Smart #2: Neueste Infos & Bilder zum Fortwo-Nachfolger
Wer annimmt, Smart habe mit seiner Neuausrichtung die Wurzeln der Marke aus den Augen verloren, irrt: Ein Fortwo-Nachfolger mit dem Namen Smart #2 ist schon in der Entwicklung, wie Erlkönige beweisen. Nun zeigt eine Studie konkret, wie der Smart #2 aussehen könnte. Was wir schon jetzt wissen und erste Bilder!
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Preis: Smart #2 kommt 2026 ab unter 25.000 Euro
Der Smart Fortwo, eigentlich 1998 als Smart City Coupé gestartet, hat die Marke und wofür sie steht, nachhaltig geprägt: besonders klein, dadurch wendig und platzsparend – das ideale Auto für die Innenstadt also. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Obwohl aufgrund von überfüllten Innenstädten so dringend benötigt wie noch nie, liegen nicht Kleinstwagen wie der Fortwo im Trend, sondern kompakte SUV und Crossover. Zumal sich mit günstigen Einstiegsmodellen kaum (noch) Geld verdienen lässt. Das ist auch den immer höheren Abgas- und Sicherheitsstandards sowie dem Wandel hin zur Elektromobilität geschuldet.
So hat auch Smart, das mit dem Fortwo zwar stückzahlentechnisch, aber eben nicht monetär erfolgreich war, umgedacht: Im Frühjahr 2024 endete die Produktion des Kleinstwagens, dafür sollen die kompakten und trendigen #1, #3 und #5 die Kasse klingeln lassen. Doch ihre Wurzeln hat die Marke nicht aus den Augen verloren und arbeitet bereits fleißig am elektrischen Fortwo-Comeback, dann aber unter dem neuen Modellnamen Smart #2. Wie Smart im Dezember 2025 verlauten ließ, bleibe „der vollelektrische Smart #2 im Zeitplan für seine Weltpremiere Ende 2026“. Der Preis von zuletzt 21.490 Euro dürfte nicht zu halten sein, soll sich älteren Informationen zufolge aber in den "unteren 20.000ern" bewegen.
Der Smart #5 Brabus im Fahrbericht (Video)

Antrieb: Brandneue Elektro-Plattform
Wie Smart – inzwischen zu gleichen Teilen im Besitz von Mercedes und dem chinesischen Geely-Konzern – erklärt, entwickelt man für den Zweisitzer eine gänzlich neue Plattform namens Electric Compact Architecture (ECA). Dabei setze der #2 wie der Vorgänger auf Hinterradantrieb. Stand Ende 2025 feile man in der Entwicklung unter anderem an einem möglichst agilen Fahrverhalten für die Stadt.
Bislang ist übrigens ausschließlich die Rede von einem elektrischen Antrieb, wobei es auch bleiben dürfte – das ist allerdings nichts Neues, denn bereits das finale Fortwo Facelift war ab 2020 nur noch mit Batterie statt Tank erhältlich. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte Smart bekanntgegeben, die Reichweite des elektrischen Vorgängers verdoppeln zu wollen, was mindestens 260 km bedeuten würde.
Das bestätigt auch die Smart-Studie Concept #2, die mit rund 300 km Reichweite trumpfen soll. Genaue Batteriedaten verschweigt der Hersteller zwar noch, aber der Ladehub von zehn auf 80 Prozent soll in unter 20 min vonstattengehen.
Ex- & Interieur: Gleiches Konzept, neue Gestaltung
Optisch wird der Smart #2 ab 2026 sicherlich ein Stück weit die Sprache seiner Geschwister #1, #3 und #5 sprechen. Die Erlkönigfotos in unserer obigen Galerie gaben bis dato leider noch keinen Ausblick auf das Exterieur, da es sich um ein Mule handelt – also einen Entwicklungsträger der neuen Plattform unter der Karosserie des Fortwo-Vorgängers.
Deutlich konkreter wird es allerdings mit der im April 2026 vorgestellten Studie Smart Concept #2, der die Proportionen von Smart Fortwo fast unverändert beibehält und dies mit der aktuellen Designsprache verknüpft. Sowohl die fast nicht vorhandenen Überhänge als auch eine Gesamtlänge von nach wie vor unter drei Metern (2792 mm) bleiben mit der Studie erhalten. Die Karosserie des elektrisch angetriebenen Modells ist in mattem Weiß gehalten und wird durch goldene Akzente ergänzt. Auffällig sind dabei etwa Elemente der Frontschürze, die Halterungen der Seitenspiegel, die B-Säule, die Felgen sowie Teile des Dachkantenspoilers, die jeweils in Hochglanz-Gold gestaltet sind. Die zur Mitte hin zulaufenden Frontscheinwerfer orientieren sich an der aktuellen Designsprache von Smart, allerdings verzichtet das Designteam beim Concept #2 auf eine durchgehende Leuchtspange.
Ein weiteres markantes Merkmal ist die Kühlergrillblende, die durch Lederschlaufen und ein Logo-Muster an Gestaltungselemente aus dem Bereich hochwertiger Modemarken erinnert. Die Lederschlaufen finden sich als wiederkehrendes Designelement an verschiedenen Stellen der Karosserie. So scheinen sie beispielsweise die Scheinwerfereinheiten optisch zu fixieren, dienen darüber hinaus als Türgriffe – ähnlich wie beim Dacia Hipster – und bilden zudem strukturgebende Elemente der Felgenspeichen, die hinter halbtransparenten Aero-Discs sichtbar werden.
Wie der Innenraum aussehen wird, ist derzeit spekulativ. Fest steht lediglich, dass es sich weiterhin um einen reinen Zweisitzer handelt, der auch innen vollkommen neu gestaltet werden soll.
Fazit
Es lässt sich durchaus als "Schock" bezeichnen, als bekannt wurde, dass Smart den Fortwo einstampft und stattdessen gewichtige SUV und Crossover baut – für den wirtschaftlichen Erfolg vielleicht nachvollziehbar. Auf den Markenkern zahlt jedoch eher ein konsequentes Stadtauto ein, wie es der Fortwo-Nachfolger #2 werden soll. Nicht nur aus Image-Sicht dürfte die Neuauflage also eine gute Entscheidung sein.


















