Mercedes S-Klasse Facelift: Alle Neuerungen am Luxusmodell
Mit dem Mercedes S-Klasse Facelift will die Stuttgarter Traditionsschmiede ihren Platz am Himmel der Luxuskarossen verteidigen. Ein frisches Design, neue Technik im Innenraum und überarbeitete Motoren versprechen Gutes.
Preis: Mercedes S-Klasse Facelift ab mindestens 121.356 Euro
Mercedes hat sein bewährtes Luxusmodell überarbeitet. Das S-Klasse Facelift betritt im Frühjahr 2026 die Bühne und bringt neben einem frischen Design auch verbesserte Antriebe sowie (als erstes Verbrennermodell der Marke) die neue Elektronik-Architektur MB.OS mit. Preislich beginnt die Königsklasse bei mindestens 121.356 Euro für den S350d (Stand: Januar 2026). Das Mercedes S-Klasse Facelift ist ab sofort bestellbar. Wer noch erheblich mehr Geld ausgeben möchte, muss bis zum 24. März warten: Dann stellt Mercedes die Maybach-Variante der S-Klasse vor.
Damals & heute: Zwei Mercedes S-Klassen im Vergleich (Video)

Antriebe: Der Achtzylinder darf bleiben
Der Kundschaft in Europa bleibt der Achtzylinder erhalten: Mercedes hat den V8-Biturbo umfangreich überarbeitet, sodass er die Hürden der neuesten Abgasnormen meistert. Zusätzlich gibt es ein kleines Leistungsplus von elf PS: Der S 580 mobilisiert nun 537 PS (395 kW) und kommt auf ein maximales Drehmoment von 750 Nm. Beim Sechszylinder in S 450 und S 500 steigt das Drehmoment auf 600 Nm – per Overboost legt es dank eines höheren Ladedrucks des Abgasturboladers kurzfristig sogar auf 640 Nm zu.
Der neue Sechszylinder arbeitet auch in den Plug-in-Hybriden des Mercedes S-Klasse Facelift, deren Systemleistung um bis zu 75 PS (55 kW) steigt. Die rein elektrische Reichweite beträgt weiterhin rund 100 km. Auch der Diesel bleibt für den europäischen Markt: Der Reihensechszylinder erhält als erster Serien-Selbstzünder einen beheizten Katalysator, um die strengen Abgasnormen zu bestehen. Alle Motoren werden durch einen integrierten 48-V-Startergenerator unterstützt.
Beim Fahrkomfort legt Mercedes ebenfalls eine Schippe drauf: Die serienmäßige Luftfederung (Airmatic) und die optionale E-Active Body Control verfügen nun über intelligente Dämpfer. Diese nutzen Daten aus der Cloud von anderen Fahrzeugen, um etwa Bodenwellen vorherzusehen und sich anzupassen. Die Hinterachslenkung mit 4,5 Grad Lenkwinkel ist jetzt serienmäßig (zehn Grad optional). Der Wendekreis der Langversion reduziert sich dadurch um fast zwei Meter.
Exterieur: Sterne, Sterne und noch mehr Sterne
An der Front des Mercedes S-Klasse Facelift sorgt ein um 20 Prozent vergrößerter Kühlergrill für einen noch repräsentativeren Auftritt – er ist mit zahlreichen, kleinen Mercedes-Sternen versehen und kann erstmals auch beleuchtet werden. Das gilt ebenfalls für den Mercedes-Stern auf der Haube. Allerdings dürfen sich über das markante Lichtdesign nur Exportmärkte freuen – in Deutschland ist der selbstleuchtende Stern nicht zugelassen.
Interieur: Hyperscreen im Facelift

Im Innenraum des Mercedes S-Klasse Facelift blicken wir auf gewohnt hochwertige Materialien. Der Fond mutiert im Topmodell zur Business-Lounge dank zweier Einzelsitze, abnehmbaren Fernbedienungen und ausfahrbare Fußlehnen.
Deutlich verbessert zeigt sich das Infotainmentsystem mit neuen Funktionen. Damit diese überhaupt erst ermöglicht werden, zieht in das Facelift als erstes Verbrennermodell der Marke die neue Elektronik-Architektur MB.OS ein. Der wassergekühlte Supercomputer vernetzt alle Bereiche in einer Einheit. Er bildet auch die Basis für die neueste Generation des MBUX-Infotainmentsystems, das erstmals mehrere KI-Agenten integriert und dessen Sprachbedienung noch intuitiver sein soll.
Fahreindruck vom Vorfacelift: Erstaunlich effizient
Länge läuft, Länge säuft – das trifft auf den Mercedes S 500 4Matic lang eindeutig nicht zu. Es ist seine ausgewiesene Effizienz, die ihm im Vergleichstest den Sieg beschert. Das Platzangebot ist über alle Zweifel erhaben, und der Fahrkomfort liegt auf einem sehr hohen Niveau. Von Sven Kötter

























