Erhaltungsladegerät: Tipps zum Kauf & so richtig anschließen

Ist die Starterbatterie leer, geht gar nichts mehr. Und das egal, ob bei Verbrenner, E- und Hybridauto oder Wohnmobil. Das ist ärgerlich, teuer und muss nicht sein! Ein Erhaltungsladegerät kann auch im Winter vor dem "Stromausfall" bewahren. Darauf ist beim Kauf eines Erhaltungsladegeräts zu achten!

Erhaltungsladegerät
Mit einem Erhaltungsladegerät gehören platte Batterien der Vergangenheit an. Der Clou: in der Regel kann das Ladegerät sogar am Fahrzeug angeschlossen bleiben. Foto: iStock/LifestyleVisuals
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Erhaltungsladegerät: Dann sind die automatischen Lader sinnvoll

Eine tiefentladene Starterbatterie: Nach wie vor ist sie der häufigste Grund, warum der Pannendienst ausrücken muss. Laut ADAC sind nahezu die Hälfte aller Einsätze auf Startschwierigkeiten infolge von Problemen mit der Autobatterie zurückzuführen. Dieses Szenario spielt sich bevorzugt im Winter ab. Dauerhaft niedrige Temperaturen, häufige Kurzstrecken mit vielen elektrischen Verbrauchern wie Sitzheizung, Heckscheibenheizung, Gebläse und Co. in Betrieb oder lange Standzeiten können dazu führen, dass sich die Batterie entlädt. Kommt es zu einer Tiefenentladung, kann das irreparable Schäden an der Starterbatterie verursachen. Davon auch betroffen sind Wohnmobile und Oldtimer – insbesondere mit Saisonkennzeichen ausgerüstet –, denen beim langen Stehen in der Winterpause der "Saft" ausgeht.

Vermeiden lässt sich das mit einem Erhaltungsladegerät. Diese Batterieladegerät-Gattung sorgt dafür, dass die in der Regel konstant angeschlossene Batterie entweder kontinuierlich sehr schwach oder regelmäßig für einen kurzen Zeitraum geladen wird. Die Zyklen steuern die Geräte dabei meisten vollkommen selbstständig. Bedeutet: Der Ladevorgang muss nicht zwingend wie bei günstigeren Ladegeräten im Auge behalten werden, denn ein gutes Batterie-Erhaltungsladegerät arbeitet vollautomatisch und schaltet sich eigenständig ab, wenn die Batterie komplett geladen ist. Die Batterie bleibt dadurch jederzeit einsatzbereit. Gleichzeitig wird verhindert, dass es zu einer Tiefentladung kommt, die schwere Schäden an der Batterie verursachen kann. Wir stellen in unserem Vergleich passende Ladegeräte für die meisten Modelle vor.
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Kaufratgeber: Batterie-Erhaltungsladegeräte im Vergleich

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Erhaltungsladegerät für die Batterie von Auto und Wohnmobil ist, aber auch noch andere Fahrzeuge wie etwa Motorräder oder -roller besitzt, kann schnell die Übersicht verlieren. Es gibt nicht nur verschiedene Spannungen, wie sind 6 V für Mopeds und Motorräder, 12 V für die meisten Pkw, Transporter und Wohnmobile sowie 24 V für Lkw, sondern auch verschiedene Batterietypen. Das sind die gängigsten:

  • Blei-Säure-Batterien: klassische Starterbatterien
  • AGM-Batterien: häufig bei Start-Stopp-Systemen
  • Gel-Batterien: insbesondere bei einigen Freizeitfahrzeugen im Einsatz
  • Lithium-Ionen-Batterien: noch eher selten, eher bei Hochleistungsautos oder als Wohnraumbatterie in Campern zu finden

Zudem werden zunehmend sogenannte "intelligente" Geräte angeboten, die vollautomatisch arbeiten und per LED-Anzeige oder sogar einem kleinen Display den aktuellen Ladestand und weitere Informationen wiedergeben. Wer noch mehr Funktionsvielfalt sucht, bekommt auch Geräte mit Reparatur- und Wartungsfunktionen für geschwächte Akkumulatoren. Das sind unsere Kaufempfehlungen:

Der Alleskönner: CTEK XS 0.8

Das Modell CTEK XS 0.8 besticht bereits zu einem recht geringen Preis mit Vielseitigkeit. Das Erhaltungsladegerät für kleine 12-V-Batterien verfügt über intelligente Ladetechnik, etwa auch einen "Connect and Forget"-Lademodus, der vollautomatisch und ohne ständiges Draufschauen – so die Herstellerversprechung – die Batterie lädt und überwacht. Hervorzuheben ist die simple Bedienung: das Ladegerät einfach an die Batterie anschließen und fertig! Das vollautomatische Erhaltungsladegerät ist für Blei-Säure-Batterien geeignet. Der Ladestrom beträgt vergleichsweise niedrige 0,8 A und ist daher für kompakte Starterbatterien mit etwa 1,2 – 100 Ah Kapazität ausgelegt. Daher ist das XS 0.8 eher ein Gerät für Quad-, Motorrad- oder Kleinwagen-Fahrer:innen anstatt für Campingfans.

Mehrfachladegerät 6 V/12 V von Noco

Ein Batterieladegerät für alle Gelegenheiten ist das GENIUS2X4 von Noco. Es ist allerdings nicht das günstigste. Es handelt sich um ein intelligentes Mehrfachladegerät für alle gängigen Batterietypen (Blei, Lithium, Gel, AGM), mit dem sich vier Akkus gleichzeitig laden und erhalten lassen. Die wichtigsten Details: Jeder Ladeanschluss ist auf 6-V- und 12-V-Batterien sowie jeden Akku-Zelltypen ausgelegt und bietet Schutz gegen Überladung. Laut Hersteller lädt es auch fast leere Batterien mit nur einem Volt Restspannung wieder auf. Zudem soll es problematische Situationen wie Sulfatierung und Säureschichtung in der Batterie zuverlässig erkennen. Die Ladestromstärke gibt der Hersteller mit insgesamt acht Ampere für das Gerät, beziehungsweise zwei Ampere pro Ladeport an.

Uraqt Batterie Erhaltungsladegerät für Blei-Säure

Das intelligente Ladegerät für Autobatterie von Uraqt kann zwei verschiedene Spannungen (12 V oder 24 V) laden und eignet sich für alle Arten von Blei-Säure-Batterien. Achtung: Das Gerät darf nicht zum Aufladen von Lithium-Akkus verwendet werden! Weitere Details sind die Autostopp-Funktion bei voller Ladung und eine LED-Anzeige für Ladespannung, Ladestrom, Batterieladung und Temperatur. Zudem soll es in der Lage sein, komplett entleerte und sulfatierte Batterien "wiederzubeleben". Außerdem verfügt das Gerät über einen Winter- und einen Sommermodus. Mit acht Ampere genügt das Ladegerät auch zum recht raschen Aufladen von bis zu 150 Ah großen Batterien.

Bosch C10 Batterieladegerät

Das Ladegerät Bosch C10  zum Preis von knapp 50 Euro sorgt automatisch für eine volle Batterie. Ein Schutz gegen Falschgebrauch, Überhitzung und Kurzschluss ist durch die Auto-Erkennungsfunktion gegeben. Auch wird eine Impulsladung angeboten, die verspricht, fast "hoffnungslose Fälle" von tiefentladenen Autobatterien behutsam wiederaufzubauen. Das Ende des Ladevorgangs wird durch ein permanentes Leuchten des zuvor blinkenden Batteriesymbols signalisiert. Zudem ist das Erhaltungsladegerät staub- und spritzwassergeschützt. Praktisch: Das Gerät behält die eingegebene Einstellung, auch wenn es zwischendurch vom Stromnetz getrennt wird. Im Lieferumfang enthalten sind ein Haltehaken und Schnellkupplungen für schwer erreichbare Batterien oder regelmäßigen Einsatz, etwa in der Hobbywerkstatt oder bei Sammler:innen von Fahrzeugen. Das macht es aus Preis-Leistungs-Aspekten besonders empfehlenswert. Mit 3,5 A ist das Gerät für den Preis recht flott.

Bosch Erhaltungsladegerät C30

Das Erhaltungsladegerät Bosch C30 (6 V und 12 V, 3,8 A) arbeitet automatisch und eignet sich für jedes Fahrzeug, auch für Wohnmobile und Kleintransporter, sofern sie über eine 12-V-Batterie verfügen. Passt für folgende Batterie-Typen: Blei-Säure, GEL, EFB, AGM-Standard, Start/Stopp-Batterie. Der Ladezustand der Batterie lässt sich bequem per LED-Anzeige verfolgen.

Bosch Erhaltungsladegerät C70: für die "schweren Fälle"

Das Ladegerät Bosch C70 lädt sowohl 12-V- als auch größere 24-V-Lkw-Batterien. Diese sind oft in ausladenden integrierten Wohnmobilen oder Linern installiert, wie etwa dem Morelo Grand Empire, der auf Basis des Actros-Fahrgestells von Mercedes steht. Dafür dürfte das Bosch-Erhaltungsladegerät C70 eine gute Wahl sein. Dessen LED-Anzeige wird sehr klar angezeigt und ist leicht zu lesen. Wie bei seinen kleineren Modellgeschwistern geht die Bedienung äußerst benutzerfreundlich vonstatten, da es über einen zentralen Modusknopf verfügt, mit dem man die verschiedenen Lademodi und Spannungszustände wechseln kann. Wie alle Modelle der C-Reihe von Bosch verfügt das Gerät über mehrere Sicherheitsfunktionen wie den Schutz vor Kurzschlüssen, Überhitzung und falsche Verkabelung mit verkehrter Polarität.

Worauf muss man beim Kauf eines Erhaltungsladegeräts achten?

Vor dem Kauf eines Batterieladegeräts müssen sich einige Gedanken gemacht werden. Was dabei zu beachten ist, verraten wir hier:

  • Batterietyp: Nicht jedes Batterieladegerät kommt mit jedem Akku-Typen zurecht. Auf die Herstellerangaben zur Kompatibilität muss daher beim Ladegerät genau geachtet werden, um Schäden an Lader, Fahrzeugbatterie und Fahrzeugelektronik sowie Verletzungen zu vermeiden.
  • Ladespannung: Das Ladegerät muss zur Batteriespannung (6, 12 oder 24 V) passen! Im Zweifel die Produktbeschreibung im Internet oder die Bedienungsanleitung konsultieren, bevor man das Gerät in Betrieb nimmt.
  • Ladestrom und Kapazitätsbereich: Der Ladestrom (Ampere) muss zur Kapazität (Ah-Angabe der Batterie) passen. Zu hoher Strom kann die Batterie belasten, zu niedriger verlängert den Ladevorgang unnötig.
  • Lademodi: Ein gutes Batterie-Erhaltungsladegerät verfügt über mehrere Ladezyklen, in denen Spannung und Stromstärke variieren. Außerdem ist ein intelligentes Gerät meist in der Lage, die jeweilige Spannung der Batterie zu messen und nur bei Bedarf einen Ladeimpuls zu senden.
  • Sicherheitsfunktionen: Funktionen wie Verpolungs- und Überspannungsschutz sind kein überflüssiger Luxus oder "Technik-Schnickschnack", sondern dienen der Sicherheit und sollten daher zur Grundausstattung eines modernen Ladegeräts gehören.
  • Auf Stand-by-Verbrauch achten: Ein niedriger Stand-by-Verbrauch ist wichtig. Erhaltungsladung läuft oft über Wochen, daher sollte das Gerät sparsam arbeiten.

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Wie schließt man ein Erhaltungsladegerät richtig an?

Genaue Anweisungen zum korrekten Anschließen findet man in den Herstellerangaben der Batterie und der Anleitung für das Ladegerät. Eine sehr ausführliche Anleitung zum Laden der Autobatterie haben wir hier zusammengestellt. Wichtig: Zündung, Motor und sonstige Stromquellen müssen während des Ladens ausgeschaltet sein. Außerdem müssen alle Belüftungsschlitze der Batterie freiliegen. Anderenfalls kann das Gerät überhitzen. So das Erhaltungsgerät anschließen:

  • Batterie abklemmen: Klemmen an der Autobatterie entfernen. Zuerst die Minus-, anschließend die Plusklemme.
  • Ladegerät anschließen: Die rote Klemme für den Pluspol, die blaue Klemme für den Minuspol.
  • Ladegerät an Strom anschließen: Erst wenn die Batterie abgeklemmt und das Ladegerät korrekt angeschlossen ist, darf der Netzstecker in die Steckdose.
  • Ladevorgang starten: Bei einigen Geräten startet der Ladevorgang bereits, sobald Strom fließt, andere werden per Knopfdruck aktiviert.

Laden über den Zigarettenanzünder: Dann möglich

Einige Erhaltungsladegeräte lassen sich direkt über die 12-V-Dose anschließen. Das ist praktisch, aber nicht immer möglich:

  • Die 12-V-Dose muss dauerhaft mit der Batterie verbunden sein. Bei manchen Fahrzeugen liegt Spannung nur bei eingeschalteter Zündung an, dann ist auch kein Laden möglich.
  • Der Ladestrom darf die Sicherung nicht überfordern. Übliche Steckdosen sind mit etwa 10 A abgesichert, daher muss der Ladestrom darunter bleiben.

Wie lange kann ein Erhaltungsladegerät angeschlossen bleiben?

Moderne Erhaltungsladegeräte sind für Dauerbetrieb ausgelegt. Sie wechseln selbstständig in den Erhaltungsmodus und vermeiden so eine Überladung.

Kann ein Erhaltungsladegerät eine tiefentladene Batterie retten?

Viele Geräte besitzen eine Rekonditionierungs- oder Impulsfunktion. Ob eine Batterie wiederherstellbar ist, hängt jedoch vom Grad der Tiefenentladung und dem Alter des Akkus ab.