Vorstellung

Dacia Spring Electric: Alles zum preisgünstigsten E-Auto

Mit dem 2024er Dacia Spring Facelift blieb die Technik zwar unberührt, dafür gab es große Änderungen beim Design und im Innenraum. Das Technik-Update holt Dacia 2026 nach und krempelt die Antriebe komplett um. Das kostet der elektrische City-Floh!

(1/7)
Das Dacia Spring Facelift (2024) steht vor urbanem Hintergrund auf einem Parkplatz, von vorne links fotografiert.
2024 bekam der Spring sein erstes Facelift, 2026 aber erst neue Antriebe. Der Preis? Weiterhin niedrige 16.900 Euro. Foto: Dacia
Das Dacia Spring Facelift (2024) parkt vor einer Fassade, von rechts fotografiert.
Die Maße von 3701 mm in der Länge, 1583 mm (1767 mm mit Außenspiegeln) in der Breite und 1519 mm in der Höhe decken sich in etwa mit jenen des Vorgängermodells. Foto: Dacia
Das Dacia Spring (2024) stehend von vorne fotografiert.
Bislang standen für den Spring zwei Motorisierungen mit entweder 33 kW (45 PS) oder 47 kW (65 PS) zur Auswahl. Foto: Dacia
Das Dacia Spring (2024) stehend von hinten fotografiert.
Mit der 2026er-Modellpflege stehen nun 51 kW (70 PS) und 74 kW (100 PS) an. Foto: Dacia
Das Cockpit des Dacia Spring (2024).
Moderner Innenraum mit farblich abgesetzten Elementen. Das zehn Zoll große Display auf der Mittelkonsole ist den Ausstattungen "Extreme" und "Expression" vorbehalten. Foto: Dacia
Das Dacia Spring Facelift (2024) fährt durch eine Stadt, von vorne rechts fotografiert.
Mit der 2026er Modellpflege fällt der Spring aerodynamischer und sein Chassis steifer aus. Foto: Dacia
Das Dacia Spring Facelift (2024) fährt durch eine Stadt, von hinten rechts fotografiert.
Der Dacia Spring ist ab sofort bestellbar. Foto: Dacia

Preis: Dacia Spring Facelift ab 16.900 Euro

Die 2026er-Modellpflege des Dacia Spring soll den elektrischen Billigheimer – analog zur gesamten Marke – auf die nächste Stufe heben. Denn mittlerweile ist nicht der besonders niedrige Preis das alleinige Ziel, sondern auch ein verbessertes Nutzererlebnis. Man kann also sagen: Mit dem Erfolg Dacias steigen auch die Ansprüche. Trotz neuer und deutlich stärkerer Antriebe (Näheres dazu in einem späteren Absatz) bleibt der Preis mit 16.900 Euro bestehen (Stand: Januar 2026). Der kleine Rumäne ist und bleibt also das günstigste E-Auto auf dem Markt, die neueste Modellpflege zudem ab sofort bestellbar.

Der Dacia Spring (2024) im Video

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Beide Antriebe nun wesentlich kräftiger

Hatte der ADAC noch bemängelt, dass der Dacia Spring Electric gefährlich langsam beschleunige, dürfte diese Kritik mit der 2026er Modellpflege obsolet werden: Statt 33 kW (45 PS) beziehungsweise 48 kW (65 PS) leisten die beiden Antriebsoptionen nun 51 kW (70 PS) und 74 kW (100 PS). Der neue Einstiegsantrieb soll den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h jetzt in 10,3 s statt in 26,2 s hinlegen, der stärkere Motor benötigt laut Hersteller 6,9 s statt der bisherigen 14,0 s.

Auch bei der Batterie- und Ladetechnik legte der Budgethersteller Hand an, denn neuerdings kommt eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie zum Einsatz, die mit 24,3 kWh etwas weniger fasst als bislang. Derweil steigert die Renault-Tochter die DC-Ladeleistung von 30 kW auf 40 kW, Gleichstrom wird weiterhin mit sieben Kilowatt geladen. Die Reichweite bleibt mit 225 km nach WLTP trotzdem weitestgehend identisch, hilfreich dürfte hierbei die im Detail überarbeitete Aerodynamik sein. Zudem soll das Chassis mit der Modellpflege im Sinne eines besseren Fahrverhaltens steifer werden.

Exterieur: Der Duster lässt grüßen

Front und Heck wurden bereits mit dem 2024er-Facelift sichtbar überarbeitet und übernehmen die Designsprache, die Dacia mit dem Duster eingeführt hat. Ein nettes Detail stellen die gemusterten Flächen in den Stoßfängern des Spring dar, die an einen Stadtplan erinnern sollen. Die Motorhaube zeigt sich mit ausgeprägten Konturen, die Dachreling fällt für eine günstigere Aerodynamik weg (optional aber verfügbar). Die Maße von 3701 mm in der Länge, 1583 mm (1767 mm mit Außenspiegeln) in der Breite und 1519 mm in der Höhe decken sich in etwa mit jenen des Vorgängermodells.

Interieur: Robust und effizient

Das Cockpit des Dacia Spring (2024).
Foto: Dacia

Mit dem Modelljahr 2026 erhält der Dacia Spring auch einen leicht überarbeiteten Innenraum. Serienmäßig fahren alle Varianten fortan mit einem sieben Zoll großen digitalen Tacho vor, das zehn Zoll große Touchdisplay über der Mittelkonsole ist zumindest beim "Extreme" Standard und lässt sich ansonsten gegen Aufpreis in das Cockpit implementieren. Damit einher gehen ein Navi sowie drahtlose Smartphone-Verbindungen via Apple CarPlay und Android Auto. Dass der komplette Innenraum mit hartem Plastik ausgekleidet ist, dürfte die preissensible Zielgruppe wohl wenig stören. Vielmehr freut sie sich am 208 bis 1004 l großen Kofferraum – angesichts der kleinen Grundfläche ein bemerkenswert großes Ladeabteil. Hinzu kommt der kleine Frunk unter der Fronthaube.

Assistenzsysteme: Erweiterte Serienausstattung

Neue Assistenzsysteme erweitern die serienmäßige Ausstattung des Dacia Spring seit dem Facelift 2024, darunter die automatische Notbremsung mit Erkennung von Fahrzeugen, Fußgänger:innen, Radfahrenden und Motorrädern, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechselwarnung sowie Spurhalteassistent.

Fahreindruck: Durch das Update deutlich erwachsener

Der kleinste Spross der mittlerweile fünf Mitglieder zählenden Dacia-Modellfamilie ist durch das Upgrade des E-Antriebs auf bis zu 74 kW (100 PS) und die neue LFP-Batterie deutlich erwachsen(er) geworden. Bei der Preisgestaltung bleibt sich Dacia treu: Für vergleichsweise kleines Geld gibt es hier richtig viel E-Auto. Der Elektrobonus von 3000 Euro vom Hersteller tut sein Übriges. In Kombination mit seinem unkomplizierten Fahrverhalten wird der neue Dacia Spring vor allem als Zweit- und Drittwagen für die Stadt sicher viele Freund:innen finden. Von Markus Henrichs