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Alle Tests zum Porsche 911

Testfahrt: So gut ist das Porsche 911 Carrera S Facelift (2025)

Michael Godde Leitung Test & Sonderaufgaben

Porsche schließt mit dem neuen Carrera S die Produktaufwertung der Elfer-Baureihe ab. Mehr Leistung und Dynamik bedeuten noch mehr Porsche 911, wie unsere erste Testfahrt eindrucksvoll untermauert.

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Inhalt
  1. Wichtige Baureihe: Carrera S vervollständigt das 911 Facelift
  2. Erste Testfahrt: Der Motor ist mal wieder eine Wucht
  3. Porsche implementiert GTS-Technik in den Carrera S
  4. Technische Daten des neuen Porsche 911 Carrera S (2025)
  5. Fazit

 

Wichtige Baureihe: Carrera S vervollständigt das 911 Facelift

Auch Porsche hat die Realität der Automobilbranche eingeholt. Es lief schon mal besser, der Absatz stockt. Der Umstieg in die E-Mobilität bereitet Probleme – auch in Zuffenhausen. Unstete Rahmenbedingungen und daraus resultierende, nicht ganz so glückliche Unternehmensentscheidungen, wie sie Porsche in den letzten von Erfolg verwöhnten Jahrzehnten zielsicher getroffen hat, schütteln die Marke durch.

Zubehör für Porsche-Fans:

Der Verkauf des Taycan ist eingebrochen, und auch der neue, rein elektrische Macan kann die großen Fußstapfen seines Vorgängers nicht ausfüllen. Zudem fiel die 718-Baureihe den Cyberschutz-Regularien zum Opfer. Die letzten Modelle sind abverkauft, ein Ersatz ist noch nicht in Sicht. Gut, dass sich Porsche auf den 911 verlassen kann. Ein Fels in der Brandung oder besser: eine sichere Bank im Verkauf. Auch 2024 könnte Porsche erneut ein Plus von zwei Prozent nach dem Erfolgsjahr 2023 einfahren, in dem die 911-Verkäufe um über 20 Prozent zugelegt hatten. Und das Facelift des Porsche 911 Carrera S (2025) dürfte für weiteres Wachstum sorgen.
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Der Porsche 911 GT3 (2025) im Fahrbericht (Video):

 
 

Erste Testfahrt: Der Motor ist mal wieder eine Wucht

Der neue Porsche 911 GTS sorgt bereits für reichlich Wirbel in der Sportwagenwelt (hier den 911 GTS-Test nachlesen), und das Update des GT3 füllt wieder die Auftragsbücher. Auch der Carrera und der Carrera T stehen schon gestrafft beim Händler. Nun folgt 2025 auch das mit Abstand beliebteste Modell der 911er-Welt, der Porsche 911 Carrera S – über ein Drittel aller verkauften 911 tragen das S-Kürzel auf dem runden Heck. Und mit ihrem neuen Liebling dürfte die Kundschaft sehr zufrieden sein – wie immer seit 1966, als der S zum ersten Mal vom Band lief.

Er ist so etwas wie ein kleiner GTS: nicht ganz so brachial wie dieser mit seinem neuen 3,6-l-Sechszylinder-Boxermotor samt elektrifiziertem Abgasturbolader, aber dennoch deutlich stärker als der Basis-Carrera und der T mit 394 PS (290 kW) respektive 450 Nm Drehmoment, mit denen sich das neue Porsche 911 Carrera S Facelift (2025) den Dreiliter-Biturbo als Ausgangsbasis teilt – nur dass er 480 PS (353 kW) und 530 Nm aus dem Sechszylinder-Boxer schaufelt.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Für die zusätzliche Leistung und die Effizienz setzt Porsche neue Turbolader ein und optimiert unter anderem die Ladeluftkühlung. Diese basiert jetzt auf der Konstruktion der 911-Turbo-Modelle der Vorgängergeneration. Und die Extraportion Leistung spürt man bei der ersten Testfahrt sofort: Der Boxer mit S-Kürzel drückt erheblich fülliger aus dem Drehzahlkeller und schnalzt derart ungeniert nach oben heraus, dass man – den aktuellen GT3-Triebsatz einmal ausgeklammert – durchaus an einen klassischen, potenten Sauger erinnert wird.

Die Konkurrenten:

 

Porsche implementiert GTS-Technik in den Carrera S

Aber ein echter S wäre er eben nicht, wenn Porsche ihm nicht auch noch Feinschliff am Fahrwerks-Set-up gegönnt hätte. Kurz gesagt: Well done, Porsche! Es gibt nicht viele, die dem Elfer auf kurvigen Straßen das Wasser reichen können, außer eben einen im Hause Porsche nachgeschärften 911. Dsa neue Porsche 911 Carrera S Facelift (2025) verfügt nun über die fabelhaften adaptiven Dämpfer des GTS, paart sie mit neu abgestimmten Federn (ohne die Helperfedern des GTS) und bietet bei der ersten Testfahrt einerseits einen ausgesprochen souveränen Federungskomfort und legt der Person am Steuer andererseits ein spürbar hochagiles Handling in die Hände, das im großen Maß von der nun serienmäßigen Hinterachslenkung beeinflusst wird, die am verblüffend organischen Lenkgefühl ebenfalls ihren Anteil hat.

Wem das serienmäßige Package, das ganz nebenbei nun akustisch von der Sportabgasanlage mit Zuffenhausener Blasmusik begleitet wird, nicht intensiv genug ist, kann sein Häkchen noch beim Sportfahrwerk setzen, das die Karosserie um zehn Millimeter absenkt und für noch mehr Verbundenheit mit dem Gesamtprodukt erzeugt. Und nicht nur bei den Dämpfern fand der Technologietransfer vom GTS zum S erfolgreich statt. Auch in Sachen Verzögerung darf der Carrera S jetzt die große Bremsanlage des GTS nutzen – die Carbon-Keramik-Bremsanlage steht weiterhin als Option bereit. 

 

Technische Daten des neuen Porsche 911 Carrera S (2025)

AUTO ZEITUNG 07/2025Porsche 911 Carrera S (2025)
Technische Daten
Motor6-Zylinder, 4-Ventiler, Biturbo; 2981 cm³
Antrieb8-Gang; Doppelkupplung; Hinterrad
Leistung353 kW/480 PS
Max. Drehmoment530 Nm
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4542/1852 (2033)*/1303 mm
Leergewicht/Zuladung1540/345 kg
Kofferraumvolumen135 – 373 l
Fahrleistungen
Beschleunigung (0-100 km/h)3,5 s (3,3 s mit Sport Chrono)
Höchstgeschwindigkeit308 km/h
Verbrauch auf 100 km10,3 l SP
Kaufinformationen
Grundpreis157.524 € (Coupé), 171.524 € (Cabrio)
Marktstart2025
Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel

 
Michael Godde Michael Godde
Unser Fazit

Wenn Porsche sich dem 911 widmet, dann mit viel Gefühl. Vor allem die intensive Leistungssteigerung und der Feinschliff an Fahrwerk sowie Bremse machen den S zum kleinen GTS und damit noch begehrenswerter, als es Basis-Carrera oder Carrera T ohnehin schon sind – egal ob als Coupé oder Cabrio. Der einzige Wermutstropfen ist der Preis, den Porsche mit üppigen 157.524 Euro für die geschlossene und 171.524 Euro für die offene Version kalkuliert hat (Stand: April 2025).

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