BMW X5 xDrive45e: Test (Hybrid)

(1/10)
BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Power-Fans freut der Turbo-Sechszylinder, Elektro-Fans die große Reichweite: der BMW X5 xDrive45e im Test. >> Mehr zum Thema Test

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Die E-Maschine sitzt zwischen Reihensechszylinder und Automatik und bringt mit 83 kW genug Leistung, um dem 2,5 Tonnen schweren Brocken Beine zu machen (bis 135 km/h).

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Das Zusammenspiel aller Hybridkomponenten funktioniert so harmonisch und effizient, dass man als Fahrer bald nicht mehr auf die Elektro-Komponenten verzichten will.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Der Sprint von null auf 100 km/h ist in 5,4 Sekunden möglich. Und im Schnitt können 3,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer reichen.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Geräumiges Cockpit mit penibler Verarbeitung und feinen Materialien.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Ausreichend Platz auch für die Passagiere im Fond.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Über den Drive-Select-Schalter lässt sich auch die rein elektrische Fahrt wählen.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Zudem kann der Ladezustand der 24-kWh-Batterie auf einem bestimmten Niveau gehalten werden.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Auf der standardisierten Testrunde kamen wir mit Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn auf eine elektrische Reichweite von knapp 60 Kilometern.

BMW X5 xDrive45e
BMW X5 xDrive45e Foto: BMW

Den stattlichen Akku im Heck kann man nämlich nur mit maximal 3,7 kW an einer Haushaltssteckdose (16 A) laden.

Der BMw X5 xDrive45e hat mit seinem Vorgänger nicht mehr viel gemein. Power-Fans freut der Turbo-Sechszylinder, Elektro-Fans die große Reichweite. Wie sich das Hybrid-SUV schlägt, zeigt der Test!

PositivSehr kultivierter Antrieb, niedriger Verbrauch, harmonische Abstimmung, sportliche Fahrleistungen
NegativHoher Preis, extrem lahme Ladetechnik

Das Wichtigste gleich zuerst: Wie jeden anderen Plug-in-Hybrid kann man natürlich auch den BMW X5 xDrive45e aus unserem Test unbegrenzt mit leerem Akku im Alltag bewegen. In unserem Fall entspräche der Fahreindruck dann dem eines etwas geschwächten X5 xDrive40i mit 300 Kilogramm Ballast an Bord – immer noch ein Testsieg-verdächtiges Gesamtpaket. Doch sein volles Spar- und Spaß-Potenzial schöpft ein derart komplexer Antrieb nur aus, wenn er regelmäßig am Kabel hängt, um stets einen gefüllten Akku zu haben. Beim X5 xDrive45e gilt das vielleicht mehr als bei anderen. Zum einen hat seine E-Maschine – die zwischen Reihensechszylinder und Automatik sitzt – mit 83 kW genug Leistung, um dem 2,5 Tonnen schweren Brocken Beine zu machen (bis 135 km/h). Zum anderen funktioniert das Zusammenspiel aller Hybridkomponenten im BMW X5 xDrive45e so harmonisch und effizient, dass man als Fahrer bald nicht mehr auf die Elektro-Komponenten verzichten will. Ein Beispiel: Der Sprint von null auf 100 km/h ist in 5,4 Sekunden möglich. Und im Schnitt können 3,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer reichen. Wie gesagt, nur im Zusammenspiel beider Antriebe. Mehr zum Thema: X5 M mit bis zu 625 PS

Der BMW X5 Protection VR6 (2019) im Video:

Video Platzhalter
Video: BMW

Hybrid-SUV BMW X5 xDrive45e im Test

Wie bei Plug-in-Hybriden üblich, lässt sich auch beim BMW X5 xDrive45e aus unserem Test über den Drive-Select- Schalter auch die rein elektrische Fahrt wählen. Dagegen kann zudem der Ladezustand der 24-kWh-Batterie auf einem bestimmten Niveau gehalten werden. Rollt man beispielsweise auf einer Autobahn in einen Ballungsraum, kann der Fahrer so elektrische Energie ersparen, um in der Stadt ausschließlich elektrisch unterwegs zu sein. Auf der standardisierten Testrunde kamen wir mit Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn auf eine elektrische Reichweite von knapp 60 Kilometern. Danach übernahm der Sechszylinder die Hauptarbeit. Überlässt man die Wahl des Antriebs dem Eco-Pro-System im Hybrid-Modus, fährt der Bayer unter Umständen sogar effizienter. Vor allem dann, wenn eine Route im Navi aktiv ist. Egal ob bestmögliche Rekuperation vor Dorfeinfahrten, plötzliches Auffahren auf langsamere Autos oder auch längere Bergab-Passagen – das System holt stets das Maximum an Effizienz heraus, ohne dass es der Fahrer merkt. Der erfreut sich stattdessen an der serienmäßigen Luftfederung, der feinen Verarbeitung und der exzellent austarierten Fahrdynamik. Einzig die Grafik des komplexen Bordcomputers erschließt sich einem nicht sofort. Ebenso wenig versteht man das wohl größte Manko des BMW X5 xDrive45e: Den stattlichen Akku im Heck des Hybrid-SUV kann man nämlich nur mit maximal 3,7 kW an einer Haushaltssteckdose (16 A) laden. Konkurrenten lassen da zumindest 11 kW, wenn nicht sogar 60 kW (Mercedes GLE 350 de) zu.

Connectivity-Check beim BMW X5 xDrive45e

Die Multimedia-Ausstattung des BMW X5 xDrive45e entspricht jener der normalen X5. So sind LTE-Connectivity samt WLAN-Hotspot, Navigationssystem oder das große 12,3-Zoll-Touch-Display Standard. Das Head-up-Display (1450 Euro), ein DAB-Tuner (400 Euro) oder eine Ladeschale für das Wireless Charging (500 Euro) kosten dagegen Aufpreis. Immerhin sind alle ConnectedDrive Services sowie die Gestensteuerung und die Remote Services serienmäßig.

Messwerte und technische Daten des BMW X5 xDrive45e

AUTO ZEITUNG 1&2/2020BMW X5 xDrive45e
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.R6/4; Turbo
Hubraum2998 cm³
Systemleistung394 PS
Max. Gesamtdrehmoment600 Nm
GetriebeAllrad
Messwerte
Leergewicht/Zuladung2481/669 kg
Beschleunigung (Test) 
0 - 100 km/h5,4 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)235 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,6/33,6 m
Verbrauch (Test)7,6 Liter S + 10,5 kWh/100 km
CO2-Ausstoß (Werk)41 g/km
Preise
Grundpreis77.600 Euro

Fazit

Dass der BMW X5 alles für einen Testsieg mitbringt, hat er längst bewiesen. Als Hybrid-SUV BMW X5 xDrive45e demonstriert er zudem, wie sportlich, effizient und feinfühlig diese Antriebsart sein kann. Die Ladetechnik sollte BMW allerdings schleunigst aufrüsten.