Zwölf Dienstwagen-Wallboxen im ADAC-Test 2025: Die Ergebnisse
In seinem Wallboxen-Test 2025 hat der ADAC zwölf eichrechtskonforme Heim-Ladestationen unter die Lupe genommen. Das sind die Ergebnisse!
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Im Wallboxen-Test 2025 hat der ADAC insgesamt zwölf sogenannte eichrechtskonforme Ladestationen für elektrische Dienstwagen getestet. Denn für die Dienstwagen-Beladung zu Hause gelten besondere Anforderungen an die Box, damit der Strom beim Arbeitgeber abgerechnet werden kann.
Lediglich drei der getesteten Wallboxen bieten die vom Verkehrsclub für Privathaushalte empfohlene Ladeleistung von 11 kW (Keba, ABB, Mennekes). Die neun übrigen schaffen theoretisch auch eine Ladeleistung von 22 kW (Charge Amps, Smappee, Zaptec, ABL, Alfen, Kathrein, Charge Line, Porsche und DaheimLader). Für wen sich eine 11- oder eine 22-kW-Wallbox lohnt, erklären wir hier.
Wie bei vorangegangenen Tests liegt auch 2025 das Hauptaugenmerk auf der Sicherheit und der Handhabung der Geräte, die Ausstattung und die Bedienung der Wallbox per App. Durch die überarbeitete Gewichtung der Testkriterien seit 2021 sind die Ergebnisse allerdings nicht mehr mit vorherigen Wallboxen-Tests vergleichbar, so der ADAC. Im folgenden Absatz fassen wir die Ergebnisse des Wallboxen-Test 2025 zusammen. 2024 nahm der ADAC ebenfalls sieben mobile Wallboxen im Test genauer unter die Lupe, hier alle Ergebnisse im Detail.
Der Reichweiten-Test der AUTO ZEITUNG im Video

Eichrechtskonforme Wallboxen: Das unterscheidet sie von herkömmlichen Heimladern
Zunächst bedarf das Testumfeld des ADAC-Wallboxen-Tests 2025 aber einer Erklärung. Unter einer eichrechtskonformen Wallbox versteht man einen Heimlader, mit dem sich beim Laden eines elektrischen Dienstwagens zu Hause der Strom beim Arbeitgeber abgerechnet werden kann. Welche Steuervorteile E-Dienstwagen aktuell genießen, haben wir hier zusammengefasst.
Dafür muss sich die Wallbox für Dienstwagenfahrer:innen in einem Detail von einem herkömmlichen Modell unterscheiden: Sie benötigt einen eichrechtskonformen Stromzähler für genaues Abrechnen. Zwar kann ein MID-Energiezähler ebenfalls genau messen, wer eine rechtlich verbindliche Abrechnungsmöglichkeit sucht, ist jedoch meistens auf die deutlich teureren eichrechtskonformen Wallboxen angewiesen.
Der ADAC gibt zudem Tipps, was eine Dienstwagen-Wallbox mindestens können sollte:
Genauer Zähler: Neben einem genauen Stromzähler ist auch eine Exportfunktion der Ladedaten wichtig für eine saubere Abrechnung. Ideal ist eine App oder ein Web-Interface.
Zugriff auf Ladedaten: Auf die Wallbox sollte per Mobilfunk oder WLAN zugegriffen werden können. Per Bluetooth lassen sich Ladedaten nur in unmittelbarer Umgebung abrufen.
RFID-Unterstützung: Insbesondere wenn mehrere Fahrzeuge – etwa neben dem Dienstwagen auch ein privates E-Auto – an der Wallbox geladen werden sollen, müssen die Ladevorgänge differenzierbar sein. Das geht mit unterschiedlichen RFID-Karten.
Die Ergebnisse des ADAC Wallboxen-Tests 2025 im Detail: Die besten Modelle für Dienstwagen
Im Wallboxen-Test 2025 des ADAC erreichte der Sieger, die KEBA KeContact P40, eine Gesamtnote von 1,6. Aber auch zehn weitere getestete Geräte erzielten durchweg gute Ergebnisse. Nur ein Modell wurde mit der Gesamtnote 5,0 und damit als „mangelhaft“ beurteilt – jedoch nicht wegen schlechter Bedienung oder Bedenken bei der Sicherheit im Umgang mit dem Lader selbst, sondern wegen schwerwiegender Mängel bei der IT-Sicherheit der Box.
Allgemein hebt der ADAC hervor, dass es bei keinem Modell zu Abbrüchen beim Laden kam. Für Verbraucher:innen sei es beim Kauf einer Wallbox im Wesentlichen eine Frage von Preis und Ausstattungsumfang.
Testsieger: KEBA KeContact P40 (Note 1,6)
Auf dem ersten Platz liegt die KeContact-P40-Wallbox von KEBA mit einer ADAC-Gesamtnote von 1,6. Sie gehört mit einem Preis von 1299 Euro (Alle Preise: Stand Dezember 2025) zudem auch noch zu den günstigsten Modellen im Test. Insbesondere in den Punkten Sicherheit und Ausstattung konnte die eichrechtskonforme Wallbox jeweils eine sehr gute Bewertung erzielen.
Besonders hebt der ADAC die nutzerfreundliche App der KEBA-Wallbox hervor. Ladesitzungen lassen sich laut den Tester:innen des Automobilclubs einfach filtern und als CSV.-Datei exportieren oder auf dem Smartphone speichern. Zudem ist der Heimlader in der Lage, Ladevorgänge dank RFID-Karten zu unterscheiden und bestimmten Fahrzeugen zuzuordnen. Der einzige Kritikpunkt: Die KeContact P40 lässt sich nicht per Mobilfunk vernetzen. Das höherpreisige „Pro“-Modell von KEBA kann dies jedoch.
ABB Terra AC & Charge Amps Dawn Professional DE (Note 1,7)
Die Wallboxen von ABB und Charge Amps belegen mit der ADAC-Gesamtnote von 1,7 Platz zwei. Mit einem Preis von 1499, beziehungsweise 1670 Euro sind beide preislich im Testmittelfeld angesiedelt. Beide absolvierten den ADAC-Wallboxen-Test ohne große Schwächen.
Beim Gerät von ABB lobt der ADAC die komplette Vernetzung – auch mit einer guten App inklusive Datenexport – sowie das „gelungene Kabelmanagement inklusive Steckergarage“, so die Automobilclub-Tester:innen.
Die Wallbox von Charge Amps sammelt insbesondere bei Sicherheit und Ausstattung Punkte, Kritik üben die Tester:innen einzig an der fehlenden Exportfunktion der Ladedaten per App. Diese lassen sich jedoch über ein Kunden-Webportal erreichen.
Smappee EV Wall Eichrecht & Zaptec Pro M&E (Note 1,8)
Die EV Wall Eichrecht von Smappee ist mit einem Preis von 1100 Euro die günstigste eichrechtskonforme Wallbox im Test. Sie belegt mit der Note 1,8 zusammen mit der 1599 Euro teuren Zaptec Platz drei im Test des ADAC.
Dem Smappee-Ladegerät fehlt allerdings ein Mobilfunkmodem. Zwar gibt es eine App, Daten müssen aber über das Onlineportal des Herstellers exportiert werden. Zudem monieren die Fachtester:innen, dass ein nutzbares Kabelmanagement fehlt. Die Box gefällt dagegen mit einer klaren Signalisierung sowie dem schicken Metallgehäuse.
Die ebenfalls drittplatzierte Zaptec-Ladebox gefällt mit einer klaren Ladestands-Signalisierung und lässt sich dank kleinem Display einfach bedienen. Zudem lassen sich Ladedaten auch über die App exportieren. Punkte lässt die Wallbox beim Thema RFID liegen. Zwar unterstützt der Zaptec-Lader RFID-Karten, im Lieferumfang fehlen diese allerdings.
ABL eM4 Single, Alfen Eve Single Pro-Line, Kathrein KWB-AC60 E & Mennekes AMTRON 4 Business (Note 1,9)
Den vierten Platz im Wallboxen-Test 2025 teilen sich mit der Note 1,9 gleich vier Modelle: ABL eM4 Single, Alfen Eve Single Pro-Line, Kathrein KWB-AC60 E und Mennekes AMTRON 4 Business.
Der ABL-Lader ist mit 1979 Euro die teuerste Wallbox im ADAC-Test, dennoch patzt ausgerechnet sie bei der Kategorie Ausstattung. Weder Display, noch RFID-Kartenleser noch App bietet die Wallbox. Hinzu kommt, dass die Ladedaten nur über externe Backend-Anbieter möglich ist – je nach Anbieter fallen hier nochmals Kosten für den Datenexport an. Positiv sind dagegen Sicherheitsausstattung und der Ladevorgang selbst, die Box lässt sich zudem auch per Mobilfunk vernetzen.
Bei der Alfen-Wallbox loben die Tester:innen insbesondere die klaren Anzeigen und damit auch gute Bedienbarkeit des 1855 Euro teuren Geräts. Eine gelungene App sowie Mobilfunk-Vernetzung runden die Ausstattung ab. Fehlendes WLAN, kein RFID-Support sowie der hohe Standby-Verbrauch verhindern aber laut ADAC eine bessere Wertung.
Das Urteil zur 1699 Euro teuren Kathrein-Wallbox fassen die ADAC-Tester:innen so zusammen: „Die Wallbox bietet eine positiv unauffällige Vorstellung im Test.“ Soll heißen, sie lädt problemlos und ist zudem sicher. Dennoch gibt es auch hier Kritik: Eine App wird vom Hersteller zwar sowohl in der Produktbeschreibung sowie der beiliegenden Anleitung beworben, wird von den Tester:innen im Dezember 2025 aber weder im Apple- noch im Google-App-Store gefunden. Der Datenexport via Website funktioniert dennoch gut.
Mit Mennekes landet eine vierte Wallbox im Test auf Platz vier. Mit 1749 Euro ist sie eines der teureren Produkte im Test und punktet vornehmlich mit einer gelungenen App samt vielfältiger Exportmöglichkeiten, so der ADAC. Mit fünf RFID-Karten, einem langen Kabel (7,5 m) sowie einem schicken Wechselcover sammelt die Box bei den Expert:innen des Automobilclubs Sympathien. Der Standby-Verbrauch fällt den Tester:innen dagegen für ein Modell ohne Display zu hoch aus.
Charge Line Business (Note 2,1)
Auf dem fünften Platz landet die 1399 Euro teure Charge Line Business. Ein Kritikpunkt ist die fehlende App. Zudem lassen sich Ladedaten selbst über das Onlineportal nur anschauen, nicht jedoch exportieren. Hierfür sind, wie bei der ABL-Wallbox, externe Anbieter nötig, was wiederum weitere Kosten verursachen kann. Pluspunkte der Charge Line-Wallbox sind dagegen ein Display an der Front, ein gelungenes Kabelmanagement sowie eine eindeutige Signalisierung.
Porsche Wallbox Eichrecht (Note 2,2)
Auch wenn die Porsche-Wallbox nur den vorletzten Platz belegt, möchte der ADAC dennoch betonen, dass es sich um eine „gute“ Note 2,2 handelt. Dass der 1499 Euro teure Heimlader keine bessere Platzierung erzielen konnte, ist insbesondere der Tatsache geschuldet, dass im Test einige Ladekabel mehrfach mit Auto und Wallbox verbunden werden mussten, bevor die Verriegelung griff, was mit der Note 2,5 im Kapitel „Funktion“ quittiert wird. Zudem liegt auch bei der Porsche-Wallbox ohne Display der Standby-Verbrauch recht hoch.
Mit der umfangreichen Ausstattung, einer funktionalen App sowie Vernetzung per Mobilfunk sammelt das Modell einige Pluspunkte im Wallboxen-Test 2025.
Testverlierer: DaheimLader Business (Note 5,0)
Mit erheblichen Mängeln bei der IT-Sicherheitsprüfung landet die DaheimLader Business mit der Note 5,0 („mangelhaft“) auf dem letzten Platz. Im Test wurden Sicherheitslücken aufgedeckt, die Passwörter und WLAN-Zugangsdaten abgreifen ließen. Als Konsequenz wurde die Wallbox für 1299 Euro daher beim Gesamturteil abgewertet, obwohl sie in den Kategorien Sicherheit, Ausstattung oder App überzeugen konnte.
Die „New Inergy GmbH“, über die die Wallbox angeboten wird, habe „Maßnahmen zur Behebung der Probleme eingeleitet“, so der Automobilclub. Zudem sind Kund:innen, die die Box besitzen, informiert worden. Der Verkauf des getesteten Modells wurde zudem zeitweise gestoppt.
ADAC-Wallboxen-Test: Ergebnisse 2025 (Tabelle)
Wallbox | Preis | Urteil | Lieferung/ Montage | Sicherheit | Funktion | Ausstattung | App | Datensendeverhalten/ Datensicherheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Gewichtung | 10 % | 30 % | 30 % | 20 % | 10 % | 0 % | ||
Keba KeContact P40 | 1299 € | 1,6 | 2,1 | 1,3 | 2,0 | 1,2 | 1,3 | 2,4 |
ABB Terra AC W11-G5-RD-PC-0 | 1499 € | 1,7 | 2,1 | 1,6 | 1,8 | 1,7 | 1,4 | 2,2 |
Charge Amps Dawn Professional DE | 1670 € | 1,7 | 2,3 | 1,3 | 2,0 | 1,4 | 1,5 | 1,7 |
Smappee EV Wall Eichrecht | 1100 € | 1,8 | 2,9 | 1,3 | 1,5 | 2,3 | 1,7 | 2,0 |
Zaptec PRO M&E | 1599 € | 1,8 | 1,9 | 1,3 | 2,0 | 2,1 | 1,6 | 1,7 |
ABL eM4 Single 100000152 | 1979 € | 1,9 | 1,8 | 1,3 | 2,0 | 2,9 | – | 1,2** |
Alfen Eve Single Pro-Line 904460127 | 1855 € | 1,9 | 1,6 | 1,3 | 2,4 | 2,2 | 1,7 | 2,4 |
Kathrein KWB-AC60 E | 1699 € | 1,9 | 1,5 | 1,5 | 2,0 | 2,6 | – | 1,1** |
Mennekes AMTRON 4Business 780 11 C2 | 1749 € | 1,9 | 1,9 | 1,6 | 2,5 | 1,3 | 1,7 | 1,0 |
Charge Line Business | 1399 € | 2,1 | 2,3 | 1,5 | 2,0 | 3,0 | – | 1,2** |
Porsche Wallbox Eichrecht | 1499 € | 2,2 | 2,2 | 2,2 | 2,5 | 1,7 | 1,9 | 2,4 |
DaheimLaden DaheimLader Business | 1299 € | 5,0* | 1,6 | 1,3 | 2,5 | 1,8 | 1,7 | 5,0*** |
Abwertungen: * Ist das Urteil für "Datensendeverhalten/Datensicherheit" mangelhaft, kann die Gesamtnote nicht besser sein. ** Keine Verbraucherapp, aber WLAN-fähig. *** Ist das Urteil für "Datensicherheit" mangelhaft, kann die Wertung für "Datensendeverhalten/Datensicherheit" nicht besser sein. | ||||||||
Wichtige Tipps des ADAC zum Betreiben einer Wallbox
Schon beim Wallboxen-Test 2019 wies der ADAC darauf hin, dass Verbraucher:innen auf eine beiliegende Konformitätserklärung achten sollten. Diese wird seit April 2019 für die verpflichtende Anmeldung der Wallbox beim regionalen Netzbetreiber benötigt. Fehlende oder falsche Konformitätsbescheinigungen können dem Verkehrsclub zufolge dazu führen, dass der Betrieb einer Heim-Ladestation nicht zulässig ist. Ebenfalls wichtig: Verbraucher:innen sollten berücksichtigen, dass die Installation einer Wallbox nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden darf. Und: Im Falle einer Störung oder eines Defekts muss die schnelle Verfügbarkeit eines Kundendienstes sichergestellt sein.














