Gebrauchter Nissan Juke: Darum ist der Crossover eine Empfehlung

Statt klassischer Kleinwagen boomen die City-Crossover auch bei den Ge­brauchtwagen. Ein gebrauchter Nissan Juke etwa taugt dabei sogar als günstiges, vollwertiges und zuverlässiges Alltags­auto für zwei bis vier Personen.

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Der Nissan Juke (2019) fährt durch eine urbane Umgebung, von vorne fotografiert.
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Der Nissan Juke sieht nicht nur frisch aus, sondern ist auch ein adäquater Alltagsbegleiter.

Der Nissan Juke (2019) fährt durch eine urbane Umgebung, von hinten fotografiert.
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Faktisch kommt für den Juke nur ein Antrieb in Frage: der 1,0-l-Dreizylinder mit 114 PS (84 kW).

Das Cockpit des Nissan Juke (2019).
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Das Cockpit wirkt verspielt, lässt sich aber einfach bedienen.

Die vorderen Sitze des Nissan Juke (2019).
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Das Ausstattungsniveau kann sich sehen lassen.

Eine Person sitzt im Fond des Nissan Juke (2019).
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Im Nissan Juke geht es etwas enger zu als etwa im Hyundai Kona.

Der Kofferraum des Nissan Juke (2019) mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Der Kofferraum fasst 422 bis 1305 l.

Der Nissan Juke (2019), statisch von vorne fotografiert.
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Bei der Einführung 2010 war der Juke seiner Zeit voraus.

Der Nissan Juke (2019), mit geöffneter Heckklappe von links fotografiert.
Nissan Juke (2019) Foto: Zbigniew Mazar

Auf 4,21 m bietet der zweite Juke deutlich mehr Platz als der Vorgänger.

Eine Tabelle zeigt die GTÜ-Mängelstatistik des Nissan Juke.
Nissan Juke Foto: AUTO ZEITUNG

Mit Karosserie, Bodengruppe und der Antriebseinheit hat man im Juke eher selten Probleme. Anfälliger sind da die Bereiche Lenkung, Abgasanlage und Elektrik. Die häufigsten Mängel: Führungs- und Traggelenke sowie Spurstangenköpfe ausgeschlagen, Kennzeichenbeleuchtung, Bremsbeläge oder -scheiben verschlissen, Scheinwerfereinstellung.

PositivGute Ausstattung, viele Sicherheits-Features serienmäßig, knackiges Handling, sportlicher Motor
NegativPlatzangebot eingeschränkt, wenig effizienter Hybrid-Antrieb, teurer Hybrid ohne Vorteile

Als der japanische Hersteller im Jahr 2010 der Weltöffentlichkeit den Nissan Juke präsentierte, war er der Zeit voraus. Nicht nur, dass man eine so abgefahrene Optik mit zwei tiefen Glupschau­gen und abgesetzten Fahrlichtern darüber noch nie gesehen hatte. Auch das heute boomende Seg­ment der City-SUV war noch längst nicht etabliert.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Die eigenwillige Form brachte aber einige Nachteile beim Platz­angebot mit sich. Das verbesserte sich erst mit dem Generations­wechsel von 2019 erheblich. Der auf 4,21 m Länge gewachsene Juke 2 behielt seine charakteristi­schen Grundzüge, wurde aber an den richtigen Stellen verbessert. Schließlich hatte die Konkurrenz nicht geschlafen und etliche span­nende Mitstreiter auf den Markt gebracht – unter anderem 2017 den knuffigen Hyundai Kona.
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Der Nissan Juke Hybrid (2022) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Gebrauchter Nissan Juke: Lieber 1,0-l-Verbrenner als Hybridantrieb

Preislich startete der Nissan Juke trotz beachtlicher Grund­ausstattung neu bereits unterhalb von 20.000 Euro, was vor allem euro­päische und deutsche Konkurren­ten wie den VW T-Cross gewaltig unter Druck setzte. Serienmäßige Klimaanlagen, Alu-Räder oder Tempomaten waren in dieser Klas­se längst nicht selbstverständlich. Beim Antrieb hat man dafür faktisch keine Wahl – abgesehen vom fragwürdigen Hybrid-Konzept, das Nissan 2022 einführte. Der ver­gleichsweise phlegmatische Vier­zylinder-Saugmotor gibt zusam­men mit dem automatisierten Vierstufen-Multi-Mode-Getriebe keine gute Figur ab, also beim Gebrauchtwagen-Kauf besser einen Bogen um diese Motorisierung machen.

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Da passt der quicklebendige 1,0-l-Drei­zylinder mit Turboaufladung im 1.0 DIG-T viel besser zum Japaner. Die 114 PS (84 kW) haben leichtes Spiel und beschleunigen den Juke in 10,7 s aus dem Stand auf Tempo 100. Dabei kommt man durchschnittlich mit weniger als sechs Litern Benzin aus. Allerdings verleitet der Nissan Juke we­gen seiner dynamischen Grund­abstimmung gern zum schnelle­ren Fahren. Besonders wenn das knackige Sechsgang-Schaltge­triebe und nicht das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an Bord ist, wächst der Fahrspaß auf der Landstraße. Für rund 12.000 Euro stehen die günstigsten Juke-Mo­delle der zweiten Generation bei den Händlern (Stand: Januar 2025).

Antriebe für den Nissan Juke (2019)

Modell1.0 DIG-T1.6 Hybrid
Zylinder/Ventile pro Z.3/44/4
Hubraum999 cm³1598 cm³
Leistung84 kW/114 PS105 kW/143 PS
Drehmoment200 Nm148 Nm
Verbrauch/100 km (WLTP)5,2 l S5,1 l S
Höchstgeschw.180 km/h160 km/h
Alle Daten Werksangaben  

Gebrauchtpreise für den Nissan Juke (2019)

Modell1.0 DIG-T1.6 Hybrid
202012.033 € / 57.000 km
202112.946 € / 46.000 km
202214.050 € / 35.000 km20.120 € / 35.000 km
Durchschnittliche Verkaufspreise für das jeweilige Basismodell und die durchschnittliche Laufleistung für die verkaufen Fahrzeuge; beide Werte ermittelt von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT); Stand: Januar 2025

Fazit

Für rund 12.000 Euro bekommt man mit dem Nissan Juke einen keinesfalls langweiligen, aber zuverlässigen Alltagshelden mit guter Ausstattung.