Maserati GranCabrio Folgore: Testfahrt im Elektro-Cabrio

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Maserati GranCabrio Folgore (2024), fahrend von vorne
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Mit dem Maserati GranCabrio Folgore gibt es das erste Cabrio im Luxussegment mit Elektroantrieb. Beeindruckend ist nicht nur die Leistung, sondern auch der Preis!

Maserati GranCabrio Folgore (2024), fahrend von der Seite
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Der Folgore kostet mindestens 206.713 Euro – und ist damit über 24.000 Euro günstiger als sein Verbrenner-Bruder, der ab 231.035 Euro beginnt (Stand: Juni 2024).

Maserati GranCabrio Folgore (2024), fahrend von hinten
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Im direkten Vergleich nicht zu spüren ist, dass der Folgore 440 kg schwerer ist als der Verbrenner Trofeo.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), Innenaufnahme
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Es gibt zwei Touchscreens, das zentrale 12,3-Zoll-Display sowie das Komfortdisplay mit 8,8 Zoll. Optional steht auch ein Head-up-Display zur Wahl.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), Borduhr
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Neu aufgelegt wurde beim GranCabrio auch die Borduhr, die nun digitalisiert wurde und verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten bietet.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), Beifahrersitz
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Für das GranCabrio bietet Maserati auch das sogenannte Econyl. Dies ist recyceltes Polyamid, das aus Nylonabfällen wie beispielsweise Fischernetzen aus dem Meer gewonnen und in wertige neue Nylongarne für die Mode- und Inneneinrichtungsindustrie umgewandelt wird.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), stehend von schräg vorne
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Es ist Absicht, dass das neue GranCabrio von den Proportionen her den Vorgängern ähnelt.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), stehend von der Seite, geschlossenes Verdeck
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Als Herausforderung bei einem Cabrio sieht der Chefdesigner Klaus Busse, der vorher unter anderem bei Mercedes, Jeep, Alfa Romeo und Fiat war, dass der GranCabrio bei geschlossenem wie auch offenem Verdeck seine klare Linienführung behält.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), stehend mit sich öffnendem Verdeck
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Wem es bei der oben-ohne-Ausfahrt zu heiß wird, kann das Textilverdeck innerhalb 16 s über die praktische Wisch-Funktion im Display schließen lassen.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), Seitenansicht mit offenem Verdeck
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Zum Öffnen braucht das Textilverdeck 14 s.

Maserati GranCabrio Folgore (2024), stehend von hinten
Maserati GranCabrio Folgore (2024) Foto: Maserati

Der lautlose Italiener macht nicht nur unglaublich viel Spaß, sondern ist als viersitziges E-Cabrio allein an der Spitze der lautlosen Frischluft-Sportler.

Dreizack unter Strom: Der neue Maserati GranCabrio Folgore (2024) hat bislang keine Konkurrenz, sieht optisch aus wie sein Verbrenner-Bruder GranCabrio Trofeo und überrascht beim Preis. Erste Testfahrt!

Trofeo und Folgore: Optisch wie eineiige Zwillinge, könnte ihr Herz unterschiedlicher nicht sein. So hat Maserati erst Ende Februar 2024 die zweite Generation des GranCabrio veröffentlicht, schiebt aber nun mit dem neuen Maserati GranCabrio Folgore (2024) ein äußerlich nahezu identisches Auto auf die Straße. Unter seinem Blech arbeitet jedoch kein 3,0-l-V6-Benziner mit 550 PS (410 kW) wie im GranCabrio Trofeo, sondern eine 800-V-Batterie mit drei je 300 kW starken Motoren. Damit ist der Folgore das erste rein elektrische Cabrio im Luxussegment. Und so klein die optischen Unterschiede zum Trofeo sind, so groß ist der Preisunterschied. Überraschenderweise ist der vollelektrische Folgore über 24.000 Euro günstiger (Stand: Juni 2024)! Doch wie schlägt er sich bei der ersten Testfahrt?
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Leslie & Cars fährt den Maserati GranTurismo (2023) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Testfahrt mit dem neuen Maserati GranCabrio Folgore (2024): Lautloser Kurvenkünstler

Zugegeben, der Start könnte schwerer nicht sein. Nach einer Testfahrt mit dem neuen Maserati GranCabrio Trofeo, dessen Herzstück ein V6-Triebwerk aus dem Rennsport ist, soll nun sein optisch vollkommen identisch aussehender Bruder Folgore überzeugen. Auf dem Papier ist bereits klar, dass E-Antriebe die konventionellen Modelle hinsichtlich Beschleunigung schlagen. Doch was ist mit dem Gewicht, der Reichweite, der Performance und dem Klang? Letzteres will Maserati mit einem Soundsystem abdecken, das den "typischen Sound der V8-Tradition" liefert und im Fahrmodus Sport leicht und im Fahrmodus Corsa deutlich hörbar ist.

Auf der Testfahrt im direkten Vergleich nicht zu spüren ist, dass der Folgore 440 kg schwerer ist als der Trofeo. Weil das Batteriepaket in einer sogenannten T-Bone-Form, also hauptsächlich um den Mitteltunnel herum angeordnet ist, fällt der Schwerpunkt des Folgore niedrig aus und macht das mit 4996 mm recht lange Fahrzeug ziemlich agil. So sagt der Hersteller, dass der Folgore mit einer Fahrzeughöhe von 1353 mm das niedrigste aller auf dem Markt erhältlichen Elektroautos ist. Was aber nicht vom Autobauer behauptet wird, sondern von uns: Der neue Maserati GranCabrio Folgore (2024) ist absolut überzeugend in seiner Beschleunigung sowie Geschwindigkeit. Drei Motoren, einer vorne und zwei hinten, schieben den E-Sportler lautlos in nur 2,8 s auf Tempo 100 und drücken die Insass:innen dabei so fest in die Sitze, dass man sich grinsend am Lenkrad festkrallt und bemüht ist, das vorgegebene Tempolimit nicht vollkommen außer Acht zu lassen.

Und wem bei der oben-ohne-Ausfahrt zu heiß wird, kann das Textilverdeck innerhalb 14 s über die praktische Wisch-Funktion im Display schließen lassen. Doch schneller als 50 km/h sollte man dabei nicht fahren. Denn dann blockiert das Verdeck einfach, das Fahrzeug informiert im Display über die zu hohe Geschwindigkeit und man sieht nach hinten aufgrund des halb geöffneten Stoffdaches nichts mehr.

Die Konkurrenten:

Exterieur: Gewollte Ähnlichkeit

Wer kann die Formgebung des neuen Maserati GranCabrio Folgore (2024) nicht besser beschreiben als Klaus Busse, Head of Design bei Maserati, maßgeblich für den Sportler verantwortlich und seit fast 30 Jahren Autodesigner. "Die tiefe Nase und die wuchtigen Radkästen sind das Design, was sich durchgesetzt hat bei der Marke", sagt Klaus Busse, während er ums Auto herumgeht. Aus dem Rennsport kommt die niedrige Mittellinie. Es ist auch Absicht, dass dieses Modell von den Proportionen her den Vorgängern ähnelt. Und die Entscheidung, dass die E-Version aussieht wie der Verbrenner ist ebenfalls gewollt. "Der Lifestyle soll entscheiden, welches GranCabrio zu einem passt, nicht die Optik des Fahrzeuges", so Busse. Als Herausforderung bei einem Cabrio sieht der Designer, der vorher unter anderem bei Mercedes, Jeep, Alfa Romeo und Fiat war, dass es bei geschlossenem wie auch offenem Verdeck seine klare Linienführung behält.

Innen: Klar, zeitgemäß und digitalisiert

Im Innenraum des neuen Maserati GranCabrio Folgore (2024) steht die Kundschaft vor einer Entscheidung: Soll es die alte Welt sein, oder die neue? Für das GranCabrio bietet Maserati neben den klassischen Materialien wie Leder, Karbon und Holz auch das sogenannte Econyl. Dies ist recyceltes Polyamid, das aus Nylonabfällen wir beispielsweise Fischernetzen aus dem Meer gewonnen und in wertige neue Nylongarne für die Mode- und Inneneinrichtungsindustrie umgewandelt wird. Durch die Laserverarbeitung werden auf den Sitzbahnen unterschiedliche Muster erzeugt, die sich stimmig in das Gesamtbild eines klaren und auf Funktionalität gewidmeten Innenraums fügen.

Es gibt zwei Touchscreens, das zentrale 12,3-Zoll-Display sowie das Komfortdisplay mit 8,8 Zoll. Optional steht auch ein Head-up-Display zur Wahl. Neu aufgelegt wurde beim GranCabrio auch die Borduhr, die nun digitalisiert wurde und verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten bietet. So kann diese unterschiedliche Designs, verschiedene Animationen (Kompass, Beschleunigungsmesser, Gaspedal und Stoppuhr) oder kontextabhängige Pop-ups wie Bluetooth-Verbindung zum Smartphone oder Start des kabellosen Aufladens des Telefons und Ladesteuerung anzeigen. Wer "Hey Maserati" sagt, kann auch mit der Digitaluhr interagieren und die Klimaanlage, das Navigationssystem oder Anrufe steuern.

Technische Daten

AUTO ZEITUNG Maserati GranCabrio Folgore
Technische Daten
MotorKonstantübersetzung; drei Radialmotoren
AntriebAllradantrieb
Systemleistung560 kW/761 PS
Max. Drehmoment1350 Nm
Batterie-Kapazität92,5 kWh
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4966/1957 (2113*)/1365 mm
Leergewicht/Zuladung2340/k.A. kg
Kofferraumvolumen114-151 l
Fahrleistungen (Werksangaben)
Beschleunigung (0-100 km/h)2,8 s
Höchstgeschwindigkeit290 km/h
Verbrauch (kombiniert)

22,4 kWh/100 km

Reichweite447 km
Kaufinformationen
Basispreis (Testwagen)206.713 Euro
Marktstartab sofort

Fazit

Ein Cabrio mit eher kleinem Kofferraum gehört in Deutschland nicht zu den Verkaufsschlagern. Sein Elektroantrieb und der Startpreis von mindestens 206.713 Euro drängen den Maserati GranCarbrio Folgore (2024) noch weiter in eine Nische. Der lautlose Italiener macht aber nicht nur unglaublich viel Spaß, sondern ist als viersitziges E-Cabrio des Luxussegments erst einmal vollkommen konkurrenzlos und allein an der Spitze.