Fahrbericht SRT Viper GTS 2013: Bilder und technische Daten

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Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht
SRT Viper GTS

Über zwei Jahrzehnte hat sich der Name "Dodge Viper" auf seine brachiale Art großen Respekt in der Auto-Gemeinde verdient ...

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht
SRT Viper GTS

... künftig wird die Viper allerdings unter dem Chrysler-Sport-Label "SRT" über die Pisten heizen

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Heckansicht
SRT Viper GTS

Trotz aller Veränderungen bleibt die Viper jedoch ihren Prinzipien treu ...

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Agilität
SRT Viper GTS

... und zeigt einmal mehr die stoische Zurückhaltung eines freilaufenden Dampfhammers

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Motor
SRT Viper GTS

Angetrieben wird das US-Biest von einem V10-Aggregat, das mit 649 PS und wahnwitzigen 814 Nm unglaublich viel Feuer unter die Haube bringt - und jetzt ganz ehrlich ...

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Hubraum
SRT Viper GTS

... wo gibt es noch 8,4 Liter Hubraum?

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Karosserie
SRT Viper GTS

Die neu geformte Karosserie aus Alu und Kohlefaser leistet ihren Teil zu den bevorstehenden Geschwindigkeitsorgien

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Beschleunigung Höchstgeschwindigkeit
SRT Viper GTS

In nur 3,4 Sekunden prescht die Viper von 0 auf 100 km/h - erst bei 332 Stundenkilometer ist schluss

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Innenraum Cockpit
SRT Viper GTS

Zudem wirkt die neue Viper innen ...

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Navi
SRT Viper GTS

... deutlich wertiger

Bilder SRT Dodge Viper GTS 2013 Fahrbericht Kombiinstrument
SRT Viper GTS

Natürlich steht auch bei der Viper die Drehzahl im Zentrum des Interesses

Die SRT Viper GTS mit zehn Zylindern und 8,4 Liter Hubraum erscheint fast wie ein Relikt aus früheren Zeiten. Jetzt geht eine neue Generation an den Start, die durch moderne Regel-Elektronik zumindest einigermaßen gezähmt werden soll. Fahrbericht des Dodge Viper-Nachfolgers

Die Viper kam nie aus einem elitären, aber immer aus einem anständigen Stall: Dodge, jetzt Chryslers Sportwagenschmiede SRT. Doch nach der Übernahme durch Fiat gehört die Viper plötzlich zu einer feinen Familie mit Ferrari und Maserati. Deshalb gab es natürlich Überlegungen, die nächste Viper mit Genen aus Modena und Maranello aufzupeppen. Aber das SRT-Team spielte nicht mit. „Unser V10-Kraftwerk hätte zu weit vorn und zu hoch verbaut werden müssen“, berichtet Chefentwickler Henkel. „Den tiefen Schwerpunkt unserer Viper und die daraus resultierenden fahrdynamischen Vorzüge hätten wir aufgeben müssen.“ Und so bleibt die Viper das amerikanische Urviech im Gehege der Hochleistungssportwagen.

Die neue SRT Viper: V10-Monster feiert Premiere in New York ist kein amerikanisierter Alfa Romeo oder gar US-Ferrari geworden, sondern immer noch eine Motown-Ikone nach dem amerikanischen Reinheitsgebot: rau, laut und in ein exzentrisches Karosseriekleid mit breiter Spur (1598 mm vorn, 1550 mm hinten), sehr langem Vorderwagen und knappen Überhängen gezwängt.

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Der Einstieg über breite Seitenschweller gelingt mühsam und führt tief hinab auf spartanisch gepolsterte Sitzschalen. Man sitzt jetzt 20 Millimeter niedriger, und die Pedalerie lässt sich nach wie vor der Beinlänge elektrisch anpassen, das Lenkrad nur in der Höhe. Doch die jetzt weiter öffnenden Türen bestehen erstmals aus leichtem Aluminium, während alle übrigen Karosserieteile aus leichter und fester Kohlefaser gebacken sind. Getragen wird die Schlangenhaut von einem Skelett aus hochfestem Stahl und Magnesium. So hat die neue Viper trotz Mehrausstattung 45 Kilogramm abgespeckt, wurde gleichzeitig aber um 50 Prozent verwindungssteifer.

Der Pilot kauert zwischen dem jetzt niedriger bauenden Mitteltunnel mit herrlich kurzem Schaltstummel und der flachen Tür nach wie vor zwar beengt, dafür erinnert der Fahrgastraum aber endlich nicht an den billiger Mietwagen. Auf Knopfdruck schüttelt der Anlasser die Viper unvermindert kräftig durch, ihr Alu-Herz erwacht mit einem ohrenbetäubend heiseren Wromm. In Front-Mittellage stampfen zehn Zylinder unter Last wie eine Dampfmaschine. Im ersten recht lang übersetzten Gang springt die Fuhre auf knapp über 80 km/h. Mit lautem Klacken fällt der zweite Gang, gefolgt von einem neuerlichen Satz nach vorn. Erstmals erreicht die Viper im kürzer abgestuften sechsten Gang ihre Spitze von 332 km/h.

KRAFTVOLLER UND DENNOCH SPURTREU

Die Geräuschkulisse des mit 814 Nm bei 5000 Touren kraftvollsten Saugmotors der Welt gleicht dem einer vorindustriellen Schmiede: Es rauscht, brummt und hämmert unaufhörlich. Der Durchschnittsverbrauch der neuen Giftschlange wurde noch nicht zertifiziert, dürfte einen Viper-Interessenten aber eh nicht vom Kauf abschrecken.

Immerhin geht die neue SRT Viper neuerdings nicht nur geradeaus brachial zur Sache – auch unter Volllast aus Kurven heraus hat sie ihre Unberechenbarkeit verloren. Sie folgt der Lenkung, wie man es wünscht, federt marginal komfortabler ein als bisher und bleibt deutlich spurtreuer. Nicht zuletzt, weil jetzt ein mehrstufig elektronisch geregeltes Traktionssystem mit Stabilitätskontrolle verbaut wird. Die Elektronik lässt aber Adrenalin fördernde Hüftschwünge zu, jedoch ohne ein Überholen des Hecks zuzulassen.

Zum ersten Mal gibt es die Viper als schlichtere SRT und als rund 15.000 Euro teuere SRT Viper GTS. In beiden Modellen kann der Fahrer die Traktionskontrolle deaktivieren, doch die GTS erlaubt darüber hinaus, sie in drei Stufen zu modulieren. Ende 2013 sollen die zwei Varianten auch nach Europa kommen.

FAZIT

Auch die neue Viper ist wieder ein Dampfhammer, der nur wenig von der Elektronik gezähmt wird. Nach dem Verbrauch sollte man nicht fragen.
Jürgen Zöllter


Die technischen Daten der Rennmaschine finden Sie auf der nächsten Seite ...

TECHNIK  


SRT VIPER GTS
Motor V10-Zylinder, 2-Ventiler
Hubraum 8384 cm³
Leistung 477 kW / 649 PS bei 6200 /min
Max. Drehmoment 814 Nm bei 5000/min
Getriebe 6-Gang, manuell
Antrieb Hinterrad
L/B/H 4463 / 1941 / 1246 mm
Radstand 2510 mm
Leergewicht 1521 kg
Kofferraum k.A.
FAHRLEISTUNG /
VERBRAUCH
 
0-100 km/h 3,4 s
Höchstgeschwindigkeit 332 km/h
EU-Verbrauch k.A.
CO2-Ausstoß k.A.
KOSTEN  
Grundpreis ca. 100.000 Euro

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