DS SM Tribute: Neo-Retro-Göttin als Studie

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DS SM Tribute: Ansicht schräg vorne
DS SM Tribute Foto: DS

Die charakteristische Glasfront des Citroën SM findet sich auch an der Studie DS SM Tribute wieder. Hinter ihr verschwinden die Scheinwerfer, das Logo und das (hypothetische) Nummernschild.

DS SM Tribute: Ansicht seitlich
DS SM Tribute Foto: DS

Die Designstudie ist mit 4,94 m nur drei Zentimeter länger als das Original.

DS SM Tribute: Ansicht seitlich mit Citroën SM
DS SM Tribute Foto: DS

Lange Motorhaube, teilverkleidete Hinterräder, Bootsheck: Die Proportionen sind unverkennbar die gleichen.

DS SM Tribute: Ansicht vorn
DS SM Tribute Foto: DS

Allerdings geht die Studie gegenüber dem Coupé der 1970er-Jahre um 14 cm in die Breite, auf insgesamt 1,98 m.

DS SM Tribute: Ansicht schräg hinten
DS SM Tribute Foto: DS

Die Verkleidung der Hinterräder wurde beim SM Tribute angeschlitzt und mit einer durchlaufenden Lichtleiste versehen.

DS SM Tribute: Ansicht seitlich
DS SM Tribute Foto: DS

Die Studie verfügt über vier gegenläufig öffnende Türen.

DS SM Tribute: Ansicht Cockpit
DS SM Tribute Foto: DS

Mit ihren ovalen Instrumenten, jetzt allerdings volldigital – zitiert die Studie direkt den illustren Ahnen.

DS SM Tribute: Ansicht  Vordersitze
DS SM Tribute Foto: DS

Bisher existiert das Interieur nur als 3D-Modell. Doch das Neoretro-Design ist auch hier allgegenwärtig.

DS SM Tribute: Ansicht Citroën SM 1970
DS SM Tribute Foto: DS

Bei der Vorstellung 1970 galt der Citroën SM als Sensation. Kommerziell war er allerdings ein Flop. Schon 1975 wurde die Produktion eingestellt, nach nicht einmal 13.000 Exemplaren.

Als Marke ist DS gerade erst zehn Jahre alt geworden. Aber das Label blickt stolz auf sein namensgebendes Citroën-Modell und die damit einhergehende Tradition zurück. Und auch das Coupé SM zählt zur DS-Ahnenreihe. Jetzt lebt es als Studie DS SM Tribute wieder auf.

Heutzutage darf die Marke Citroën als kleines Sternchen im Stellantis-Universum Plattformen und Gleichteile aus der Organbank borgen und sie zu Mainstream-Modellen verquirlen. Stylistisch Mutiges wird seit zehn Jahren beim Spin-off DS verortet. Dem war nicht immer so. Noch bis in die 1980er-Jahre galt die französische Marke als Original, das wahlweise besonders billige (2CV), hässliche (Ami 6, Visa), innovative – siehe DS – oder exquisite Modelle hervorbrachte.

Das Coupé SM, 1970 aus dem Hut gezaubert, darf sogar als der letzte ernstzunehmende Versuch der französischen Autoindustrie gelten, an gallische Namen des motorisierten Luxus anzuknüpfen: Delahaye, Talbot, Facel Vega, Bugatti… Er muss aber nicht der letzte bleiben. DS dockt jetzt an vergangene Citroën-Glorie an, mit einer Studie namens SM Tribute, die zugleich dem Vorbild huldigt, dabei aber doch in die Zukunft weist.
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Der SM sollte eigentlich vier Türen haben

Der SM sollte ursprünglich ein Viertürer werden. Das Concept-Car von DS nimmt diese Idee wieder auf, allerdings nach bester Rolls-Manier mit gegenläufig öffnenden Türen. Sie wären das wahrscheinlich unwahrscheinlichste Element eines künftigen Serien-SM, auf den DS-Chefdesigner Thierry Metroz immer wieder Bezug nimmt. Die flache Silhouette mit der langen Motorhaube, die charakteristische Glasfront, hinter der Scheinwerfer, Logo und Nummernschild verschwinden, und das sich verjüngende Bootsheck mit Glaskuppel erinnern ohne Umwege an "Seine Majestät" SM.

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Das historische Vorbild des DS SM hatte nicht wenige Macken

Wie jeder Citroën hatte der SM seine Macken. Vor allem der von Maserati beigesteuerte V6 mit bis zu 180 PS (133 kW) zeigte sich kompliziert, wartungsaufwändig und zerbrechlich. Der SM war seiner Zeit dennoch weit voraus: Hydropneumatik, Klimaanlage, Kurvenlicht und eine aerodynamisch ausgeklügelte Form machten den GT damals zum schnellsten und fortschrittlichsten Fronttriebler der Welt. Die Studie ist ein reines Designmodell und birgt keinerlei Hinweis auf die darunter steckende Technik. Aber innerhalb des Stellantis-Konzerns würde ihr die Elektroplattform STLA Large gut stehen, die auch den künftigen Alfa Romeo Giulia und Stelvio als Basis dienen soll. Mit 800-Volt-Technik und bis zu 600 PS (441 kW) ausgestattet, soll sie standesgemäßen Vortrieb mit großer Reichweite und kurzen Ladezeiten verbinden. Andererseits zählt nun auch Maserati zu Stellantis. Da könnte ein Nettuno-V6 nicht nur aus Traditionsgründen verlockend sein.

DS SM Tribute: Ansicht seitlich mit Citroën SM
Foto: DS

Bestimmte Designelemente des SM Tribute werden sich aber bereits am DS 8 zeigen, der ab Ende 2024 die SUV-Baureihen der Franzosen krönen soll. So lebt der SM zumindest ein Stück weit wieder auf. Falls sich die Stellantis-Führung zu einem veritablen Revival des SM durchringen sollte, würde der allerdings kaum vor 2030 an den Start gehen. Damit darf man beinahe ausschließen, dass sich auch Verbrenner unter der Haube des DS SM wiederfinden werden.