Produkt-Vergleichstest

Ladeschalen zum Nachrüsten im Test: Es gibt einen klaren Sieger

Das Smartphone im Auto induktiv zu laden ist bequem und schont die Ladebuchse. Dafür geeignete Ladeschalen gibt es für kleines Geld sogar zum Nachrüsten. Im Test restlos überzeugen konnten allerdings nicht alle der kontaktlosen Saftspender.

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Collage mit links Testerhand mit Smartphone vor Mittelkonsole und rechts acht getesteten Ladeschalen, fotografiert von schräg vorne.
Wer sein Smartphone modern lädt, lädt ohne Kabel. Das ist bequem, verhindert Kabelsalat und befördert das Handy aus dem Blickfeld. Foto: Collage AUTO ZEITUNG
Polmxs C17-Ladeschale mit Handy im Test, fotografiert von schräg vorne.
Mit einer ausgewogenen Leistung bei günstigem Preis sichert sich das Polmxs C17 Truck-Pad sowohl den Testsieg als auch den Titel des Preis-Leistungs-Siegers. Das kommt selten vor. Foto: AUTO ZEITUNG
Polmxs C17-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Der Testsieger überzeugt mit gutem Halt für Ladeschale und Handy, hat aber auch ein großes Format. Die beiden Aussparungen in den Flanken ermöglichen es, das Handy im Querformat aufzustellen. Dann kann man allerdings nicht mehr laden. Foto: AUTO ZEITUNG
Polmxs C17-Ladeadapter im Test, fotografiert von schräg vorne.
Zum Lieferumfang der Polmxs C17 Truck-Pads zählt ein zwar einfacher, aber leistungsstarker Ladeadapter mit zwei Ausgängen. Foto: AUTO ZEITUNG
Beeasy-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Auch die Ladestation von Beeasy ist eine Empfehlung wert. Das Fach für Kleingeld oder Schlüssel und die Kabelführung sorgen für Ordnung an Bord. Foto: AUTO ZEITUNG
Beeasy-Ladeschale mit Handy im Test, fotografiert von schräg vorne.
Mit dem querstehenden Bildschirm kann man navigieren und laden zugleich. Das können sonst nur induktiv ladende Handyhalter. Foto: AUTO ZEITUNG
Aubenai-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Auf die letzte Stufe des Siegertreppchens steigt die Ladeschale von Aubenai, eine platte Matte, deren Oberfläche dem Handy nur genügend Halt gibt, wenn man es in einem passenden Staufach einzwängt. Foto: AUTO ZEITUNG
Aubenai-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Sehr schön: Eine blaue Kontrollleuchte im Kabel zeigt an, dass der Ladevorgang läuft. Foto: AUTO ZEITUNG
Ladeadapter der Aubenai-Ladeschale im Test, fotografiert von oben.
Auch die Ausstattung stimmt: Der Ladeadapter steckt bereits in der Packung und offeriert zwei leistungsstarke Ausgänge. Foto: AUTO ZEITUNG
Polmxs-C1-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Auch das Polmxs C1 Ladepad kann sich sehr diskret machen und glänzt mit einer Kontrollleuchte. Foto: AUTO ZEITUNG
Polmxs-C1-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Den Ladeadapter sucht man in der Packung des Polmxs C1 leider vergeblich. Foto: AUTO ZEITUNG
TKSE-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
So eingezwängt fühlt sich die TKSE-Ladeschale am wohlsten. Dann kann nämlich das Smartphone nicht verrutschen. Foto: AUTO ZEITUNG
TKSE-Ladeschale mit Handy im Test, fotografiert von schräg vorne.
In dieser Einbauposition hingegen fehlt es den meisten Smartphones mit glattem Rücken an Halt. Dafür entschädigt die TKSE mit einer Ladekontrollleuchte. Foto: AUTO ZEITUNG
MotorMinds-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Die Ladeschale von MotorMinds bietet dem Handy nur wenig Halt und enttäuscht mit einer schwachen Ladeleistung. Foto: AUTO ZEITUNG
MotorMinds-Ladeschale mit Handy im Test, fotografiert von schräg vorne.
Ohne ein passendes Staufach in der Mittelkonsole, dem Armaturenbrett oder der Mittelarmlehne ist die Verwendung der MotorMinds-Ladeschale nicht wirklich zu empfehlen. Foto: AUTO ZEITUNG
Cenpek-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Die Ladeschale von Cenpek bietet die schwächste Ladeleistung im Test. Wer damit den Ladestand des Handyakkus erhöhen will, muss Geduld mitbringen. Foto: AUTO ZEITUNG
Cenpek-Ladeschale mit Handy im Test, fotografiert von schräg vorne.
Auch die Ausstattung der platten Matte lässt zu wünschen übrig: Nicht einmal ein Adapter für die Stromversorgung steckt in der Packung. Foto: AUTO ZEITUNG
Vobor-Ladeschale im Test, fotografiert von schräg vorne.
Das Schlusslicht im Test kommt von Vobor und bringt noch nicht einmal doppelseitige Klebestreifen für eine ordentliche Befestigung mit. Foto: AUTO ZEITUNG
Vobor-Ladeschale mit Handy im Test, fotografiert von schräg vorne.
Selbst die Kabellänge ist hier rationiert: Die serienmäßige Ladestrippe ist nur 33 cm lang. Wer nach mehr verlangt, muss extra zahlen. Foto: AUTO ZEITUNG
Lamicall 3 IN 1 Ladeadapter im Test, fotografiert von schräg oben.
Ladeschalen, die ohne Adapter für den Zigarettenanzünder ausgeliefert wurden, haben wir mit dem bis zu 50 W starken Schnelllader 3 IN 1 von Lamicall getestet. In vielen Fällen erübrigt der das Ladekabel, denn er bringt schon eine aufrollbare Strippe mit USB C-Stecker mit (links im Bild). Daneben bietet er einen weiteren USB C und einen USB A-Anschluss. Foto: AUTO ZEITUNG

Ladeschalen zum Nachrüsten sind bequem und billig: Acht Produkte im Test

In Neuwagen gelten sie mittlerweile beinahe als Standardausstattung: Induktive Ladeschalen tanken Smartphones, die zum Standard Qi kompatibel sind, unauffällig und bequem wieder auf. Handy auflegen genügt, und der Akku füllt sich. In gehobenen Wagenklassen werden sogar zwei Smartphones simultan geladen und zugleich gekühlt, um die Batterie zu schonen.

Ganz so leistungsfähig sind Ladeschalen zum Nachrüsten von Autos älterer Jahrgänge nicht. Komfortabel sind sie allemal. Wir haben acht Geräte getestet und festgestellt, dass man schon für wenig Geld brauchbare Lösungen zum kontaktlosen Laden im Auto bekommen kann. Vier der Probanden fielen allerdings durch.

Welche Ladeschalen Nutzen und Leistung bringen und welche man am besten ignoriert, erklären wir hier!

Die getesteten Ladeschalen fürs Auto zum Nachrüsten im Überblick

Unsere Bewertung
2,1/5
Unsere Bewertung
1,0/5

Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger: Polmxs C17 Truck-Pad Kabellose Ladeschale

Laut Hersteller soll die zackige Form des Polmxs C17 Truck-Pads eigentlich an den Tesla Cybertruck erinnern. Das Design ist allerdings kein Selbstzweck: Durch zwei seitliche Einschnitte kann die Handy-Ladeschale auch zum Handyhalter mutieren, den man etwa zum Navigieren nutzen kann. Das funktioniert allerdings nur mit dünnen Smartphones und in dieser Position kann auch nicht mehr induktiv geladen werden. Der Halt der Ladeschale im Auto ist dank mitgelieferter Klebestreifen tadellos.

Im Truck-Pad finden auch sehr groß geratene Smartphones einen sicheren Platz zum Energieauftanken. Das flache, lange Kabel erleichtert die Montage, ein brauchbarer Adapter für den Zigarettenanzünder zählt bereits zum Lieferumfang und eine Diode klärt darüber auf, ob der Ladevorgang begonnen hat. Die Ladeleistung selbst dürfte allerdings stärker ausfallen. Dennoch ein überzeugender Testsieg, zumal das Polmxs C17 Truck-Pad auch nicht teuer ist und damit auch den Preis-Leistungs-Sieg einheimst.

Sehr empfehlenswert: Beeasy Kabellose Ladestation

Die zweitplatzierte Ladestation im Test kommt von Beeasy und fällt formal aus dem Rahmen. Eine Liegeposition fürs Handy ist hier nicht vorgesehen. Stattdessen klemmt das Smartphone geneigt im Querformat und kann so über den Bildschirm während des Ladevorgangs genutzt werden. Praktisch ist zudem die Montage über zwei großflächige Gel-Klebepads, mit denen sich die Ladestation auch an unebene Oberflächen anpasst und dabei haftet wie ein Blutegel. Die stärkste Ladeleistung im Testfeld und der Stauraum für Schlüssel oder Münzen runden die gute Leistung ab. Leider steckt jedoch kein Zigarettenanzünder-Adapter in der Packung und die Beeasy-Ladestation eignet sich auch nicht für fettleibige Smartphones oder solche, die in dicken Etuis stecken.

Sehr empfehlenswert: Aubenai Kabellose Ladeschale

Die platte Matte von Aubenai wird nicht nur mit einem stromspendenden Adapter für den Zigarettenanzünder geliefert, sondern bringt als einziger Proband auch ein USB-Verlängerungskabel mit. Im Gegensatz zur unbrauchbaren Bedienungsanleitung erleichtert beides die Montage und beugt Kabelsalat vor. Auch die Ladeleistung gefällt. Die gummierte Oberfläche bleibt jedoch glatt und hat unseren Test im Kreisverkehr nicht bestanden (siehe Absatz „So haben wir getestet“). Damit eignet sich die Ladeschale hauptsächlich für den Einbau in ein passendes Fach in der Mittelkonsole, dem Armaturenbrett oder der Mittelarmlehne, welches das Verrutschen des Smartphones verhindert. Ein Problem, das im Test mit Ausnahme der erst- und zweitplatzierten Ladeschalen auch alle anderen Probanden betraf.

Sehr empfehlenswert
Aubenai Kabellose Ladeschale
Aubenai Kabellose Ladeschale
Unsere Bewertung:
2,1/5

Ergebnisse der Top-3 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

Polmxs C17 Truck-Pad Kabellose Ladeschale

Beeasy Kabellose Ladeschale

Aubenai Kabellose Ladeschale

Funktionalität (50)

32

28

30

Qualität (20)

15

16

12

Sicherheit (20)

14

16

9

Nachhaltigkeit (10)

10

10

10

Gesamtpunkte (100)

71

70

61

Bewertung

Befriedigend

Befriedigend

Befriedigend

Prädikat

Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert

Weitere günstige induktive Ladeschalen im Test

Polmxs C1 Pad Kabellose Ladeschale

Auch die viertplatzierte Ladeschale kommt von Polmxs, fällt gegenüber der Testsiegerin allerdings deutlich ab. Insbesondere der Halt des Smartphones auf der geriffelten Matte lässt zu wünschen übrig. Dafür entschädigt das Polmxs C1 Pad mit einer Ladekontrollleuchte. Die Ladeleistung selbst kann sich gegenüber den Konkurrenten trotz des altertümlichen USB-A-Steckers behaupten.

TKSE Car Wireless Kabellose Ladeschale

Für kleines Geld gibt es bei TKSE weder einen Zigarettenanzünder-Adapter noch eine brauchbare Bedienungsanleitung. Dafür steckt ein flaches, leicht verlegbares Kabel samt Ladekontrollleuchte in der kleinen Packung. Auch hier gilt: Um dem Smartphone Halt zu geben, sollte die Ladematte in einem Fach platziert werden. Im Bedarfsfall kann der Rand der Gummimatte dazu passend zugeschnitten werden. Enttäuscht waren wir im Test von der Ladeleistung.

TKSE Car Wireless Kabellose Ladeschale
TKSE Car Wireless Kabellose Ladeschale
Unsere Bewertung:
1,0/5

MotorMinds Kabellose Ladeschale

Nahezu baugleich mit dem Gerät von TKSE ist die kabellose Ladeschale von MotoMinds. Logischerweise weisen beide Ladematten die gleichen Schwachpunkte auf, vor allem die schwachbrüstige Ladeleistung und den schlappen Halt des Handys. MotorMinds hat allerdings noch die Ladekontrollleuchte eingespart und das verlegefreundliche Flachkabel durch ein rundes Exemplar ersetzt. Das kostet weitere Punkte.

Ergebnisse der Plätze 4 bis 6 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

Polmxs C1 Pad Kabellose Ladeschale

TKSE Car Wireless Kabellose Ladeschale

MotorMinds Kabellose Ladeschale

Funktionalität (50)

17

18

12

Qualität (20)

15

11

11

Sicherheit (20)

9

8

8

Nachhaltigkeit (10)

10

10

10

Gesamtpunkte (100)

51

47

41

Bewertung

Ausreichend

Mangelhaft

Mangelhaft

Cenpek D10 Kabellose Ladeschale

Auch die Ladematte D10 von Cenpek gleicht den Konkurrenten von TSKE und MotorMinds bis auf wenige Details. Offenbar war es keine gute Idee des Herstellers, hier einen USB A-Stecker statt des moderneren Standards C zu verbauen. Dies trägt wahrscheinlich dazu bei, dass wir hier die schwächste Ladeleistung aller Probanden gemessen haben. Die missverständliche Produktbeschreibung, die vermuten lässt, ein Ladeadapter gehöre bereits zum Lieferumfang (was aber nicht der Fall ist), macht das Ergebnis nicht besser.

Vobor Kabellose Ladestation

Die kabellose Ladestation von Vobor setzt konsequent auf Minimalismus. Ein Zigarettenanzünder-Adapter steckt bei dem Billigheimer nicht im Paket. Selbst die üblichen zwei bis vier Streifen doppelseitiges Klebeband, mit denen sich die Matte fixieren ließe, zählen nicht zum Lieferumfang. Wer statt des nur 33 cm langen Kabels nach mehr verlangt, muss extra zahlen. Damit steht nur eine ordentliche Ladeleistung auf der Habenseite. Das genügt aber nicht für eine bessere Wertung.

Ergebnisse der Plätze 7 bis 8 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

Cenpek Kabellose Ladeschale

Vobor Kabellose Ladestation

Funktionalität (50)

11

11

Qualität (20)

11

13

Sicherheit (20)

8

5

Nachhaltigkeit (10)

10

10

Gesamtpunkte (100)

40

39

Bewertung

Mangelhaft

Mangelhaft

So haben wir getestet

Alle getesteten Ladeschalen wurden von uns unabhängig ausgewählt und erworben. Als Testhandys kamen ein iPhone 11 sowie ein Pixel 9a mit guter Akku-Gesundheit und kabelloser Ladefunktion zum Einsatz. Geräte ohne Zigarettenanzünder-Adapter wurden mit dem empfehlenswerten Schnelllader Lamicall 3 IN 1 betrieben, der bis zu 50 W Ladeleistung liefert und mit einem automatisch einziehbaren Kabel glänzt.

Bei der Funktionalitätsprüfung wurden die meisten Punkte für die Ladeleistung vergeben. Hier galt es, die beiden Handys jeweils mit und ohne eine drei Millimeter dicke Hülle schnellstmöglich von 40 auf 50 % Ladestand zu bringen. Diese Prüfungen fanden im fahrenden Auto unter realitätsnahen Bedingungen (gemischter Verkehr, identische Temperatur an Bord) statt. Auch der Lieferumfang (Zigarettenanzünder-Adapter, Kabellänge, Ladekontrollleuchte, etc.) wurde hier bepunktet.

Qualitativ überzeugende Testkandidaten mussten neben ansprechender Materialgüte auch mit guter Verarbeitung und einer deutschen, hilfreichen Bedienungsanleitung aufwarten. Beim Thema Sicherheit zählten der Halt der Ladeschale am Auto sowie die gesicherte Position des Smartphones in der Ladeschale. Bei der Prüfung wurde eine Vollbremsung auf gerader Strecke aus 50 km/h durchgeführt. Auch ein Kreisel mit einem Durchmesser von 26 m musste mit einer konstanten Geschwindigkeit von 25 km/h durchfahren werden. Da keine der getesteten Ladeschalen defekt war oder nach dem Testdurchlauf ungewöhnliche Verschleißspuren aufwies, bekamen alle Probanden in der Nachhaltigkeitswertung die volle Punktzahl.

Welche induktive Ladeschale ist (für wen) die beste?

  • Preis- und Qualitätsbewusste können mit dem Testsieger nicht viel falsch machen. Abgesehen von seiner Größe, die in stauraumarmen Cockpits zum Problem werden kann, zeigt das C17 Truck-Pad von Polmxs wenige echte Schwächen und ist für kleines Geld zu haben.

  • Autofahrer:innen, die ihr Smartphone häufig zum Navigieren nutzen, könnten sich für die Ladestation von Beeasy, im Test auf dem zweiten Siegertreppchen, erwärmen. Mit der geneigten Position bleibt das Handy gut sicht- und bedienbar, kann zudem simultan geladen werden. So flexibel sind sonst nur induktiv ladende Handyhalter, die wir hier getestet haben.

  • Besitzer:innen von Autos mit passendem Staufach, also mit einer Grundfläche von etwa 16 x 8 cm, könnten mit der Ladematte von Aubenai glücklich werden. Die sehr gut ausgestattete Ladestation kann so diskret aus dem Sichtfeld verschwinden und ihre leicht rutschige Oberfläche fiele nicht mehr ins Gewicht. Das Smartphone würde vom Format des Staufachs am Rutschen gehindert. Rein optisch käme diese Lösung einer Erstausrüster-Ladeschale am nächsten.

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Ladeschalen zum Nachrüsten

Selbst wenn die meisten von uns getesteten Ladeschalen als „Schnellladematten“ mit bis zu 20 Watt beworben werden, fällt ihre Ladeleistung deutlich geringer aus als die von kabelgebundenem Laden. Auch die beim kabellosen Laden entstehende Wärme tut dem Handyakku langfristig nicht gut. Zudem darf das Smartphone während des Ladens nicht verrutschen, sonst wird der Ladevorgang unterbrochen. Die im Test eingesetzten Handyhüllen haben jedoch einen kaum messbaren Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit.

Ja, in vielen Fällen können zumindest jüngere Autos auch mit modellspezifischen Ladeschalen nachgerüstet werden, wie sie bei der Erstausrüstung optional oder serienmäßig eingebaut werden. Diese sind aber erheblich teurer als die hier getesteten reinen Nachrüstlösungen. Zum Preis der Teile addieren sich zudem die Kosten für den Einbau. Insgesamt können so schnell mehrere Hundert Euro zusammenkommen.

Ja, die flachen, gummierten Ladematten ab dem dritten Platz dieses Vergleichstests können in der Tat um einige Millimeter mit einem Cutter oder einer Schere beschnitten werden, um sich an die Platzverhältnisse im Auto anzupassen. Ob sie dann kleiner sind als das zu ladende Smartphone, spielt dabei keine Rolle. Für den Ladevorgang muss allein sichergestellt sein, dass die mittig in der Matte angebrachte Ladespule auf wenige Millimeter genau mit der Ladespule im Handy zentriert ist.

Ja, es gibt auch Ladematten fürs Auto, die kompatibel zu dem Apple-Standard MagSafe sind. Falls Sie ein entsprechendes Smartphone besitzen (ab iPhone 12, außerdem immer mehr Android-Smartphones), empfehlen wir, zu einer dieser Ladeschalen zu greifen, denn der magnetische Halt des Handys erleichtert die Nutzung und das Laden.

Jein. Grundsätzlich kann man alle Geräte, die mit dem Qi-Standard kompatibel sind und auf die Ladematte passen, damit laden. Während der Fahrt ist das allerdings wenig praxisgerecht, denn AirPods oder Smart Watches halten nicht stabil genug auf den für Smartphones gedachten Matten. Und Tablets sind im Regelfall zu groß oder nicht „Qi-mpatibel“.

Nein, in den meisten Autos sind integrierte USB-Schnittstellen (häufig USB A oder C) nicht leistungsstark genug, um die Ladematten mit ausreichend Strom zu versorgen. Wer den Ladestand des Handyakkus nicht nur halten, sondern beim Fahren erhöhen möchte, benötigt dazu meist eine Ausgangsleistung von 15 Watt oder mehr. Klassische USB-Anschlüsse liefern aber oft nur fünf Watt. Für Geräte, die nicht mit einem leistungsstarken Zigarettenanzünder-Adapter geliefert werden, empfehlen wir daher ein entsprechendes Gerät aus dem Zubehör, am besten mit mehreren Ausgängen (siehe Absatz „So haben wir getestet“).

Fazit

Wer modern Strom tankt, lädt immer häufiger kabellos – zuhause, im Büro und auch im Auto. Das ist in Neuwagen schon gang und gäbe und auch für ältere Modelle kostengünstig nachrüstbar. Bei unseren drei Bestplatzierten im Test kommt dabei nicht einmal Reue auf. Wer sein Smartphone hingegen mit den vier mit Mangelhaft bewerteten Billigheimern laden möchte, sollte sich auf eine Enttäuschung gefasst machen.