Mehr Luxus geht nicht: Drei der teuersten Wohnmobile weltweit

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Niesmann + Bischoff Flair (2024): Das Foto zeigt das Wohnmobil von schräg vorne.
Niesmann + Bischoff Flair (2024) Foto: Niesmann + Bischoff

Etwas weniger modän als die nächsten zwei Luxus-Liner dieser Bildergalerie, dafür ausgesprochen modern kommt das ebenfalls vollintegrierte Reisemobil "Flair" von Niesmann + Bischoff daher.

Niesmann + Bischoff Flair (2024): Das Bild ist vom Heck aufgenommen und zeigt den Innenraum im Überblick.
Niesmann + Bischoff Flair (2024) Foto: Niesmann + Bischoff

Mit einem Basispreis von 222.900 Euro (Alle Preise: Stand November 2024) kommt er, zumindest im direkten Vergleich mit den beiden Luxus-Linern der alten Schule, der in der Außenlänge 9270 mm messenden Flair nahezu als Schnäppchen daher. Er glänzt mit viel modernen Detaillösungen und innovativen Gimmicks. Das hebt ihn ab von vielen anderen Vollintegrierten ab, die vor allem auf Bedürfnisse einer reiferen Zielgruppe zugeschnitten sind.

Niesmann + Bischoff Flair (2024):  Die Innenansicht zeigt das moderne Möbeldesign.
Niesmann + Bischoff Flair (2024) Foto: Niesmann + Bischoff

Viel Glas, schwarzes Metall, Filzwände und ein sehr klares, rechteckiges Möbeldesign lassen den Innenraum nicht nur größer wirken, sondern sollen tatsächlich dazu beigetragen haben, dass vermehrt jüngere Leute dem Charme des Flair verfallen. 

Morelo Grand Empire (2024): Das Bild zeigt den Liner von schräg vorne.
Morelo Grand Empire (2024) Foto: Morelo

Mit an der Spitze der Liner-Nahrungskette steht der Morelo Grand Empire. "Was gönnt man sich, wenn das Einfamilienhaus bereits abbezahlt ist, das Boot in einem mediterranen Hafen ankert und der Porsche auch bereits Platz in der Garage einnimmt?", fragt der Redakteur der AUTO ZEITUNG im dazugehörigen Fahrbericht augenzwinkernd. "Genau, einen Reisebus." Oder eben …

Morelo Grand Empire (2024): Das Bild zeigt, wie ein Maserati in der Heckgarage verladen wird.
Morelo Grand Empire (2024) Foto: Morelo

... genau, einen Morelo-Liner vom Typ Grand Empire, der ebenfalls den Mercedes-Lkw Actros als Basis nimmt, ab 594.900 Euro zu haben ist und dessen Heckgarage auch mal ganz locker einen Maserati "verschluckt".

Morelo Grand Empire (2024): Die Innenansicht gibt den Blick durch die Panoarmascheibe wieder.
Morelo Grand Empire (2024) Foto: Morelo

Perfektes Bergpanorama aus den drehbaren Pilotensitzen des Cockpits ist im Preis inbegriffen. 

Morelo Grand Empire (2024): Die Innenansicht gibt den Blick auf den edlen Holzboden frei.
Morelo Grand Empire (2024) Foto: Morelo

Die Bezeichnung "Luxus-Liner" entstammt der Seefahrt und ist Programm, denn innendrin wartet Luxus in standesgemäßer Jacht- und Holzdielen Optik.

Morelo Grand Empire (2024): Das Detailfoto zeigt die Spülmaschine an Bord.
Morelo Grand Empire (2024) Foto: Morelo

Auch an Details wurde gedacht, von denen andere Campingfans in ihren Fahrzeugen nur träumen können. Dazu gehört beispielsweise eine integirerte Geschirrspülmaschine, die bis heute auch an Bord von teurern Wohnmobilen Seltenheitswert hat. 

Morelo Grand Empire (2024): Die Innenansicht zeigt das Schlafzimmer.
Morelo Grand Empire (2024) Foto: Morelo

An Bord des Morelo Grand Empire ist man dem Himmel, nicht nur dank XXL-Panoramadachfenster, defintiv ein Stück näher.

Concorde Centurion (2024): Das Bild zeigt den Liner von schräg vorne.
Concorde Centurion (2024) Foto: Concorde

Wer bereit ist, eine halbe Million Euro oder mehr auf den Tisch zu legen, erhält nicht nur ein Wohnmobil mit einer Ausstattung der Superlative, sondern oft auch eine fahrbare Garage für den auf den Campingtrip mitgeführten Pkw als "Beiboot". Ein Beispiel dafür: der Concorde Centurion, der ab 808.100 Euro zu haben ist.

Concorde Centurion (2024): Die Heckansicht zeigt, wie ein Mini Cooper in der Heckgarage verladen wird.
Concorde Centurion (2024) Foto: Concorde

Auf bis zu zwölf Metern Außenänge, mit 26 t zulässigem Gesamtgewicht und bis zu acht Rädern ist der Liner auf Basis des Mercedes-Lkw Actros zweifellos eines der edelsten Wohnmobile, das jemals in Serie gingen. In der tiefen Heckgarage des fahrbaren Einfamilienhauses mit rund 35 qm Wohnfläche finden je nach Modellvariante ein Fiat 500, Smart Fortwo oder Mini Cooper Platz.

Concorde Centurion (2024): Die Innenansicht zeigt den Kühlschrank mit Ausziehfächern.
Concorde Centurion (2024) Foto: Concorde

Luftgefederte Achsen im Campingfahrzeug mit dem aus dem Lateinischen entlehnten Namen sorgen für sänftenartiges Vorankommen und einen Komfort, den Autofahrer:innen sonst allenfalls von einer Mercedes-S-Klasse kennen dürften. Da bleiben garantiert alle Tassen im (Auszieh-)Schrank der Superlative.

Concorde Centurion (2024): Die Durchsicht durch den Innnenraum veranschaulicht die Dimension des Fahrzeugs.
Concorde Centurion (2024) Foto: Concorde

Auch innendrin zeigt der Centurion eindrucksvoll, warum er der Chef einer ganzen Legion aus Konkurrenten ist: Der Innenraum mit edlem Mobiliar und indirekter Loungebeleuchtung könnte auch aus dem Bauch des Privatflugzeugs eines Milliardärs entstammen.

Concorde Centurion (2024): Die Innenansicht zeigt das Schlafzimmer.
Concorde Centurion (2024) Foto: Concorde

Keine Science-Fiction-Ausgeburt, sondern Realität, auch wenn das im Fahrzeugheck untergebrachte Schlafgemach mit dem ovalen Bettrondell im Format von 2 x 1,80 m definitiv etwas von "Star Trek" hat.

Wohnmobile, die 500.000 Euro und mehr kosten? Die sind gar nicht so selten und liegen voll im Trend. Die AUTO ZEITUNG zeigt drei Oberklasse-Liner in diesem Preissegment.

Keine Frage, die wirtschaftlichen Vorzeichen waren schon einmal bessere. Und doch: Vollausgestattete und vollintegrierte und übergroße Wohnmobile, im Fachjargon der Campingfans auch "Liner" genannt, boomen! Und das auch nach der Corona-Pandemie, die für die meisten Menschen und Wirtschaftszweige ein Fluch, für die Campingbranche jedoch ein echter Segen war. Wirtschaftskrise hin oder her: Die Reisemobil-Hersteller, die sich auf Campingfahrzeuge der absoluten Oberklasse spezialisiert haben, melden durch die Bank volle Auftragsbücher und klingelnde Kassen.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Der enorme Publikumsandrang bei Campingmessen wie dem Caravan Salon in Düsseldorf oder der CMT in Stuttgart zeigt, das Interesse an den Luxus-Linern der Landstraße ist ungebrochen. Und man muss nicht Abramowitsch, Murdock oder sonst wie heißen und im Konzert der Superreichen mitspielen, um diese rollenden Villen oder Wellness-Tempel auf vier Rädern (und oft genug drei Achsen), die mit einer Außenlänge von rund zwölf Metern oder mehr, faszinierend zu finden. Auch wenn der Erwerb eines solchen Campingfahrzeugs meist schon, neben dem nötigen Kleingeld, am für Wohnmobile mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von 12.000 kg und mehr benötigten Lkw-Führerschein der Klasse C scheitern dürften (alles zu den verschiedenen Führerscheinklassen hier). Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Tipps zum Kauf gebrauchter Wohnmobile (Video):

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Video: AUTO ZEITUNG

Gründe, warum Luxus-Wohnmobile aktuell im Trend liegen

Vielleicht ist es ja gerade der Rückzug ins Private und die Parallelwelt eines von der Außenwelt blickdicht abgeschirmten Luxus-Lifestyles, der solche Fahrzeuge für viele Menschen so interessant und begehrenswert machen. Das gilt selbst dann, wenn sich nur die wenigsten von ihnen im "wahren Leben" tatsächlich ein solches Luxus-Reisemobil im Gegenwert eines Einfamilienhauses in privilegierter Lage, für das mit den nötigsten Extras schnell 750.000 Euro oder mehr hinzublättern ist, leisten können (oder wollen). Ganz ähnlich also, wie es sich mit der Anziehungskraft verhält, die Supersportwagen vom Format eines Ferrari Testarossa 250, Porsche 918 Spyder oder eines McLaren W1 auf Otto-Normal-Autofahrer ausüben.

Auch interessant:

In unserer Bildergalerie haben wir die besten und schönsten Luxus-Straßenschiffe für Campingfans zusammengestellt. Frohes Stöbern, wenn die Fantasie mit den Innenraumfotos auf (Camping-)Traumreise geht!