VW Caddy California (2020): Erste Testfahrt

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VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Der VW Caddy California ist das Einstiegsmodell von Volkswagen bei den Campervans. Schon der Vorgänger hat eine treue Fangemeinde, der neue Mini-California zeigt, dass er das Zeug zum Verkaufsschlager hat.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Wir fahren den Caddy California mit Top-Diesel (122 PS), Allradantrieb und der gestreckten Maxi-Version – billig ist der Van nicht.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Schon in der Kurzversion mit 75 PS sind mindestens 30.339 Euro (Stand: November 2021) für den California fällig – Mini-Küche, Standheizung und Panoramadach sind dann nicht dabei.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Dafür immer an Bord: Pkw-Fahrkomfort. Die fünfte Caddy-Generation basiert auf der MQB-Plattform, auf der auch der aktuelle Golf steht und ist leiser denn je. Nur Motorgeräusche dringen lauter durch, als beim Golf.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Auch der Caddy kommt optional mit einem voll digitalen Cockpit. Die Bedienung fällt aber mäßig funktional aus – das passt nicht zum durchdachten Wohnmobil.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Der Caddy California kommt mit vielen durchdachten Details und viel Komfort auf wenig Raum. Das bequeme Bett ist zwar für zwei Personen etwas eng und die Innehöhe eingeschränkt.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Praktische Details, wie die magnetischen Fenstereinsätze, hinten sogar mit integrierten Taschen, und jede Menge Stauraum unter dem Bett lassen darüber hinwegsehen.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Die optionale Kücjhe ist fest verbaut. Anders als die Sitze kann sie nicht ausgebaut werden – so will es die Wohnmobil-Zulassung.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Im Küchenblock ist zudem Platz für eine 1,85-Kilogramm-Gasflasche. Eine Kühlbox oder ein Wassertank sind hingegen nicht an Bord.

VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion Foto: VW Nutzfahrzeuge

Fazit: Der California überzeugt in der Maxi-Version mit Reisemobil-Qualitäten und solider MQB-Technik. Auf das Digital-Cockpit könnte man verzichten.

Schon der Vorgänger hatte eine treue Fangemeinde, der neue VW Caddy California (2020) hat sogar das Zeug zum großen Verkaufsschlager. Zu diesem Schluss kommt AUTO ZEITUNG-Redakteur Martin Urbanke nach der ersten Testfahrt.

Ein billiges Vergnügen ist der neue VW Caddy California (2020) nicht. Zwar startet das Basismodell schon bei 30.339 Euro (kurzer Radstand, Frontantrieb, 75-PS-TDI; Stand: November 2021), doch der Campervan bei unserer ersten Testfahrt mit Allrad, Maxi-Radstand, Miniküche, Standheizung sowie Panorama-Glasdach und dem 122 PS starken Top-TDI kostet bereits mindestens 43.857,45 Euro (Stand: November 2021). Wir haben uns angeschaut, was der Caddy der fünften Generation dafür bietet. Zunächst einmal all das, was auch die Pkw-Version kann (EVTL LINK). Der TDI ermöglicht zusammen mit dem in den ersten beiden Gängen kurz übersetzten Schaltgetriebe flotte Fahrleistungen bei Praxis-Verbräuchen zwischen 6,5 und 7,0 Liter Diesel je 100 km. Der Fahrkomfort ist dank der Schraubenfedern an der Hinterachse gut. Zudem sorgen die Komponenten der Pkw-Quermotor-Plattform MQB für ein sicheres und handliches Fahrverhalten. Nahe der Haftgrenze schiebt der fast 1,9 Tonnen schwere Camper jedoch sanft, aber stoisch über die Vorderräder. Der lange Radstand wirkt beruhigend auf den Geradeauslauf, und der Allradantrieb hat mit der Kraft des TDI keinerlei Mühe. Auch wenn der Diesel sowie dessen Nebenaggregate im Caddy präsenter tönen als etwa im Golf, ist der neue VW Caddy California (2020) ein leiser Reisebegleiter und frei von jeglichen Quietsch-, Rappel- oder Klappergeräuschen. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der VW Caddy (2020) im Video:

Video Platzhalter
Video: Wesat TV

Erste Testfahrt mit dem neuen VW Caddy California (2020)

Sämtliche Reisemobil-Zutaten im neuen VW Caddy California (2020), vom Faltbett über die optionale Miniküche bis hin zu den Stautaschen – hinterlassen bei unserer ersten Testfahrt einen durchdachten und hochwertigen Eindruck. Das Bett etwa kann man in Sekundenschnelle auseinanderklappen und in zwei Aussparungen der B-Säulen einhängen. Anders als beim Vorgänger Caddy Beach liegt das Gestell nicht mehr auf den Rücksitzen auf, sodass diese beim Urlaub zu zweit sogar zu Hause bleiben können, wodurch unter dem Bett zusätzlicher Stauraum frei wird. Wer sperriges Gepäck im Alltag transportieren möchte, kann zudem das dreiteilig gefaltete Bettgestell ganz herausnehmen. Nur die Miniküche bleibt stets links hinten im Auto montiert – so wie es die Wohnmobil-Zulassung erfordert. Der Küchenblock beinhaltet einen ausziehbaren Gas-Kocher sowie eine darunterliegende Schublade für Vorräte samt Besteckfach. Versorgt wird der Kocher von einer im Block integrierten Gasflasche. Auf eine eingebaute Kühlbox und Wassertanks muss man im Caddy verzichten, doch die praktischen Stautaschen in den hinteren Fensterausschnitten sowie die per Magnet-Clips kinderleicht zu montierenden Verdunkelungen und das wohnlich-warme LED-Licht im Heck (vier Leuchten) sichern den nötigen Wohnkomfort. Es fehlt lediglich an einer dezenten Beleuchtung im Cockpit, und die Verdunkelung des Panoramadachs ist fummelig zu montieren. Viel romantischer ist ohnehin der freie Blick auf funkelnde Sterne oder epische Sonnenauf- und -untergänge. Noch mehr Wohnraum ergibt sich, wenn man am neuen VW Caddy California (2020) das optionale Heck-Winkelzelt anbaut.

Neuer VW Caddy California (2020): Durchdacht, aber teuer

Zur Grundausrüstung des neuen VW Caddy California (2020) gehören zwei Klappstühle samt Tisch, die sich klapperfrei und platzsparend in einer Tasche unterhalb des Betts verstauen lassen. Zwei Lüftunsgitter, die – mit etwas Geschick – in die vorderen Seitenfenster geklemmt werden, sichern ein gutes, Mücken- freies Raumklima. Aber: Für die Standheizung muss man extra bezahlen. Die perfekt belüftete Tellerfeder-Konstruktion des Betts sorgt für einen ordentlichen Liegekomfort. Wer sich jedoch gern weich bettet, sollte einen Topper für die doch recht dünne und feste Kaltschaummatratze mitnehmen. Die Liegebreite von 1,07 Metern passt für zwei (verliebte) Erwachsene. Da neben dem Bett noch eine gute Handbreit Freiraum bleibt, fühlt man sich aber nicht eingeengt. Naturgemäß fällt die Innenhöhe über dem Bett gering aus. Aufrecht sitzen geht nicht, aber herrlich fläzen. Und: Neben sowie unter dem Bett finden Trinkflasche, Handy und Gute-Nacht-Lektüre ihr Plätzchen. Münzen, Schlüssel und andere Kleinteile verschwinden ebenfalls leicht in den Tiefen des Stauraums. Bei der ersten Testfahrt fällt die mäßig funktionale Bedienung des aufpreispflichtigen Digital-Cockpits auf. Sie will nicht recht zum durchdacht-praktischen Camper-Charakter des neuen VW Caddy California (2020) passen.

Technische Daten des neuen VW Caddy California (2020)

AUTO ZEITUNG 21/2021VW Caddy California Maxi 2.0 TDI 4Motion
Technische Daten
Motor2,0-Liter-4-Zyl.-Turbodiesel
Getriebe6-Gang manuell; Allrad
Leistung122 PS/90 kW
Max. Drehmoment320 Nm
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4853/1855/1836 mm
Leergew./Zuladung1864/636 kg
Sitz-/Schlafplätze5/2
Ausstattung
Herd/Heizung1 Flamme, Gas/Diesel (optional)
Gas1 x 1,85 kg
Frisch-/Abwasser-
Kaufinformationen
Grundpreis39.627 Euro

Fazit

Klein, aber fein – der neue VW Caddy California (2020) überzeugt bei unserer ersten Testfahrt besonders als geräumige Maxi-Version mit verblüffenden Qualitäten als Reisemobil. Dazu kommt die solide MQB-Technik, nur auf das Ditigal-Cockpit könnte man gut verzichten.