Produkt-Vergleichstest

Günstige Dashcams im Test: Die Beste für unter 200 Euro

Dashcams agieren als zuverlässige Unfallzeugen oder schützen gegen Diebstahl und Vandalismus. Wir haben sieben günstige Dashcams getestet. Die Testsiegerin kostet unter 200 Euro!

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Collage mit Testerhand und Dashcam im Test links, gestapelten Dashcam-Packungen rechts, fotografiert von hinten.
Günstige Dashcams versprechen eine wahre Pixelflut und einfache Bedienung. Wir haben geprüft, ob sie diesem Anspruch gerecht werden. Foto: Fotos und Collage: AUTO ZEITUNG
Redtiger Dashcam im Test, fotografiert von hinten auf nasser Straße.
Der Testsieger kommt von Redtiger und heißt F7N Touch. Neben der ordentlichen Bildqualität überzeugte im Test vor allem die leichte Bedienung über das Touchdisplay. Foto: AUTO ZEITUNG
Redtiger Dashcam im Test, fahrend fotografiert auf der Autobahn.
Die Redtiger F7N Touch bannt das Unfall- und Pannengeschehen zuverlässig auf eine Speicherkarte und dokumentiert die Bilder mit Datum, Uhrzeit, Ortsangabe und gefahrener Geschwindigkeit. (Aus technischen Gründen spiegelt das obige Bild nicht die Detailtiefe der realen Aufnahme wider.) Foto: AUTO ZEITUNG
7mai Dashcam im Test, fotografiert nachts von hinten.
Der Preis-Leistungs-Sieger von 70mai läuft vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen zur Hochform auf. Auch die Bedienung gefiel im Test. Foto: AUTO ZEITUNG
Bild der 70mai Dashcam im Test, fahrend fotografiert bei Nacht und Gegenverkehr.
Alles verschwimmt, nur das Nummernschild bleibt lesbar: Bei Regen und Dunkelheit spielt die Dashcam von 70mai die Stärken ihres Bildsensors aus. (Aus technischen Gründen spiegelt das obige Bild nicht die Detailtiefe der realen Aufnahme wider.) Foto: AUTO ZEITUNG
Azdome Dashcam im Test, fotografiert tagsüber auf einer Straße.
Die Dashcam von Azdome gefällt mit reichhaltiger Ausstattung und großem Bildschirm. Nicht alle der Funktionen sind aber auch sinnvoll. Foto: AUTO ZEITUNG
Botslab Dashcam im Test, fotografiert tagsüber von hinten.
Botslab liefert mit der Dashcam G980H ein solides Werkzeug mit nobler Ausstrahlung. Die Sichtwinkel überzeugen, die Bildqualität fällt aber leicht ab. Foto: AUTO ZEITUNG
Baseus Dashcam im Test, fotografiert nachts von hinten.
Als einziger Proband im Test hat die Dashcam von Baseus einen Akku und eine Solarzelle an Bord, mit denen der Parkwächter-Modus betrieben werden soll. Das Testergebnis offenbarte allerdings auch Schwächen. Foto: AUTO ZEITUNG
Dashcam im Test, fotografiert
Unter bestimmten Bedingungen genügte die Bildqualität der Baseus-Dashcam nicht unseren Ansprüchen. (Aus technischen Gründen spiegelt das obige Bild nicht die Detailtiefe der realen Aufnahme wider.) Foto: AUTO ZEITUNG
GKU Dashcam im Test, fotografiert nachts von hinten.
Die GKU D600Pro ist sehr leicht und kompakt, aber auch mager ausgestattet. Ein Bildschirm im Briefmarkenformat muss hier genügen. Foto: AUTO ZEITUNG
Navycrest Dashcam im Test, fotografiert nachts von hinten.
Noch kleiner ist das Display der Dashcam von Navycrest, das nicht zum Ausrichten der Kamera(s) genutzt werden kann. Auch ein GPS-Empfänger ist hier nicht an Bord. Foto: AUTO ZEITUNG
Bild der Navycrest Dashcam im Test, aufgenommen während der Fahrt nachts.
Hier schlägt auch die Stunde der Wahrheit für den Bildsensor: Auf diesem Bild kann man nicht einmal den entgegenkommenden Fahrzeugtyp erkennen, geschweige denn das Nummernschild. (Aus technischen Gründen spiegelt das obige Bild nicht die Detailtiefe der realen Aufnahme wider.) Foto: AUTO ZEITUNG
Dashcams fürs Heck im Test, fotografiert von unten.
Die Dashcams fürs Heck sind zumeist kleiner und einfacher als die Frontkameras. Insbesondere die Auflösung und die Bildraten fallen eine Nummer kleiner aus. Foto: AUTO ZEITUNG
Screenshots der Smartphone-apps für Dashcams im Test.
Jede Dashcam hat ihre (kostenlose) App fürs Smartphone, die das Konfigurieren, Bedienen und Sichern der Videos erleichtern. Rechts im Bild: die Bedienoberfläche der Botslab-App. Foto: AUTO ZEITUNG

In vielen Ländern zählen Dashcams schon beinahe zur Standardausrüstung. In Deutschland wurden sie zunächst misstrauisch beäugt; jetzt werden sie massenhaft genutzt. Denn die Rechtslage ist mittlerweile geklärt: Wenn Dashcams nur kurze Sequenzen vom Verkehr aufnehmen und diese in schnellen Intervallen ständig überschreiben, ist ihre Nutzung legal (siehe unten). Nur bei einem Unfall oder einem abrupten Fahrmanöver wird die Sequenz als Beweismittel gesichert und dauerhaft gespeichert.

Seitdem fahren die kleinen Helfer auf der Erfolgsspur. Zumal sie einfach zu bedienen und gar nicht mal teuer sind. Wer etwas Wert auf Bildqualität und Funktionsumfang legt, kann schon für weniger als 100 Euro die passende Dashcam finden. Die Dual-Dashcams, die wir getestet haben, filmen sogar simultan vor und hinter dem Auto. Das ist großes Kino für kleines Geld!

Die getesteten Dashcams in der Übersicht

Unsere Bewertung
2,5/5
Unsere Bewertung
2,3/5
Unsere Bewertung
2,3/5
Unsere Bewertung
2,2/5
Unsere Bewertung
1,8/5
Unsere Bewertung
1,2/5

Testsieger: Redtiger F7N Touch

Testsieger
Redtiger F7N Touch Dashcam
Redtiger F7N Touch Dashcam
Unsere Bewertung:
2,5/5

Die Dashcam Redtiger F7N Touch schnappt sich den Testsieg mit einer ausgewogenen Leistung. Der Bildsensor der Frontkamera, ein Starvis 2 von Sony, macht bessere Bilder als die meisten der Konkurrenten. Die rückwärts gerichtete Kamera ist allerdings einfacher gestrickt und lässt es an Lichtempfindlichkeit fehlen.

Dank eines Saugnapfes kann man die Frontkamera einfach justieren und bei Bedarf auch wieder entfernen, ohne Klebespuren zu hinterlassen. Die Bedienung geht je nach Wunsch über das berührungsempfindliche Display oder die großen Tasten leicht von der Hand. Die Verbindung zwischen der App auf dem Handy und der Dashcam riss im Test mehrfach unerwartet ab. Sie ist aber auch nicht unbedingt notwendig, um die Redtiger sinnvoll zu nutzen.

Apropos sinnvoll: Grundsätzlich sind die vielen Assistenzfunktionen der Redtiger F7N Touch zu begrüßen. Außer der Kollisionswarnfunktion und dem Müdigkeitswarner haben sie im Test allerdings nicht überzeugt und wurden dementsprechend nicht mit Punkten entlohnt. Zudem hat das Testgerät bei unserer Vollbremsung zwar wie gewollt die Speicherfunktion ausgelöst. Allerdings wurde das nur optisch signalisiert. Hier wäre ein Piepton ausnahmsweise angebracht.

Preis-Leistungs-Sieger: 70mai Dashcam 4k A800SE Set

Preis-Leistungs-Sieger
70mai A800SE Dashcam
70mai A800SE Dashcam
Unsere Bewertung:
2,3/5

Wer häufig bei Dunkelheit und schwierigen Witterungsbedingungen unterwegs ist, könnte Gefallen an der 70mai Dashcam 4k A800SE finden. Dann laufen ihre Fotosensoren vorne und hinten nämlich zur Hochform auf und produzieren die im Vergleich schärfsten Bilder. Auch die Handhabung ist dank des großen Bildschirms und gut sichtbarer Tasten selbsterklärend.

Bevor man die Assistenzfunktionen nutzen kann, muss man die vordere Dashcam allerdings kalibrieren. Und das dauert für unseren Geschmack ziemlich lang und kann eigentlich nur auf der Autobahn geschehen, denn man muss dabei bis zu acht Minuten lang mit mindestens 40 km/h fahren. Der Kollisionswarner entlohnt für die Mühe. Der Spurhalteassistent nervt hingegen, denn er nörgelt auch bei gewollten Spurwechseln. Zum Glück ist er abschaltbar.

Anschaltbar sollte hingegen ein akustisches Auslösesignal sein. Ist es aber nicht. Auch die Befestigung der Kamera an der Windschutzscheibe kann sich ein bisschen kompliziert gestalten. Hier muss ein Adapter im korrekten Winkel geklebt werden. Das Objektiv kann anschließend in der Vertikalen ausgerichtet werden, der Bildschirm aber nicht. Bei besonders schräg stehenden Frontscheiben erschwert dies die Bedienung.

Sehr empfehlenswert: Azdome Dash Cam GS63H Pro

Sehr empfehlenswert
Azdome Dashcam GS63H Pro
Azdome Dashcam GS63H Pro
Unsere Bewertung:
2,3/5

Gleich nach dem Auspacken punktet die Azdome Dash Cam GS63H Pro mit ihrer einfachen Installation: Die Frontkamera kann geklebt werden oder aber per Saugnapf an der Windschutzscheibe haften. Hinten wird, wie üblich, geklebt. Die gut sichtbaren Tasten und die App erleichtern die Bedienung. Der großzügige Bildschirm serviert ein deutschsprachiges Menu und zeigt die gefahrene (GPS-)Geschwindigkeit gut sichtbar an. „Gesprochen“ wird allerdings nur Englisch, und das nicht zu knapp. Wenn all die Fahrassistenten der Azdome-Dashcam aktiviert sind, wird die Kamera sehr gesprächig.

Außer dem Abstandswarner hat uns diese Eloquenz allerdings im Test nicht überzeugt. Laut Bedienungsanleitung sei der Fußgängerkollisionswarner sogar in der Lage, eine Notbremsung auszulösen. Das ist er natürlich nicht. Aber es würde auch nichts bringen, denn Fußgänger:innen im Blickfeld der Kamera werden zumeist sehr spät oder gar nicht als solche erkannt.

Bei der Bildqualität bietet die Azdome gehobene Hausmannskost. Bei gutem Licht produziert der Starvis-Sensor vorne helle und überdurchschnittlich scharfe Aufnahmen. Bei Dunkelheit oder Gegenlicht schwächelt er allerdings deutlich, während die rückwärtige Kamera dann die besseren Bilder liefert.

Ergebnisse der Top-3 (Tabelle)

Redtiger F7N Touch

70mai Dashcam 4k A800SE Set

Azdome Dash Cam GS63H Pro

Funktionalität (50)

28

26

26

Qualität (20)

15

15

14

Sicherheit (20)

14

14

15

Nachhaltigkeit (10)

10

10

9

Gesamtpunkte (100)

67

65

64

Bewertung

Befriedigend

Befriedigend

Befriedigend

Prädikat

Testsieger

Preis-Leistungs-Sieger

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert: Botslab Dash Cam G980H

Sehr empfehlenswert
Botslab Dash Cam G980H
Botslab Dash Cam G980H
Unsere Bewertung:
2,2/5

Ziemlich nobel kommt die Botslab Dash Cam G980H daher. Der schwarze Kasten besticht mit seinem scharfen Bildschirm, der allerdings stark spiegelt. Dennoch gelingt die Bedienung der anklebbaren Frontkamera intuitiv. Auch die App hilft beim Einrichten – oder besser beim Abschalten – der zahlreichen Funktionen: Falls gewünscht, warnt die G980H vor zu geringem Sicherheitsabstand, gewollten und ungewollten Spurwechseln, nahenden Fußgänger:innen oder abrupten Bremsmanövern. Das kann nerven, denn die Warnungen erfolgen häufig zu spät oder … gar nicht.

Außerdem ist die Bildqualität trotz des hochwertigen Starvis 2-Sensors der Frontkamera etwas unausgewogen. Bei Tageslicht schießt die vordere Dashcam in Fahrtrichtung ansehnliche Videos. Sie hat zudem den breitesten Sichtwinkel im Testfeld. Die Bilder von hinten leiden hingegen unter einem ausgeprägten Grünstich. Bei Dunkelheit sehen wiederum die Heckbilder besser aus, während vorne die Details verrauschen, was das Entziffern von Nummernschildern erschwert. Da mangelt es an Feintuning. Trotzdem ist die Botslab G980H eine Empfehlung wert.

Weitere günstige Dual-Dashcams im Test

Baseus PrimeTrip VD1 Pro

Auf den ersten Blick wirkt die Dashcam Baseus PrimeTrip VD1 Pro sehr schwer und hochwertig. Der Grund: Als einzige Dashcam im Testfeld bringt sie einen integrierten Akku und sogar eine kleine Solarzelle mit. Damit soll der Parkwächter-Modus auch ohne spezielles Kabelkit funktionieren, was die Fahrzeugbatterie entlastet. Im Testbetrieb gelang dies allerdings nur bedingt. Dem Akku mangelt es mit 380 mAh an der nötigen Kapazität, um kalte, lange Winternächte zu überstehen. Schade.

Auch der große Bildschirm enttäuscht beim näheren Hinsehen. Die nicht sehr intuitive Menüführung ist schwer zu entziffern, Assistenzfunktionen sucht man vergeblich. Schwerer wiegen hingegen die Mängel bei der Bildqualität, und dies trotz eines Starvis-Bildsensors. Sowohl die Front- als auch die Heckkamera produzieren grobkörnige, teils unscharfe Bilder, die bei der Beweissicherung nicht immer hilfreich wären. Insgesamt eine durchwachsene Vorstellung.

Ergebnisse der Plätze 4 bis 5 (Tabelle)

Botslab Dash Cam G980H

Baseus PrimeTrip VD1 Pro

Funktionalität (50)

25

26

Qualität (20)

14

11

Sicherheit (20)

14

12

Nachhaltigkeit (10)

10

10

Gesamtpunkte (100)

63

59

Bewertung

Befriedigend

Ausreichend

Prädikat

Sehr empfehlenswert

GKU D600Pro

GKU D600Pro Dashcam
GKU D600Pro Dashcam
Amazon Prime
Unsere Bewertung:
1,8/5

Zu einem deutlich niedrigeren Preis schlägt sich die Dashcam GKU D600Pro kaum schlechter. Das angenehm kompakte Format geht allerdings mit einem sehr kleinen Bildschirm einher. Zur Erstinstallation muss man zwingend die App nutzen. Sehr viele Funktionen müssen dabei aber nicht konfiguriert werden.

Die GKU D600Pro begnügt sich mit dem Nötigsten, manchmal mit noch weniger: Bei schwierigen Lichtverhältnissen lassen die eigentlich farbsatten Frontbilder Details deutlich verschwimmen. Wir vermissten ebenfalls einen Piepton, der über die Speicherauslösung informiert. Außerdem berührte die Linse der Heckkamera die rückwärtige Scheibe. Erst ein zweites Klebepad schaffte hier Abhilfe und die notwendige Distanz.

Navycrest Q7 Dashcam
Navycrest Q7 Dashcam
Unsere Bewertung:
1,2/5

Der Aufbau und selbst die App der Navycrest Q7 ähneln stark der Dashcam von GKU. Nur, dass die Navycrest noch etwas bescheidener ausgestattet ist und… noch bescheidenere Bilder schießt. Der sehr klein geratene Bildschirm dient hier nicht zum Ausrichten der Dashcam, sondern zeigt stur die Uhrzeit oder bleibt gleich ganz schwarz.

Eine einzelne Taste erleichtert die Bedienung, zeugt aber auch von der Funktionsarmut der Navycrest Q7. Nicht einmal ein GPS-Empfänger zur Ortung und Ermittlung der eigenen Geschwindigkeit ist hier an Bord. Die stumme Speicherauslösung und die durchwachsene Bildqualität kosten ebenfalls wertvolle Punkte. Dafür kann man den kleinen Billigheimer auch in Nischen an der Windschutzscheibe pappen, wo er nicht das Blickfeld begrenzt.

Ergebnisse der Plätze 6 bis 7 (Tabelle)

GKU D600Pro

Navycrest Q7

Funktionalität (50)

25

21

Qualität (20)

10

8

Sicherheit (20)

13

13

Nachhaltigkeit (10)

10

10

Gesamtpunkte (100)

58

52

Bewertung

Ausreichend

Ausreichend

So haben wir getestet und bepunktet

Wie üblich haben wir alle Testkandidaten unabhängig ausgewählt und anonym gekauft. Bei unserem Test von sieben Dashcams wurden mehr als 700 GB an Daten produziert, tagsüber und buchstäblich bei Nacht und Nebel. In der Stadt, auf Landstraßen und Autobahnen. Zur optimalen Vergleichbarkeit wurden alle Bilder bei identischen Konditionen geschossen, im selben Auto, einem Renault Espace, und zum gleichen Zeitpunkt. Zum Test des Auslöseverhaltens dienten Vollbremsungen aus 30 km/h. Bei konfigurierbarer Bildqualität wurde die höchstmögliche Auflösung verwendet. Zum Überprüfen der entsprechenden Apps dienten zwei Smartphones, ein iPhone 12 und ein Pixel 9a.

Im Kapitel Funktionalität wurden vor allem die Zahl und die Anwendung der gebotenen Funktionen bewertet. Auch die (kostenlosen) Apps, die zur Nutzung der Dashcams angeboten werden, wurden hier geprüft und bepunktet. Der Löwenanteil der Punkte in der Disziplin Qualität wurde für die Güte der Bilder vergeben. Hier zählten stimmige Farbverläufe, Präzision im Detail und Kontraststärke, vor allem im Hinblick auf die Lesbarkeit von Nummernschildern, sowohl bei Tageslicht als auch nachts.

Beim Thema Sicherheit zählen insbesondere der feste Halt der Dashcams an Front- und Heckscheibe sowie die Weite der Sichtwinkel aufs Punktekonto ein. Als nachhaltig wurden Dashcams gewertet, wenn sie im Test keine Fehlfunktionen, Defekte oder Verschleißerscheinungen aufwiesen. Auch die Garantiezeit wurde hier bepunktet. Der Kaufpreis floss nicht in die Punktewertung ein.

Punkteschlüssel für Sterne-Bewertung

Punkte

Sterne

Note

100

5

Sehr gut

90 – 99

4 – 4,9

Sehr gut

75 - 89

3 – 3,9

Gut

61 - 74

2 – 2,9

Befriedigend

51 - 60

1,1 – 1,9

Ausreichend

0 – 50

1

Mangelhaft

Welche Dashcam ist (für wen) die beste?

Preis- und Qualitätsbewusste, für die vor allem die Bildqualität zählt, könnten sich mit der 70mai 4k A800SE anfreunden. Schon im Serienzustand produziert diese Dashcam ordentliche Bilder. Es gibt sie allerdings auch mit einem optionalen CPL-Filter, der die Bildqualität noch einmal deutlich verbessern sollte, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen. Auch ohne den Filter bietet sie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fans von Touchdisplays werden zwangsläufig die Redtiger F7N Touch betouchen wollen. Es ist die einzige Dashcam im Testfeld mit einem berührungssensitiven Bildschirm. Damit geht die Nutzung noch einfacher von der Hand.

Designfans dürften sich für die Botslab G980H erwärmen. Der schwarze Kasten sieht edel aus und erfreut mit einem leuchtstarken, scharfen Bildschirm.

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Dashcams

Der Funktionsumfang einer guten Dashcam hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Wer zugleich das Verkehrsgeschehen vor und hinter dem Fahrzeug überwachen will, benötigt eine Dual-Dashcam, wie in diesem Vergleich getestet. Für simultane Innenaufnahmen oder seitliches Filmen gibt es auch Dashcams mit drei und vier Kanälen. Für den sogenannten Parkwächter-Modus, der bei stehendem Fahrzeug Diebstahlversuche oder Parkrempler dokumentiert, benötigt man spezielle optionale Kabelkits, welche die Fahrzeugbatterie anzapfen, bei schwächelndem Ladestand aber die Dashcam abschalten, um den Akku zu schonen.

Features wie berührungssensitive Touchscreens, Sprachsteuerung oder eine Verkehrszeichenerkennung sind meist erst bei teureren Geräten zu bekommen. Assistenzsysteme wie Abstandswarner oder Spurhalteassistent bieten bereits günstige Dashcams. Sie reichen in Funktionsumfang und Zuverlässigkeit aber nicht an die integrierten Assistenten von Erstausrüstern heran.

Gängig ist allerdings ein G-Sensor, der Kollisionen oder Berührungen spürt und dann die Sicherung der Bilddatei einleitet. Die Sensibilität dieses Sensors ist im Regelfall konfigurierbar, um Fehlalarme auszuschließen.

Wer besonderen Wert auf die Bildqualität legt, sollte für eine Dashcam mit CPL-Filter optieren. Diese Polarisationsfilter reduzieren Reflexionen und Blendeffekte, mit denen Dashcams oft zu kämpfen haben, denn sie filmen durch Glasscheiben hindurch und häufig ins Gegenlicht leistungsstarker Scheinwerfer. Im Testfeld der günstigen Dashcams brachte kein Proband einen CPL-Filter serienmäßig mit. Allein die 70mai A800SE bietet einen entsprechenden Filter als aufpreispflichtiges Extra.

Frontkameras werden am besten im Bereich des Innenspiegels an die Windschutzscheibe geklebt oder dort mit einem Saugnapf befestigt. Das Sichtfeld der Person am Steuer darf dabei nicht eingeschränkt werden. Außerdem muss das Objektiv der Kamera im Wischbereich der Scheibenwischer liegen, sonst leidet die Bildqualität bei Nässe und Schmutz auf der Frontscheibe. Versorgt wird die Dashcam mit Bordstrom aus dem Zigarettenanzünder-Adapter.

Heckkameras werden innen an die Heckscheibe geklebt, im Idealfall mittig und so hoch wie möglich, damit der tote Winkel hinter der Stoßstange sich verkleinert. Sie werden über ein Kabel, dass man am besten über dem Dachhimmel verlegt, mit der Frontkamera verbunden und benötigen keine separate Stromversorgung.

Mit etwas Geschick kann man die Montage selbst übernehmen. In komplizierteren Fällen, oder wenn man auch die Starterbatterie mit einem Kabelkit anzapfen möchte, um den Parkwächter-Modus der Dashcams zu nutzen, benötigt ein Profi etwa eine Stunde für die korrekte Installation.

Attribute wie 4k und Pro suggerieren eine hohe Bildqualität, die von Dashcams aber nur unter Idealbedingungen erzielt wird. Im Straßenverkehr sorgen regelmäßig schwierige Lichtverhältnisse für durchwachsene Ergebnisse: Starkes Gegenlicht, reflektierende Straßenschilder, regennasse Straßen und Vibrationen erzeugen einen Bilderbrei. Da durch Scheiben hindurchgefilmt wird, dürfen diese nicht schmutzig oder stark getönt sein.

In Summe sind daher Dashcams mit CPL-Filter im Vorteil. Auch die feine Abstimmung von Bildsensor und Software verbessert die Resultate. Manche Dashcams bieten außerdem eine Bildrate von bis zu 60 fps, die für flüssigere Aufnahmen sorgen können. Heckkameras begnügen sich zumeist mit niedrigeren Bildraten und einer Full-HD-Auflösung.

Fazit

Unser Test von erschwinglichen Dashcams zeigt: Gut und günstig müssen sich nicht ausschließen. Nur wer sich neben guten Bildern auch noch zahlreiche Assistenzfunktionen erhofft, dürfte von unseren vier Erstplatzierten enttäuscht werden. Als Fahrassistent taugen die Dashcams nämlich nicht wirklich.