Produkttipps

Autos für Kinder: Kauftipps zu Rutsch-, Tret- & Elektroautos

Kinderautos – vom einfachen Rutschfahrzeug bis zum elektrischen Mini-SUV – sind beliebte Spielzeuge und gleichzeitig kleine Lern- und Bewegungsgeräte. Der Markt ist groß, die Unterschiede sind teils erheblich. Wir ordnen die wichtigsten Fahrzeugtypen ein und geben Tipps zu Auswahl und Kauf.

Ein Kind fährt mit einem roten elektrischen Kinderauto über einen gepflasterten Boden.
Autos für Kinder Kinderautos gibts mit Elektroantrieb (im Bild), mit Pedalen oder als Rutschauto à la Bobbycar. Foto: Imago
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Was sind Autos für Kinder?

Unter "Autos für Kinder" fallen Spielzeugfahrzeuge, die Kindern das Fahren, Lenken und Rangieren spielerisch ermöglichen. Generell unterscheidet man dabei drei "Antriebsarten":

  • Rutsch- und Laufautos: Hier wird das Auto durch Anschieben mit den Füßen oder Laufbewegungen angetrieben. Das Bobbycar – hier stellen wir die Modelle vor und geben Kauftipps – ist ein typischer Vertreter dieses Genres.
  • Tretautos und "Kettcars": Hier wandeln Pedale und Ketten Tretbewegungen in Drehmoment um. Damit sind die schneller als Rutschautos und eher für größere Kinder geeignet.
  • Kinder-Elektroautos: Hier sorgt ein Elektromotor für Vortrieb. Die Autos werden entweder per Pedalbefehl von den Kindern selbst oder über eine Fernbedienung von den Eltern gesteuert.

Rechtlich gelten diese Produkte in der EU als Spielzeug und müssen mindestens die Anforderungen der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG, beziehungsweise der EN-71-Normen erfüllen und daher ein CE-Zeichen tragen. Ein GS-Zeichen ist freiwillig, signalisiert aber zusätzliche unabhängige Prüfung.

Rutsch- und Laufautos: Unsere Kaufempfehlungen

Für Kleinkinder ab etwa einem Jahr eignen sich die sehr leichten und robusten Rutschautos. Mit Lenkrad und Hupe überfordern die simplen Gefährte ihre jungen Fahrer:innen auch nicht mit zu vielen Funktionen. Das sind unsere Empfehlungen:

Tretautos: Unsere Kaufempfehlungen

Etwas mehr Motorik wird dagegen für Tretautos mit Pedalantrieb benötigt. Anstatt das Auto einfach über die Füße anzuschieben, muss hier in die Pedale getreten werden. Das macht sie jedoch auch deutlich schneller. Die Altersempfehlung liegt daher je nach Modell bei mindestens drei bis acht Jahren. Allzu viele Funktionen bieten die Modelle jedoch nicht, aber dafür sind in der Regel auch weder Batterien noch ein Akku notwendig. Klassische "Autos" sind hier jedoch selten. Die meisten Modelle erinnern optisch an Offroad-Buggys oder Traktoren. Unsere Kauftipps:

Kinder-Elektroautos: Unsere Kaufempfehlungen

Die aufwändigsten und damit oft auch teuersten Kinderautos sind die Kinder-Elektroautos. Hier gibt es verschiedene Varianten: 6-V-Modelle mit schwächeren Antrieben für kleinere Kinder und daher oft auch ferngesteuert, 12-V-Autos mit mehr Power für ältere Kinder sowie 24-V-Autos für höhere Geschwindigkeiten oder Geländefahrten. Je nach Modell sind die Akku-betriebenen Fahrzeuge auch mit Scheinwerfern oder sogar einem AUX- oder USB-Radio ausgestattet. Unsere Kaufempfehlungen:

Autos für Kinder kaufen: So das richtige Produkt kaufen

  • Sicherheit: Wichtig sind Prüfzeichen und die Erfüllung aktueller Normen. Dann gilt das Kinderauto in der Regel als sicher. Wer die Möglichkeit hat, sollte das Auto zunächst in einem Geschäft unter die Lupe nehmen: stimmt die Verarbeitung, ist das Auto kippsicher, gibt es Gurte oder einen Überrollschutz, gibt es bei Elektro-Kinderautos eine Soft-Start-Funktion für sanftes anfahren.
  • Passform und Ergonomie: Damit das Kinderauto auch mehrere Jahre Freude bereitet, sind verstellbare Sitze/Pedale und ein möglichst hohes Traggewicht die relevanten Kriterien.
  • Leistung und Geschwindigkeit: Für Elektroautos gilt: so langsam wie nötig, so schnell wie sinnvoll. Einsteiger:innen profitieren von 6-V- oder gedrosselten 12-V-Modellen.
  • Akku, Ladezeit und Ersatzteile: Die reale Fahrzeit liegt je nach Akku und Untergrund bei meist 45 – 90 min, die typische Ladezeiten oft bei vier bis acht Stunden. Vorteilhaft sind standardisierte Akkus und gut verfügbare Ersatzteile (Räder, Pedale, Fernbedienung).
  • Einsatzort: Wer die Fahrzeuge eher in Haus oder Wohnung nutzen möchte, ist mit einem Rutschauto oder kleine 6-V-Elektromodellen gut beraten. In Garten oder Hof sind dagegen größere und schnellere Tret- oder 12-V-Elektroautos besser geeignet. Wenn die Kinder gerne auf Wiesen oder Schotter fahren möchten, sollte das Kinderauto auch entsprechend gut bereift sein. Elektroautos für leichte Geländefahrten benötigen genug Leistung.

Pflege, Wartung und Lagerung von Kinderautos: Darauf achten

  • Reinigung: Feuchtes Tuch, keine aggressiven Reiniger, um Kunststoff und Sticker zu schonen.
  • Schrauben checken: Regelmäßig nachziehen, insbesondere bei Achsen und Sitzhalter.
  • Akku-Pflege: Im Winter kühl und trocken lagern sowie alle vier bis sechs Wochen nachladen, um Tiefentladung zu vermeiden.

Wie schnell dürfen Kinder-Elektroautos sein?

Viele Modelle bewegen sich bei Höchstgeschwindigkeiten von etwa drei bis acht km/h. Je jünger das Kind, desto wichtiger sind niedrige Geschwindigkeiten und Soft-Start.

Wo dürfen Kinderautos fahren?

Für elektrisch angetriebene Kinderfahrzeuge gilt: keine Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr, weil weder Zulassung noch Versicherung vorliegen. Die Nutzung auf abgegrenztem Privatgelände ist uneingeschränkt erlaubt. Pedal- und Rutschfahrzeuge können auf Gehwegen/Spielstraßen genutzt werden, solange keine Gefährdung entsteht; für sie gelten die allgemeinen Rücksichtpflichten.

Worauf beim Gebrauchtkauf achten?

Die teils hohen Preise – speziell elektrischer Kinderautos – machen den Second-Hand-Kauf verlockend. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob das Auto für Kinder möglichst unversehrt und vollständig ist. Kleine Kratzer sind kein Problem, Risse in Karosserie und Rahmen dagegen schon. Hier dürfen keine scharfen Kanten oder Risse vorhanden sein. Bei Elektroautos ist dagegen vornehmlich auf Akku und Elektromotor zu achten, das Auto sollte fahren, die Batterie möglichst keine Tiefentladungs-Schäden vorweisen. Ideal ist zudem eine vorhandene Bedienungsanleitung oder ein Garantiezertifikat, sofern noch gültig.