BMW X7 M50d: Test

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BMW X7 M50d: Test
BMW X7 M50d: Test Foto: Zbigniew Mazar

Der BMW X7 M50d vereint einen bärigen Quad-Turbodiesel und viel Luxus auf über fünf Meter Länge. >> Mehr zum Thema Test

BMW X7 M50d: Test
BMW X7 M50d: Test Foto: Zbigniew Mazar

Dass ein riesiges Auto viel Platz bietet, ist jedoch nicht wirklich überraschend.

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Ob man einen Offroader von über fünf Meter Länge benötigt, um den Nachwuchs sicher zur Schule zu bringen, sei dahingestellt.

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Dank Integral-Aktivlenkung an allen vier Rädern lenkt der BMW ungeachtet seines Radstands von über 3,10 Metern ausgesprochen willig und agil ein.

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WLAN-Hotspot, Online-Services, USB-Ports (Typ A und C), Head-up-Display sowie ein Harman Kardon Surround Sound-System – alles serienmäßig. Nur DAB kostet 420 Euro extra.

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Weitere Optionen: HDTV (1200 Euro), Fond-Entertainment (2650 Euro) sowie toller High End- Sound von Bowers & Wilkins für 4500 Euro.

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Die Komforsitze gibt es im BMW X7 M50d wahlweise – ohne Aufpreis.

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Wer mit Mann und Maus auf Reisen geht, freut sich über das immense Platzangebot des X7.

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Voll umgeklappte Sitze und eine dachhohe Beladung münden in 2120 Liter Stauraum – plus 3,5 Tonnen Anhängelast.

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Der Kaufpreis von 109.900 Euro dürfte sich dennoch kaum amortisieren.

Es grenzt an Zauberei, wie agil der BMW X7 M50d fährt. Zumal der 400 PS starke Motor mit vier Turbos nicht nur vor Kraft strotzt, sondern auch sparsam läuft. Offenbart der X7 auch Schwächen? Der Test gibt die Antwort!

PositivHöchster Fahrkomfort, gutes Handling, sparsamer und starker Diesel
NegativVerkehrsflächenbedarf,happiger Kaufpreis, sehr hohe Kasko-Einstufung

Alle reden übers Klima – und der Münchener Autobauer bringt den gewaltigen BMW X7 M50d auf den Markt. Ignoranz? Nein. Denn große Reiseautos wird es auch weiterhin geben. Und selbst wenn der X7 ursprünglich für US-Kunden skaliert wurde, beweist er mit seinem fein austarierten Fahrwerk und dem von vier (!) Turboladern unterstützten Dreiliter-Diesel, wie zeitgemäß er ist. Ob man einen Offroader von über fünf Meter Länge benötigt, um den Nachwuchs sicher zur Schule zu bringen, sei dahingestellt. Doch wer mit Mann und Maus auf Reisen geht, freut sich über das immense Platzangebot des X7. Standardmäßig rollt der große Bruder des X5 mit sieben Sitzen vor – elektrisch einstellbar natürlich. Unser Testwagen mit der optionalen Sechsfach-Bestuhlung (660 Euro) bietet noch mehr Freiraum in Reihe zwei. Hier sitzt man fast genauso komfortabel wie auf den vorderen Plätzen. Bis zur dritten Reihe muss man zwar ein wenig klettern, doch das Platzangebot ist im Test selbst hier ordentlich: Erwachsene bis 1,80 Meter können entspannt und aufrecht sitzen, die Beinfreiheit ist aber endlich. Genau wie der Stauraum, der bei sechs- oder sieben aufgestellten Sitzen nur noch 326 Liter beträgt. Faltet man indes die zwei Plätze ganz hinten elektrisch zusammen, bietet der BMW X7 M50d ein Standard-Kofferraumvolumen von 750 Litern. Voll umgeklappte Sitze und eine dachhohe Beladung münden in 2120 Liter Stauraum – plus 3,5 Tonnen Anhängelast bei werksseitig monierter Kupplung (1200 Euro). Mehr zum Thema: Autos der Luxusklasse

Zubehör für BMW-M-Fans:

Der BMW X7 M50d im Test der AUTO ZEITUNG

Dass der BMW X7 M50d viel Platz bietet, ist jedoch nicht wirklich überraschend. Auch dass es in manchen Parkhäusern sehr eng wird, ist angesichts der schieren Größe leicht nachvollziehbar. Eine faustdicke Überraschung im Test ist indes, wie spielerisch leicht sich der tägliche Umgang mit dem Fullsize-SUV im europäischen Innenstadt-Gewühl vollzieht. Dank Integral-Aktivlenkung an allen vier Rädern lenkt der BMW ungeachtet seines Radstands von über 3,10 Metern ausgesprochen willig und agil ein. Dabei wirkt er nie nervös oder hektisch. Vielmehr begeistert er mit spontanen Reaktionen, einem narrensicheren Fahrverhalten und einem völlig stoischen Geradeauslauf auf der Autobahn. Dort kann auch der Power-Diesel mit vier Turboladern glänzen und seine geballte Kraft ausspielen. Drehzahlen über 2500 Touren benötigt er fast nie. Falls doch, fällt so viel Leistung an, dass der knapp 2,6 Tonnen schwere Testwagen in 5,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h prescht und die 250 km/h Spitze mühelos erreicht. Dabei läuft der Reihensechszylinder stets kultiviert – und sparsam. Im Test begnügt sich der BMW X7 M50d mit 9,5 Liter je 100 km. Respekt. Der Kaufpreis von 109.900 Euro dürfte sich dennoch kaum amortisieren.

Das Connectivity-Angbeot des BMW X7 M50d

Der BMW X7 M50d wartet mit allem auf, was technisch derzeit möglich ist. Mit an Bord des Dickschiffs ist ein Navi samt Echtzeit-Daten, intuitive Sprach-und Gestensteuerung, Bluetooth-Telefonie, kabelloses Laden, Smartphone-Integration, WLAN-Hotspot, Online-Services und USB-Ports (Typ A und C). Ebenfalls zur Serienausstattung des BMW X7 M50d gehört ein Head-up-Display sowie ein Harman Kardon Surround Sound-System. Nur DAB kostet 420 Euro extra. Ebefalls aufpreisflichtig ist HDTV (1200 Euro), Fond-Entertainment (2650 Euro) sowie toller High End- Sound von Bowers & Wilkins für 4500 Euro.

Messwerte & technische Daten des BMW X7 M50d

AUTO ZEITUNG 12/2019BMW X7 M50d
Technik 
Zylinder/Ventile pro Zylin.R6/4; Quad-Turbo
Hubraum2993 cm³
Leistung294 kW/400 PS
Max. Gesamtdrehmoment760 Nm
Getriebe/Antrieb8-Stufen-Automatik/Allrad
Messwerte 
Leergewicht (Test)2588 kg
Beschleunigung 
0 - 100 km/h5,3 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)250 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
34,4/33,3 m
Verbrauch (Test)9,5 l D/100 km
CO2-Ausstoß (EU)244 g/km
Preise 
Grundpreis109.900 Euro

Fazit

Erlesener Fahrkomfort und ein enormes Raumangebot, gepaart mit fulminanten Fahrleistungen, Effizienz und einem souveränen Fahrwerk: Der BMW X7 M50d entzückt nicht nur die Amerikaner, sondern begeistert auch europäische Fahrer – Tester inklusive.