von hinten rechts fotografiert.
Kia EV4 (2025) Foto: Kia

Der Preis startet, wie Kia Mitte Juli 2025 kommuniziert, ab 37.590 Euro.

Blick von schräg vorne auf die Kia EV4 GT-Line (2025).
Kia EV4 GT-Line (2025) Foto: Kia

Optisch kennzeichnet sich Limousine neben der langgestreckten Silhouette vor allem durch die tiefe Nase. 

Blick von der Seite auf den Kia EV4 (2025).
Kia EV4 (2025) Foto: Kia

Eine veränderte Dachpartie mit großem Dachkantenspoiler sowie die steil stehende Heckscheibe unterscheidet den Hatchback von der Schrägheck-Limousine. 

Blick von vorne auf die Kia EV4 GT-Line (2025).
Kia EV4 GT-Line (2025) Foto: Kia

Als Designpaket steht auch für den EV4 die optionale GT-Line zur Verfügung. Neben exklusiven Farbtönen zeigt sich der Koreaner mit betont sportlichen Details.

Blick von schräg hinten auf die Kia EV4 GT-Line (2025).
Kia EV4 GT-Line (2025) Foto: Kia

Dazu zählen neben geänderten Schürzen mit größeren Lufteinlässen und kantigerem Design auch viele Details wie die Außenspiegel, die in hochglänzendem Schwarz gehalten werden. 

Das Cockpit des Kia EV4 (2025).
Kia EV4 (2025) Foto: Kia

Die Bedienung erfolgt über ein zentrales Infotainmentdisplay und eine digitale Instrumententafel mit je 12,3 Zoll Diagonale. Ein zusätzlicher 5,3-Zoll-Touchscreen zwischen den beiden Anzeigen regelt die Klimaanlage.

Der Kia EV4 GT (2026) steht auf einem asphaltierten Weg, von vorne rechts fotografiert.
Kia EV4 GT (2026) Foto: Kia

Nach einer ersten Erlkönigsichtung im Juli 2025 zeigt Kia im Oktober selbst einen Prototyp der sportlichen GT-Variante.

Der Kia EV4 GT (2026) steht auf einem asphaltierten Weg, von links fotografiert.
Kia EV4 GT (2026) Foto: Kia

Die optischen Änderungen sind überschaubar, markant allerdings die limettengrünen Bremssättel.

Der Kia EV4 GT (2026) steht auf einem asphaltierten Weg, von hinten links fotografiert.
Kia EV4 GT (2026) Foto: Kia

Wir erwarten zwei E-Motoren und Allradantrieb.

Preis: Kia EV4 (2025) ab 37.590 Euro

Kia baut die Elektroauto-Palette mit dem Kia EV4 (2025) weiter aus. Wie der Name schon verrät, wird er sich zwischen dem kompakten Einstiegs-Elektroauto Kia EV3 und dem Mittelklasse-Crossover Kia EV6 einordnen, dem Pionier der preisgekrönten E-GMP (Electric Global Modular Platform). Dass zwischen der Kompakt- und Mittelklasse noch Platz für eine exzentrisch gestaltete Limousine mit SUV-Anleihen zu sein scheint, hat unter anderem bereits Peugeot mit dem 408 vorgemacht. Der EV4 ist aber nicht nur mit endlos langem Schrägheck, sondern auch als Steilheck beziehungsweise Hatchback erhältlich. Interessanterweise wird die Schrägheck-Limousine in Korea gebaut, während der vor allem für den europäischen Markt bestimmte Hatchback in der Slowakei vom Band geht. 

Die Preise zum Marktstart im Laufe des vierten Quartals 2025 gibt Kia im Oktober 2025 mit 37.590 Euro an. Die Schrägheck-Limousine, erst ab der höheren Earth-Ausstattung erhältlich, startet bei 42.840 Euro. Wie bei der Marke üblich, gewährt Kia eine siebenjährige Herstellergarantie (bis 150.000 km) sowie acht Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie (bis 160.000 km). Der sportliche EV4 Hatchback GT wurde noch nicht vorgestellt und eingepreist, dürfte aber oberhalb der Basis-Limousine liegen.
Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Kia EV9 (2023) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: 150 kW, 400 V & bis zu 630 km Reichweite + GT-Variante

Erwartungsgemäß steht der Kia EV4 (2025) auf der E-GMP-Architektur, arbeitet jedoch mit der 400-V- statt der 800-V-Variante, die eine bessere Lade-Performance versprochen hätte. Zwei Batterieoptionen stehen zur Verfügung: 58,3 kWh und 81,4 kWh. Diese sollen WLTP-Reichweiten von 410 bis 430 km (kleine Batterie) sowie 590 bis 630 km (große Batterie) ermöglichen, wobei der niedrigere Wert dem Hatchback gehört und die Limousine durch ihre aerodynamischere Linie stets etwas weiter stromert. Wechselstrom-Laden ist mit dem Kia EV4 (2025) mit elf Kilowatt möglich, DC-Laden bei der kleinen Batterie mit 101 kW bei und der großen mit 128 kW. Allerdings soll eine DC-Ladestation den EV4 bei beiden Akkugrößen in rund einer halben Stunde von zehn auf 80 Prozent laden können.

Als einzige Motorisierung verkündet der koreanische Hersteller bei der Premiere den 150 kW (204 PS) starken Frontantrieb, der bereits aus dem kleinen Bruder EV3 bekannt ist. Damit soll der Kia EV4 (2025) in der leichteren Batterievariante in 7,4 s auf 100 sprinten, während die reichweitenstärkere Version 7,7 s benötigt. Das Ende der Fahnenstange ist bei 170 km/h erreicht. Auch das bidirektionale Laden wurde berücksichtigt. So lassen sich vom Marktstart an 220-V-Geräte mit maximal 3,6 kW laden (V2L). Vehicle-to-Grid (V2G), also das Speisen von Energie ins Stromnetz zum Ausgleich von Bedarfsspitzen, soll 2026 nachgelegt werden.

Das ist schon zum Kia EV4 GT bekannt

Ab Bild 10 in der Galerie ist ein Erlkönig von der GT-Variante zu sehen, den Kia im Oktober 2025 gezeigt hat. Diese dürfte über E-Motoren an beiden Achsen und Allradantrieb verfügen, logischerweise in Verbindung mit erheblich mehr Leistung. Nicht auszuschließen auch, dass Kia für den GT auf 800-V-Technik setzt – dabei handelt es sich jedoch (noch) um Spekulation. 

Die Konkurrenten:

Exterieur: Schrägheck & Hatchback mit 30 cm Unterschied

Beide Versionen des Kia EV4 (2025) teilen sich den Radstand von 2,82 m sowie die Breite von 1,86 m. Auch die Höhe ist mit rund 1,48 m fast identisch. Dafür unterscheidet sich die Außenlänge stärker als man zunächst annehmen könnte: Während der Hatchback mit 4,43 m schon den ein oder anderen Kompakten überragt (VW ID.3: 4,26 m), reckt sich die Limousine mit 4,73 m in die Mittelklasse.

Optisch zeichnet sich letztere neben der langgestreckten Silhouette vor allem durch die tiefe Nase. Die Formen kennen wir nicht nur vom 2023 vorgestellten Konzeptauto, sondern auch vom EV6 – nur eben verpackt in eine kürzere Limousinenform mit SUV-Zitaten. Apropos Konzeptauto: Der Stromer übernimmt viele Designmerkmale der Studie. Die Frontpartie bleibt auf dem Sprung in die Serie nahezu unverändert, gleiches gilt für die Heckpartie. Dabei zeigt sich, dass Designelemente des Kia EV3 erkennbar sind, während vom EV6 nur die Schrägheck-Karosserieform entliehen wurde. 

Der Kia EV4 Hatchback (2025) statisch von schräg hinten.
Foto: Kia

Die Hatchback-Variante des Kia EV4 (siehe Bild oben) kommt nicht nur faktisch, sondern – mit Blick auf den Überhang am Heck – wirkt auch optisch deutlich kürzer daher als die Schrägheck-Limousine. Die Heckleuchten wurden entsprechend angepasst und ziehen sich nicht so weit über die Radkästen. Dafür bilden sie aber eine fast durchgehende Lichtleiste unterhalb der Heckscheibe. Die veränderte Dachpartie mit großem Dachkantenspoiler sowie die steil stehende Heckscheibe unterscheiden den Hatchback von der Schrägheck-Limousine. Die Heckschürze bleibt dagegen allem Anschein nach unverändert.

Als Designpaket steht für den EV4 die optionale GT-Line zur Verfügung. Neben exklusiven Farbtönen zeigt sich der Koreaner mit betont sportlichen Details. Dazu zählen neben geänderten Schürzen mit größeren Lufteinlässen und kantigerem Design auch viele Details wie die Außenspiegel-Kappen, die in hochglänzendem Schwarz gehalten werden.

Wie Sie sehen, sehen Sie wenig: Kias EV4 GT-Erlkönig (ab Bild 10) lässt einen umfassenden Blick auf den Auftritt der Sport-Variante zu, die sich jedoch im Vergleich zum regulären EV4 kaum verändert zeigt. In erster Linie wirken Front- und Heckschürze dynamisch angehaucht und hinter den neuen Felgen verbergen sich limettengrüne Bremssättel.

Interieur: Breite Bildschirmeinheit & viel Unterhaltung

Das Cockpit des Kia EV4 (2025).
Foto: Kia

Kommen wir zum Innenraum des Kia EV4 (2025): Die Bedienung erfolgt über ein zentrales Infotainmentdisplay und eine digitale Instrumententafel mit je 12,3 Zoll Diagonale. Ein zusätzlicher 5,3-Zoll-Touchscreen zwischen den beiden Anzeigen regelt die Klimaanlage. Besonders stolz ist Kia zudem auf die Konnektivitäts- und Unterhaltungsfunktionen. So unterstützt das Infotainment Anwendungen wie YouTube oder Netflix und bietet Gaming- sowie Karaoke-Angebote. Over-the-air-Updates für die Software lassen sich übers Smartphone installieren. Mit 490 l bietet die Schrägheck-Limousine übrigens einen größeren Laderaum als der Hatchback mit 435 l, wobei bislang fraglich bleibt, welcher Kofferraum in der Praxis besser nutzbar ist.

Zu den verfügbaren Assistenzsystemen gehören unter andere ein Autobahnassistent mit Spurwechselunterstützung, ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion sowie ein Frontkollisionswarner mit Quer- und Gegenverkehrserkennung.

Fahreindruck: Potent & komfortabel

Besonders im Sportmodus tritt der neue Kia EV4 (2025) potent und für den Alltag absolut ausreichend an. Positiv hervorzuheben sind zudem Geräusch- und Federungskomfort, die für die Kompaktklasse vorbildlich ausfallen. Selbst bei Autobahntempo bleibt der Innenraum erfreulich ruhig und auch grobe Verwerfungen bringen den Koreaner nicht aus der Ruhe.
Von Max Grigo

Fazit

Der Kia EV4 gefällt mit seiner im Vergleich zur Konkurrenz progressiven und gleichzeitig massentauglichen Formgebung und der bewährten Elektro-Architektur. Schade nur, dass Kia auf eine 400-V-Architektur setzt, anstatt sich an der vorhandenen 800-V-Technik zu bedienen. Allerdings dürfen wir gespannt bleiben, wie tief die Hyundai-Tochter beim EV4 GT in die Technik-Kiste greift.